Es fällt auf, dass es in den ersten drei Kapiteln des Epheserbriefes kein einziges Gebot oder keine einzige Ermahnung in Bezug darauf gibt, was WIR tun sollen, um Gott zu gefallen! Andererseits sind sie voll von einer Beschreibung davon, was GOTT für uns getan hat.
Aber beachte, dass die nächsten drei Kapitel des Epheserbriefes voller Ermahnungen sind, auf welche Art und Weise WIR Gott gefallen sollten!
Das ist ein Unterschied, den wir sorgfältig beachten sollten, wenn wir zwischen den grundlegenden und den darauf aufbauenden Wahrheiten unterscheiden wollen. In das Fundament setzen wir keine Türen und Fenster ein! Nein, diese sind für den Überbau bestimmt. Aber der Überbau selbst muss auf das Fundament aufgesetzt werden. Mit anderen Worten, jedes Gebot, das wir predigen, muss zuerst fest darauf gründen, was Gott FÜR und IN uns getan hat.
Wenn wir als Allererstes nicht sicher sind, was Gott FÜR und IN uns getan hat, dann werden wir uns als unfähig erweisen, seine Gebote zu halten. Wir werden dann in dieselbe Knechtschaft geraten, in die die Heiligen des Alten Testaments gerieten, als sie versuchten, Gottes Gebote zu halten und ständig versagten. Das ist der Grund, warum auch viele Christen ein Leben von ständigem Versagen und Entmutigung führen und glauben, dass ein Leben des Sieges für sie unmöglich ist.
Es ist wahr, dass ein Leben des ständigen Sieges unmöglich ist, wenn wir das Fundament von Epheser 1 bis 3 nicht allezeit unter uns haben. Das Fundament ist nicht etwas, was wir einmal irgendwo legen und dann weggehen und das Gebäude irgendwo anders bauen.
Jedes Gebäude wird nicht nur auf seinem Fundament gebaut, es bleibt immer auf demselben Fundament. Wenn später weitere Stockwerke hinzugefügt werden, ruhen auch diese Stockwerke auf demselben Fundament, das anfangs für das Gebäude gelegt wurde.
Wenn Gläubige an einer bestimmten Stelle ein Fundament legen und dann anfangen, den Überbau irgendwo anders zu bauen, wird der Heilige Geist zu ihnen sagen (wenn sie Ohren haben, die hören und nicht voreingenommen sind): „Nein, nicht hier. Baue dort, wo das Fundament gelegt wurde.“
Andererseits wird der Heilige Geist zu denen, die das Fundament gelegt haben und dann nichts anderes tun, als das Fundament zu bewundern (bei jedem Sonntagsgottesdienst!) sagen (wiederum, wenn sie Ohren haben, um zu hören, und nicht voreingenommen sind):
„Was werdet ihr jetzt tun? Seid ihr mit dem bloßen Fundament zufrieden? Möchtet ihr nicht das Haus bauen?“
Für diejenigen von uns, die von der Kanzel jahrelang nichts anderes als Ermahnung auf Ermahnung (auf den Geboten in Epheser 4 bis 6 basierend) gehört haben, ist es jetzt notwendig, dass wir ein bisschen mehr von der Wahrheit hören, die man in Epheser 1 bis 3 findet, um ausgewogen zu sein.
Diejenigen, die an Epheser 1 bis 3 eilig vorbeigehen werden später in ihrem Leben feststellen, dass sie den Problemen von Unsicherheit, Depression, Furcht, Zweifel ob Gott sie angenommen hat, Eifersucht, Konkurrenzgeist und vielen anderen Übeln begegnen.
Stellen wir uns drei Fragen und unterziehen wir uns dabei einer Prüfung:
1 Haben wir jemals geglaubt, als wir mit einem bestimmten Problem konfrontiert waren, dass Gott uns bei diesem Problem nicht helfen würde, weil wir uns an diesem bestimmten Morgen keine Zeit zum Beten und zum Bibellesen nahmen?
2 Haben wir jemals geglaubt, als wir einen Unfall oder einen finanziellen Verlust erlitten hatten, dass dies passiert ist, weil wir an diesem Morgen keine stille Zeit mit Gott verbracht hatten?
