Diese Auferstehungskraft (die größer ist als die Kraft, die das Universum aus dem Nichts erschaffen hat) steht nun allen Gläubigen zu Verfügung.
Alles hängt vom Glauben ab – und Glaube kommt vom Hören auf das Wort, das Gott zu uns redet. Daher ist es wichtig, dass wir über biblische Abschnitte wie den oben erwähnten nachdenken – und nicht eilig darüber hinweglesen.
Entweder ist das, was wir in den (obigen) Versen 18 bis 20 lesen eine totale Lüge oder sie ist absolut wahr. Wenn es eine Lüge ist, dann muss auch alles andere, was das Neue Testament über Vergebung, Rechtfertigung usw. lehrt, falsch sein. Andererseits, wenn wir gesehen haben, dass diese anderen Lehren wahr sind, als wir zum Glauben kamen, dann liegt der Grund, warum wir diese übernatürliche Kraft Gottes in unserem Leben nicht erfahren darin, dass wir nicht glauben!
Diese Kraft steht allen, „die GLAUBEN“, zur Verfügung.
Jesus lehrte uns, unsere Gebete mit den Worten, „Unser Vater, der du bist im Himmel“, zu beginnen. In unseren Gedanken müssen wir uns als Allererstes klar sein, dass wir nicht zum Generaldirektor des Universums beten, sondern zu unserem Vater – ein Vater, der uns liebt, der so stark an jedem Aspekt unseres Lebens interessiert ist, und der vollkommen weise und allmächtig an Kraft ist.
Es ist für uns leicht, schnell über diesen Teil, Gott als unseren Vater anzureden, hinwegzugehen, in der Meinung, es sei unwichtig. Aber die Art und Weise, wie wir Gott anreden ist die Grundlage eines jeden Gebets – den Glauben an einen liebevollen Vater, der all unsere Bedürfnisse kennt.
Jesus versuchte, seine Jünger zu einem starken Glauben an Gott als ihrem Vater zu bringen. Die ersten drei Kapitel des Epheserbriefes versuchen uns ebenfalls zum selben Glauben zu führen. Nur ein solcher Glaube kann völlige Sicherheit in unser Leben bringen. Sonst wird unser Leben wie ein vom Sturm gepeitschtes Schiff sein – von den Winden und Wellen der Umstände und dem Angriff von dämonischen Mächten hin und hergeworfen.
Viele Christen sind so unsicher – ständig unsicher, ob Gott sie nur halbwegs durch ihre irdische Reise führen und sie dann mit den Worten, „Ich habe genug von dir gehabt“, wegwerfen wird. Und daher versuchen sie immer dies oder jenes zu tun, um Gott zu gefallen – indem sie vielleicht ein wenig mehr Geld für christliche Werke geben oder fasten und beten usw., um vom Vater angenommen zu werden.
Ein Beispiel wird diesen Zustand vielleicht deutlicher beschreiben.
Nehmen wir an, du hättest drei eigene Kinder (im Alter von 6 bis 10 Jahren) und dann würdest du einen achtjährigen Jungen aus einem Waisenhaus adoptieren. Deine drei Kinder werden sich in deinem Heim vollkommen frei fühlen, nachts tief schlafen und in deiner Liebe allezeit vollkommen sicher sein. Aber dieser Junge, der neu in dein Haus gekommen ist, wird sich immer unsicher fühlen. Er wird sich immer fragen, ob er in derselben Weise wie die anderen angenommen wird. Er wird nachts nicht tief schlafen. Egal, wie sehr du ihm versicherst, er wird immer noch Zweifel haben, ob er mit deinen anderen drei Kindern als gleichwertig akzeptiert wird. Eines Tages, wenn er seine Milch versehentlich verschüttet, mag er sich fragen, ob er deswegen aus dem Haus hinausgeworfen wird. Er wird glauben, dass es von seinem Verhalten abhängt, ob er von dir angenommen wird. Daher wird er sein ganzes Leben lang versuchen, deine Anerkennung zu gewinnen.
Das ist ein Bild des Zustandes vieler Christen in ihrer Einstellung gegenüber Gott. Sie streben ständig danach, angenommen zu werden – und sie scheinen sich nie sicher zu sein, dass SIE IN CHRISTUS BEREITS ANGENOMMEN WORDEN SIND!
In Epheser 1 heißt es weiter, dass Gott, als er Christus von den Toten auferweckte, alle Dinge unter seine Füße getan hat – und da Christus uns als Haupt der Gemeinde gegeben wurde, sind alle Dinge auch unter unseren Füßen! (Epheser 1,21-22).
