Leo Hillebrand - Wackernells Visionen

Здесь есть возможность читать онлайн «Leo Hillebrand - Wackernells Visionen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Wackernells Visionen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Wackernells Visionen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Norbert Wackernell (1927–2020) zählte zu den bedeutendsten Ingenieuren Südtirols. Bekannt wurde er mit unkonventionellen Vorschlägen für alpine Flughäfen, kühnen Entwürfen transalpiner Autobahntrassen und zukunftsweisenden Lösungen innerstädtischer Verkehrsprobleme.
Leo Hillebrand holt das Universalgenie Wackernell, der vom Frostschutz bis zum Stahlskelettbau zahlreiche Patente anmeldete, aus der Vergessenheit. Wackernells Biografie streift 75 Jahre Südtiroler Nachkriegsgeschichte und bietet einen erstmaligen Einblick in seine Pläne und Entwürfe.

Wackernells Visionen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Wackernells Visionen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Reger Geist in fittem Körper

Konnte sich der junge Wackernell mit dem großstädtischen Ambiente Mailands nur bedingt anfreunden, so schätzte er die sportlichen Möglichkeiten umso mehr. Hinter dem Politecnico befand sich ein schöner Sportplatz, auf dem er seine Lieblingsdisziplin Stabhochsprung trainieren konnte. Zu dieser damals in Südtirol seltenen, weil anspruchsvollen und nicht ungefährlichen Sportart kam Wackernell als Oberschüler. Zunächst trainierte er an der Passer gleich unterhalb der Zenoburg, wo es einen kleinen Sportplatz gab. Man trainierte noch ohne Matten, was einen anderen Stil als den heutigen bedingte, da man nach dem Sprung wieder auf den Beinen aufkommen musste. War dies nicht der Fall – und dies kam oft genug vor – drohten zumindest blaue Flecken. Auch wenn von den heute erzielten Höhen keine Rede sein konnte, in Richtung drei Meter sprang Wackernell schon als Jugendlicher. In Mailand frönte er zunächst weiter seiner Leidenschaft, bis er merkte, dass vor Prüfungen seine Konzentration beim Training zu wünschen übrig ließ. Und das war im Stabhochsprung bedenklich. Man kam leicht auf dem Rücken auf und riskierte schwere Verletzungen. Rückblickend meinte Wackernell sarkastisch, mit diesem Sport habe er sich Hüften und Knie ruiniert. Aber selbst der Umstand, dass er schon seit geraumer Zeit mit vier künstlichen Gelenken lebte, konnte ihn bis ins hohe Alter nicht von sportlicher Betätigung abhalten. Haftete dem Stabhochsprung etwas Exklusives an, so erfreute er sich als Kind wie die meisten Städter am Wassersport. Schwimmen lernte er aber nicht im Schwimmbad, sondern in der Passer. Das Lido in der Postgranz war zu weit entfernt und das einzige Hallenbad im Kurmittelhaus relativ teuer. Wollte er von zu Hause am Tappeinerweg zum Sportplatz an der Passer hinunter, zog er sich die Badehose an und durchschwamm den Fluss. Gerne dachte der Senior an das Bad Malferthaus in Obermais zurück, das seine Freunde und er oft aufsuchten. Nach dem Schwimmen ließen sie sich von dem beim Ofenbauer gefassten Waalwasser Richtung Stadt bis zum Töpfer Indra treiben. Von seinen Eltern lernte Wackernell bereits als Kind Skifahren, und zwar an einem unverdächtigen Ort: In den kalten Wintern der 1930er-Jahre übte man den Wintersport nicht notgedrungen in der Höhe aus. Viele Meraner Kinder unternahmen ihre ersten Versuche auf zwei Brettern im schattigen Naiftal, wo sich heute die Talstation der Seilbahn „Meran 2000“ befindet. Skifahren blieb in der kalten Jahreszeit Wackernells bevorzugtes Hobby. Auch während seines Studiums in Mailand ließ er es sich nicht nehmen, zu Weihnachten zwei Wochen in Hafling die Ski anzuschnallen. Und er zählte früh zu jenen, die gerne auch die ausgefahrenen Pisten verließen. Als er 1944 mit Freunden eine Skitour am Cevedale unternahm, verletzte er sich schwer am Meniskus. Mit kaputtem Knie schaffte er unter höllischen Schmerzen noch die Abfahrt bis nach Goldrain. Da es noch keine Meniskusoperation im heutigen Sinn gab, gipste der behandelnde Arzt Dr. Kneringer das ganze Bein ein. Dies mochte noch so unangenehm sein, brachte aber für den jungen Patienten einen entscheidenden Vorteil. Er war nämlich zur Musterung für die Wehrmacht angemeldet. Sein Gipsbein rettete Wackernell vor einem Kriegseinsatz in letzter Minute. Welche Bedeutung die Ski für Wackernell hatten, erahnt man, wenn er meinte, er sei 20 Jahre seines Lebens Stabhochspringer, 40 Jahre Segler, aber sage und schreibe 80 Jahre Skifahrer gewesen. Nicht ohne Stolz legte er dar, dass er noch mit Ende 80 auf den Brettern stand, in einem Alter also, als er längst künstliche Gelenke trug. Ein anderer Breitensport, den Wackernell praktizierte, war das Radfahren. Seit der Zeit, als ihm sein Vater beim Fahrradhändler Mich neben der Kapuzinerkirche das erste Rad kaufte, war der Schüler ständig auf zwei Rädern unterwegs. Dass es nicht bei den üblichen Einkaufs- oder Bummelfahrten blieb, verdeutlichten die Radtouren während des Studiums. Die Zugfahrten von Mailand nach Meran dauerten lange, die erste sogar über 24 Stunden. Die Reise war auch deswegen beschwerlich, weil es wegen zerstörter Brücken oder Geleise öfters Umleitungen gab und er wiederholt umsteigen musste. So machte er aus der Not eine Tugend und stieg aufs Fahrrad um. Jedes Jahr im Sommer wählte Wackernell eine Route über die Alpen, beispielsweise einmal über die Dolomiten, ein anderes Mal weiter westlich über das Nonstal. Dabei ließ er sich Zeit und stieg in den Nächten in kleinen Hotels oder Gasthöfen ab. Bis er in Meran eintraf, war der Student je nach Route sieben bis zehn Tage unterwegs. Für ihn war es eine ideale Möglichkeit, vom Uni-Betrieb und Prüfungsstress abzukoppeln und dem Sommer entgegenzusehen. Mit dem kecken Hinweis „Ich habe alles getan, was Gott verboten hat!“ verwies Wackernell darauf, dass er auch weit verwegeneren Sportarten zugetan war als dem Radfahren. Ein Beispiel ist das Eissegeln, wie es heute eigentlich nur mehr in Skandinavien ausgeübt wird. Aktiv war er sowohl auf dem Reschen- als auch auf dem Haidersee. Aufgrund der strengen Winter der Nachkriegszeit war die Dicke des Eises stets ausreichend. Es trug die teils recht schweren Schlitten problemlos. Zeitweise war Wackernell mit einem Gerät auf dem Reschensee unterwegs, das er zusammen mit Hans Stecher gebaut hatte. Bei manchem Wind erreichte es Geschwindigkeiten, die höher als jene von vorbeifahrenden Autos waren. Ungefährlich war die Angelegenheit nicht. Wackernell kamen mitunter bei voller Fahrt Zweifel, ob er den Schlitten wohl rechtzeitig vor dem Ufer stoppen könne. Letztlich erlitt er keine schweren Unfälle. Wohl aber sein Bozner Sportsfreund Erich Kaspareth, der einmal mit einem anderen Eissegler zusammenprallte und für zwei Wochen im Krankenhaus landete. Risiko hin, Abenteuer her: An der Laufbahn des Ingenieurs sieht man deutlich, dass Sport für Wackernell nie Selbstzweck oder Selbstdarstellung war, sondern immer funktional zu Studium und Beruf. Hier fand er eine Möglichkeit, von den Belastungen des Alltages abzuschalten.

