Elisabeth Bürstenbinder - Herz-Sammelband - Elisabeth Bürstenbinder Liebesromane

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Herz-Sammelband: Elisabeth Bürstenbinder Liebesromane: краткое содержание, описание и аннотация

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Diese Elisabeth Bürstenbinder Sammlung umfasst die folgenden Romane und Novellen:
Am Altar
Glück auf!
Gesprengte Fesseln
Vineta
Um hohen Preis
Frühlingsboten
Ein Gottesurteil
Die Alpenfee
Fata Morgana
Adlerflug
Hexengold
Der höhere Standpunkt
Der Lebensquell
Edelwild

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„Nun, und –?“ fragte Hugo gespannt.

Reinhold lachte bitter auf. „Nun, ich hätte mir die Demüthigung ersparen können. Es kam keine Antwort – das war freilich Antwort genug, aber ich wollte nun einmal wissen, wie es dem Kinde gehe; ich glaubte an die Möglichkeit eines Irrthums, eines Verlierens, an was glaubt man nicht in solchem Falle, und schrieb zum zweiten Male. Der Brief kam uneröffnet zurück“ – er ballte im wilden Zorne die Hand – „Uneröffnet! Mir das, mir! Es ist das Werk des Onkels, daran ist kein Zweifel. Ella hätte nie gewagt, mir das zu bieten.“

„Meinst Du? Da kennst Du Deine Frau nicht. Sie hat es allerdings ‚gewagt‘, und sie allein konnte es wagen; denn die Eltern sind todt, schon seit Jahren.“

Reinhold wandte sich rasch um. „Woher weißt Du das? Stehst Du noch in Verbindung mit H.?“

„Nein,“ sagte der Capitain ruhig. „Du kannst Dir wohl denken, daß die Stimmung, die in der Familie gegen Dich herrschte, zum Theil wenigstens auch auf mich übertragen wurde. Seit ich H. damals wenige Tage nach Dir verließ, habe ich es nicht wieder besucht, aber ich stehe noch in Correspondenz mit dem ehemaligen Buchhalter des Almbach’schen Hauses, der das Geschäft übernommen hat und es auf eigene Rechnung fortführt. Von ihm erfuhr ich Einiges.“

„Und das sagst Du mir jetzt erst, nach beinahe vierzehntägigem Zusammensein?“ rief Reinhold beinahe ungestüm.

„Ich habe selbstverständlich einen Punkt nicht berühren wollen, von dem es mir schien, daß Du ihn zu vermeiden wünschtest,“ entgegnete Hugo kühl.

Reinhold ging einige Male im Zimmer auf und nieder. „Die Eltern sind also todt? Und Ella und das Kind?“

„Ihretwillen brauchst Du nicht in Sorge zu sein. Der Onkel hat ein nicht unbedeutendes Vermögen hinterlassen, weit mehr, als man geglaubt.“

„Ich wußte, daß er viel reicher war, als er gelten wollte,“ sagte Reinhold rasch. „Und diese Gewißheit allein gab mir die volle Freiheit des Handelns bei meiner Entfernung. Ich war für Frau und Kind nicht nothwendig. Sie waren gesichert vor jedem Wechselfalle des Schicksals auch ohne meine Nähe. Aber wo sind sie jetzt? Noch in H.?“

„Consul Erlau wurde Vormund des Knaben,“ berichtete Hugo ziemlich kurz und gemessen. „Er scheint sich auch der jungen, wohl nun sehr vereinsamten Frau thätig angenommen zu haben, denn bereits nach Ablauf der Trauerzeit siedelte sie mit dem Kinde in sein Haus über. Dort lebten Beide noch vor einem halben Jahre; bis dahin reichen meine Nachrichten.“

„So?“ meinte Reinhold gedankenvoll. „Nun, da begreife ich nur nicht, wie Ella mit ihrer Erziehung und ihrer Persönlichkeit es möglich macht, in dem großartigen Erlau’schen Haushalte auch nur zu existiren. Freilich, sie wird sich ein paar Hinterzimmer eingerichtet haben, nie zum Vorschein kommen, oder trotz ihres Vermögens die Stelle einer Wirthschafterin übernehmen. Ueber dieses Niveau war sie ja nun einmal nicht hinaus zu bringen. Wäre das nicht gewesen, ich hätte viel, hätte Alles ertragen – um des Kindes willen.“

Er trat zum Fenster, stieß es auf und lehnte sich weit hinaus. Die Abendluft strömte kühl hinein in das schwüle Zimmer, wo jetzt ein längeres Stillschweigen eintrat, denn auch der Capitain schien keine Lust zu einer weiteren Fortsetzung des Gespräches zu haben; nach einer Weile erhob er sich.

„Unsere Abreise ist morgen sehr früh angesetzt; wir werden zeitig wach sein müssen. Gute Nacht, Reinhold!“

„Gute Nacht!“ antwortete Reinhold, ohne sich umzuwenden.

