Ina Herms - Seoul, I will miss you

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Rose wird von ihren Eltern gebeten nach Seoul zu kommen. Ahnungslos von dem, wie sich ihr Leben dort innerhalb von kurzer Zeit verändern wird, fliegt sie nach Korea. Dort versteht sie schnell den Ernst des Lebens. Rose gibt ihrem Vater ein Versprechen, dafür muss sie erst mal in die Hochbegabten Oberschule. So beginnt der koreanische Schulalltag, wo es Höhen und Tiefen gibt, wo die Liebe nah ist und wo das Wort Freundschaft eine neue Bedeutung ergibt. Und weshalb ist Rose verpflichtet einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebt? Geht die Ehe gut? Vor ihrem Schicksal kann Rose nicht fliehen…

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Was läuft zwischen dir und Yeol? Ich

möchte nicht, dass du mit ihm zu tun hast!

Glaub mir, er ist kein guter Junge!

Die beiden waren doch Brüder, zwar nur halb, aber trotzdem Brüder. Warum hatte er so eine schlechte Meinung von ihm? Obwohl, er müsste Yeol in und auswendig kennen. Vielleicht war an seiner Meinung doch etwas dran? Bis auf diese Beschützerseite an ihm, gab es nichts positives über ihn zu sagen.

Nichts läuft zwischen ihm und mir! Er

hat mich gestern ausnahmsweise

beschützt, weil unsere Mütter

Freundinnen sind, mehr nicht.

Während der fünf Minutenpause übergab mir eine Klassenkameradin eine Geburtstagseinladung. „Ich habe am Samstag Geburtstag, alle aus unserem Jahrgang werden kommen, da darfst du nicht fehlen! Es wird ein Dresscode geben, elegant aber auffällig. Die Adresse steht auf der Einladung drauf.“ „Danke, ich werde auf jeden Fall kommen.“ Was sollte ich bloß anziehen? Wie meinte sie es: elegant aber auffällig? Mutter, sie müsste es wissen! Unsere nächste Unterrichtsstunde war Sport. Der Sportlehrer erwartete uns bereits auf dem Fußballfeld. Die Aufwärmübungen waren die Härte gewesen. Er ließ uns mehrere Runden um das Fußballfeld rennen. Joggen gehörte zwar zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen, jedoch tat ich dies mit kleinen Unterbrechungen. Hier ließ er uns keine Unterbrechung durchgehen, wir mussten so durchziehen. Keuchend und nach Luft schnappend, lag ich auf dem Rasen. „Teilt euch in zwei Mannschaften auf, Fußballzeit!“, befahl der Lehrer. Die Mannschaften bildeten sich relativ schnell. In meiner Mannschaft war unterdessen Jae-Min und Min-Ho. Der Anfang des Spiels kam langsam in Schwung. Plötzlich standen sich Min-Ho und Yeol gegenüber und dann legten sie richtig los. So viel Energie, so viel Wut und Aggressivität in einem Spiel hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Der Ball flog in meine Richtung und ich lief mit ihm zum gegnerischen Tor los. Im Ausweichen bin ich ein wahres Ass gewesen. Keiner vermutete, dass ich ein so guter Spieler war. Die meisten der Mitspieler blieben mit schockierenden Gesichtern stehen und beobachteten mich. „Tooor!“ „Wow, Rose ist bombastisch im Fußball! „Wahnsinn, habt ihr das gesehen?“ „Rose, beim nächsten mal gehörst du zu meiner Mannschaft!“ Meine Tore wurden von vielen positiv kommentiert. Selbstverständlich freute ich mich saumäßig darüber. Vielleicht wäre es möglich, durch den Sportunterricht einige Freundschaften mehr schließen zu können. „Wie ich gehört habe, hast du dich noch für keinen Club eingetragen. Wie wäre es mit Fußball, oder Basketball? Wir haben in beiden Vereinen gute Leute, dort würdest du super rein passen!