Wie wohltuend das ist, wissen alle, die schon einmal in einer Dusche mit zig Bedienmöglichkeiten gestanden sind und es nur mit Mühe fertigbrachten, überhaupt das Wasser anzustellen.
Die richtige Höhe: Die Duschen von heute sind bodeneben. Toilette und Waschtisch sind punkto Höhe so angebracht, dass sie ergonomisch nutzbar sind.
– Badtrend 4: WC wird vom Bad getrennt
Wer kennt das nicht: Man möchte sich vor dem Ausgehen schminken oder die Haare föhnen, doch leider war zuvor jemand auf der Toilette, und nun riecht es dort entsprechend.
Nicht gerade die idealen Voraussetzungen für das Anbringen von Make-up oder das Eincremen mit Bodylotion.
Es geht auch anders, sofern es die baulichen Umstände zulassen, empfehlen wir die Trennung der einzelnen Funktionen, die heute im Bad zusammenkommen.
Entweder richtet man das WC in einem gänzlich anderen Raum ein, oder man trennt es zumindest mit einer Glaswand vom übrigen Bad ab.
Nach Möglichkeit ebenfalls separiert wird der Waschtisch, der näher zum Schlafzimmer rückt. So ergeben sich die folgenden drei Raumbereiche, wenn es der vorhandene Platz zulässt: erstens die Ankleide mit Waschen, Rasieren, Schminken, zweitens das Bad mit Badewanne und/oder Dusche und drittens das WC.
– Badtrend 5: Dusche mit integrierter Wellness
Ein bisschen Luxus darf sein.
Eine großzügige, ebenerdige Dusche mit einer Kopf- und Handbrause ist heutzutage Standard. Ist die Kopfbrause in die Decke integriert, vermittelt sie ein Regenerlebnis.
Die Dampfdusche hat zusätzlich eine Dampffunktion. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 100 Prozent und die Temperatur liegt bei 45–50 °C. Die Dampfdusche kann mit Musik, Licht und Aromen ergänzt werden, um ein Erlebnis für alle Sinne zu bieten. Ein Sitzplatz dient zur Entspannung.
Voraussetzung für den Einbau einer Dampfdusche ist eine geschlossene Kabine mit dampfdichter Decke. Die technischen Einrichtungen sind versteckt, so dass die Dampfdusche kaum anders aussieht als eine „normale“. Die Infrarotdusche gibt warmes Infrarotlicht ab. Der Benutzer sitzt vor einem Rückenstrahler, genießt die Wärme und kann seine Muskeln entspannen. Voraussetzung für den Einbau ist ein elektrischer Anschluss für das Infrarotlicht.
– Badtrend 6: Mehrere Lichtquellen
Die in den Spiegelschrank integrierte, meist einzige Lichtquelle im Bad gehört der Vergangenheit an. Eigenheimbesitzer wünschen heute mindestens eine zweite Lichtquelle, wenn nicht deren vier bis fünf.
So können sie zusätzlich zum Arbeitslicht bzw. zur Grundausleuchtung auch Ambientelicht wählen. Diese Lichtquellen werden oft in Deckenstrahlern eingebaut und sind meist dimmbar, so dass sich verschiedene Stimmungen erzeugen lassen.
5.1.9 Platzbedarf und Montage
Eine Sauna kann nachträglich in fast jeden bestehenden Raum eines Hauses eingebaut werden. Häufig wird sie mit Bad oder Dusche kombiniert oder in einen Fitnessraum gestellt.
Eine Sauna kann auch im Keller stehen oder in die Dachschräge des Estrichs eingepasst werden. Eine Sauna, die nah am Wohnbereich eingebaut wird, wird erfahrungsgemäß mehr genutzt als zum Beispiel eine Sauna im Keller.
Wichtig ist, dass sich der Raum gut lüften lässt, damit sich kein Kondenswasser bildet. Eine vormontierte Standard-Sauna lässt sich in etwa zwei Stunden aufstellen, bei größeren und individuelleren Saunas dauert die Montage länger. Für den Anschluss genügt eine Starkstrom-Steckdose, bei manchen Modellen auch eine normale 230-Volt-Steckdose. Eine Faustregel besagt, dass pro Person eine Fläche von einem Quadratmeter nötig ist. Eine Liegekabine für eine Person nimmt aber bereits 1,5 x 2 Meter in Anspruch.
5.2 Kosten
5.2.1 Was kostet ein neues Bad?
Das Badezimmer ist heute mehr als der Ort der Körperhygiene, vielerorts finden sich echte Wellness-Oasen, Orte der Entspannung und des Rückzugs.
