Pragmatik der Veränderung

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Veränderung gilt als raison dêtre helfender Berufe in Beratung, Psychotherapie, Coaching, Medizin oder Physiotherapie. Die helfenden Interaktionen in den genannten Berufen und die dadurch initiierten und realisierten Veränderungen werden in und durch das Gespräch zwischen den AgentInnen und den KlientInnen / PatientInnen hervorgebracht. Bei diesem Band handelt es sich um eine der ersten Publikationen, die Zugänge zur qualitativen linguistischen Veränderungsforschung in helfenden Berufen bündeln und systematisieren. Pragmatik der Veränderung analysiert und beschreibt das Ko-Konstruieren von Veränderung mikroanalytisch auf der Basis authentischer Gesprächsdaten. Insbesondere werden interaktive Momente und Praktiken identifiziert, in denen Veränderung angestoßen, umgesetzt oder konstatiert wird. Der Band legt so eine theoretische, methodologische und empirische Systematisierung der linguistischen Veränderungsforschung in helfenden Berufen vor.

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3. Aufbau des Bandes1

Den Band eröffnen zwei Beiträge, die die theoretischen Grundlagen von Veränderung in helfenden Berufen vertieft diskutieren. Ina Pick und Claudio Scarvaglieri befassen sich zunächst mit dem Begriff des sprachlichen Helfens, der für viele Arbeiten über Veränderung von Bedeutung ist. Basierend auf handlungstheoretischen Sprachtheorien legen sie ein allgemeines Konzept des Helfens vor, das sie anhand des Beratens auf sprachliches Helfen übertragen und weiterentwickeln. Anschließend zeigen sie in der Analyse von Kommunikation aus verschiedenen sozialen Bereichen (Schule, Autoverkauf, Psychotherapie), wie unterschiedliche Formen des sprachlichen Helfens empirisch realisiert werden und in welcher Relation zu klientenseitigen Veränderungsprozessen diese jeweils stehen. Im Anschluss legt Joanna Pawelczyk zunächst eine detaillierte Diskussion bestehender Ansätze der psychotherapeutischen Veränderungsforschung vor und strebt anschließend an transkriptbasiert zu zeigen, wie sich das prominente Modell der allen Therapieansätzen gemeinsamen Wirkfaktoren („common factors“, Lambert 2013) mit konkreten Interaktionsprozessen verbinden lässt. Dabei werden nicht nur methodologische und empirische Desiderata der linguistischen Veränderungsforschung identifiziert, sondern auch Wege gewiesen, auf denen diese Desiderata bearbeitet werden können.

Da die qualitative Veränderungsforschung wesentlich durch Ansätze der Therapieforschung geprägt wurde und in diesem Bereich auf vergleichsweise umfassendes methodisches und empirisches Wissen zurückgegriffen werden kann, befasst sich der empirische Teil des Bandes zunächst mit Veränderung in der Psychotherapie. Michael Buchholz argumentiert in seinem Beitrag gegen den vereinfachenden Gegensatz von medizinisch-technischen und kontextuellen Therapiemodellen und bringt „Konversation“ bzw. Konverationsanalyse als drittes, vermittelndes Element in die Diskussion. Er weist auf die Bedeutung der zwischenmenschlichen Verbindung zwischen Therapeut*in und Patient*in hin, die die Grundlage für jegliche therapeutenseitige Intervention und für die persönliche Weiterentwicklung der Patient*in bildet. Diese Verbindung wird im Anschluss an die Säuglingsforschung als „dyadic state“ gefasst, in Ausschnitten aus therapeutischen Gesprächen identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für Veränderung als „vorausschauende Empathie“ beschrieben. Claudio Scarvaglieri befasst sich in seinem Beitrag mit Äußerungen, die auf einer solchen Verbindung zwischen Therapeut*in und Patient*in aufbauen. Interventionen, die auf Verstehen bzw. „Einsicht“ (Freud) in biographische Zusammenhänge abzielen, wird in der tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Therapietheorie traditionell sehr hohe Wirksamkeit zugeschrieben. Scarvaglieri plädiert gegen eine Verengung von Verstehen als einseitig von der Therapeut*in vermittelt und zeigt an einem Beispiel, wie sich Therapeut und Patientin gemeinsam einen verstehenden Zugriff auf die biographische Situation der Patientin erarbeiten. Dabei wird deutlich, dass es den Beteiligten nicht etwa um abstrakte rationalistische Einsichtsprozesse geht, sondern um ein Verstehen, das unmittelbar an die Lebensrealität der Patientin andockt und sie daher auch verändern kann. Susanne Kabatnik, Christoph Nikendei, Johannes C. Ehrenthal und Thomas Spranz-Fogasy befassen sich mit lösungsorientierten Fragen in psychotherapeutischen Diagnosegesprächen, also mit Fragen, bei denen es der Therapeut*in nicht allein um das Erheben der Anamnese bzw. um bestehende Probleme geht, sondern auch um die Thematisierung von Problemlösungsmöglichkeiten bzw. von Wünschen der Patient*in diesbezüglich. Die Autor*innen arbeiten in der Analyse mit dem Konzept der „Antwortoptimierung“ und zeigen exemplarisch, wie lösungsorientierte Fragen zu einer veränderten Perspektive der Patient*in auf die eigene Situation, das bestehende Problem und etwaige Lösungsmöglichkeiten beitragen können, so dass bereits im Verfahren der Diagnosestellung erste Grundsteine für spätere therapeutische Veränderungen gelegt werden können.

