Donatella Di Pietrantonio - Arminuta

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Im Dorf nennen sie alle nur Arminuta, die Zurückgekommene. Warum hat man sie zu ihren leiblichen Eltern zurückgeschickt? Wer ist ihre Mutter? Die, die sie geboren hat, oder die, bei der sie aufgewachsen ist?
»Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere Mutter nicht mehr.« So beginnt die Geschichte, in der ein junges Mädchen mit einem Koffer und einem Sack voller Schuhe bei einer ihr unbekannten Familie abgeliefert wird. Die echten Eltern wollten sie wieder haben, mehr haben ihr die, die sie bisher Vater und Mutter nannte, nicht erklärt. Niemand scheint auf sie gewartet zu haben, alle haben offensichtlich andere Sorgen. Das Essen ist knapp, die Neue muss sich das Bett mit der kleinen Schwester teilen und das Zimmer mit den drei Brüdern. Hier ist alles fremd, die Armut, der Schmutz, die harten Worte. Während sie einen Weg zurück in ihr behütetes Leben in dem kleinen Haus am Strand sucht, entwickeln sich neue Bindungen, zur mutigen Schwester, den Brüdern, der Mutter. Und sie beginnt zu verstehen, wie viele Facetten die Liebe haben kann. Donatella Di Pietrantonio erzählt in dieser ungewöhnlichen Familiengeschichte von Zugehörigkeit und Verantwortung, Verstrickungen und Mutterliebe und davon, was es bedeutet, den eigenen Platz im Leben zu finden. Poetisch, zart und unvergesslich.

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»Das hat die Signorina wohl noch nie gemacht«, hatte mich schon einer der Brüder mit Fistelstimme verhöhnt.

Der Kleine tauchte einen Arm in den Eimer mit den Abfällen und steckte ein Stückchen in den Mund. Die Mutter war gerade nicht da, sie war etwas holen gegangen.

»Also? Wieso bist du hierhergezogen?«, hakte Vincenzo nach und wies mit rot verschmierter Hand in die Runde.

»Das hab ja nicht ich entschieden. Meine Mutter hat gesagt, ich wäre jetzt groß und meine echten Eltern wollten mich wiederhaben.«

Die Augen auf mich gerichtet, hörte Adriana aufmerksam zu, sie brauchte nicht auf ihre Finger und das Messer zu schauen, mit dem sie arbeitete.

»So ’n Quatsch! Schlag’s dir aus dem Kopf, von dir hat hier keiner geträumt!«, sagte Sergio, der gemeinste. »He, Ma«, brüllte er dann nach draußen, »stimmt es wirklich, dass du sie zurückgewollt hast, diese blöde Gans?«

Vincenzo schubste ihn mit dem Arm, und Sergio fiel hämisch lachend von der umgedrehten Holzkiste, auf der er saß. Mit dem Fuß stieß er gegen einen halb vollen Behälter, und ein paar schon geschälte Tomaten landeten auf dem Zementboden im Staub. Ohne zu überlegen, wollte ich sie wegwerfen, doch mit einer raschen, erwachsenen Bewegung nahm Adriana sie mir noch rechtzeitig weg. Sie spülte sie ab und drückte sie aus, bevor sie sie in den großen Topf zurücktat. Schweigend drehte sie sich um und fixierte mich, hatte ich verstanden? Man durfte nichts vergeuden. Ich nickte.

Die Mutter brachte die sauberen Flaschen, in die die Tomaten abgefüllt wurden. In jeder lag schon ein Basilikumblatt.

»O Gott, hast du etwa heut deine Tage?«, fragte sie mich schroff.

Vor Scham antwortete ich zu leise.

»Was? Ja oder nein?«

Mit einer Geste des Fingers wiederholte ich mein Nein. »Ein Glück, sonst wär hier alles verschimmelt. Wenn du deine Blutung kriegst, kannst du bestimmte Arbeiten nicht machen.«

Auf dem Feuer, das in einem Winkel zwischen dem Wohnhaus und der erdigen Böschung brannte, wurden die Flaschen mit Sugo dann in einem riesigen Kessel im Wasserbad sterilisiert und waren gerade fertig. Da erschien Vincenzo, sich immer wieder umblickend, mit einem halben Sack voll Maiskolben und überhörte geflissentlich die Frage, wo er die herhätte. Wir entfernten die Blätter und den Bart, die Körner innen waren zart und verspritzten Milch, wenn man sie mit dem Fingernagel ritzte. Ich beobachtete die anderen und machte es wie sie. Der Rand eines Blatts schnitt mir in meine noch zu weiche Haut.

Anschließend röstete Vincenzo sie über der verbleibenden Glut und wendete sie ab und zu mit bloßen Händen, mit einem raschen Schubs seiner schwieligen Fingerspitzen.

»Wenn sie ein bisschen angekohlt sind, schmecken sie besser«, erklärte er mir mit einem schiefen Lächeln.

Den ersten hielt er Sergio, der sich schon freute, kurz vor die Nase und reichte ihn dann mir. Ich verbrannte mich daran.

»Recht geschieht’s ihr«, knurrte Sergio, während er wartete, bis er an die Reihe kam.

»Maiskolben habe ich fast noch nie gegessen, und nur gekocht. So sind sie viel leckerer«, sagte ich.