“ „Herr Lehrer, ich weiß noch nicht genau, wo ich mich eintragen werde. Ich dachte eher an den Kunstclub.“ „Denk nicht zu lange nach! Mit deinem Talent solltest du etwas mit Sport nehmen. Es würde gut in deinem Zeugnis aussehen!“ „Juna, Mika! In welche Clubs seid ihr beigetreten? Ich bin so Planlos.“ „Wir sind beide im Theaterclub.“ „Ich bin noch zusätzlich im Tanzclub. Wenn du Talent zum tanzen hast, komm auch!“, schlug Juna vor. „Hm, Theater ist nicht so mein Ding, tanzen kann ich auch nicht so gut. Wenn ich tanze, dann sieht es eher aus, als wenn ein Stein versucht sich zu bewegen. „Dann wird es wohl doch einer der Sportclubs!“ „Wenn du Interesse hast, kannst du nach Unterrichtsschluss mit mir zur Mathe Nachhilfe mitkommen. Uns unterrichtet einer der besten Lehrer aus ganz Seoul.“, sprang Min-Ho zu unserem Gespräch dazu. „Oh, ja gerne. Nachhilfe in Mathe wäre gar nicht mal so schlecht. Ich bin dabei!“ Eigentlich waren meine Noten in Mathematik ziemlich gut, doch die Vorstellung mit Min-Ho auch nach der Schule Zeit zu verbringen, machte mich ganz verrückt. Man sagt doch, desto öfter man einen Menschen sieht und mit ihm Zeit verbringt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich in einander verliebt. Dafür lohnte es sich, sich auf dumm zu stellen. Wie vereinbart gingen wir nach Unterrichtsschluss gemeinsam zur Mathe Nachhilfe. Der Raum, in dem wir die Nachhilfestunde hatten war voll. Viele aus unserem Jahrgang gingen dort hin. Der Lehrer wirkte auf mich sehr streng und seriös. Bei ihm durfte man sich keine Scherze erlauben, ansonsten würde man hochkantig den Unterricht verlassen müssen. Seine Liste von interessierten Schülern war nämlich ziemlich lang, und jeder, der den Unterricht nicht ernst nahm, musste gehen. Um Min-Hos Aufmerksamkeit zu bekommen, stellte ich mich ein bisschen unbeholfen an. „Hier guck mal, mach das lieber so! So kommst du schneller und einfacher zum Ergebnis.“ Wir saßen sehr nah nebeneinander. Unsere Schultern berührten sich einige Male. Er roch so gut. Jedes mal, wenn er mir etwas erklärte, leckte er seine Lippen an. So landete meine Aufmerksamkeit ständig bei seinen Lippen. Die Art, wie er mich ansah, wenn er mir etwas erklärte, so ernst und voll im Thema drin, ließ mich dahinschmelzen. Am liebsten hätte ich ihm erklärt, wie er zum schnellsten Ergebnis kommen könnte, doch diesen Moment wollte ich mir selbst nicht ruinieren. Oft erwischte ich mich bei dem Gedanken, ihn küssen zu wollen. Seine Lippen wirkten so weich und anziehend auf mich. Wie konnte ein Mensch bloß so sexy sein? So wunderschön, so unwiderstehlich! Es gab oft Jungs, die ich attraktiv fand, jedoch war ich noch nie so verknallt. Bei jedem Klang seiner Stimme, bei jeder Berührung meiner Schulter oder meiner Hand ließ mein Puls rasen. „So das war‘s für heute!“, beendete der Lehrer den Unterricht. „Rose, hast du Lust mit mir essen zu gehen?“ „Ja klar! Also ich meine, ja, gerne.“ Er lachte laut. „Alles klar, los geht’s!“ Von großem Hunger überwältigt, entschieden wir uns etwas einfaches und schnelles zu essen. In einem Kiosk kaufte Min-Ho sich und mir Instant Ramennudel. Draußen, vor dem Kiosk machten wir es uns bequem und genossen das köstliche Essen. „Wen haben wir denn da? Das erste Date?