Das ist der Grund, warum wir in dieser Welt ohne Furcht leben können – ohne Furcht vor Menschen und ohne Furcht vor Satan. Es gibt im ganzen Universum keinen einzigen Dämon, der nicht von Jesus am Kreuz von Golgatha besiegt worden wäre.
Wenn ich von Dämonen besessene Menschen begegne, habe ich meine eigenen Versuchungen, zu zweifeln und mich zu fürchten, überwunden, indem ich mir diese einfache Frage stellte: „Wurde dieser Dämon von Jesus auf Golgatha besiegt oder nicht?“
Die Antwort darauf ist, „Ja, er wurde besiegt“ – jedes einzelne Mal, ohne Ausnahme. Dann weiß ich, dass ich in Jesu Namen Autorität über diesen Dämon habe.
Das hat nichts mit unseren Fähigkeiten und Gaben zu tun. Es hat nur damit zu tun, was Christus auf Golgatha getan hat und mit der Tatsache, dass er jetzt unser Haupt ist. Satan kann uns nicht antasten, wenn wir unter der obersten Leitung Christi sind.
Epheser 2 und 3 vertiefen weiter, was in Kapitel 1 erwähnt worden ist. Wir können uns dort kurz ein paar Verse anschauen. Aber du kannst über diese Kapitel selber in Ruhe nachdenken.
In Epheser 2,1-8 wird uns gesagt, dass Gott uns zusammen mit Christus auferweckt und gerettet hat, als wir tot in unseren Sünden waren.
Ein toter Mensch kann absolut nichts tun. Das bedeutet also, dass Gott uns auferweckt und gerettet hat, als wir absolut nichts für uns tun konnten. Glaubst du das? Oder meinst du, dass du auch selbst ein bisschen dazu beigetragen hast, um Gott zu helfen, dich von den Toten zu erwecken? Das mag lustig klingen. Aber es gibt eine Menge von Christen, die meinen, dass sie Gott ein bisschen bei ihrer Errettung halfen! Es ist offensichtlich, dass solche Christen nicht glauben, dass sie tot in ihren Sünden waren, sondern vielleicht nur an Sünde erkrankt sind. Ein Kranker mag in der Lage sein, etwas zu tun. Aber ein toter Mensch kann nichts tun!
Was warst du – krank oder tot?
Lies Epheser 2 sorgfältig, so wirst du die Antwort finden. Du warst tot – absolut leblos und tot! Das war dein Zustand, als Gott dich auferweckte.
Unser Heil war:
● „ nicht aus uns“
● „ nicht aus Werken“
● „ damit sich nicht jemand rühme“ (Vers 8).
Wenn unsere Rettung auch nur ein bisschen wegen unserer Werke erfolgt wäre, dann hätten wir etwas zum Rühmen. Aber weil es alles von Gott ist, geben wir ihm ALLE Ehre. Und daher kann sich auch keiner von uns über den anderen rühmen. Alle, die stolz sind, haben die Lehre von Epheser 2 nicht verstanden.
Weißt du, dass es keinen einzigen Vers in der Bibel gibt, der besagt, dass Christus sich selbst von den Toten auferweckt hat? Es heißt überall, dass es Gott war, der ihn auferweckt hat. Es war Gott, der auch uns auferweckt hat.
Sogar wenn wir auf Erden ein tadelloses Leben führen, eines, wo wir jahrelang nach Vollkommenheit gestrebt haben, werden wir am Ende, wenn wir vor dem Herrn stehen, dennoch bloß sagen können: „Herr, ich bin ein Sünder, der die ewige Hölle verdient. Aber du bist für mich gestorben. Daher bin ich durch deine freie Gnade gerettet. Ich habe nichts, wessen ich mich rühmen könnte.“
Nur jemand, der diese Tatsache erkennt, hat die Lehre von der Errettung richtig verstanden.
In Epheser 1,17-18 hatte Paulus gebetet, dass Christen Offenbarung durch den Heiligen Geist empfangen mögen.
Am Ende der ersten Hälfte des Epheserbriefes, in Kapitel 3,16, betet Paulus, dass sie durch den Heiligen Geist Kraft empfangen mögen.
Das sind unsere beiden größten Bedürfnisse – Offenbarung und Kraft. Der Heilige Geist allein kann uns beides geben.
Das gesamte christliche Leben hängt vom Heiligen Geist ab. Als Erstes gibt uns der Geist Offenbarung darüber, was Gott in Christus für uns getan hat.
Dann gibt er uns Kraft, auf eine Weise, die unserer Berufung würdig ist, zu wandeln, indem wir allem gehorchen, was der Herr uns gelehrt hat.
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