Das Gleiche gilt für die Fliesen, die elektrischen Einrichtungen, die zusätzlichen Einbauten sowie die anderen Gewerke.
5.1.3 Das Bad in neuem Glanz mit moderner Ausstattung
Neben diesen oberflächlichen Dingen kann der Raum von Grund auf neu gestaltet werden. So können die Fliesen ersetzt und die Wände und Decke neu verputzt oder gestrichen werden. Bei einer grundlegenden Renovierung ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Posten einzukalkulieren. Dies sind z. B. die Farbe oder der Fliesenkleber, die vielleicht anteilig auf der späteren Rechnung vermerkt werden. Alles das sind Dinge, auf die eingegangen werden muss.
5.1.4 Umbau und Kostenvoranschlag
Ratsam ist es, sich vor jeder geplanten Renovierung verschiedene Kostenvoranschläge einzuholen, so kann man sich sicher sein, dass man sich für das richtige Angebot entscheidet. Nicht nur im Preis, sondern auch in den aufgelisteten Inhalten unterscheiden sich die Angebote mitunter.
Daher sollten nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen miteinander verglichen werden. Vielleicht ist der Preis in einem Angebot höher, dafür sind die Leistungen jedoch besser.
Auch kann nach dem Erhalt eines Kostenvoranschlags jederzeit Rücksprache mit dem Handwerksbetrieb gehalten werden. Bevor dem Auftrag zugestimmt wird, sollten auf jeden Fall alle offenen Fragen geklärt sein, damit es später zu keinen Unstimmigkeiten kommt.
– Gestaltungsideen für das Badezimmer
Im Raum stehen nicht nur Fragen zur ästhetischen Gestaltung, sondern es muss ebenfalls auf die Nutzung eingegangen werden.
Ein wichtiger Punkt ist die barrierefreie Einrichtung eines Badezimmers. Eine Badsanierung ist mitunter mit hohen Kosten verbunden und sollte daher nicht zum jährlichen Projekt werden. Wenn bereits mit dem Gedanken gespielt wird, das Badezimmer barrierefrei zu gestalten, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um sich mit dieser Idee auseinanderzusetzen.
Für eine barrierefreie Gestaltung gilt es, weitere Punkte in einem Kostenvoranschlag zu beachten. So sollten nicht nur alle Gestaltungspunkte übernommen werden, sondern ebenfalls die zusätzlich benötigten Materialien aufgelistet sein.
Zu diesen Materialien zählen unter anderem Griffe, die zusätzlich eingebracht werden müssen, oder ein rutschsicherer Bodenbelag.
5.1.5 Das Angebot zur Badsanierung
Unterschiedliche Betriebe erstellen unterschiedliche Preise. Nicht nur in ihrer Gestaltung, sondern allem voran in ihrer Ausführlichkeit unterscheiden sie sich.
Während auf manchen Übersichten nur der Gesamtpreis knapp vermerkt ist, bieten andere Firmen ausführliche Auflistungen an.
Wichtig ist zunächst einmal, dass die Materialkosten von der Arbeitszeit gesplittet sind. Auch sollte die Anzahl der Arbeiter angegeben sein. Dabei ist es wichtig, dass ein Stundensatz pro Handwerker vermerkt ist. Auch bei den Materialien ist es gut, wenn sie genau aufgelistet sind.
Ebenfalls sollte jede vereinbarte Leistung vermerkt sein. Vollständigkeit ist ein wichtiges Kriterium, das unbedingt eingehalten werden muss. Es sollten auch erste Hinweise zur Bezahlung vermerkt werden. Ist bereits ein Betrag in Vorkasse zu leisten? Wie hoch ist die Vorkasse? Welche zusätzlichen Kosten fallen an?
Handelt es sich um ein festes Angebot oder werden mögliche Überstunden noch dazugerechnet? Alle diese Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden, ehe die Entscheidung getroffen wird.
Ein weiterer Punkt ist die Anfahrtspauschale, die von vielen Unternehmen veranschlagt wird und manchmal nicht im Angebot vermerkt ist. Daher sollte auf jeden Fall, wenn diese nicht vorhanden ist, nachgefragt werden. Manche Unternehmen haben eine fixe Pauschale, während andere Firmen pro Kilometer abrechnen. Neben der Anfahrt kann ebenfalls die Vollständigkeit des Kostenvoranschlags erfragt werden, um mögliche versteckte Kosten aufzudecken
5.1.6 Zuverlässigkeit und eingehaltene Fristen
An der Erstellung des Kostenvoranschlags lässt sich ebenfalls die Zuverlässigkeit des entsprechenden Betriebs bemessen. Sind erste Aussagen ungenau oder dauert es womöglich Monate, bis ein erster Entwurf zugesendet wird, so kann anhand dieser Zeichen auf eine mangelnde Zuverlässigkeit geschlossen werden.
