Maren Panitz - Johnny

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Johnny: краткое содержание, описание и аннотация

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Johnny hat es schwer. Helikoptermama Katja Hesselbach umsorgt ihn sein ganzes junges Leben lang mit hypernervöser und zweihundertprozentiger Hilfspädagogik.
Spätestens an seinem «Independence Day No. 18» rebelliert der junge Mann gegen die ständige Bevormundung und bricht aus dem engen Familienkokon aus. Und während Johnny bei seinem Weg in die Selbstständigkeit den exzessiven Aufstand probt, räumt Mutter Katja so manch eine Scherbe zusammen, die bei seinen Jugendabenteuern anfällt. Dabei erinnert sie sich rückblickend wehmütig immer wieder an die früheren Kindheitsjahre ihres Sohnes und die eine oder andere Katastrophe, die die Familie gemeinsam durchzustehen hat. Immer frei nach dem Motto: «Gejammert wird später».
In nicht immer bierernster Humoreske und gewürzt mit einer guten Portion Ironie und Situationskomik begleitet Katja Hesselbach ihren Sohn ins Erwachsenenleben und zwingt sich dazu, endlich die imaginäre Nabelschnur zu lösen.

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Katzen sind von Natur aus schizophrene Wesen so wie „Ying und Yang“. Oder wie „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Wahrscheinlich hätte ich selbst gern auch ein bisschen was von dieser geheimnisvollen Miniatur-Sphinx.

Henrik sagt mir ja immer, man könne in meinem Gesicht und meiner Gestik lesen wie in einem offenen Buch. Ich bin wohl nicht besonders geheimnisvoll. Wenn ich beim Abendessen darüber nachdenke, wie ich Johnnys Weihnachtsgeschenke unbemerkt vom Kofferraum des Autos bis in die Koffer auf den Kellerschränken verfrachte, die mir seit Jahren als bislang sicherstes Versteck vor allzu neugierigen Kinderfingern erschienen, bekomme ich selbst von meinem damals fünfjährigen Sohn die Bemerkung zu hören: „Mama, machst du dir Sorgen? Deine Stirn sieht wieder ganz wellig aus?“

Johnny lernte seine Liebe zu diesen so possierlich und elegant daher streichenden kleinen Raubtieren mit ihren Samtpfoten schon direkt am ersten Tag unseres Kreta Urlaubs kennen.

Unser Vorschulabenteurer war so fasziniert von den niedlichen kleinen Katzendamen und –herren, dass er vor lauter Schmuse- und Fütterungsbegeisterung selbst das Essen vergaß.

Es kam, wie es bei einem aufgeweckten Kind mit ausgeprägtem Wunschdenken so kommen muss. Es verfolgte seine verwaschene und verfilzte grau-weiße Lieblingskatze auf ihrem Spaziergang durch die Hotelanlage, bis hin zum Strand, und lockte sie immer wieder mit kleinen Wurststückchen.

Klar, dass eine herrenlose Strandkatze so viel Aufmerksamkeit mit sehr viel Charme und Dankbarkeit belohnt. Sie wich unserer Milchnase fortan nicht mehr von der Seite. Johnny betrachtete diese Zutraulichkeit natürlich nicht als freundliche Bettelei, sondern als bedingungslose Liebe zweier Seelenverwandter.

Er bettelte Henrik und mich an, aus dem Hotel ein kleines Schüsselset und ein paar Löffel für unseren karg ausgestatteten Ferienbungalow mitgehen zu lassen. Und schwupps, schon wenige Minuten nach dem gerade verzehrten Frühstück sah ich mich zusammen mit Johnny im nächstgelegenen „Supermarket“ durch die Regale mit Katzenfutter und Katzenspielzeug tingeln.

Die verwaschene grau-weiße Katze, die sich Johnny zu ihrem besten Freund auserkoren hatte, bekam den Namen Gaty. Denn wir hatten inzwischen gelernt, dass „gata“ das griechische Wort für Katze ist, und wir daher einfach mal vermuteten, das unserer Gaty dieses Wort vermutlich vertraut vorkommen müsste.

Gaty war zumindest optisch sowas ähnliches wie ein Kartäusermischling. Heißt, sie hatte ein kurzes flauschig silbriges Fell und einen allerliebsten weißen Schlabberlatz an Kinn und Brust. Auch ihre Vorderpfoten waren weiß. Und so sah unsere Gaty aus wie eine Katze, die mit den Pfoten aus der Joghurtschüssel genascht und sich anschließend die Milchcreme über die gesamte Brust gekleckert hat. Manierlich und gepflegt wirkte dieser kleine griechische Flohzirkus allerdings erst, nachdem wir ihm mit einer billigen Puppenbürste unzählige Fellknoten, Kletten und Holzspäne aus den Haaren gebürstet hatten.

Wenn Johnny nun schon seinen Urlaub gemeinsam mit dieser zugelaufenen kleinen Schmusekatze verbringen wollte, dann sollte diese Katze möglichst gepflegt und reinlich daher kommen. Also bekam sie zusätzlich noch ein Flohhalsband mit rosa Herzchen um den Hals.

Auch wenn ich damals ganz sicher keine Katzenexpertin war, so konnte ich doch schon Männlein von Weiblein unterscheiden.