3 Haben wir jemals geglaubt, dass wir, weil wir morgens eine ausreichende Zeit mit Bibellesen und Gebet hatten, Gott uns an diesem Tag etwas mehr angenommen hatte als an anderen Tagen?
Wenn du irgendeine der oben erwähnten Fragen bejahst, dann wäre das ein Hinweis darauf, dass du nicht richtig auf dem Fundament von Epheser 1 bis 3 gegründet bist. Du hast die Grundlage, auf der dich Gott annimmt, noch nicht verstanden.
Es ist unmöglich, ein Leben des Überwindens zu führen, wenn wir nicht fest und sicher auf der Tatsache gegründet sind, dass Gott uns in Christus auf Grundlage dessen, was Christus für uns getan hat, annimmt – und nicht auf der Grundlage dessen, was wir getan haben.
Es ist ebenso unmöglich, ein Überwinder zu sein, wenn wir nur das Fundament haben und niemals auf die Gebote und Ermahnungen, die wir im Neuen Testament finden, achten.
Wir sollten beide Fehler vermeiden.
Das Fundament in Epheser 1 bis 3
„ Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, DER UNS GESEGNET HAT mit allem geistlichen Segen (mit jedem Segen des Heiligen Geistes) im Himmel durch Christus“ (Epheser 1,3).
Die Bibel beginnt mit den Worten „Am Anfang schuf Gott…“ (1. Mose 1,1).
Auf diese Weise beginnt auch das wahre Evangelium – mit Gott und dem, was er für uns getan hat. Ein humanistisches Evangelium würde mit den Worten beginnen „Am Anfang…der Mensch...“ Es würde damit beginnen, was WIR tun müssen und nicht damit, was GOTT bereits für uns getan hat.
In der Tat, dies ist ein Weg, das wahre Evangelium vom falschen zu unterscheiden. Alle Sekten verkündigen ein humanistisches Evangelium, das menschliche Anstrengungen verherrlicht, wo die Menschen sich dessen, was sie erreicht haben, rühmen können.
Viele solche falschen Evangelien klingen sehr gut und scheinen die Menschen hin zur Heiligkeit zu führen und daher sind viele aufrichtige Christen verführt. Aber all diese Evangelien und diejenigen, die sie verkünden, kommen unter den Fluch, den Paulus in Galater 1 verkündete.
Erinnere dich daran, dass das wahre Evangelium immer mit Gott beginnt und mit dem, was er für uns getan hat – und nicht mit dem, was der Mensch für Gott tun muss.
Daher beginnt der Epheserbrief mit, „Gelobt sei GOTT, DER UNS GESEGNET HAT…“ Das ist der richtige Anfang.
Mit wie vielen Segnungen des Heiligen Geistes hat Gott dich gesegnet? Mit jeder einzelnen. Keine einzige Segnung fehlt.
Vom Augenblick deiner Wiedergeburt an bist du ein Erbe jeder EINZELNEN Segnung des Heiligen Geistes. Es mag eine Zeitlang dauern, bis du dir alle diese Segnungen zu Eigen machst. Aber vergiss nicht, dass du von Beginn an Erbe all dieser Segnungen bist.
„ Denn in Christus hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war“ (Epheser 1,4).
Lange bevor das Universum geschaffen worden war, hat Gott jeden von uns mit Namen gekannt. Wusstest du, dass Gott dich vor Millionen von Jahren mit Namen kannte? Diese Zusicherung an sich kann eine enorme Sicherheit in unser Leben bringen.
„ Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist“ (Epheser 1,18).
Wir müssen in dieser Zusicherung gegründet sein, dass Gott einen Schatz erhielt, als er dich und mich bekam. Das ist die Bedeutung des obigen Verses. In Zefanja 3,17 heißt es, dass sich Gott über uns mit Jauchzen freut.
Die meisten Christen leben mit einem Verständnis, dass Gott immer mit einem Stirnrunzeln und mit einer Einstellung auf sie schaut, die zu sagen scheint: „Das ist nicht gut genug. Du kannst es besser.“ Sie können sich nie vorstellen, dass sich Gott über sie mit Jauchzen freut! Doch das ist die klare biblische Aussage.
„ Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben…mit der er in Christus gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckt hat“ (Epheser 1,18-20).
Die größte Offenbarung von Gottes Macht geschah nicht bei der Schöpfung, sondern bei der Auferstehung Christi.
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