Heinz-Dieter Vonau - Das Gassi-Syndrom

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Elmer ist im reiferen Alter unfreiwillig «auf den Hund gekommen». Ihr Name ist Lotte. Sie ist eine Madame und ein Terrier. Elmer versucht in der täglichen Gassi-Routine die Eigenarten dieses Tieres zu verstehen. Er vergleicht seine Beobachtungen mit der Welt des Menschen. In den Kommentaren der Hunde-Dame entdeckt der Leser sich schmunzelnd immer wieder selbst im Spiegel der Natur und dem, was der Mensch daraus gemacht hat.

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Dieser Planet, hat die NASA gerade erst kürzlich bestätigt, wird über kurz oder lang zu Grunde gehen, no return. Ich will das mal etwas präzisieren. Nicht der Planet wird untergehen, er wird weiter, wie seit Jahrmillionen überleben und sich nach einer gewissen Zeit wieder regeneriert haben. Er wird sich dabei allerdings, etwas zerschunden, von den Verursachern dieser Katastrophe befreit haben, der so genannten Menschheit. Wer wird überleben? Richtig – wir Hunde werden dabei sein, wenn die Krankheit Mensch längst durch sich selbst das Zeitliche gesegnet hat. Und welche Hunde werden vorne mit dabei sein? Die Hochgezüchteten, Reinrassigen? Für die der Futternapf das Ende ihrer Welt bedeutet?

Der Hype um den reinrassigen Adel, der sich nur selbst reproduziert, ist mir übrigens unverständlich. Wie kann man das Edle in der Kreatur nur auf den Fortbestand einer familiären DNA begründen? Der Adel liegt in der edlen Gesinnung, nicht in der Reproduktion. Braucht man sich nur die menschliche Geschichte anzusehen. Die Inzucht des frühen Adels brachte meistens nur einfältige Verkümmerungen der Spezies zustande. Erst die Mischung mit dem Nicht-Adel initiierte neue Impulse in die Gattung Mensch, neue Ideen und Erfrischungen auf dem Weg zur Vielfalt. Hat nicht viel genutzt, aber das ist eine andere Geschichte.

Den Niedergang sich selbst zerfleischender Kulturen werden diejenigen überleben, die sich der Mutation und Selektion an die bestehenden Verhältnisse nicht in den Weg stellen. Genetische Anpassung an eine sich ständig verändernde Umwelt. Optimierung durch Mischung individueller Einzigartigkeiten. Die unbewusste Anpassung wird überleben und nicht die bewusste Gestaltung.

Soviel erst einmal zu meinem Verhältnis zur Menschheit und „dem Neuen“, der sich in das Leben meines Frauchens und mir geschlichen hat. Das muss einfach mal in ein verständliches Licht gerückt werden. Es gehören immer mehrere Blickwinkel zu einer Ansicht, nicht wahr Herr … ? Ich kenne nicht mal seinen Namen. Er hält es ja auch nicht für nötig, sich bei mir vorzustellen.

Also wie schon gesagt, ich entstamme dem Geschlecht der sagenumwobenen Terrier. Um etwas spezifischer zu sein, der Deutschen Jagd-Terrier. Experten erkennen in speziellen Haarmerkmalen ums Maul auch Einflüsse des englisch-schottischen Border-Terriers.

Gut, ich bin nicht sehr groß, so an die 40 cm hoch. Kann man ja schon aus dem Wort Terrier raushören, da steckt das Wort „Terra“ drin, die Erde, der Boden. Ich bin genetisch stark prädestiniert zum Jagen veranlagt. Mein Haar ist dicht, glatt und rau, schwarz, dunkelbraun meliert. Mein Fell ist nicht gerade zum Kuscheln. Wer zum Teufel will das auch, wenn Andere an einem rumgrabbeln. Auch noch am Kopf, unmöglich. Ich muss mich jedes Mal schütteln, wenn einer meint, mir seine Sympathien um die Ohren kraulen zu müssen. Apropos Ohren: Meine Ohren sind keine „Schlappohren“, sie sind hoch angesetzt und zeigen ein leicht anliegendes Kippohr. Ich habe einen langen, kräftigen Fang mit einem starken Gebiss. Knochen knacken ist mein Hobby. Berühmt bin ich für meine Nase. Als Erdhund rieche ich einfach alles. Eine angeborene Schärfe und Härte in meiner Wahrnehmung der Umwelt und den entsprechenden Konsequenzen, sowie ein ausgeprägter Freiheits- und Bewegungsdrang und eine gute Portion Hartnäckigkeit … verbunden mit einer gewissen, geistigen Frische … Voilá … C´est moi.

