Heinz-Dieter Vonau - Das Gassi-Syndrom

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Elmer ist im reiferen Alter unfreiwillig «auf den Hund gekommen». Ihr Name ist Lotte. Sie ist eine Madame und ein Terrier. Elmer versucht in der täglichen Gassi-Routine die Eigenarten dieses Tieres zu verstehen. Er vergleicht seine Beobachtungen mit der Welt des Menschen. In den Kommentaren der Hunde-Dame entdeckt der Leser sich schmunzelnd immer wieder selbst im Spiegel der Natur und dem, was der Mensch daraus gemacht hat.

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Mit diesen Erfahrungen erschöpften sich die Ambitionen von Elmer nach einem näheren Kontakt mit der Welt einer von den Menschen als adäquater Partner akzeptierten Fauna. Hin und wieder traf er in seinem späteren Leben auf Tiere im Umfeld von Freunden. Da ging er schon mal mit einem Hund Gassi, wie der ambitionierte Tierfreund zu sagen pflegt. Da tauchte er ein in das Gefühl der Beherrschbarkeit von Kreatur und Natur. Der Hund an der Seite, das Domestizierungssymbol, eine raue Leine, lässig in der Hand. Seht her, ich habe sie, aber ich brauche sie nicht. Hat ja was, ein Mann und sein treuer Freund. Nun ja, als Spielzeug ganz nett, aber als Lebensgefährte? Jedenfalls kam für ihn die Anschaffung eines Tieres als ständiger Begleiter nie in irgendeine Fragestellung. Nicht mal in seiner Funktion als Trost- und Sinnspender. Kein Interesse. Die Illusion von Liebe und Zuneigung konnte man sich wesentlich ergiebiger vom weiblichen Geschlecht holen.

Doch wie das mit dem Zufall so ist, er eröffnet manchmal merkwürdige Wege. In einem dieser Momente, in denen sich die Welt langsamer dreht, werden Entscheidungen getroffen, die in ihren Konsequenzen nicht vorhersehbar sind. Innerhalb von Elmers Suche nach sinnvollen Aspekten eines erfüllten Lebens, traf er in gereifterem Alter auf eine Frau, die ein solches Tier hatte. Anfangs war das kein Problem, da er mit ihr in Form einer Geliebten zusammen lebte. Er war maximal einmal die Woche bei ihr und nahm den Hund nur am Rand wahr. Irgendwo lag er rum, aber so weit unten, dass er nicht weiter in das Bewusstsein drang. Elmer hatte eine eigene Familie, ein eigenes Heim mit 110 m2 und ab und zu die Freiheit das zu tun, was in seiner gewohnten Umwelt nicht mehr möglich war. Dann verlor die Geschichte den Status der Heimlichkeit und er flog von der vertrauten Schulter einer gesicherten Existenz in eine andere Welt mit einer kleineren Wohnung von 65 m², mit Hund.

Die Anomalie des Animalischen

Leben auf engstem Raum. Elmer, Sie und Sie. Sie, das Frauchen und Sie, der Hund, Lotte genannt. Schon seit Jahren mit Frauchen in trauter Zweisamkeit zusammen lebend.

Sie, die Hündin oder er, der Hund. Elmer brachte das immer durcheinander. Sie sah aus wie ein Hund, war aber eine Hündin. Man musste schon drunter schauen, um das Geschlecht erkennen zu können. Kein Rohr unterm Bauch, sondern Zitzen.

Das Tier war kein Wunschtier der momentanen Tierhalterin. Es wurde ursprünglich für die Tochter angeschafft. Die Sehnsucht nach einer Lebendigkeit, in der man die Erfüllung unbefriedigter Bedürfnisse zu finden meint, beginnt schon in frühen Jahren. Die obligatorischen Spielzeuge der Kinder werden schnell langweilig, das Gefühl möchte sich um etwas Lebendiges kümmern und das Herz beginnt zu rasen beim Anblick einer süßen kleinen Hundeschnauze. Die rationale Hoffnung der Eltern, da lernt das Kind Verantwortung, löste sich schnell in Luft auf. Sobald es regnet und der Hund raus muss, ist es aus mit dem kindlichen Verständnis von Tierhaltung. Kinder sind dem Moment verpflichtetet. Kontinuität, ein wesentlicher Bestandteil erforderlicher Maßnahmen einer adäquaten Tierhaltung, ist bei Heranwachsenden nicht unbedingt vorhanden. Kinder möchten „Spielen“ und sich nicht immer ums tägliche Füttern kümmern müssen, geschweige denn jeden Tag mindestens dreimal Rausgehen, egal bei welchem Wetter. Da verliert der Heranwachsende bald das Interesse an der liebenswerten Kreatur. Spätestens in oder nach der Pubertät, wenn sich die Libido auf die eigene Spezies ausrichtet, nach Erfüllung beim

anderen Geschlecht orientiert, verliert sich die Liebe zum haarigen Wesen. Die notwendigen Pflichten werden von jemand Anders übernommen. Von wem? Na klar, von Mama, die kennt sich mit Pflege und Hingabe schließlich aus. Und wo bleibt der Hund, wenn die jugendliche Besitzerin zum Studium den Ort wechselt? Na klar, bei Mama.

Zurück zum Hund. Er wurde in einer bäuerlichen Familie geboren. Kam auf dem Land zur Welt. Er hatte viele Geschwister. Zu viele. Also wurde er, quasi in Obhut, außer Haus gegeben. Sein prägnantes, für die Auswahl entscheidendes Merkmal: Ein „niedliches“ Gesicht. Kein Hund ohne Namen, dieser hier hieß von nun an: „Lotte“.

