Anita Florian - Die Ungeliebten
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„Willst du ein Glas Coca Cola, du musst sicher durstig sein“, Franzine nickte, „ ja, bitte“, eine Erfrischung wäre jetzt nicht das schlechteste. Annelie brachte ihr die wohlschmeckende Limonade. Thorsten wimmerte am Boden, auch er wollte etwas trinken und zeigte stumm auf das gefüllte Glas vor Franzine. Sofort sprang Annelie auf und rannte in die Küche.
„Ich hab ganz auf dich vergessen, mein Schatz, hier hast du auch ein Glas.“ Franzine trank einige Schlucke, es schmeckte köstlich. Thorsten leerte sein Glas in einem Zug, nahm mehrere Buntstifte in die Hand und bemalte seine Heftseiten weiter.
„Jetzt wo Ferry abgereist ist, fühlst du dich sicher einsam, ich hoffe nur, er kommt mit einer guten Nachricht wieder zurück.“ Franzine betrachtete Annelie verwundert, sie verstand kein einziges Wort, was Annelie ihr zu sagen versuchte.
„Wie bitte, was meinst du? Wo ist er?“ Fast in Panik nahm sie wieder ihr Glas und trank wieder einige Schlucke aus ihrem Glas.
„O, ich sehe du weißt es noch gar nicht, hat er dir nichts gesagt? Er ist mit dem Motorrad nach Italien aufgebrochen, er will Pater Pio aufsuchen, Senta ist schwer krank und er erhofft sich Heilung durch ihn. Er hat dir kein Sterbenswörtchen verraten? Das finde ich nicht gerade taktvoll von ihm.“ Annelie betrachtete sie erstaunt. Franzine fühlte einen Stich in der Magengegend, sie brauchte einige Sekunden um ihre Sprache wieder zu finden.
„Ich hatte keine Ahnung“, sagte sie leise, „auch nicht, das seine Mutter krank ist, Pater Pio, ich hab mal von ihm gehört, ist er wirklich auf den Weg dorthin?“ Franzine konnte sich kaum vorstellen dass ihr Freund diesen Unsinn ernsthaft in Erwägung zog. Skeptisch betrachtete sie Annelie.
„Er ließ es sich nicht ausreden, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann kann ihn keiner mehr aufhalten, er hat nicht viel Geld mitgenommen, er hofft auf Gnade und Hilfe, er wird sich schon durchschlagen, in ein paar Wochen ist er wieder zurück, du brauchst dir absolut keine Sorgen machen Franzine, vielleicht hat er Glück. Das Wohl seiner Mutter liegt ihm sehr am Herzen, sie zu verlieren könnte er nicht verkraften.“
Pepp saß stumm daneben und schüttelte den Kopf. Er konnte den Fanatismus seines Bruders ebenso wenig verstehen wie die anderen Familienmitglieder. Franzine war wie erstarrt. Ferry ein gläubiger Mensch? Warum hat er nie davon gesprochen? Warum wissen es alle, nur sie nicht? Weshalb hatte er es ihr verschwiegen? Ihr ungutes Gefühl wuchs zu einem unerträglichen Unwohlsein an.
Blass nippte sie wieder an ihrem Glas und wusste nicht was sie denken sollte.
„Ich sehe, das nimmt dich sehr mit“, meinte Annelie, besorgt strich sie ihr über die Schulter.
„Wenn er zurück ist, werde ich mit ihm sprechen müssen, ich habe für solche Geschichten nichts übrig, ich kann es nicht fassen, es ist so unwirklich für mich, an solche Sachen habe ich noch nie geglaubt, diese Seite an Ferry kannte ich nicht.“ Franzine fühlte Enttäuschung in sich aufsteigen.
„Andrerseits musst du bedenken, dass er seine Mutter liebt, er würde alles für sie tun, das zumindest lässt Ferry in einem guten Licht erscheinen, bedenke das bitte, er wird schon wissen, was er tut. Rede mit ihm, wir schafften es nicht, ihn davon abzubringen. Vielleicht hast du mehr Glück. Mein Mann und ich glauben auch nicht daran, Pepp ist ganz anders als sein Bruder, nun, er ist um drei Jahre älter, aber natürlich ist das kein Grund um wenigstens zu versuchen, ihn ein bisschen zu verstehen.“ Annelie richtete einen kurzen Blick zu Pepp.
„Mein Bruder ist besessen von diesem Pater, er liest zu viel von diesem Zeug, besorgt sich Bücher und Informationen aller Art von ihm, wir haben es aufgegeben ihn davon abzubringen.“ Pepp starrte ratlos vor sich hin und schüttelte leicht den Kopf. Franzines Unbehagen nahm Ausmaße an, fast spürte sie Brechreiz, als sie von Ferrys Besessenheit hörte. Konnte das alles wahr sein?