“,tauchten Yeol und Nam-Joon wie von Zauberhand auf. „Nein, und selbst wenn, ich wüsste nicht, was es dich angehen würde.“ Eiskalt und mit scharfer Stimme konterte Min-Ho. „Lasst euch bloß nicht von uns stören!“ Die beiden Jungs setzten sich genau hinter uns hin. Mich überkam das Gefühl, das es volle Absicht war. Die Atmosphäre wurde anstrengend. „Min-Ho ich denke, ich sollte langsam nach Hause. Meine Eltern machen sich bestimmt schon Sorgen, wo ich stecke.“ „Ich werde dich bringen!“ „Oho, was für ein Gentleman: Rose ich werde dich bringen. Da erwartet wohl jemand einen Gute Nacht Kuss.“, hänselte Yeol seinen Halbbruder. „Halt bloß deine Fresse! Im Gegensatz zu dir, besitze ich Anstand und sorge mich um Menschen, die mir wichtig sind! Irgendwann wird deine Macho Maske fallen und dann wird jeder deinen verdorbenen Charakter erkennen.“ Auf dem Weg zu mir, ergriff ich die Gelegenheit, um etwas mehr über die beiden zu erfahren. „Was ist bloß mit euch beiden los? Wieso seid ihr so zu einander? Verhaltet ihr euch Zuhause etwa auch so?“ „Ich habe dir doch schon einmal gesagt, Yeol ist ein schlechter Mensch! Er schlägt sich, hängt mit komischen Leuten ab, sucht ständig Streit, nimmt sich ein Mädchen nach dem anderen und schmeißt sie dann wie Müll weg. Er hat nicht einmal richtige Freunde. Zum ersten mal habe ich ihn heute mit diesem komischen Nam-Joon gesehen. Wahrscheinlich sind sie jetzt, seid ihrer letzten gemeinsamen Aktion miteinander befreundet. Yeol mag Menschen, die nach seiner Nase tanzen und genauso drauf sind wie er. Dieser Nam-Joon sucht bloß seine Aufmerksamkeit und seine Freundschaft. Was anderes kann ich mir da nicht vorstellen. Ich kenne dich zwar noch nicht so lange, aber du bedeutest mir jetzt schon eine Menge, deswegen möchte ich nicht, dass du zu viel Kontakt zu Yeol hast. Er ist ein schlechter Einfluss! Du bist ein reines Mädchen, du sollst nicht leiden, nicht wegen diesem Dreckskerl.“ Ich bedeutete ihm eine Menge, sagte er. Mein Herz machte Freudensprünge. Vor dem Eingangstor standen wir einige Sekunden sprachlos herum und starrten blöd durch die Gegend. „Ich werde mal rein gehen.“ „Ähm, Rose!“ Aus heiterem Himmel gab er mir einen sanften Kuss auf die Wange. Mit weit geöffneten Augen blieb ich erstarrt stehen und konnte gar nicht fassen, was gerade geschehen war. Dieser Moment kam für mich überrascht, denn ich hätte nie vermutete, dass ich ihm genauso gefalle, wie er mir. Im siebten Himmel schwebte ich in mein Zimmer herein. An meiner Wange füllte ich immer noch seine weichen, sanften Lippen. „Oh mein Gott, wie soll ich ihm morgen in die Augen schauen, ohne rot zu werden? Sobald ich ihn sehe, werde ich doch rot anlaufen wie eine Tomate.“ Seitdem ich ihn Seoul angekommen war, war dies, eines der schönsten Tage für mich. Im Hof hörte ich ein Auto parken, dass musste wohl Mutter gewesen sein, die gerade von der Arbeit zurück kam. „Mama, Mama! Ich brauche deine Hilfe! Was verstehst du unter elegant aber auffällig? Eine Klassenkameradin hat am Samstag Geburtstag und sie hat mich eingeladen. Dresscode ist: elegant aber auffällig.“ „Das ist doch eine tolle Neuigkeit! So hast du die Gelegenheit deine Mitschüler besser kennenzulernen! Für diesen Anlass, habe ich schon die Perfekten Kleider im Auge. Ich werde morgen bei einem Bekleidungsgeschäft anrufen und dir einige Kleider raus hängen lassen, welche zu dem Dresscode passen. Die Adresse des Ladens schicke ich dir dann per SMS.