Lotte ist nicht von adliger Natur, oder wie man in dem Genre sagt, reinrassig. Wie das auf dem Land so üblich ist, wird wild durch die Gegend gevögelt, ohne Rücksicht auf Rasse und deren Lehre. Da wird befruchtet, was vor die Flinte kommt, dem Trieb und der Natur blind vertrauend. Jenseits jeglicher Moral und Etikette. Soll ja was Erlösendes haben, den Dingen einfach ihren Lauf lassen zu können. Wären wir ohne diesen Trieb in der Welt?

Ein großer Bestandteil des Wesens von Lotte ist der Terrier. Irgend etwas ist noch drin, aber keiner kennt die pikanten Details der wahren Geschichte von Madame Lotte, wie Elmer sie später nennen sollte. Sie selbst wahrscheinlich auch nicht. Jedenfalls hat sie in ihrem Werdegang das Wesen einer ungekreuzten Rasse in sich kultiviert, aus welchen Gründen auch immer.

Mittlerweile ist die „Töle“, wie Elmer, der neue Freund der Hundesteuerzahlerin, sie ohne Respekt nennt, reichlich alt, fünfzehn Jahre. Für einen Hund ein stattliches Alter, entspricht so an die 80 Jahre Mensch sein. Wie gesagt, der Hund ist eine Hündin, d.h. sie ist sterilisiert, da sie sonst Jahr für Jahr die Art erhalten würde und das müssen sich Hundebesitzer nicht unbedingt antun. Die Freude über die mannigfache Niedlichkeit junger Welpen vergeht schnell bei dem Gedanken, wohin damit? Gerade Bastarde sind nicht so leicht an den Mann zu bringen. Auch Frauen beim Hundekauf tun sich schwer, wenn die Niedlichkeit des Tieres ohne Stammbaum daher kommt.

Der Nachteil dieser ultimativen Verhütungsmethode: Die Hormone spielen verrückt. Der Preis des Eingriffs in die Natur ist ein verstärktes Körpervolumen. Ein Mac-Donalds XXL-User Format.

Und so traf der „Neue“ der Hundehalterin, auf ein Vieh mit einem niedlichen Kopf und einer Tonne hinten dran, mit Schlappohren, die beim Gassi gehen wild wippend die Suchorgien nach fremden Spuren und Fressbarem, begleiteten. Und das ihm, Elmer, in dem fette Köter schon immer Abstoßung und Ekel erzeugten! Jetzt lebte er mit einem zusammen und war zeitweise auch noch für ihn verantwortlich. Die Hundehalterin war den ganzen Tag auf der Arbeit und er, Elmer, ging seinen Tätigkeiten im neuen Home-Office nach, dem Revier von „Madame Lotte“.

In seiner Jugend lebte der Hund in räumlich interessanteren Gegenden, mit Haus und Garten, konnte wann er wollte rein und raus. Jetzt hockt das Tier in begrenzten Räumen, den ganzen Tag über mit Einem zusammen, in dessen Augen sich keine Freude über eine ästhetische Akzeptanz spiegelt. Aus dem ungestümen Landtier ist ein Stadtmoppelchen geworden. Es wartet geduldig auf die täglichen Momente des Auslaufs. Morgens, so gegen sieben Uhr, geht Frauchen mit ihm raus. Den Rest des Tages steht Elmer zur Verfügung, den man für Gassi-Ausflüge in die Umgebung wunderbar nutzen kann.

Madame … „Lotte“!

Schau an, man redet über mich. Zerreißt sich das Maul. Da kann eine empfindsame Seele wie ich es bin, nicht einfach schweigen. Mein Name ist, sie haben es schon gelesen, Lotte. Ich bin eine Hündin edleren Geschlechts, auch wenn das nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Das Herrchen meiner Kindertage war Philosoph. Oft hat er mir in kühlen Winternächten vorm Kamin von den Beobachtungen und Theorien der großen Denker der Menschheit vorgelesen. Also komme man mir nicht mit Alltagsweisheiten, Schreiber dieser unsäglichen Zeilen. Immer nur durch die eigene Brille auf die Dinge schauen. Dabei weiß doch mittlerweile jeder, dass der Mensch die Dinge nicht einfach nur betrachtet. Ihr bewertet das Gesehene. Ihr bildet euch eine eigene Meinung darüber. Macht euch ein Bild vom Bild eines Bildes. Vergleicht es mit vorgeprägten Mustern und anderen Bruchstücken eures Verständnisses. Passt es irgendwie in etwas Vorhandenes hinein und bestätigt die Vermutung, bekommt es das Prädikat: Wahrheit. Allgemein gültige Wahrheit. So ist die Welt und nicht anders. Abgehakt. Braucht man nicht länger drüber nachzudenken. Ist das Urteil erst mal verkündet, wird es in eurem Kopf verankert und jedes Mal über das gestülpt, was es veranlasst hat. Ihr vergesst dabei allerdings, dass euer Urteil an eine bestimmte Situation gebunden ist, das nennt man kontextsensitiv. Und keine Situation ist gleich der anderen. Es gibt immer Unterschiede. Nur, davon wollt ihr nichts wissen. Man kann ja nicht jedes Mal von vorn anfangen. Das ist der Fluch eurer Rasse, die sich in ihrer Selbstarroganz als Krone der Schöpfung bezeichnet. Was bleibt neben eurer Krone für unsere Spezies übrig? Logisch, die Krone ernährt sich von ihren Knechten. Wir werden als Sklaven einer minderen Art betrachtet. Wohin diese in sich selbst verliebte Haltung geführt hat, da braucht man nur die täglichen Nachrichten anzuschauen. Habe noch nie etwas davon gehört, dass Hunde sich wegen Nichtigkeiten gegenseitig umgebracht haben.

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