Amalia Frey - Seine Sensible Seite

Здесь есть возможность читать онлайн «Amalia Frey - Seine Sensible Seite» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Seine Sensible Seite: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Seine Sensible Seite»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Austen staunt nicht schlecht, als sich Alexander, der aus Schriftwechseln so garstige Sohn ihres literarischen Mentors, als Eye-candy herausstellt. Alexander fühlt sich ebenfalls zu der 14 Jahre jüngeren Austen hingezogen, der jene väterliche Aufmerksamkeit zuteilwird, nach der er sich als Kind sehnte.
Die schwarze Autorin und der blonde Anwalt sollen gemeinsam ein Buch schreiben, doch ist keine Begegnung möglich, ohne dass die Fetzen fliegen. Dass ihre Anwesenheit Qual und Glück zugleich für den Anzugträger sind, ahnt Austen nicht und reagiert auf seine Ausbrüche kaum minder heftig. Seine Rollenvorstellungen machen es Alexander schwer, auf die Bedürfnisse der 3rd-Wave-Feministin einzugehen.
Aber unweigerlich entdeckt er eine sensible Seite an sich, die er in den harten Jahren seiner Karriere verloren glaubte …

Seine Sensible Seite — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Seine Sensible Seite», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Schließlich der Zusammenbruch, die Kur in dem Erholungsheim in Bayern. »Und dann fand ich Sie«, sagte er heiser und bedachte mich mit einem endlos zärtlichen Blick. Das war vor fünf Jahren gewesen. Ich war ein fünfundzwanzigjähriges Wrack und seine letzte Entdeckung. Ich verdankte Sascha einfach alles.

Dass ich seine Biografie schreiben durfte, war mir eine unermessliche Ehre. So gerne hätte ich ihm einmal gesagt, was er mir bedeutete. Dass er der Vater war, den ich mir immer gewünscht hatte.

Bewegt griff ich nach dem letzten Kleenex in der Box, schnäuzte mich, wischte mein verheultes Gesicht trocken. Ich blickte auf die Zeilen und wusste: Ich saß vor einer Goldgrube! Noch während Sascha gesprochen hatte, war mir aufgegangen, dass ich dies als Roman schreiben, mich gar nicht erst am Genre Biografie versuchen wollte. Heimlich gestand ich mir zudem ein, dass mich ebenso die Beziehung zwischen Doktor A und Sascha reizte. Doch dazu hätte ich Ersteren interviewen müssen, wie er all das empfunden hatte. Nur über meine Leiche!

Drittens

Wie verabredet erschien ich am nächsten Morgen gegen 10:00 Uhr in der Charité und winkte dem Pförtner zu, der mich inzwischen kannte. Doch heute sprang er auf und sagte: »Sie dürfen jetzt nicht zu ihm.«

»Was ist passiert?«

»Es gab Komplikationen. Er braucht Ruhe.«

Ich verstand die Welt nicht mehr. Anstatt mich wegkomplimentieren zu lassen, setzte ich mich in die Empfangshalle, um zu warten, bis die Komplikationen vorüber waren. Irgendwann nahm ich mir ein Buch und blätterte unruhig darin herum. Wie schlecht ging es Sascha? Was, wenn er sterben würde? Nein, daran durfte ich nicht denken.

Gewiss würden sie ihn wieder hinkriegen und wir hätten noch viele tolle Gespräche. Solche, die mich so beflügelten. Und dann würde ich mich endlich trauen und ihm sagen, wie lieb ich ihn hätte. Bestimmt wusste er es, hatte es gespürt. Aber nun war mir klargeworden, dass ich es ihm gestehen wollte.

Am Tag zuvor war er doch noch so gut drauf gewesen, hatte sich angezogen, so lange mit mir geredet. Ich wollte ihn unbedingt fragen, ob ich sein Leben als Novelle präsentieren dürfe. Wer außer ihm konnte das entscheiden?

Ruhig Lux! Sascha war auf so einem guten Weg, ihm war es von Tag zu Tag besser gegangen. Vielleicht war der Tag zu aufwühlend gewesen und er musste nur etwas schlafen. Das wird es sein. Ich versuchte mir ein paar Notizen zu machen, recherchierte etwas mit dem Schlaufon, für den nächsten Fachartikel, für den ich einen Auftrag an Land gezogen hatte. Ich schrieb ein paar Sätze auf, die ich irgendwann mal für meine Kolumne benutzen wollte, die jeden Mittwoch im Kulturteil der Berliner Zeitung erschien. Doch eigentlich rutschte ich die meiste Zeit auf meinem Stuhl hin und her und versuchte keine Angst um Sascha zu haben.

So sehr ich mich auch zwang, es gelang mir nicht, runterzukommen. Also stand ich auf und lief im Raum umher. In diesem Moment kam Doktor A aus dem Privatflügel. Sofort schnappte ich mir meine Tasche und lief zu ihm.

»Doktor Schneid?«

Er wirbelte herum.

Austen Lux! Schön wie die Morgensonne, trotz ihres besorgten Blickes. Warum war sie hier? Ich hatte doch gesagt, sie sollten sie nach Hause schicken.

Wie immer schaute er mich unheimlich wütend an, aber ich gab mir Mühe, diesmal keine Angst vor ihm zu haben. »Wie geht es Ihrem Vater?«

Sie wollte sicher mit ihm das Buch durchgehen. So müde, wie sie aussah, hatte sie die ganze Nacht daran gearbeitet, und wenn sie pünktlich hier gewesen war, hatte sie jetzt zwei Stunden gewartet. Was sollte ich ihr sagen? Dass er ins Koma gefallen war und unklar war, ob wir ihn überhaupt noch einmal sprechen werden?

