Joseph Goldstein - Achtsamkeit Bd. 1
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Weil du, durch die Berge streifender Einsiedler,
Und ich, eine Bergblume,
Berg-Freunde sind,
Habe ich dir diese guten Ratschläge angeboten.
Dann verfiel die Blume in Schweigen.
Als Erwiderung sang ich:
Oh prächtige, auserlesene Blume,
Dein Diskurs über Vergänglichkeit
Ist wahrlich wundervoll.
Aber was sollen wir beide tun?
Gibt es gar nichts, was getan werden kann? …
Die Blume antwortete: …
Unter allen Aktivitäten in Sāṃsara
Ist nicht eine von Dauer.
Was immer geboren wird, wird sterben;
Was immer zusammengesetzt wird, wird auseinanderfallen;
Was immer gesammelt wird, wird sich zerstreuen;
Was immer hoch ist, wird fallen.
Eingedenk dessen beschließe ich,
Nicht an diesen saftigen Wiesen anzuhaften.
Selbst jetzt, im vollen Glanz meiner Erscheinung,
Selbst während meine Blütenblätter sich prächtig entfalten …
Auch du, noch stark und gesund,
Solltest ablassen vom Anhaften. …
Suche das reine Feld der Freiheit,
Die große Gelassenheit.« 3
BETRACHTUNG VON KARMA
Das Verständnis des Gesetzes des Karma ist die dritte Möglichkeit zur Erzeugung von Unermüdlichkeit in unserer Praxis. Dabei geht es um die grundlegende und wesentliche Erkenntnis, dass all unser willentliches Tun des Körpers, der Rede und des Geistes je nach dahinter stehender Absicht Konsequenzen nach sich zieht. Handeln wir aus Gier, Hass oder Verblendung, führt es zu unangenehmen Ergebnissen. Handeln wir aus Nicht-Gier, Nicht-Hass und Nicht-Verblendung, entstehen vielerlei Arten von Glück und Wohlbefinden.
Dem Gesetz des Karma entsprechend können wir nur von unseren Handlungen und deren Folgen wirklich sagen, dass sie zu uns gehören. Die Konsequenzen unseres Tuns verfolgen uns wie ein Schatten oder, um ein altes Bild zu verwenden, wie das Rad des Karrens, das dem Fuß des Ochsen folgt. Dieses Prinzip ist so grundlegend und weitreichend, dass es vom Buddha und anderen großen erleuchteten Wesen bis heute immer wieder betont wurde. Die allerersten Zeilen der Dhammapada verweisen auf genau diese Erkenntnis:
»Der Geist ist der Wegbereiter aller Dinge. Sprich oder handele mit unreinem Geist, und Leiden folgt wie das Wagenrad dem Huf des Ochsen.
Der Geist ist der Wegbereiter aller Dinge. Sprich oder handele mit friedvollem Geist, und Glück folgt wie ein Schatten, der nie weicht.« 4
Es gibt die berühmte Aussage von Padmasambhava, dem großen indischen Adepten, der den Buddhismus nach Tibet gebracht hat: »Meine Sichtweise ist so weit wie der Raum. Meine Aufmerksamkeit auf das Gesetz des Karma ist so fein wie Gerstenmehl.« Der Dalai Lama sagte: Müsste er wählen, ob er in seinen Lehren den Schwerpunkt auf Leerheit oder auf Karma legen wolle, würde er die Lehren des Karma wählen, so wichtig das Verständnis der Leerheit auch sei. Der koreanische Zen-Meister Seung Sahn Sunim fasst die Quintessenz der Integration von Leerheit und Karma mit den Worten zusammen: »Es gibt weder richtig noch falsch, doch richtig ist richtig und falsch ist falsch.«
Es reicht jedoch nicht, Karma einfach zu verstehen; wir müssen dieses Verständnis auch in unserem Leben umsetzen. Denken wir daran, unsere Absicht zu erforschen, wenn wir handeln wollen oder wenn bestimmte Gedanken oder Gefühle dominieren? Fragen wir uns: »Ist dieses Handeln oder dieser Geisteszustand geschickt oder ungeschickt? Ist dies etwas, was ich kultivieren oder aufgeben will? Wohin führt diese Absicht? Will ich da wirklich hin?«
1. Anālayo, Der direkte Weg. Aus dem Englischen übersetzt von Ilse Maria Bruckner und Siegfried C.A. Fay, Verlag Beyerlein & Steinschulte, Stammbach 2010. https://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/pdf/5-personen/analayo/direkte-weg.pdf. (Da der Text online steht, sind bei den betreffenden Zitaten keine Seitenzahlen angegeben. Jede Stelle kann leicht mit der Suchfunktion gefunden werden.)
2. Zitiert in Dilgo Khyentse Rinpoche, »Teachings on Nature of Mind and Practice«, Tricycle: The Buddhist Review, Winter 1991.