“ „Danke, Mama. Du bist die Beste!“ „Ich habe Vater schon lange nicht mehr gesehen. Arbeitet er wieder so viel?“, erkundigte ich mich. „Ja Kleines, er hat wieder viel zu tun!Leider ist es nun mal so in diesem Beruf, das wirst du früher oder später auch erkennen und verstehen. Er kann nicht einfach verschwinden, nur weil er Feierabend hat.“ „Wofür ist denn dann dieser Kang Joon-Ho da? Seine Aufgabe ist es doch, Vater stressige Arbeit abzunehmen! Vater verfällt wieder in seinem vergangenen Muster. Was ist, wenn sich sein Gesundheitszustand dadurch wieder verschlechtert?“ „Kleines, ich verstehe deine Sorge, aber leider können wir nichts dagegen unternehmen. Wir müssen die Entscheidungen deines Vater akzeptieren und ihn so gut wir können unterstützen. Ich rechne jeden Tag damit, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtern könnte, und ich habe verdammt große Angst vor diesem Tag! Aber seine Arbeit gehört zu seinem Leben, er kennt nichts anderes und wenn er plötzlich ganz aufhören würde, könnte dies genauso für seine Gesundheit schädlich sein. Seine Psyche könnte dadurch einen gewaltigen Knacks nehmen. Du solltest dich erst mal ganz auf dich konzentrieren und einen perfekten Schulabschluss hinlegen!“ Wie immer hatte meine Mutter Recht gehabt, ich musste mich auf mich konzentrieren, um Vaters Wusch später erfüllen zu können. Sehr früh legte ich mich schlafen, damit ich frisch für den nächsten Tag aussah. Wie von Mutter versprochen, schickte sie mir die Adresse des Bekleidungsgeschäftes. Nach der Schule schnappte ich mir Mika und Juna und zusammen gingen wir zum Laden. „Guten Tag, mein Name ist Kim Rose. Meine Mutter Kim Sarah hat bei Ihnen angerufen.“ „Hallo junges Fräulein, ich habe schon einige Kleider für Sie heraus gehängt.“ Sie zeigte mir ein Kleid nach dem anderen. Eins war schönes als das andere. Es waren so richtige Prinzessinnenkleider, aber auch sehr elegant gehalten, ohne viel Glitzer und Krimskrams. Als erstes probierte ich ein rosafarbenes Kleid, dass Schulterfrei war, viel Tüll umgab dieses Kleid. Juna lehnte dieses Kleid direkt ab. Dann ein weißes, kurzes Kleid mit kurzen Ärmeln. Das gefiel beiden Mädels. Als letztes, ein Sandfarbenes, beiges, langärmeliges Kleid aus dünnem, leichten Stoff. Es erreichte von der Länge her gerade so meine Knie. Obenrum hatte es ein Schiffsausschnitt, an der Taille eine kleine Schleife. Am Rockteil waren noch leichte Kreise als Muster. „Aw, das ist ideal! Perfekt! Du wirst sie alle umhauen.“, waren Mika und Juna vor Begeisterung hin und weg. Die Verkäuferin brachte mir noch weiße Perlenohrringe, eine Kette, weiße, matte High Heels und eine weiße, matte Klatsch. Das Outfit war perfekt für den Geburtstag, wie meine Klassenkameradin es haben wollte, elegant aber auffällig. Ob ich den anderen gefallen würde oder nicht, war mir irrelevant. Meine einzige Sorge war, ob ich Min-Ho gefallen würde. Eine ganz besondere Sache, wusste ich jedoch noch nicht. Nachdem wir das Kleid für mich gekauft hatten, besorgte ich noch ein Geburtstagsgeschenk für Su-Bin. Da ich sie nicht gut kannte und somit auch nicht wusste, was ihr gefiel oder was sie mochte, dachte ich an