»Sie können jetzt nicht zu ihm«, entgegnete er.

»Das habe ich nicht gefragt.«

»Was wollen Sie denn hier? Sie verschwenden Ihre Zeit.«

»Aber ...«, konnte er nicht verstehen, dass ich mich sorgte?

Vermutlich macht sie sich aufrichtige Sorgen um Vater.

»Frau Lux ... wir können gerade nichts tun. Bitte gehen Sie nach Hause«, erklärte ich ruhig und kam einen Schritt auf sie zu. Sie wich zurück, ihre Unterlippe vibrierte.

»Ich kann nicht«, rutschte es ihr heraus.

So freundlich wie möglich sagte ich: »Doch, das können Sie. Sie helfen ihm am meisten, indem Sie heimgehen und weiter fleißig an seinem Buch arbeiten.«

»Aber ich habe eine wichtige Frage, ehe ich fortfahren kann.«

Sie umklammerte einen USB-Stick. Ich musste irgendetwas tun, um ihr zu helfen. »Vielleicht kann ich sie beantworten?«

»Es geht um das Genre. Sascha muss das entscheiden.«

»Wieso Genre? Das wird seine Biografie.«

»Ich könnte so viel mehr daraus machen …« Tränen stiegen ihr in die Augen. Ich hasste es, wenn jemand weinte.

»Vielleicht kann ich … Er hat mir all seine Verfügungen übertragen«, entgegnete ich ruhig.

Sie rang sichtbar um ihre Worte und sagte dann: »Ich würde gerne … einen Roman daraus machen.«

»Inwiefern?«

Momentan war ich so verzweifelt, dass ich sogar seinen Rat angenommen hätte. Ich reichte ihm den Stick. »Bitte, das ist der rote Faden. Möchten Sie sich das ansehen, und dann reden wir?«

Ungläubig nahm ich den USB-Stick an. Hatte mir gerade eine Autorin ihr völlig ungeschliffenes Werk gegeben? Ein warmes Gefühl stieg in mir auf.

»Ich fahre jetzt in meine Kanzlei. ... Ich rufe Sie an, wenn ich es gelesen habe.«

Ich fummelte eine Visitenkarte hervor und gab sie ihr.

Austen nahm sie entgegen, ohne genauer hinzusehen.

»Danke, Doktor Schneid.«

Im Gegenzug riss sie einen Zettel aus ihrem Notizblock und schrieb hastig ihre Telefonnummer auf, um sie gegen meine Karte zu tauschen. Austen Lux gibt mir ihre Nummer. Dann gaben wir uns wieder die Hände.

Was nur war das? Wieso kribbelten meine Fingerspitzen, wenn ich ihn berührte?

Ihre filigranen Finger an meiner Haut zu spüren, elektrisierte mich noch mehr als gestern. Dazu der Unterschied, ihre schlanke braune Hand in meiner kalkweißen, viel Größeren. Sie war zart und doch so stark. Mit aller Mühe behielt ich meinen Gesichtsausdruck bei.

Warum guckt er jetzt wieder so wütend?

°°°

Auf der ganzen Fahrt tobte Euphorie in mir. Was plante sie? Was meinte sie mit Roman? Vielleicht war dies meine Gelegenheit, ihr zur Hand zu gehen. Ihr näherzukommen.

Was denkst du da? Diesen Gedanken verwarf ich natürlich umgehend und atmete durch. Das warme Gefühl in mir wollte sich jedoch nicht beruhigen. Für einen Moment genoss ich es.

Als ich ins Büro kam, steckte ich den Stick sofort ein und öffnete ungeduldig die Datei. Was ich sah, waren Stichpunkte über die Lebensgeschichte meines Vaters. Sie hielt sich sehr an der Kindheit auf. An sein Aufwachsen als ungeliebter Bastard. Die Vater-Sohn-Beziehung sollte offenbar aufgerollt werden, die Rolle der Mutter als beschwichtigende Vermittlerin. Saschas Wille immer ein guter deutscher Junge sein zu wollen. Mir stellen sich die Nackenhaare auf. All das hatte er ihr erzählt? Über die meisten Dinge hatte er mit mir nicht einmal gesprochen. Ich hatte sie mir mein Leben lang dank Andeutungen und Geschichten von Verwandten zusammenreimen müssen. Dann die Liebe zu Adelheid. Die große Liebe, die er beschützen wollte. Sein kränkelnder Schatz.

Meine Person wurde nur gestreift. Es folgte Saschas Trauerarbeit beim plötzlichen Tod seiner Frau.

Was erlaubte sie sich? Nicht mal Mutters Unfall zu erwähnen?

Ich spürte, wie immer mehr Wut in mir aufstieg. Das war nicht die Art von Biografie, die wir alle geplant hatten. Frau Lux gedachte, sich in Vaters Kopf zu setzen und alles noch einmal zu erleben. Darum wollte sie einen Roman schreiben. Sie wollte seine Gefühle analysieren, die Gesellschaft spiegeln, Rollenvorstellungen entlarven. Und dann las ich den letzten Stichpunkt : Vater-Sohn-Beziehung Sascha/Alexander – inwieweit wiederholt sich die Geschichte? Lässt der Vater seine Erfahrungen das Kind spüren? Woher stammt all die Wut in beiden?

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Seine Sensible Seite»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Seine Sensible Seite» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Seine Sensible Seite»

Обсуждение, отзывы о книге «Seine Sensible Seite» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x