Amalia Frey - Seine Sensible Seite

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Austen staunt nicht schlecht, als sich Alexander, der aus Schriftwechseln so garstige Sohn ihres literarischen Mentors, als Eye-candy herausstellt. Alexander fühlt sich ebenfalls zu der 14 Jahre jüngeren Austen hingezogen, der jene väterliche Aufmerksamkeit zuteilwird, nach der er sich als Kind sehnte.
Die schwarze Autorin und der blonde Anwalt sollen gemeinsam ein Buch schreiben, doch ist keine Begegnung möglich, ohne dass die Fetzen fliegen. Dass ihre Anwesenheit Qual und Glück zugleich für den Anzugträger sind, ahnt Austen nicht und reagiert auf seine Ausbrüche kaum minder heftig. Seine Rollenvorstellungen machen es Alexander schwer, auf die Bedürfnisse der 3rd-Wave-Feministin einzugehen.
Aber unweigerlich entdeckt er eine sensible Seite an sich, die er in den harten Jahren seiner Karriere verloren glaubte …

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»Du willst auch Woolf nicht mehr sehen?«

»Nicht gar nicht. Aber ich denke, für meine Rolle als Vater ...«

»Ihr werdet schon Eltern?«

»Die Hochzeit ist in ein paar Wochen. Wir haben die Verhütung bereits abgesetzt.«

Gott, wieso blieb er so verdammt gefühlskalt?

»Sag es Woolf bitte selbst«, entgegnete ich so gefasst wie möglich.

»Das habe ich bereits.«

Diese Männer und ihre Heimlichtuerei! Vielleicht war es gut, dass David sich endgültig aus unserem Leben verabschiedete. So hatte Woolf ihn nicht unmittelbar als männliches Vorbild vor der Nase und ich hätte eine Chance noch Einfluss zu nehmen, ehe er auch so ein Eisklotz würde.

Dann bezahlten wir sehr schnell und umarmten uns zum Abschied. Seltsam, ihn zu drücken. Gewohnt reagierte mein Körper mit dem Gefühl der Heimeligkeit, doch dieser Mann gehörte mir schon lange nicht mehr. Bald würde er unwiderruflich durch ein gemeinsames Kind an eine andere Frau gebunden sein. Eine, die ihm all das gab, wozu ich nicht bereit gewesen war. Immer noch nicht war und niemals sein würde. Es war gut, ja es war gut.

Aber warum spielten sie im Radio ausgerechnet jetzt „Someone Like You“?

Als ich heimkam, lief Woolf mir aus seinem Zimmer entgegen, als habe er auf mein Schlüsselklappern gelauert.

»Du bist ja zu Hause«, stellte ich überflüssigerweise fest.

»Hi«, hauchte er liebevoll und musterte mich, ehe er genauso unnötig nachfragte, »du hast dich also mit David getroffen?«

»Ja, du Verräter, habe ich.«

»Wir dachten beide, es sei besser, wenn er es dir sagt.«

»Ach, ihr Schweinehunde, dachtet ihr das?«

»Brauchst du eine Umarmung?«

»Ja, du dumme Socke, brauche ich.«

Woolf lächelte endlich und nahm mich in den Arm. Er war mittlerweile fast so groß wie ich, seine sehnige Brust und seine festen Arme fühlten sich natürlich bei weitem nicht mehr so kuschelig und niedlich an wie einst. Als er noch mein kleines Wölfchen gewesen war. Er drückte mich fester an sich, es beruhigte mich ungemein. Dann säuselte er: »David will von seiner Frau gebraucht werden, und du brauchst niemanden. Du willst einfach nur Menschen in deinem Leben, aber du brauchst sie nicht, und das ist auch gut so.«

»Woher du das nur wieder hast, Klugschwätzer. Als ob ich dich nicht bräuchte.«

Er sah mich an. »Und ich dich. Aber du brauchst keinen, der gebraucht werden will.«

»Was brauche ich dann?«, fragte ich. Wenn er mich schon analysierte, dann richtig.

»Zu dir passt jemand, der dich reizt. Nicht auf die Art, wie David und du euch immer gestritten habt. Sondern einer, mit dem du wachsen kannst.«

»Also echt, Wölfchen. Du hast dich wohl in zu vielen Foren rumgetrieben, um dir diese Weisheit anzufuttern.«

»Wann wirst du mich endlich nicht mehr so nennen?«

»Keine Ahnung.« Ich zog meine Schuhe aus und tappte ins Wohnzimmer. »Wenn du erwachsen bist?«

»Falls du es genau wissen willst«, sagte er daraufhin beleidigt, »das hab ich nicht aus dem Internet. Ich hab viel über unsere Eltern nachgedacht in letzter Zeit.«

Ich fiel mit dem Arsch aufs Sofa und blickte ihn erstaunt an.

Er fuhr fort: »Die streiten sich auch andauernd und landen dann immer zusammen im Bett, ohne etwas zu schlichten.«

»Hör auf, Ma und Dad lieben einander.«

Dass ich der Meinung war, Dad hätte aufgrund dieser Streitereien nach der Pleite schließlich den krassen Herzinfarkt bekommen, verschwieg ich.