eine Handtasche. Jede Frau würde sich über eine Handtasche freuen. Bei Chanel entdeckte ich eine Limitierte Edition von einer Handtasche. Sie war schwarz-braun und würde zu jeden Outfit passen. Diese würde ihr mit Sicherheit gefallen. In der Schule trat ich dem Mädchen Basketballclub bei. Erstmal waren die anderen Mädchen nicht begeistert, dass ich beitreten wollte, doch nachdem sie mich spielen sahen, wollten sie mich nicht mehr gehen lassen. Der Samstag stand nun vor der Tür. An diesem Tag schlief ich aus, frühstückte in aller Ruhe und ging in mein Zimmer zurück. Die Zeit raste wie verrückt an mir vorbei. Die Vorbereitungen für den Abend starteten. Zuerst nahm ich ein Bad, steckte danach meine Haare zu einer Hochsteckfrisur zusammen und begann mit meinem Abend Make-Up. Mit einem flüchtigen Blick schmiss ich ein Auge auf die Uhr. Ich war spät dran. Eiligst schlüpfte ich in mein Kleid, zog die Accessoires an, griff mir meine Klatsch und schnappte mir noch das Geschenk. Draußen erwartete mich schon mein Chauffeur. Das Haus meiner Klassenkameradin, Su-Bin, war auch groß, sah aber schon älter aus. Ich nahm an, das Haus gehörte einst ihren Großeltern. Vor ihrer Eingangstür stand ein Security, dem jeder einzelne, der dort rein wollte, seine Einladungskarte zeigen musste. Drinnen, in ihrem Haus sah es sehr hübsch aus. Schlichte weiße Wände, ein paar Familienfotos und ein ganz großes gemaltes Porträt von Su-Bin. Die Feier fand in ihrem riesigen Wohnzimmer statt. Dieser war so groß, sodass man genügend Platz zum tanzen und zum herum stehen hatte. Außerdem gab es ein überaus großes Buffet. Es waren unglaublich viele Leute da. Einige kannte ich vom sehen aus der Schule. „Happy Birthday Su-Bin! Das ist mein Geschenk für dich. Nochmal vielen Dank für die Einladung!“ Obwohl es Su-Bins Geburtstag war, wirkte sie auf mich nicht gerade glücklich. Sie verhielt sich noch kälter als in der Schule, ihr Benehmen ließ auch zu wünschen übrig. „Danke. Du kannst es zu den anderen Geschenken stellen, drüben an den Tisch!“ Ihr Desinteresse an meinem Geschenk konnte ich kaum übersehen. Der Tisch mit den Geschenken war voll gestellt. Es lagen dort Geschenke jeglicher Form und Größe. Min-Ho entdeckte mich schneller als von mir erwartet. „Wow! Du siehst fantastisch aus, Rose! Mir fehlen die Worte.“ „Oh, vielen Dank! Es freut mich sehr, dass dir mein Outfit gefällt.“ Durch Min-Ho hindurch, entdeckte ich, in einer weiten Ecke, Yeol sitzen, der von dort aus alles beobachtete. Wie immer kreisten um ihn herum alles nur Weiber. „Rose, Rose, wir sind hier!“, winkten mir Juna und Mika zu. „Endlich! Hatte schon Angst, dass ihr nicht kommt.“ „Hier, nimm etwas zu trinken!“, übergab mir Juna ein Glas mit Saft, da in Su-Bins Haus Alkohol tabu war. Juna trug ein braunes, glitzerndes Kleid, das ihren ganzen Körper verdeckte. Dazu hatte sie schwarze High Heels an. Sie sah überragend aus. Mika war auch nicht ohne gewesen. Sie trug ein Bodenlanges, dunkelblaues, A Linien Kleid, das ein V-Ausschnitt hatte, und mit Perlen besetzt war. Ihre großen Brüste kamen darin super zur Geltung. Nur kurze Zeit verging, da wurden die beiden von zwei Jungs zum tanzen aufgefordert. Ich stellte mich in die Nähe der Tür hin und beobachtete alles. Rein zufällig hörte ich ein Gespräch zwischen zwei Mädchen und einem Jungen. „Du hast dich für den heutigen Tag richtig schick gemacht! Wie kannst du dir denn so einen teuren Smoking leisten? Wie wir wissen, sind deine Eltern doch arme Menschen oder nicht?