August Strindberg - Meister Olaf

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Im Zentrum des Dramas steht der schwedische Reformator Olaf Pettersson, bekannt unter dem Namen Olaus Petri. Im 16. Jahrhundert, einer Zeit unerbittlicher Haltungen und und strenger Herrschaft, kämpft er für die Freiheit des Volkes und die Demokratisierung der Kirche. In seinem Streben wird er gehasst und ausgebeutet. Seine eigene Mutter verfluch ihn und der König benutzt ihn als Bauern im herrschaftlichen Ränkespiel. Die einzigen, die ihn von ganzem Herzen unterstützen, sind seine Frau Christina und der Buchdrucker Gert. Olafs Kampf um die Erneuerung des Alten nimmt eine unerwartete Wendung, als er von einer Verschwörung erfährt und sich entscheiden muss, wie er sich verhält… -

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Laurentius Petri.Weil du der Mutigste bist!

Olaf.Nicht der Stärkste?

Laurentius Petri.Die Starken folgen nach – und den Stärksten hast du an deiner Seite: das ist er, der dich zum Kampfe ruft!

Olaf.Hilf mir, Gott! Nun gehe ich!

Laurentius Petri.Amen!

Olaf.Und du folgst mir?

Laurentius Petri.Allein sollst du gehen mit Gott!

Olaf.Warum ziehst du dich zurück?

Laurentius Petri.Ich bin nicht zum Streiten geboren; nur dein Waffenschmied will ich sein! Gottes reines Wort soll deine Waffe werden, und du sollst sie dem Volke in die Hände geben; denn nun ist die Türe zur päpstlichen Rüstkammer eingeschlagen, und jeder, der den Namen Mensch trägt, soll selbst für die Freiheit seines Geistes kämpfen!

Olaf.Aber wo sind meine Feinde? Ich brenne vor Kampfbegierde, aber ich sehe niemand, mit dem ich kämpfen könnte.

Laurentius Petri.Du brauchst sie nicht zu rufen, sie kommen schon von selbst! Lebe wohl! Du kannst beginnen, wenn du willst! Gott sei mit dir!

Olaf.Geh nicht von mir, ich muß noch länger mit dir reden!

Laurentius Petri.Hier kommt der Vortrab – rüste dich nun. (Er geht ab.)

Zweiter Auftritt.

Die Vorigen ohne Laurentius Petri. Gert. Bürger. Weiber. Kinder. Gert und eine Schar Bürger mit Weibern und Kindern kommen zur Kirchentür rechts. Dort bleiben sie stehen, entblößen die Häupter und machen das Zeichen des Kreuzes.

Gert (in gewöhnlicher Bürgertracht) . Es ist heute am Pfingstabend nicht zur Abendmesse geläutet worden – das ist sehr sonderbar!

Ein Bürger. Und die Kirchentür ist geschlossen! Vielleicht ist der Priester krank.

Gert. Oder er ist noch nicht aufgestanden!

Der Bürger. Was sagt Ihr?

Gert. Ich meine, wenn er krank ist.

Der Bürger. Aber in solchem Fall hat er doch Meßgehilfen, so daß einer von ihnen an seiner Stelle uns eine Messe lesen könnte.

Gert. Sie sind wahrscheinlich zu sehr in Anspruch genommen!

Bürger. Wodurch?

Gert.Ja, das kann man nicht gut wissen!

Bürger. Hütet Euch wohl, mein Lieber! Ihr scheint mir ein wenig zu den Lutherischen hinzuneigen! Bischof Hans Brask von Linköping ist hier in der Stadt und der König auch!

Gert. Ist Brask hier in der Stadt?

Bürger. Gewiß. Aber wir müssen doch erst an der Tür selbst versuchen, ob die Kirche wirklich verschlossen ist.