Das kann bereits ein schlechter Vorbote für eine wohl nicht so gute Zusammenarbeit sein. Ebenfalls sollte die Erreichbarkeit gesichert sein. Ist der Betrieb beziehungsweise der entsprechende Handwerker kaum zu erreichen, so können sich die späteren Umbauarbeiten problematisch gestalten.
Der Handwerker sollte sich vor Abgabe seines Angebotes über die gegebenen Örtlichkeiten informiert haben, um seine Offerte so genau wie möglich erstellen zu können.
Der erste Entwurf sollte schriftlich formuliert werden. Zwar kann der Handwerker bereits bei dem Gespräch nach möglichen Preisen gefragt werden, jedoch sollte davon abgesehen werden, den Preis und die Konditionen ausschließlich mündlich anzufragen.
Besser ist es, ein schriftliches Angebot in den Händen zu halten. Der schriftliche Entwurf fasst nicht nur die wichtigsten Punkte zusammen, sondern dient dem Kunden als Überblick, auf dem alle Informationen mit Preisen aufgeführt sind.
Ebenfalls sollte das Angebot ein Zahlungsziel enthalten und auf eine mögliche Vorkasse hinweisen. In Vorkasse zu treten kann gerade bei größeren Beträgen vorkommen, da der Betrieb einige Unkosten hat, zu denen unter anderem das Material zählt, ehe die Arbeit absolviert wird.
5.1.7 Offerten Material
Wollen Sie selbst einen Teil der Bauarbeiten oder alles in Eigenregie ausführen, so wäre es ratsam, diese Arbeiten zu notieren und eine genaue Auflistung der erforderlichen Materialien aufzustellen.
Anhand dieser Aufstellung sollten Sie sich eine Offerte von mehreren Baustoffhändlern erstellen lassen, um diese dann zu vergleichen und Ihren Offerten hinzuzufügen, um eine genaue Aufstellung der Kosten zu haben.
Die meisten Baustoffhändler beraten Sie gerne und können Ihnen sinnvolle Alternativen aufzeigen sowie günstige Objektkonditionen anbieten. Sie werden Ihnen gerne eine Materialofferte für Ihre Baustelle ausarbeiten.
5.1.8 Neueste Trends
Die aktuellen Badezimmer von Schweizer Bauherren sind schlicht, pflegeleicht und bedienungsfreundlich.
– Badtrend 1: Schlicht
Was das Design von heutigen Badezimmern angeht, ist weniger mehr. Denn der Trend geht hin zu einfachen, zurückhaltenden und reduzierten Looks.
Besonders beliebt sind Badmöbel und Bade-Accessoires in „iPhone“ -Form. Die abgerundeten Ecken nehmen dem ansonsten puristischen Aussehen die Härte. Bei den Materialien ist Natürlichkeit angesagt:
Böden in Keramik oder Naturstein oder zumindest in der Optik derselben. Dazu passen natürliche Farben, die ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit vermitteln.
– Badtrend 2: Pflegeleicht
Bloß nicht zu viel schrubben! Nicht nur, weil es Schöneres gibt, sondern auch, weil die Hygiene hierzulande etwas zu großgeschrieben wird: In ihrem Eifer nach Sauberkeit haben viele Menschen essighaltige Putzmittel verwendet, die die zementösen Fugen zwischen den Platten aufgelöst haben.
Die Folge: Feuchtigkeit konnte eindringen, so dass sich Schimmel gebildet hat. Mehrkosten entstanden, weil diese Bereiche wieder aufwendig saniert werden mussten.
Vielleicht ist dies der Grund, weshalb sich gerade im Duschbereich eine möglichst fugenlose Gestaltung durchgesetzt hat:
Der Putzaufwand ist geringer und der Schaden, den man anrichten kann, auch.
– Badtrend 3: Benutzerfreundlich
Die aktuellen Badezimmer sollen einfach ausgestattet sein. Armaturen, Duschen und Badewannen sollen einfach bedienbar sein. Das heißt: möglichst wenige Hebel und kein elektronischer Schnickschnack.
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