“ „Meine Eltern sind nicht arm!“, flüsterte der Junge. „Ich arbeite neben der Schule.“ „Erzähl doch nicht! Ich denke nicht, dass du so viel Geld von einer Halbstelle kriegst. Sei doch ehrlich, der ist doch geliehen. Geliehene Kleidung ist echt widerlich! Was soll man von einem Stipendium Kind auch erwarten.“ Bei dem Wort ‚Stipendium Kind‘musste ich mich einfach dahin drehen und schauen, wer diese Personen waren. Die zwei Mädchen waren aus unserer Schule gewesen und der Junge war, wie ich schon annahm, Choi Nam-Joon. In dieses Gespräch musste ich einfach meine Nase reinstecken. An meinem ersten Schultag hatte mich Choi Nam-Joon vor den Schulschönheiten beschützt und nun war ich an der Reihe ihn zu beschützen. „Was erlaubt ihr euch überhaupt? Wo ist der Unterschied, ob reich oder arm? Wir sind alle gleich! Geld ist lediglich Papier, es kommt und geht. Wer hat eigentlich gesagt, das Nam-Joons Eltern arm sind? Was bildet ihr euch ein, über Menschen zu urteilen, die ihr gar nicht kennt?!“ Selbstverständlich hielten die Mädchen nicht ihre Klappe. „Wer hat dich eigentlich nach deiner Meinung gefragt? Gehörst du nicht auch zu den super reichen? Geld kommt und geht? Was ist das für eine Aussage? Was würdest du denn ohne das Geld deines Vaters tun? Du bist einfach nur erbärmlich! Stellst dich dar wie Mutter Teresa und bist nicht besser.“ „Und du denkst, du würdest mich kennen? Du weißt absolut nichts über mich! Ich kenne beide Seiten, sowohl die reiche als auch die arme. Und ihr habt kein Recht so über Choi Nam-Joon zu sprechen! Wer erbärmlich ist, seid ganz alleine ihr! Ohne Geld wärt ihr ein nichts! Choi Nam-Joon ist ein wundervoller, ehrlicher Mensch. Er hat wenigstens Persönlichkeit und ein aufrichtiges Herz, im Gegensatz zu euch Hexen! Komm Choi Nam-Joon, wir verlassen dieses dumme Gespräch!“ In der Wut vertieft, vergaß ich vollkommen, dass man hier gewisse Berührungen ernster nahm, als bei uns in Deutschland, so griff ich seine Hand und zog ihn von den Mädchen weg. „Warum hast du dich da eingemischt, Rose? Du hättest es nicht tun müssen! Ich bin an so etwas schon gewohnt und mir macht es nichts mehr aus.“ „Bist du verrückt? Wie kann man sich an so etwas gewöhnen? Ich werde dich immer beschützten, genauso wie du mich an meinem ersten Schultag beschützt hast! Damals hast du dich für mich eingesetzt, obwohl du mich nicht einmal gekannt hast.“ In seinen Augen sah ich die Dankbarkeit und die Freude darüber, dass ihn jemand in Schutz genommen hatte, mehr als nur deutlich, denn seine Augen strahlten, und ich könnte schwören, er hatte Tränen in den Augen. „Choi Nam-Joon? Ist bei dir alles in Ordnung? Was war da los?“, interessierte sich urplötzlich Yeol für die Angelegenheit. „Wo warst du überhaupt? Wieso hast du ihn nicht verteidigt? Du bist doch sein Freund oder tust du bloß so? Für nichts zu gebrauchen ein Freund wie du!“, überkam es mich. „Du hast meinen Platz ziemlich gut eingenommen!“, und schon ging er beleidigt davon. „Würdest du mir die Ehre erweisen, Rose, und mit mir tanzen?“ „Ja, sehr gerne. Aber ich warne dich, ich bin ein grottenschlechter Tänzer!