Kristof Magnusson - Zuhause

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Auf Weihnachten in Reykjavik hat sich Larus Ludvigson dieses Jahr richtig gefreut. Er hat ja nichts gegen Weihnachten. Das Problem ist, dass Weihnachten oft etwas gegen ihn hat. Es fängt damit an, dass Larus laut isländischem Melderegister tot ist und deswegen keine Videos ausleihen kann. Und endet damit, als Dagur sich in ihn verliebt und kurz darauf mit seinem Defender in eine Raststätte rast. Selbstmord? Larus hat damit nichts zu tun, kommt aber einem Geheimnis auf die Spur und verwickelt sich in eine Familiengeschichte, die ihn mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er sich nie hätte träumen lassen. Mit großer Leichtigkeit, subtilem Humor und hinreißenden Dialogen erzählt Magnusson eine wilde Geschichte aus dem Großstadtleben am Polarkreis. Fast eine Familiensaga, spannend wie ein Krimi und nebenbei das Portrait einer Generation, die ihr «Zuhause» erst noch finden muss.

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»Ja, ja«, sagte er.

»Wichtige Sachen, was?«, fragte ich. Dagur nickte und hustete. Ich stellte die Kiste vor ihm ab und wollte sie öffnen, da schob Dagur mich so unsanft zu Seite, dass ich ihn erstaunt ansah.

»Kennst du Lárus noch?«, fragte Matilda.

»Nein.«

»Er war mit uns in der Grundschule und ist dann nach Deutschland.«

»So was«, sagte er und sah mich an. »Lalli.« Er wischte seine rußverschmierten Hände an der Jeans ab.

»Lárus«, sagte ich.

»Lalli. Lalli skaggi!«

»Lárus!«, sagte ich erneut.

»Lalli skaggi«, wiederholte Dagur, und Matilda konnte das Grinsen, das ich ihr streng verboten hatte, nicht unterdrücken. Ich hatte gehofft, dass alle die ›Lalli skaggi‹-Episode meines Lebens vergessen hatten, ja, ich hatte sogar selber versucht, die ›Lalli skaggi‹-Episode meines Lebens zu vergessen. Fast hatte ich schon gedacht, es wäre mir gelungen, aber ich erinnerte mich natürlich ganz genau.

Es war so, dass ich, nachdem ich eingeschult wurde, vorgab, gehbehindert zu sein. Morgens hüpfte ich noch gleichmäßigen Schritts die Betontreppe am Eingang unseres Hauses herunter, doch sobald das Fenster zur Küche außer Sicht war, in der meine Mutter stundenlang Sachen hin- und herräumte und in der es trotzdem immer unordentlich war, fing ich an zu humpeln. Irgendwie schien das zur Schule zu passen. Mich verwirrten die vielen anderen Kinder. Einige ärgerten mich, riefen ›Lalli skaggi‹, ›Lalli, der Schiefe‹, was wiederum Jónína, die Lehrerin, ärgerte, die mich in Schutz nahm, was wiederum Valdimar ›Valli‹ Hermansson und Böddi Jónsson dazu verführte, mich nach der Schule noch mehr zu ärgern. Bald kloppte ich mich fast regelmäßig mit den beiden. Ich hatte nie eine Chance, konnte aber auch nicht weglaufen, weil ich ja humpelte. Ich kam nicht auf die Idee, von meiner vorgespielten Behinderung zu lassen, denn da ich die anderen Kinder nicht mochte, erschien es mir nur logisch, dass sie mich ärgerten und ich mich mit ihnen schlug. Einige andere bemitleideten mich – das war auch gut. Hauptsache, jeder wusste, wer ich war.

Natürlich konnte dieser emotionale Subventionsbetrug auf Dauer nicht gut gehen. Nach einem halben Jahr rannte der Dobermann einer Klassenkameradin quer über den Schulhof auf mich zu, bellte sein grabestiefes Bellen, und ich lief weg, so schnell ich konnte.

Die Schmach war groß.

Dass sich nun ausgerechnet Dagur daran erinnerte, der damals auch noch ein Kind gewesen war, erschreckte mich um so mehr. Was mussten dann erst die wissen, die damals schon erwachsen waren?

Dagur zog nachdenklich die Nase hoch und strich sich mit beiden Zeigefingern den Schweiß aus den blonden Augenbrauen. Dann sah er mich an. Seine Augen waren blau und seine Zähne sehr weiß in dem rußgeschwärzten Gesicht.

»Wer kauft mir was zu trinken? Ich bin total abgebrannt.«

Bevor wir ins kaffi gógó gingen, brachte Dagur seine Sachen zu seinem Auto. Irgendwoher hatte er zwei Plastiktüten genommen, in die er die Kleidungsstücke und CDs gestopft hatte, die er aus dem brennenden Haus auf die Straße geschmissen hatte. Obwohl er kaum alles tragen konnte, gab er nichts aus der Hand. Als wir sein Auto schon fast erreicht hatten, fiel aus einer der überfüllten Tüten ein Buch heraus. Dagur bemerkte es erst, als ich mich schon danach gebückt hatte. Es war eine zerlesene Ausgabe der Saga von Egill Skallagrímsson. Die Buchdeckel waren fast vollständig mit durchsichtigem Tesafilm beklebt, was das Buch vor dem vollkommenen Auseinanderfallen bewahrte. Unter dem Klebestreifen war eine Abbildung des Sagahelden zu erkennen, der einen schwarzen Helm mit großer Krempe und einen zerzausten Kinnbart trug. Die Stirn traurig gekräuselt, das Schwert erhoben stand er da, dämonisch und verletzlich zugleich; ein zaudernder Berserker, der sich nicht entscheiden konnte, ob er zuschlagen oder sich weinend unter ein Tierfell zurückziehen sollte.