Gert (springt auf die Treppe und schlägt an die Pforte) . Gottes Haus am Pfingstabend geschlossen! Die hochehrwürdige Geistlichkeit erteilt heilte bei Gott nicht Audienz, folglich muß die ehrsame Bürgerschaft nach Hause gehen und sich ohne Messe zu Bett legen. Seht her, gute Leute – hier ist eine Tür, die sicherlich nur von Holz ist, aber das macht nichts, denn sie ist mit Kupfer beschlagen – betrachtet nun einmal die Tür! Wenn ich nun sage, Gott wohnt hier drinnen, so ist es sein Haus, und wenn ich weiter sage, daß des Bischofs Diakonus oder Sekretarius oder Kanonikus oder irgendein anderer -us, denn nur die Männer des Geistes endigen auf us, wenn ich aber weiter sage, ein solcher Mann hat den Schlüssel zu dieser Tür an einem Nagel in seinem Schlafzimmer aufgehängt, dann sage ich damit nicht, daß er Gott für uns eingeschlossen und den Schlüssel auf einen Nagel in seinem Schlafzimmer aufgehängt hat, sondern ich sage nur, daß wir nicht hineinkommen können und heute abend Gottesdienst abhalten, wir, die wir die sechs Tage der Woche uns gemüht und geplagt haben, Schuhe und Wämser zu machen, und die wir gebraut und gebacken und geschlachtet haben die ganze Woche für die hochehrwürdige Geistlichkeit, auf daß sie sich herablassen möchte, am siebenten Tage für uns den Gottesdienst abzuhalten. Dies lege ich dem hochlöblichen Kapitel durchaus nicht zur Last, denn auch sie sind ja nur Menschen, und Gott allein ist imstande, sechs Tage zu arbeiten, und selbst er ruhte sich am siebenten.

Bürger. Ihr lästert Gott, Meister!

Gert. Wohl möglich, aber er kann es ja nicht hören, da die Türe verschlossen ist.

Ein Weib. Jesus Maria! Das ist ein Antichrist!

Gert (donnert an die Tür) . Hört ihr, wie leer das tönt! – Es steht in der Bibel, der Vorhang zum Allerheiligsten riß einmal entzwei, und das mag wahr sein, aber ob die Hochehrwürdigen ihn später wieder zusammengenäht haben, davon steht nichts in der Bibel, und darum braucht es keine Lüge zu sein.

(Die Leute stürzen auf Gert zu, die Kinder schreien.)

Der Bürger. Wehe dir, du Lutheraner, denn ein solcher bist du. Wir haben uns versündigt, darum hat der Herr sein Haus uns verschlossen. Hörst du nicht, wie selbst die Kinder bei deinem Anblick schreien, du unreiner Geist!

Gert. Ja, weil ihr ihnen auf die Zehen tretet, lieben Freunde!

Das Weib. Rührt ihn nicht an, er ist vom Teufel besessen!

Der Bürger. Nieder mit ihm! Nieder mit ihm!

Gert. Rührt mich nicht an, denn auf diesem Platz stehe ich in Gottes Schutz!

Der Bürger. Gott schützt den abgefallenen Engel nicht!

Gert. Wenn Gott es nicht tut, so tut es die heilige Kirche, und ich stehe hier innerhalb ihrer geweihten Mauern.

Mehrere Bürger. Zieht ihn aus den Kirchenmauern heraus!

Gert. Fürchtet ihr nicht Gott, so fürchtet zum mindesten den Fluch des heiligen Vaters!

Das Weib. Schleppt ihn von der Türe fort; denn sein unreiner Geist ist es, der die Kirche behext hat!

Der Bürger.Ja, ja! Gott öffnet seine Kirche nicht dem Teufel!

(Sie stürzen auf Gert zu.)

Des Bischofs Sekretarius tritt im selben Augenblick herein; vor ihn: geht ein Diakonus, der Stille gebietet .

Dritter Auftritt.

Die Vorigen. Der Sekretarius, ein Diakonus.

Sekretarius (liest) . »Alldieweil unsere Stiftsstadt ihre Abgabe für den Bischofsstuhl nicht berichtigt hat und also die Stadt noch weiterhin sich widerspenstig gegen selbige Entrichtung erweist, hat das Domkapitel es für gut befunden, mit Bezugnahme auf seine Gerechtsame und die Bestätigung der Kurie, die Tür der Kirche zu schließen und mit Opfern und Messe aufzuhören, bis obengenanntes Mißverhältnis geordnet worden, und drohen einem jeden, so sich hiernach nicht richtet, mit unserer höchsten Ungnade.

Datum vigilia assumptionis Mariae.

Kapitel zu Strengnaes.«

(Er geht ab mit dem Diakonus.)

Vierter Auftritt.

Die Vorigen ohne Sekretarius und Diakonus.

Gert. Was sagt ihr nun, gute Leute?

Der Bürger.Keine Messe am Pfingstabend! Das ist schändlich!

Gert. Nehmt Euch in acht und sagt nichts Böses von den Priestern; es ist wohl nicht ihre Schuld.

Der Bürger.Wessen denn?

Gert. Der Kirche! Der unsichtbaren, allmächtigen Kirche! Es ist die Kirche, seht Ihr, die die Kirche geschlossen hat!

(Das Volk äußert sein Mißfallen.)

Olaf (ist vorgetreten und läutet die Vesperglocke mit Hilfe eines Strickes, der vom Turm herniederhängt) . Ist es euch Ernst mit eurem Gottesdienst, so werde ich euch eine Messe abhalten!

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