»Sehr lieben tun sie sich, ja. Genau wie du und David früher«, entgegnete Woolf mit einer Weisheit jenseits seiner Fünfzehn, drehte sich um und ging in sein Zimmer.

Am späten Nachmittag dieses Mittwochs traf ich mich entgegen unserer Dienstags- und Donnerstagsroutine mit meiner Trainingspartnerin Valeria. Sie und ich hatten uns erst vor kurzem zufällig beim Laufen kennengelernt und peilten an, zusammen am 40. Berlin-Marathon teilzunehmen, der im Folgejahr stattfinden würde. Gerne hätte sie schon an dem wenige Wochen später teilgenommen, aber eine Fußverletzung hatte sie lange ausgeknockt. »Mensch, heute doch mal? Wie kommt es?«, begrüßte sie mich in ihrer langsamen Sprechweise, in der sie vor allem die letzten Silben betonte. Valeria, der brasilianische Strich in der Landschaft, arbeitete für BASF als Laborantin. Die einzigen Gemeinsamkeiten, die unsere Leben wohl hatten, waren die bevorzugten Laufstrecken und das Ziel, es beim Marathon unter die schnellsten zehn Frauen zu schaffen. Trotzdem erzählte ich ihr von meinem Plan, dass ich am nächsten morgen früh ins Krankenhaus wollte, um, wie Woolf versprochen, mir ein neues Bild von Doktor A zu machen, und sie deswegen nicht, wie gewöhnlich um 10:00 Uhr treffen konnte. Dazu musste ich ihr im Folgenden erklären, wer Sascha und natürlich wer Doktor A war. Valeria war lieb, hatte jedoch kaum Ahnung davon, was in meinem alltäglichen Leben als Autorin so abging. Wenig involviert lauschte sie mir, während wir durch den Bürgerpark Pankow joggten, und war dankbar, als wir endlich auf Lauftechniken und neue Erkenntnisse bezüglich Muskelkomprimierung zu sprechen kamen. Am Ende konnte ich ihr einen Sportratgeber empfehlen. Sport-Ratgeber und Fachliteratur zu Chemie waren die einzigen Bücher, die sie freiwillig las. Eine Zweckfreundschaft – wenn auch eine, die, solange unsere Gespräche oberflächlich blieben, sehr lustig war. Für die wichtigen Themen des Lebens – Literatur, Sex und Weltfrieden – hatte ich Danni.

°°°

Tags drauf brauste ich wie geplant um 9:30 Uhr zur Charité, wo ich wie erwartet auf den Doktor nebst Vater stieß. Leider erwischte ich die beiden wohl gerade bei einem Streit. Schon von weitem hörte ich den Sohn in seiner unnachahmlich durchdringenden Stimme schimpfen. Als eine Schwester ins Zimmer eilte und um Ruhe bat, wurde sie von ihm auch noch zusammengefaltet. Ich kam in den Raum, als er Sascha die Worte entgegenspie: »Wenn ich wirklich so ein Nichtsnutz wäre, wie du mir seit Mutters Tod glauben machen willst, dann interessiert mich, warum ausgerechnet ich deine Angelegenheiten ordnen soll.«

Sascha saß im Lehnsessel, trug einen Pyjama und einen Morgenmantel darüber – es schien ihm also besser zu gehen. Er sah gleichmütig aus dem Fenster, entgegnete ruhig: »Du hast doch angerufen und gesagt, du wolltest mir helfen. Deswegen lasse ich dich.«

Jene Selbstgefälligkeit, zu der wohl nur Väter in der Lage sind. Ich kannte sie zu gut von meinem Dad und auch von Opa Mierl, wenn er Fio mal wieder vor den Kopf stieß.

Doktor A schien diese Manier genauso anzufixen wie jedes Kind und fuhr dann erst recht aus der Haut: »Wenn deine Dankbarkeit dafür so aussieht, kann ich darauf verzichten ...«

»Dankbarkeit?« Sascha lachte und sah ihn endlich an. »Du solltest dankbar sein, dass ich dich nicht enterbe, dass ich dich überhaupt noch als meinen Sohn bezeichne, dass ich dir all mein Vertrauen gebe. Letzteres wäre bei jedem anderen Anwalt genauso gut aufgehoben.«

Doktor A starrte seinen Vater ungläubig an. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, aber ich wusste, dass es ein »Das hast du jetzt nicht gesagt« schrie. Im nächsten Moment wirbelte er herum, und dann bemerkten sie mich. Bei beiden hellte sich der Gesichtsausdruck sichtlich auf – auch bei Doktor A, weil er vermutlich gerade jede:n lieber mochte als seinen Vater, selbst mich. Während Sascha freundlich lächelte, verdunkelten sich die Augen von Doktor A jedoch schlagartig wieder, und die Wutader auf seiner Stirn pulsierte beängstigender als sonst.

»Doktor Schneid«, nickte ich zur Begrüßung und das so herzlich wie möglich, bedachte man, dass er auf mich zukam und ich die Hosen voll hatte vor Angst.

Er schien davon mehr als irritiert. Vermutlich wollte er nur an mir vorbeirauschen, fort aus diesem Raum, weg von seinem Vater und mir. Aber mein Gruß zwang seinen Anstand, innezuhalten und mir zum ersten Mal die Hand zu geben.

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