Niemand hörte es. Stumm half ich Adriana, alle Gefäße zu spülen, die wir für die Soße gebraucht hatten, und sie wieder im Abstellraum zu verstauen.

»Kümmer dich nicht um Sergio, der ist zu allen gemein.«

»Womöglich hat er recht, vielleicht haben deine Eltern mich gar nicht zurückgewollt. Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich hier bin, weil meine Mutter krank ist. Aber ich wette, wenn sie wieder gesund ist, kommt sie mich holen.«

10

Liebe Mama oder liebe Tante ,

ich weiß nicht mehr, wie ich dich nennen soll, aber ich will wieder zu dir. Im Dorf geht es mir nicht gut, es ist nicht wahr, dass eure Verwandten mich erwartet haben, im Gegenteil, sie haben mich aufgenommen wie ein Unglück, ich bin allen im Weg und bloß ein Esser mehr .

Du hast immer gesagt, das Wichtigste für ein Mädchen ist die persönliche Hygiene, deshalb berichte ich dir, dass es in diesem Haus sogar schwierig ist, sich zu waschen. Wir teilen uns zu zweit ein schmales Bett mit einer Matratze, die nach Pipi stinkt. Im selben Zimmer schlafen auch die Jungen, sie sind fünfzehn und älter, das würde dir gar nicht gefallen. Ich weiß nicht, was hier noch passieren kann. Du gehst doch jeden Sonntag in die Messe und unterrichtest im Pfarrhaus Katechismus, du kannst mich in dieser Lage nicht allein lassen .

Du bist krank und wolltest mir nicht sagen, was du hast, aber ich bin groß genug, um dir nahe zu sein und dir zu helfen .

Ich habe verstanden, dass du mich als Baby zu meinem Besten aufgenommen hast, weil ich in einer armen, kinderreichen Familie geboren war. Hier hat sich nichts geändert. Wenn ich dir wichtig bin, dann schicke bitte den Onkel, er soll mich abholen, andernfalls springe ich irgendwann aus dem Fenster .

P.S .

Entschuldige, dass ich mich nicht von dir verabschieden wollte an dem Morgen, als ihr mich gezwungen habt wegzugehen, und danke für die fünftausend Lire, die du zwischen die Taschentücher gelegt hast. Was noch übrig ist, wird für den Umschlag und die Briefmarke reichen .

Ich vergaß, den Brief zu unterschreiben, den ich auf eine aus einem linierten Heft herausgerissene Seite gekritzelt hatte. Neben der Tür des Tabakladens warf ich ihn in den roten Briefkasten und zählte das Restgeld, genug für zwei Wassereis, eins mit Pfefferminzgeschmack für mich und eins mit Zitrone für Adriana.

»An wen hast du den Brief geschickt?«, fragte sie, während sie das Eis auspackte und das Papier sorgfältig ableckte.

»An meine Mama in der Stadt.«

»Die ist keine Mama.«

»Na gut, an die Tante«, korrigierte ich mich genervt.

»Genau, sie ist die Cousine zweiten Grades von unserm Vater. Das heißt, in Wirklichkeit ist der Mann der Cousin, der, der dich hergebracht hat, der Carabiniere. Aber das Geld hat sie, sie sorgt für dich.«

»Woher weißt du das?« Die hellgrüne Flüssigkeit lief am Stil entlang auf meine Finger.

»Gestern Abend hab ich unsre Eltern im Schlafzimmer reden hören. Ich hatte mich im Schrank versteckt, weil Sergio mich verhauen wollte. Anscheinend will dich diese Adalgisa sogar auf die Oberschule schicken, du Ärmste.«

»Was haben sie noch gesagt?« Ich drehte das Eis um, damit es von der Spitze tropfte.

Adriana schüttelte den Kopf, nahm es mir weg, leckte es rundherum ab, gab es mir zurück und forderte mich mit einer ungeduldigen Geste auf, es endlich zu essen.

»So wie die in der Patsche steckt, wiederholten sie immerzu.«

Lustlos lutschte ich an dem Rest Eis, steckte es eine Weile ganz in den Mund, bis nur noch ein farbloser, frostiger Hauch übrig blieb.

»Gib her«, sagte Adriana gereizt und nagte den Stiel vollends ab.

Ich fragte den Postboten, wie lange ein Brief in die Stadt brauchen würde, verdoppelte die Tage und gab für die Antwort noch einen zu. Dann begann ich zu warten, saß jeden Morgen ab elf Uhr auf dem Mäuerchen, während die Kinder auf dem Platz Fangen oder Kästchenhüpfen spielten. In der freundlichen Septembersonne baumelte ich mit den Beinen und malte mir manchmal aus, anstelle eines frankierten Umschlags würde gleich der Onkel kommen, der Carabiniere, den ich für meinen Vater gehalten hatte. Mit einem langen, grauen Auto würde er mich heimfahren, und dann würde ich ihm alles verzeihen, dass er sich nicht geweigert hatte, mich zurückzugeben, dass er mich dort auf dem Asphalt hatte stehen lassen.

Oder sie würden alle beide kommen, sie wieder gesund, die Haare toupiert von dem üblichen Friseur, der auch mir die Haare schnitt – mittlerweile war mir der Pony über die Augen gewachsen –, um den Hals eines der weichen Seidentücher, die sie in den Übergangszeiten trug.

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