3. Shabkar Tsogdruk Rangdrol, Das Leben des Shabkar, Manjughosha Edition, Berlin 2011, 58–59.
4. Aus der Dhammapada. Es gibt zahllose Übersetzungen der Dhammapada. Dies ist meine eigene Version, die sich im Laufe der Jahre bei der Lektüre verschiedener Quellen herausgebildet hat.
2. Wissensklarheit
Klares Verstehen kultivieren
Sampajañña ist der Pali-Ausdruck für die zweite Qualität des Geistes, die der Buddha im ersten Absatz des Satipaṭṭhāna Sutta erwähnt. Er wird meistens mit »Wissensklarheit«, »klares Verstehen« oder »Wachheit« übersetzt und verweist auf die Fähigkeit, klar zu begreifen, was geschieht. Hier geht es um den Forschungs- und Weisheitsaspekt der Achtsamkeit. Wir werden uns diese Qualität im 9. Kapitel – »Achtsamkeit auf die Handlungen« – noch detailliert anschauen.
Das Kultivieren des klaren Verstehens – uns dessen bewusst zu sein, was wir tun und warum wir es tun – ist eine tiefe, transformierende Praxis. Dahinter steht ein Verständnis von Achtsamkeit, das über einfaches Präsent-Sein hinausgeht. Durch klares Verständnis kennen wir den Zweck und die Eignung dessen, was wir tun, und verstehen die Motivation hinter unseren Handlungen. Häufig merken wir, dass wir mitten in einem Verhalten stecken, ohne recht zu wissen, wie wir dorthin gekommen sind. Haben Sie sich je mit der Hand im Kühlschrank ertappt, ohne sich vorher über das Verlangen, die Entscheidung und die Angemessenheit dieses Tuns bewusst gewesen zu sein? Indem wir uns selbst bei kleinen Dingen unseres Handelns voll bewusst sind, wird es möglich, auch die dahinterliegende Absicht zu bemerken und uns zu überlegen: Ist diese Absicht, dieses Handeln, geschickt oder nicht, ist es nützlich oder nicht?
Zur Zeit des Buddha lebten ein paar Mönche zusammen in einem Wald. Der Buddha besuchte sie und fragte sie, ob sie alle harmonisch zusammenlebten. Anuruddha, einer der großen Schüler des Buddha, antwortete: »Warum sollte ich nicht beiseitelegen, was ich tun will, und das tun, was diese Ehrwürdigen wünschen?« Und alle anderen Mönche antworteten auf dieselbe Weise. Wenn wir klar wissen, was wir tun, können wir liebende Güte im Alltag leben, statt sie nur auf dem Meditationskissen zu praktizieren.
Der eigenen Motivation bewusst zu sein, spielt auf dem Weg zur Befreiung eine zentrale Rolle. Mit zunehmendem Gewahrsein unserer selbst fangen wir an zu erkennen, dass unsere Praxis nicht nur uns selbst, sondern dem Wohlergehen und Glück aller Wesen dienen kann. Wie kann unsere Praxis dem Wohlergehen anderer dienen? Wie kann die Wahrnehmung des eigenen Atems oder ein achtsam gegangener Schritt irgendjemandem helfen? Das geschieht auf verschiedene Weise. Je mehr wir unseren eigenen Geist verstehen, desto besser verstehen wir alle anderen. Wir spüren immer mehr die Gemeinsamkeit unseres menschlichen Daseins, was Leiden erzeugt und wie wir davon frei sein können.
Unsere Praxis dient anderen auch durch die Transformation dessen, wie wir in der Welt sind. Indem wir akzeptierender, friedvoller, weniger verurteilend und weniger selbstsüchtig sind, wird die ganze Welt liebevoller und friedvoller, weniger verurteilend und weniger selbstsüchtig. Unser Geist-Körper ist ein schwingendes, vibrierendes Energiesystem. Wie wir sind, beeinflusst daher unausweichlich alle um uns herum.
Auf einem in einem Sturm schwankenden Schiff kann ein weiser, ruhiger Mensch alle in Sicherheit bringen. Diese Welt ist wie solch ein Schiff, das vom Sturm der Gier, des Hasses und der Angst umhergeworfen wird. Können wir einer der Menschen sein, die zur Sicherheit beitragen? Der Buddha trug seinen ersten sechzig erleuchteten Schülern Folgendes auf:
»Geht, ihr Bhikkhus, in die Welt, vielen Wesen zum Wohl, vielen Wesen zum Glück, aus Mitgefühl mit der Welt, zum Wohl und Glück der Götter und Menschen. Geht nicht zu zweit denselben Weg. Lehrt, ihr Bhikkhus, den Dhamma, der vorzüglich am Anfang, vorzüglich in der Mitte und vorzüglich am Ende ist. … Verkündet das Heilige Leben, das vollkommen und rein ist.« 1
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