Urs Scheidegger - Hassliebe

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Ein Mann im besten Alter schreibt einem ehemaligen Freund aus der gemeinsamen Zeit in Berlin nach dreissig Jahren ein E-Mail. Unglaublich, was dieses eigentlich harmlose Mail ausgelöst hat. Aus anfänglicher Hoffnung gedeiht Hass, gefolgt von Sex und Liebe und Tod. Die Lebensumstände der Hauptfiguren werden allesamt auf den Kopf gestellt. Ein unerwartetes, zwischenmenschliches Drama.

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Es dauerte nicht lange und schon war ein Kind auf dem Weg ins Dieseits. Ein Mädchen. Übrigens auch ein Grund, weshalb wir geheiratet haben. Alles war wunderbar. Wir schwebten geradezu auf Wolke sieben. Auch beruflich hatte ich ziemlich Erfolg, nicht, dass ich CEO oder CFO geworden wäre, aber immerhin landete ich durch viel Fleiss im unteren Kader der Bank, in der ich ursprünglich meine Lehre absolviert hatte, und verdiente auch recht gut. Als unser Kind aus dem Gröbsten heraus war, arbeitete meine Frau vorerst Teilzeit, und dies bald einmal mit noch mehr Erfolg als ich, wurde sie doch Direktionsassistentin in einer international tätigen Grosshandelsgesellschaft mit Sitz in Zug. Kam dazu, dass sie begann, den Tagesablauf zuhause peinlich genau zu planen. Dafür führte sie eine spezielle Agenda. Alles hatte seinen Platz und seine Zeit. Zufälligkeiten akzeptierte sie nicht. Nebenbei bemerkt und zur Erinnerung, meine Frau heisst Sabine und dein Mädchen war die Marlene. Ihr Name ist mir im Kopf geblieben, weil er mich an die berühmte deutsche Sängerin und Schauspielerin erinnerte. Wie hiess sie noch mit Familienname? Knef, hiess sie, richtig.

Mit der Zeit war Sabine derart angespannt, dass sie, wenn sie nach Hause kam, sich nur noch hinlegte und vor dem Fernseher einschlief. Zum Nachtessen, das die meiste Zeit natürlich ich zubereitete, musste ich sie aufwecken. Und am nächsten Tag fing das Gleiche von vorne an. Ich hatte kaum mehr die Gelegenheit, mich mit ihr ins warme Bett zu legen und zu kuscheln. Es kam dann noch schlimmer, denn sie schlug vor, in getrennten Zimmern zu schlafen. Ich war schockiert. Sie monierte, dass ich schnarchen würde und dass sie dadurch jeweils nur schlecht schlafen könne. Sie würde aber einen gesunden Schlaf brauchen, um bei der Arbeit voll dabei zu sein. So kam es, dass wir in separate Zimmer zogen. Klar, dass wir abgemacht haben, dass wir trotzdem, vor allem an den Wochenenden, zusammen schlafen würden. Das ging anfangs auch recht gut, doch mit der Zeit verlief dieser noble Grundsatz im Sand. Seither schlafe ich immer alleine. Hätte ich mich deswegen von ihr trennen sollen? Ich weiss es nicht. Ich mag sie gut und schätze auch ihren Erfolg. Sie arbeitete bald einmal Vollzeit und ich wegen des Töchterchens Teilzeit. Und sie verdiente einiges mehr als ich. Für mich eine verkehrte Welt. Unser Kind besuchte inzwischen den Kindergarten und anschliessend den Hort. Am Nachmittag um vier Uhr holte ich sie dann ab und brachte sie nach Hause. Bevor meine Frau von der Arbeit zurückkam, kümmerte ich mich, wie gesagt, auch noch um das Nachtessen. Ein zweites Kind, das ich mir eigentlich wünschte, lag nicht mehr drin. Finanziell hätten wir es uns durchaus leisten können. Aber die Liebe der ersten Jahre war verflogen und meine Frau hatte und hat auch heute noch nur ihren Job im Kopf. Natürlich ist mein Leben unterdessen einfacher geworden, seit die Tochter im Gymi ist. Ich bin dennoch ein wenig unglücklich, wenn ich mir das richtig überlege. Seit langem gehen mir die übelsten Dinge durch den Kopf. Ich dachte zum Beispiel daran, mich in einem Etablissement zu befriedigen oder eine Freundin zu suchen. Nur liegt mir weder das eine noch das andere. Was ich immer vermeiden wollte, ist, dass unser Kind unter diesen Bedingungen leiden musste. Also schluckte ich den Tiefschlag. Und so lege ich mich seither Nacht für Nacht alleine ins Bett und träume manchmal, ich wäre gerade mit meiner Frau zusammen und wir würden wie früher Liebe machen. Im Traum bedrängt mich auch immer wieder ein Sukkubus oder dann schlafe ich mit früheren Freundinnen aus der Jugendzeit, vor allem mit solchen, mit denen ich niemals etwas gehabt habe, und einmal sogar mit meiner Chefin. Stell dir das mal vor! Das ist doch pervers. Mein Problem ist seit einiger Zeit, dass ich des Nachts öfters, ja fast jede Nacht, mit einer schamparen Erektion aufwache und kaum mehr wieder Schlaf finde oder eben zu träumen beginne. Am nächsten Morgen fühle ich mich dann total gestresst. Was tut man in so einem Fall. Das habe ich bisher so nicht gekannt. Ist das ein normaler Zustand in unserem Alter? Wenn ich mich recht erinnere, haben du und ich den gleichen Jahrgang? Kannst du dir vorstellen, wie das ist, oder hast du unter Umständen eine ähnliche Erfahrung gemacht. Soll ich es selber tun? Ich muss mich doch irgendwie abreagieren. Aber, sage ich mir, das geht doch nicht, ich kann doch nicht jedesmal Hand anlegen, das ist doch sicher ungesund und vor allem nicht natürlich. Nebenbei bemerkt, Sabine hat mal vor Jahren in diesem Zusammenhang an einer Hausparty im Scherz von Handwäsche geredet. Wir haben uns damals alle köstlich amüsiert über diese Analogie. Oder soll ich abwarten, bis es vorüber geht? Dann schlafe ich aber wieder nicht richtig. Es ist zum Verzweifeln.