Thorsten drehte sich auf den Rücken und zerriss die Blätter von seinem Heft, warf sein leeres Glas um und sah kein einziges Mal zu ihnen herüber. Annelie versuchte Franzine zu trösten, mitfühlend strich sie immer wieder über ihre Schulter. Was tat sich hier auf? Was geht in Ferrys Inneren vor? Quälende Fragen bohrten sich in Franzines Gehirn. Kannte sie Ferry doch nicht so gut wie sie dachte?
„Natürlich verstehe ich, dass er seine Mutter liebt“, sagte Franzine leise, „ich verstehe nur nicht, dass ich nichts von seinen Glaubensinteressen weiß. Ich wusste nicht, wie weit er gehen würde, was, wenn er keine Hilfe von diesem Pater erhält? Was, wenn die Enttäuschung so groß ist dass er eine Dummheit begehen könnte? Und wenn ihm was passiert, einen Unfall hat oder umgebracht wird?“
„An so etwas darfst du nicht mal ansatzweise denken, er ist ansonsten klug, ihm wird nichts zustoßen. Ich sehe schon, deine Fantasie geht mit dir durch, du wirst sehen, er wird wohlbehalten wieder zurück sein.“ Annelie’s Worte taten ihr gut, positiven Einfluss konnte sie nun gut gebrauchen.
„Du hast recht, ich rege mich umsonst auf. Danke Annelie, ich werde versuchen das alles zu verstehen, es ist so neu für mich. Weißt du ungefähr wann er zurück sein wird?“
„Ich denke in vier oder fünf Wochen, vielleicht auch schon früher, er ist eben abenteuerlustig, das muss man einem Mann auch lassen, ein bisschen Freiheit gewähren und die Augen manchmal zudrücken, nicht wahr Pepp?“ Annelie blinzelte ihren Mann an der sich langsam erhob und wieder zu seiner Staffelei wollte.
„Hat mich sehr gefreut Franzine, komm bald wieder, du bist hier immer herzlich willkommen.“ Er verabschiedete sich von ihr mit einem sanften Händedruck und stieg in sein Atelier in den ersten Stock hinauf. Thorsten erhob sich vom Fußboden und schlenderte wie ein Betrunkener auf die beiden Frauen zu.
„Lass das Thorsten“, sagte Annelie, „ geh schön aufrecht, du wirst noch mal einen krummen Rücken kriegen.“ Er überhörte die Bemerkung und taumelte durch das Wohnzimmer, schlenkerte mit den Armen und versuchte das Geräusch eines Autos nachzumachen.
„Er macht nur Spaß, ich sehe ihn schon als einen berühmten Mann vor mir stehen, er hat nämlich viele Talente, man muss den Kindern ihre Freiräume lassen, findest du nicht?“
„Natürlich“, meinte Franzine und dachte bei sich, dass dieser Junge ein sonderbares Auftreten an den Tag legte.
Eine Woche später erreichte Ferry völlig erschöpft die Provinz Foggia in Süditalien. Hartnäckig sein Ziel verfolgend: das Krankenhaus Casa Sollievo della Sofferenza in San Giovanni Rotondo.
***
Sechs Wochen verstrichen ohne ein Lebenszeichen von Ferry. Franzine war am Ende aller ihrer Kraft. Nicht mal eine Karte hatte er geschickt. Sie verbrachte ihre Tage und Nächte mit kaum auszuhaltenden Sorgen um ihn, gab sich selbst die Schuld an seinem Verschwinden. Sie verzog sich in ihr Zimmer und war kaum ansprechbar. Freya litt mit ihrer Tochter, jeder Versuch ihr das Leben zu erleichtern schlug fehl. Fast bis zu einem Skelett abgemagert, lag Franzine in ihrem Bett und blickte leer an die Wand. Wenn Annelie nicht gewesen wäre und ihr dies nicht mitgeteilt hätte, sie hätte nicht die geringste Ahnung gehabt was mit ihm los war. Ferry, seine Nähe vermisste sie, die Ungewissheit schien sie fast zu töten. Die Angst um ihn lähmte ihr fast den Atem. Freya beschloss den Arzt zu rufen als Franzine schon tagelang das Essen verweigerte. Sie telefonierte bei einer Nachbarin, die ebenfalls besorgt den Kopf schüttelte. Doktor Mayer kam nach zwanzig Minuten und besah sich Franzine mit bedrückter Miene.
„Sie muss an den Tropf“, meinte er ungehalten, „ notfalls auch künstlich ernährt werden, du willst doch wohl nicht in die Psychiatrie. Ich werde Ihnen einen Rettungswagen schicken, ein paar Tage im Krankenhaus werden sie wieder aufpäppeln.“ Freya schlug die Hände vors Gesicht, das der Kummer bei ihrer Tochter solche Ausmaße angenommen hat, war ihr unerklärlich. Doktor Mayer gab ihr noch eine Bekräftigungsspritze und verabschiedete sich mit einem festen Handschlag. Franzine lag stumm da, ihre müden Augen waren nun geschlossen.
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