Aber natürlich gibt es sie noch, die einfachen Badezimmer mit Toilette, Einer-Waschtisch und Dusche. Wir sagen Ihnen, was Sie für Ihr Budget bekommen.
Der Wasserhahn tropft, die Feuchtigkeit hat über die Jahre Spuren hinterlassen, in den Silikonfugen bildet sich bereits Schimmel, der Waschtisch bietet zu wenig Platz und die Fliesen haben noch Farben und Muster von vor 40 bis 50 Jahren. Dann – oder auch weil man alte Dinge manchmal einfach leid ist – wird es Zeit, das Badezimmer zu renovieren.
Ein Badezimmer lässt sich auch mit einem kleinen Budget modernisieren, aber je größer das Budget, desto vielfältiger die Aus- und Umbaumöglichkeiten und desto hochwertiger die Ausstattung.
Die Kosten für das neue Bad hängen ab von:
der Entscheidung, ob Sie die vorhandene Einrichtung 1 : 1 ersetzen oder ob Sie Ihr Badezimmer umplanen
dem vorhandenen Grundriss: Ein rechtwinkliges Bad ist einfacher zu renovieren als ein Bad, das einen schiefwinkligen Grundriss hat
Grundrissveränderungen wie etwa Raumvergrößerungen oder dem Einbau eines separaten WCs
dem Zustand der Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen, müssen diese saniert oder gar neu verlegt werden, wird es teurer
der Größe des Badezimmers
der Art und Anzahl der geplanten Sanitärapparate (z. B. Dusche und/oder Badewanne, WC oder Dusch-WC, Bidet, Einzel- oder Doppelwaschbecken) und Möbel.
Optionen wie Bodenheizung, Handtuchradiator, neue Fenster und neue Türen
Ihrem Wohnort (regionale Preisunterschiede bei den Handwerkerleistungen)
den Eigenleistungen, die Sie erbringen möchten
5.2.2 Bäder im unteren Preissegment
Natürlich ist der Preis abhängig vom Umfang der auszuführenden Einbauten bzw. Veränderungen. Als Annahme für ein Preisniveau kann man aber folgende Preisansätze nehmen:
Im untersten Preissegment von etwa 20.000 bis 35.000 Franken ist Standard angesagt, aber auch so verleihen Sie Ihrem Bad einen neuen Touch.
Die neuen Fliesen sind schlicht oder aber hochwertig, aber nur noch dort verlegt, wo auch Wasser hingelangt. Dies betrifft meist die Wände, an denen Nassbereiche, wie Dusche, Wanne, WC oder Waschbecken installiert sind. Der Rest der Wände wird, wie die Decke, gestrichen oder verputzt.
Dazu kommt Standard-Sanitärkeramik bei Badewanne, Einzel-Waschtisch (mit Spiegelschrank und Untermöbel) sowie der Toilette, meist im Baumarkt gekauft.
Schöne Accessoires und kleinere Einrichtungsgegenstände gehören auch dazu.
5.2.3 Bäder im mittleren Preissegment
Das mittlere Preissegment im Bereich von rund 35.000 bis 60.000 Franken lässt das eine oder andere Extra zu. So werden Naturstein oder hochwertige keramische Beläge oder auch Mosaike verlegt, gehobene Sanitärkeramik wird verbaut, ein Doppel-Waschtisch mit Möbel liegt drin, eine Badewanne, vielleicht sogar mit Whirlpool-System, und eine separate Dusche mit rahmenloser Trennwand ebenso.
Beheizbare Handtuchhalter werden installiert und auch hier gehören schöne Accessoires und Einrichtungsgegenstände dazu.
5.2.4 Bäder im hohen Preissegment
Sie können Ihr Badezimmer einer Generalüberholung unterziehen, neue Anschlüsse einziehen lassen, feinste Materialien und luxuriöse Sanitärkeramik verwenden, eine Ambient-Beleuchtung anschließen, eine Fußbodenheizung für stets wohlige Wärme verlegen lassen und einen Whirlpool und eine Dampfdusche einplanen, der Ihre Muskulatur entspannt. Dafür müssen Sie mindestens 60.000 Franken einplanen.
Vielfach liegen solche Badsanierungen jedoch im sechsstelligen Bereich.
5.2.5 Spartipps für das neue Bad
Welche Lösung Sie auch wählen: Lassen Sie sich verschiedene Offerten unterbreiten.
Fragen Sie nach Ausstellungsmodellen, denn verschiedene Anbieter offerieren diese mit deutlichen Preisabschlägen.
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