“ In Wahrheit hatte ich den ganze Abend darauf gewartet, dass Min-Ho mich zum tanzen auffordern, oder wenigstens ein Gespräch zu mir suchen würde, jedoch passierte nichts davon. Er beschäftigte sich die ganze Zeit mit anderen Mädchen, suchte das Gespräch zu jeder anderen, nur nicht zu mir, im Gegensatz zu Choi Nam-Joon, der mir nicht einmal von der Seite wich. Selbst, wenn ich zum WC ging, stand er vor der Tür und wartete auf mich. Das wurde mir allerdings etwas zu viel. Ein Gefühl des Unwohlseins überkam mich. „Choi Nam-Joon, es ist relativ spät, ich werde mich auf den Weg nach Hause machen! Wir sehen uns in der Schule. Wünsche dir noch einen angenehmen Abend.“„Warte! Darf ich dich nach Hause begleiten? Du solltest so spät nicht alleine nach Hause gehen, dass ist gefährlich!“ „Ist nicht nötig! Mein Chauffeur holt mich ab. Aber danke, dass du dir Sorgen um mich machst! Bis dann.“ Mir tat es leid, ihn anlügen zu müssen, denn in Wahrheit holte mich mein Chauffeur nicht ab. Ich wollte lediglich alleine nach Hause gehen. Kurz vor meinem Haus traf ich auf Yeol. „Was suchst du hier?“ „Ich habe auf dich gewartet! Können wir reden?“ „Ja, aber lass uns ein bisschen weiter weg gehen! Ich möchte nicht, dass uns jemand von meiner Familie hier zusammen sieht.“ „Ich finde nicht, dass man sich für mich schämen müsste. Aber ich komme mal direkt zur Sache! Das mit Nam-Joon heute, hast du eigentlich überlegt, was du da tust? Machst du dir keine Gedanken darüber, dass er das alles in den falschen Hals bekommen kann? Du hast ihn so energetisch und voller Kampfgeist verteidigt, es erweckt glatt den Anschein, als wärst du in ihn verliebt.“ „Nein, ich bin nicht in ihn verliebt! Ich mag jemand anderen. Für mich persönlich gab es keinen Grund, sich darüber Gedanken zu machen! Er beschützt mich und ich ihn. Das ist meine Art sich bei ihm zu bedanken. Du kannst dich nicht in seine Situation hinein versetzten, an dir kleben die Mädchen von morgens bis abends! Du bist beliebt, reich und gutaussehend, was sollst du davon verstehen?! Er ist das komplette Gegenteil, er sieht zwar gut aus, aber das er, seine Familie nicht reich ist, macht viel aus, in unserer Schule. Denkst du, es ist schön für ihn, Stipendium Kind genannt zu werden? Du bist sein Freund, wie es den Anschein macht, wieso lässt du so welche Geschehnisse zu? Was ist das für eine Freundschaft? Oder bist du so egoistisch, und denkst nicht an die Gefühle von anderen?“ „Rose, ich bin sein Freund, aber nicht so wie du denkst! Wir sehen uns in der Schule, begrüßen uns, haben Kurse zusammen und haben uns einmal nach der Schule getroffen, mehr auch nicht. Warum sollte ich jemanden beschützen, den ich kaum kenne? Außerdem, du weißt gar nichts über mich und meine Persönlichkeit! Im Grunde, wollte ich dich nur warnen, nicht das deine ganze Mühe nach hinten los geht! Pass auf dich auf!“ Vielleicht hatte Yeol nicht ganz unrecht. Was wäre, wenn Choi Nam-Joon meine Taten wirklich falsch interpretiert? Allerdings lieferte ich ihm keinerlei Gründe, um falsche Züge daraus ziehen zu können. Diese Nacht fühlte sich für mich unendlich lang an. Jedes mal, wenn ich einschlief, wachte ich genau eine Stunde später wieder auf. So ging es die ganze Nacht über. Zum Frühstück bereitete Sumi Pancakes zu, dazu gab es noch Früchte und Obst.

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