Diese Katze war ganz bestimmt ein Mädchen. Und eine der Urlaubsbekanntschaften, die uns in unserem kleinen Bungalow besuchte, war dann mit ihrer eigenen jahrelangen Erfahrung als Katzenfrauchen auch schwer überzeugt, dass die kleine Gaty demnächst eine Katzenmama sein würde.

„Die Zitzen unter dem Bauch sind bei Katzen nur so dick und geschwollen, wenn sie Nachwuchs erwarten. Außerdem ist euer Pflegekind ziemlich mollig um den Bauch rum. Das kommt bestimmt nicht nur von Johnnys Leckerchen.“

Wie auch immer.

Gaty nistete sich unter Johnny Fürsorge bei uns im Bungalow ein. Sie turnte mit ihm zusammen über die Betten und die Stühle, spielte mit zusammengeknäuelten Socken und einer leeren Cremedose und ließ sich rund um die Uhr kraulen und schmusen. Gaty bekam ihren Schlafplatz auf zwei Hotelhandtüchern in der schattigen Ecke unserer kleinen Ferienterrasse.

Und immer wenn wir abends von einem unserer wundervollen Tagesausflüge kreuz und quer über die kretische Insel zu unserem Domizil heimkehrten, dann wartete Gaty bereits auf Johnny. Sie hockte dann aufmerksam entweder auf ihren Handtüchern oder auf einem der Balkonstühle. Mit wachem Blick und in geduldiger würdevoller Körperhaltung beobachtete sie dann majestätisch, wie Johnny ihre Fressnäpfe mit Futter und Frischwasser füllte und erst wenn das Buffet für sie auf der Terrasse angerichtet war, dann erhob sich unsere wohlerzogene kleine pelzige Freundin von ihrem Platz und folgte Johnnys Einladung zum Dinner.

Jeder Urlaub hat ein Ende.

Sonst wäre es ja auch kein Urlaub. Eigentlich freuten wir uns auch auf unser Heim, auf Mechthild und Dieter und seine liebe Helga und auf Daniela und Jörg und unser kleines unaufgeregtes Leben rund um Henriks Werkstatt.

Wir packten die Koffer und checkten aus dem Hotel aus. Der Transfer zum Flughafen war für den frühen Nachmittag angesetzt, wir hatten also noch Zeit, uns gemütlich vom Strand und jenen Menschen zu verabschieden, mit denen wir zwei Wochen lang gemeinsam eine alles in allem wunderbar erholsame Ferienzeit verbracht hatten – abgesehen von den noch immer schmerzenden Schürfwunden an Knien und Ellenbogen, die ich mir bei der ungemütlichen Wanderung rund um den Kournas See zugezogen hatte. Aber wer sagt denn, dass Urlaubssouvenire immer nett und sympathisch sein müssen?

Wir schlenderten also, um unserem Feriendomizil Lebewohl zu sagen, ein wenig wehmütig am Strand entlang. Am letzten Urlaubstag schlagen die Gefühle bei mir immer gewaltige Kapriolen. Einerseits kann ich es kaum erwarten, endlich wieder in meine eigenen vier Wände zu kommen und mich sicher und behaglich mit vertrauten Dingen zu umgeben, andererseits trauere ich um den herrlichen Flecken Erde und die lieben Menschen, von denen ich mich manchmal für immer – meist aber zumindest für eine lange Zeit – endgültig verabschieden muss.

In diesem Fall war es eine Katze, die uns den Abschied ungemein schwerfallen ließ. Da hockte unsere Gaty aufrecht und höchst interessiert auf ihrem Stammplatz vor unserer Bungalowterrasse und wartete auf uns. Johnny kuschelte sich an das Tier und vergoss dicke Krokodiltränen, als wir ihn vorsichtig daran erinnerten, dass wir nun langsam zu unserem Bus aufbrechen müssten.

„Nein, ich gehe nicht ohne meine Gaty“, jammerte unsere Milchnase. „Gaty gehört doch zu mir. Das ist meine Katze.“

Johnny versteifte sich und trat in den Sitzstreik. Mit Gaty auf dem Schoß.

Fast eine Stunde lang nahmen Henrik und ich Teil an den schrecklichen Qualen, die unser Sohn in seinem Abschiedsschmerz erlitt.

Mir tat das alles so fürchterlich leid, dass ich kurzerhand einen gewagten Entschluss fasste.

„Henrik, ich muss kurz mit dir reden“, zog ich meinen Mann zur Seite. „Wir können doch Gaty vielleicht mit nach Deutschland nehmen. Niemand außer Johnny vermisst hier diese kleine Katze. Wenn wir nun schnell so eine Transportbox besorgen, dann können wir Gaty doch einfach mit nach Deutschland nehmen“, versuchte ich, Henrik zu überreden.

„Hm, und dann? Gaty ist schwanger. Bald hätten wir also daheim einen ganzen Stall voller kleiner Kitten. Und überhaupt. Dürfen wir so einen Streuner denn einfach so mit ins Flugzeug nehmen?“

Ich seufzte gequält auf.

„Schau dir unseren Sohn an. Der ist doch total verzweifelt. Und wir haben uns in unsere Gaty doch auch verliebt. Wäre doch wunderbar, wenn sie bei uns in Deutschland leben könnte.“ Ich steigerte mich hektisch in die Vorstellung hinein, unser kleines Haustier einfach durch den Zoll zu schmuggeln.

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