»Gib das her«, sagte Dagur und hatte mir das Buch schon aus der Hand gerissen. Dafür hatte er eine der Tüten loslassen müssen und bückte sich, um seine im Schneematsch verstreute Habe wieder einzupacken. Einmal schnellten seine Augen hoch zu mir, doch als er merkte, dass auch ich ihn ansah, starrte er sofort wieder nach unten.

Dagur stellte die Reste seines Hausrats in den Kofferraum seines Land Rover Defender, der alt war und rot, mit weißem Dach und knopfäugigen Rücklichtern. Bevor er sorgfältig eine Wolldecke über alles breitete, nahm er ein T-Shirt aus einer der Tüten und zog es an: Es war ein enges schwarzes T-Shirt mit weißen Sternen auf der Vorderseite und der Aufschrift Betty Ford Clinic.

Nachdem Matilda im kaffi gógó erzählt hatte, auf welch spektakuläre Weise Dagur seine Sachen aus dem brennenden Haus gerettet hatte, bekamen wir umsonst ein Thule-Bier und einen nach Apfelkaugummi schmeckenden Schnaps. Es war ziemlich leer im kaffi gógó. Viele sahen sich das Feuer an, nur die Stammgäste, die praktisch zur Einrichtung gehörten, waren da: Hrafnhildur, die Bankkauffrau, sprang auf der Tanzfläche herum wie eh und je und strahlte so viel Hitze ab wie ein ganzer Aerobic-Kurs. In der dunkelsten Ecke, wo das Licht der Discokugel niemals hinschien, hing Gísli in den Seilen. Schon seit einigen Jahren war der Physiklehrer im grauen Anzug der älteste Gast und starrte durch eine Batterie von Gläsern in das schwarze Nirgendwo, das sich zwischen Bar und Notausgang auftat. Es war, als hätten sie alle im gógó ausgeharrt, damit ich nun, ein halbes Jahr nach meinem letzten Besuch, gerührt feststellen konnte, dass alles beim Alten geblieben war. Nur gelegentliche Lieder von den Bright Eyes oder Belle & Sebastian zeigten, dass sich die Diskokugeln dieser Welt weitergedreht hatten. Ansonsten liefen wie immer Pulp, Clash, Beck und Bowie, dazwischen die isländischen Rockklassiker Lúftgítar und Lóalóa. Auch der Hit der Riot Girl-Band Grílurnar, die von dem Mädchen Sísí sangen, das nähend in ihrem Suzuki ausflippt, fehlte nicht. Wie immer.

»Und, wie läuft deine Nacht?«, fragte Matilda.

»Super.«

»Du stehst seit einer Stunde hier herum«, sagte sie.

»Ich höre der Musik zu«, sagte ich.

Matilda verschwand wieder auf der Tanzfläche. Dagur stellte sich neben mich, legte seine Hand auf meine Schulter und sagte: »Gib dein Glas.« Er hatte eine Plastikflasche dabei, ähnlich denen, die Radrennfahrer benutzen. Er füllte mein Glas, aus dem der Geruch von starkem Gin aufstieg.

»Mein Cousin brennt den. In seiner Garage. Der beste Gin des Landes.«

Der beste Gin des Landes schmeckte holzig, die weißen Sterne über Dagurs Betty Ford Clinic glänzten im Schwarzlicht.

»Dann können wir uns ja mal unterhalten«, sagte ich.

Er zuckte mit den Achseln und sah an mir vorbei auf die Tanzfläche. Direkt traurig sah er nicht aus, eher gleichgültig und sehnsüchtig im selben Moment, wie ein Junge, der in der großen Pause unter dem Dach des Laubengangs steht und den anderen Kindern beim Spielen zusieht. Mir fiel ein, dass ich zwar schweigsame Menschen gut leiden konnte, mit schüchternen Menschen aber Probleme hatte.

»Wo kommst du her?«, fragte er, als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte.

»Aus Tornesch«, sagte ich.

»Soll ich das kennen?«

»Kopenhagen, Köln … Kennst du irgendwelche Städte in Europa?«

»Natürlich.«

»Dazwischen.«

Er schnippte mit dem Daumen gegen den Filter seiner Zigarette, doch es fiel keine Asche ab. Er versuchte es noch mal.

»Wann seid ihr da hin?«

»Als ich neun war.«

»Warum?«

»Nur so.«

»Niemand zieht nur so nach … wie hieß das noch mal?«

»Mein Vater hatte da Arbeit.«

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