Hugo verließ das Gemach. „Ich wollte, diese Circe von Beatrice sähe ihn einmal in solchen Stunden,“ murmelte er, die Thür in’s Schloß werfend. „Sie haben gesiegt, Signora, und ihn an sich gerissen als Ihr unbestreitbares Eigenthum – glücklich haben Sie ihn nicht gemacht.“

Noch einige Minuten lang verharrte Reinhold unbeweglich an seinem Platze; dann richtete er sich empor und ging hinüber nach seinem Arbeitszimmer. Er mußte mehrere der Gemächer durchschreiten, um dorthin zu gelangen. Die Wohnung, die das ganze untere Stockwerk der geräumigen Villa einnahm, war nicht so glänzend wie die Signora Biancona’s und dennoch verschwenderischer eingerichtet; denn die Pracht, die dort vorherrschte, wurde hier zehnfach aufgewogen durch den künstlerischen Schmuck der Räume. Da hingen Gemälde an den Wänden, standen Statuen in den Fensternischen, deren Werth nur nach Tausenden berechnet werden konnte; da waren die herrlichsten Kunstschätze Italiens in meisterhaften Nachbildungen vorhanden. Wohin das Auge nur blickte, traf es auf Vasen, Büsten, Zeichnungen und Prachtwerke, die anderswo schon allein die Zierde eines Salons gebildet hätten und die hier, überall hin zerstreut nur als beiläufiger Schmuck dienten. Es war eine Fülle von Schönheit und Kunst, wie sie in dieser verschwenderischen Art eben nur ein Rinaldo um sich versammeln konnte, dem mit dem Ruhme auch das Gold in nie versiechender Fülle zuströmte und der gewohnt war, das letztere völlig achtlos wieder von sich zu werfen.

In der Mitte des Arbeitszimmers stand ein prachtvoller Flügel, das Geschenk eines begeisterten Verehrerkreises, der dem Meister ein sichtbares Zeichen seines Dankes hatte darbringen wollen; den Schreibtisch bedeckten Karten und Briefe, welche die ersten Namen im Reiche der Geburt und des Geistes trugen und die hier gleichgültig bei Seite geschoben waren, ohne daß der Empfänger den mindesten Werth darauf zu legen schien; von der Hauptwand aber blickte das lebensgroße Bild Beatrice Biancona’s herab, von berühmter Künstlerhand in genialster Auffassung und wahrhaft sprechender Aehnlichkeit gemalt. Sie trug das idealische Costüm einer ihrer Hauptrollen in den Opern Rinaldo’s, mit deren hinreißender Darstellung sie diese Werke erst zur vollen Höhe ihrer Berühmtheit emporgehoben hatte, mit der sie selbst erst zu einer Künstlerin ersten Ranges hinaufgestiegen war. Es war dem Maler gelungen, den ganzen berückenden Zauber, den glühenden Reiz des Originals in diesem Portrait zu verkörpern. Die schöne Gestalt schien sich in unnachahmlich graciöser Stellung halb dem Flügel zuzuwenden, und die dunklen Augen blickten mit täuschender Lebenswahrheit herab auf den Mann, den sie nun so lange schon in unlösbaren Banden hielten, als wollten sie ihn selbst hier, im Heiligthume seines Wirkens und Schaffens, nicht allein lassen.

Reinhold saß am Flügel und phantasirte. Das Gemach war nicht erhellt, nur das voll hereinströmende Mondlicht schwebte über dem Meere von Tönen, das hier aufbrauste, als ob der Sturm in seinen Wogen wühle, sie bald anschwellend zu Bergeshöhe, bald wieder eine Abgrundtiefe entschleiernd. Jetzt quollen die Melodien empor, leidenschaftlich, glühend, berauschend, und dann auf einmal zuckte es jäh dazwischen, wie schneidende Dissonanzen, wie grelle Mißlaute. Das waren die Töne, mit denen Rinaldo schon seit Jahren im Reiche der Musik herrschte, mit denen er die Menge zur Bewunderung fortriß, vielleicht weil sie jenem dämonischen Elemente eine Sprache liehen, das in der Brust eines Jeden schlummert, und dessen sich wohl schon Jeder einmal, halb mit Grauen und halb mit süßem Schauer, bewußt geworden ist. Es lag in diesen Melodien auch etwas von dem wilden Stürmen von Genuß zu Genuß, von dem jähen Wechsel zwischen fieberischer Aufregung und tödtlicher Ermattung, von dem Ringen nach Betäubung, die, ewig gesucht, nie gefunden wurde, und doch klang immer und immer wieder etwas Mächtiges, Ewiges hindurch, das nichts gemein hatte mit jenem Elemente, das mit ihm kämpfte, sich darüber erhob, um schließlich doch wieder darin unterzugehen. –

Aus den Gärten stiegen die Orangendüfte empor und flutheten herein durch die weit geöffneten Balconthüren und wehten berauschend hin durch das Gemach. Klar, voll unendlicher Schönheit und unendlichen Friedens lag der Mondesglanz über der ewigen Stadt, und im bläulichen Nebeldufte verschwand die dämmernde Ferne. Träumerisch rauschte die Fontaine dort unten inmitten der Blüthenbäume, und das Licht, das in den fallenden Tropfen glänzte, erhellte jetzt auch in vollster Klarheit die ganze Reihe der Gemächer mit ihren Kunst- und Marmorschätzen; es beleuchtete das Bild in dem reich vergoldeten Rahmen, so daß die dämonisch schöne Gestalt da oben zu leben schien, und fiel auf das Antlitz des Mannes, dessen Stirn inmitten all dieser Schönheit und all dieses Friedens so schwer umdüstert blieb.

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