„Gassi“ gehen

Elmer hat jetzt also einen Hund. Ist auf den Hund gekommen, wie man so sagt. Im Laufe der Zeit fügt er sich immer mehr in die Einsicht der Notwendigkeit, in der, nach Hegel, die Freiheit verborgen sein soll. Man kann ja nie wissen. Jeden Tag ist er mit dem Tier draußen, meistens so um eine Stunde, manchmal zwei und manchmal sogar nachts. Von Frauchen instruiert, immer schön aufzupassen, das „Hundi“ in Bewegung bleibt und sein Geschäft macht. Wieso eigentlich Geschäft, fragt sich Elmer unterwegs? Ist die Entleerung des Dickdarms eine auf Gewinn abzielende, kaufmännische Transaktion? Wird mit wem gehandelt oder verhandelt, wenn es darum geht, einen Haufen in die Gegend zu setzen? Sein Geschäft machen! Eine Sprachsinngebung von Hundebesitzern, denen das Wort „scheißen“ ihre Illusionen, von was auch immer, zerstören könnte. Da hört Elmer einen Aufschrei der Hundebesitzer durch den Kosmos wehen. Er wird mit Donnerstimme zurecht gewiesen: Das ist keine Illusion, es ist „Liebe“. . . gegenüber den Schutz- und Hilflosen dieser Gesellschaft, die ohne unsere aufopferungsvolle Haltung nicht überleben können.

Nun ja, gegen Liebe ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Die schwingt sich bei Hundehaltern zu ungewohnten Höhen einer ethischen Weltanschauung. Da wird selbst der Umgang mit Fäkalien zum Symbol von Leidenschaft und Aufopferung, jedenfalls bei den Umwelt- und Verantwortungsbewussten. Was wäre, wenn sich diese Liebesfähigkeit auf die Flüchtlinge übertragen ließe, die zurzeit massenhaft ihre Heimat verlassen, weil dort kein menschenwürdiges Dasein mehr möglich ist und bei uns Schutz zum Überleben suchen? Das wäre doch ein sinnvolles Ziel für eine Gefühlsausrichtung. Aber da müsste man sich mit etwas auseinander setzen, anderen Kulturen, anderen Verhaltensweisen. Da entstehen Konflikte, da muss man reagieren, sich positionieren, neu orientieren. Da nutzt keine Hundeschule als Kaderschmiede für Führungsnachwuchs, da ist es nichts mehr mit der Dominanz über ein anderes Wesen.

Oder geht es gar nicht so sehr darum, andere lieben zu können? Wollen Hundeliebhaber vielleicht einfach nur das Gefühl haben zu lieben und selbst „geliebt“ zu werden? Steht womöglich sogar die Dominanz über ein anderes Wesen im Mittelpunkt der Entscheidung zum Tier? Was ist mit der Aufwertung der eigenen Existenz durch ein entsprechendes animalisches Statussymbol?

In Elmers Kopf entstehen jede Menge Fragen und Antworten, die wiederum neue Fragen generieren, während er Tag für Tag mit dem Hund Gassi geht.

Im Begriff Gassi gehen, entdeckt Elmer auf einem Hunde-Spazier-Gang die Eigenheit vieler Hundebesitzer zur Verniedlichung in der Sprachgestaltung. Die Realität wird in einer ganz speziellen Weise den eigenen Bedürfnissen angepasst. Während Männer unter sich davon sprechen, zum Urinieren zu gehen, zum Schiffen und zum Pissen, mal ´ne Stange Wasser in die Ecke stellen, ´ne Pfütze liegen lassen, bezeichnet man beim Hund die auszuführende Tätigkeit nach dem Ort, an der sie meistens stattfindet, der Gasse. Das ist dort, wo sich im Mittelalter die Fäkalien der Stadt sammelten, um aus der Stadt hinaus fließen zu können. Aus dieser menschlichen Gasse wird dann die hündische Gassi. Eine einfache Art, Beton in Zuckerwatte zu verwandeln, der Traum etlicher Hundebesitzer von einer heilen, besseren Welt. Dass wir mittlerweile eine Kanalisation für die Fäkalien nutzen, scheint nicht von größerer Bedeutung zu sein. Interessant ist auch, dass der Begriff selbst dann beibehalten wird, wenn die tierische Notdurft gar nicht in einer Gasse stattfindet. In freier Natur nutzt man ihn ebenso. Vielleicht ist hier die Historie im Spiel. Wir bewegen uns um Zeitalter zurück und denken an die bekannte, erweiterte Begriffsbildung durch Wilhelm Tell, die in freier Natur in einem Tal stattfand: „Durch diese hohle Gasse wird er kommen.“

Wie auch immer, Lotte hat, ihrem Alter gemäß, etwas Gehschwierigkeiten … Arthrose. Das sieht man, wenn sie von ihren stundenlangen Ruhepausen aufwacht, gähnt und sich streckt. Das rechte Vorderbein will dann nicht so richtig und sie humpelt beträchtlich. Das gibt sich schnell, je mehr Bewegung ins Spiel kommt und verliert dann seinen Behinderungscharakter. Ein weiterer Grund, um jeden Tag Gassi zu gehen.

Apropos: Für einen Hund seiner Größe ist der, die Gasse eingrenzende und charakterisierende Bordstein, keine Kleinigkeit. Bei einer Eigenhöhe von 40 cm hat die Straßenbegrenzung eine Höhe von der Hälfte der eigenen Größe. Auf unsere Verhältnisse umgerechnet, haben wir es mit Gassen zu tun, deren Bordsteine für eine menschliche Durchschnittsgröße von 1,80 m, eine Höhe von 90 cm haben. Wieder einmal kann sich Elmer nur wundern: Aus dieser sportlichen Herausforderung macht der Hundefreund eine Gassi. Es braucht nicht viel, um sich die Welt schön zu reden.

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