Die Untersuchung der Wirksamkeit von Führungskräfte-Coaching hat sich stark an Ansätzen der Psychotherapieforschung orientiert, entsprechend vergleichen Thomas Spranz-Fogasy, Eva-Maria Graf, Christoph Nikendei und Johannes C. Ehrenthal die Bedeutung von Beispiel-Nachfragen in Coaching und Therapie mit Hinblick auf Veränderung in beiden Handlungsformaten. Beispielnachfragen evozieren Darstellungen von Beispielen, die strukturelle Elemente eines allgemeineren Zusammenhangs wie auch deren Beziehungen zueinander enthalten. An Beispielen können so am konkreten Fall zentrale Probleme, alternative Betrachtungsweisen und darauf aufbauend konkrete Veränderungsmaßnahmen diskutiert werden. Unterschiede zwischen den beiden Interaktionstypen zeigen sich vor allem hinsichtlich der Bereitschaft der Patient*innen in der Therapie und Klient*innen im Coaching, über ihr subjektives Erleben zu sprechen. Patient*innen leisten zudem fast immer zunächst Widerstand bei der Bearbeitung von Beispiel-Nachfragen, während Klient*innen bereitwilliger Beispiele darstellen. Im Coaching lassen sich daher Veränderungen sehr viel schneller angehen, während in Therapiegesprächen die Therapeut*innen die Bedingung der Möglichkeit von Veränderung erst noch herstellen müssen. Die vergleichenden Analysen des spezifischen Veränderungspotentials von Beispielnachfragen leisten einen Beitrag zu einem besseren Verständnis von Veränderungskommunikation in helfenden Interaktionen, dienen aber auch dazu, interaktionstypologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden helping settings herauszuarbeiten.

Eva-Maria Graf und Sabine Jautz beschreiben, wie Veränderung im Coaching sprachlich thematisiert und ko-konstruiert wird. Dazu fokussieren sie die kommunikative Basis-Aktivität „Ko-Konstruieren von Veränderung“ und ihre inter- und intra-aktivitätsspezifische Ausgestaltung im Kontext eines Coaching-Prozesses im Sinne einer case study . Während die inter-aktivitätsspezifische Dimension die gegenseitige Einflussnahme der Basisaktivitäten in ihren jeweiligen kommunikativ-interaktiven Ausgestaltungen in den Blick nimmt, bezieht sich die intra-aktivitätsspezifische Dimension von ‚Ko-Konstruieren von Veränderung’ auf ihre kommunikativ-interaktive Ausgestaltung entlang der verschiedenen Sitzungen des gesamten Prozesses. Die Autorinnen zeigen im Rahmen einer „theme-oriented discourse analysis“ und „activity analysis“, die die Meso-Ebene des Coaching-Gesprächs fokussieren, auf, wie diese beiden Dimensionen entlang der Sitzungen und des gesamten Prozesses im Sinne einer Coaching-Format-spezifischen personen- und prozessorientierten Konstruktion von Veränderung zusammenwirken.

Wie erläutert, hat sich die linguistisch orientierte Veränderungsforschung bisher vorwiegend mit Psychotherapie (und seit Kurzem mit Coaching) befasst, der vorliegende Band öffnet das Feld jedoch auch für Studien aus angrenzenden Bereichen, konkret aus der Sozialen Arbeit und der Physiotherapie. Cornelia Rüegger befasst sich zunächst mit der Konstruktion eines Falls in der Sozialen Arbeit, da diese die Basis bildet für anschließende Interaktions- und Veränderungsprozesse. Sie zeigt, dass die institutionelle Ausgangssituation spezifische Erfordernisse zur Herstellung von Hilfebedürftigkeit auf Seiten der Klient*in mit sich bringt. Dies erschwert die Herstellung eines Arbeitsbündnisses (bzw. von Verbindung im Sinne von Buchholz, s.o.), was sich, wie Rüegger zeigt, auch auf die Möglichkeiten zur Herstellung von Veränderung in der Sozialen Arbeit auswirkt. Heike Ortner dokumentiert, wie in der Physiotherapie ein verändertes Bewegungswissen bzw. Bewegungsbewusstsein kommunikativ und physisch von Therapeut*in und Patient*in ko-konstruiert wird. Dabei bezieht sich Veränderung nicht allein auf motorische Sequenzen oder Bewegungsmuster, sondern, ähnlich wie in den Beiträgen zur Psychotherapie, auch auf eine veränderte Einstellung der Patient*in gegenüber der Therapie und gegenüber der eigenen biographischen Situation, konkret der persönlichen Bewegungsfähigkeit.

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