Vielleicht könnten wir beide uns mal treffen und darüber reden. Was meinst du? Es wäre eh schön, dich nach all den Jahren wieder einmal zu sehen. Wir hätten einander bestimmt viel zu erzählen und könnten in Erinnerungen schwelgen.

Was übrigens dieses Mail angeht, vernichte es bitte sofort, nachdem du es gelesen hast, denn ich möchte auf keinen Fall, dass es in falsche Hände gerät. Wie gesagt, mit meiner Frau kann ich nicht darüber reden. Es wäre mir zu peinlich. Womöglich würde sie mich belächeln und nebenbei sagen: «Ach ihr Männer mit euren Problemen.» Sie jedenfalls scheint in dieser Beziehung kein Problem zu haben, weil sie es vielleicht nicht braucht, weil sie vom Geschäftlichen zu sehr absorbiert wird, was ich mir einfach nicht vorstellen kann, oder, könntest du dir eventuell denken, dass sie mit einem andern Mann schläft? Ich weiss nicht, wie Frauen in dieser Beziehung sind. Die brauchen doch auch Sex. Oder etwa nicht? Möglich wäre es schon, denn seit einem Jahr kommt sie ziemlich unregelmässig nach Hause und hat dann immer eine plausible Erklärung parat. Und das, ohne dass ich sie von mir aus danach fragen würde. Das ist verdächtig. Wenn sie tatsächlich einen andern haben sollte, hätte ich eine weitere harte Nuss zu knacken. Es ist zum Verrücktwerden. Ich wage mich nicht, sie daraufhin anzusprechen. Sie würde dann bestimmt die Beleidigte spielen und von verlorenem Vertrauen oder so reden. Im Blick habe ich gelesen, er lag zufälligerweise bei meinem Coiffeur auf, sonst lese ich ihn natürlich nicht, dass immer mehr Männer unter dem beruflichen Erfolg ihrer Ehefrauen leiden würden. So einer bin ich nun.

Siehst du jetzt, dass ich dieses Problem niemand andern anvertrauen kann als dir. Ich meine vor allem mein Problem während der Nacht.

Manchmal habe ich fast ein wenig das Gefühl, dass manche Männer aus diesen Gründen das Ufer wechseln und sich bisexuell verhalten. He, denke jetzt aber ja nicht, dass ich mich selber in dieser Falle befinde. Meine Güte, nein und nochmals nein!

Bitte, sei so lieb und antworte mir bald. Danke und freundschaftlicher Gruss.

PS

Entschuldige meine linkische Sprache. Ich habe es halt eher mit den Zahlen im Gegensatz zu dir, der schwierige Briefe mit Leichtigkeit aufs Papier brachte und, ich weiss es noch genau, als hoch geschätztes Sprachgenie auch öfters wichtige Korrespondenz unseres Chefs durchlesen durfte.»

Die unerwartete Reaktion

«Ich kenne Sie nicht, tut mir leid. Sie müssen sich in der Adresse getäuscht haben. Lassen Sie mich bitte in Zukunft in Frieden!»

Reaktion der Hoffnung

«Aber nein, ich bin sicher, dass dies deine E-Mail-Adresse ist. Vielleicht hast du im ersten Moment befürchtet, dass ein dubioser Hacker oder Betrüger mit dir sein Spielchen treiben will. Dir zum Beispiel einen Trojaner unterjubeln. Dem ist aber nicht so. Ich bin wirklich dein einstiger Freund aus Berlin. Lies doch bitte mein E-Mail und antworte mir. Es ist mir äusserst wichtig. Ich danke dir im Voraus und grüsse dich herzlich.»

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