Der kleine Norbert mit seiner Mutter Maria 1928 Norbert war ein Einzelkind - фото 5Der kleine Norbert mit seiner Mutter Maria, 1928. Norbert war ein Einzelkind, damals in Südtirol eher eine Seltenheit. Eine Familie von Ingenieuren Neben dem Vater Wilfried im Bild übte bereits - фото 6Eine Familie von Ingenieuren: Neben dem Vater Wilfried (im Bild) übte bereits der Großvater Wackernells diesen Beruf aus Früh zeigen sich die sportlichen Ambitionen Wackernells Das Foto zeigt ihn als - фото 7Früh zeigen sich die sportlichen Ambitionen Wackernells. Das Foto zeigt ihn als Sieger beim Zieleinlauf eines Rollerrennens in Meran 1933. Im Alter wird Norbert Wackernell selbstbewusst feststellen er sei 20 Jahre - фото 8Im Alter wird Norbert Wackernell selbstbewusst feststellen, er sei 20 Jahre seines Lebens Stabhochspringer, 40 Jahre Segler, aber 80 Jahre Skifahrer gewesen. Das Foto zeigt ihn als Siebenjährigen im Naiftal. 1934 zieht die Familie Wackernell von der Passeirergasse in das fertiggestellte - фото 91934 zieht die Familie Wackernell von der Passeirergasse in das fertiggestellte Haus am Zenoberg, die heutige „Villa Norbert“ Spektakulär und angesichts fehlender Matten auch riskant Wackernell in den - фото 10Spektakulär und angesichts fehlender Matten auch riskant: Wackernell in den 1940er-Jahren beim Stabhochsprungtraining an der Passer Als Student in Mailand Ende der 1940erJahre Anfang der 1950erJahre besuchte - фото 11Als Student in Mailand Ende der 1940er-Jahre Anfang der 1950erJahre besuchte Wackernell vorne links die Offiziersschule - фото 12Anfang der 1950er-Jahre besuchte Wackernell (vorne links) die Offiziersschule in Lecce. Einen Teil der Ausbildung absolvierte er in Mals. Dem Abenteuer stets zugetan Wackernell beim Eissegeln am Reschensee 1953 - фото 13Dem Abenteuer stets zugetan: Wackernell beim Eissegeln am Reschensee, 1953 Hochzeit auf der Mendel Gretl und Norbert Wackernell 1954 Конец - фото 14Hochzeit auf der Mendel: Gretl und Norbert Wackernell, 1954

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Wackernells Visionen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Wackernells Visionen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Wackernells Visionen»

Обсуждение, отзывы о книге «Wackernells Visionen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x