Maren Panitz - Johnny

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Johnny hat es schwer. Helikoptermama Katja Hesselbach umsorgt ihn sein ganzes junges Leben lang mit hypernervöser und zweihundertprozentiger Hilfspädagogik.
Spätestens an seinem «Independence Day No. 18» rebelliert der junge Mann gegen die ständige Bevormundung und bricht aus dem engen Familienkokon aus. Und während Johnny bei seinem Weg in die Selbstständigkeit den exzessiven Aufstand probt, räumt Mutter Katja so manch eine Scherbe zusammen, die bei seinen Jugendabenteuern anfällt. Dabei erinnert sie sich rückblickend wehmütig immer wieder an die früheren Kindheitsjahre ihres Sohnes und die eine oder andere Katastrophe, die die Familie gemeinsam durchzustehen hat. Immer frei nach dem Motto: «Gejammert wird später».
In nicht immer bierernster Humoreske und gewürzt mit einer guten Portion Ironie und Situationskomik begleitet Katja Hesselbach ihren Sohn ins Erwachsenenleben und zwingt sich dazu, endlich die imaginäre Nabelschnur zu lösen.

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Henrik legte mir zur Beruhigung eine Hand auf die Schulter. „Pass auf. Mir gefällt die Vorstellung nicht so wirklich, demnächst Vater von fünf oder sechs winzigen Katzen zu werden. Aber für meine Lieblinge tue ich ja fast alles. Also werden wir jetzt mal kurz in der Rezeption an den Computer gehen und im Internet nachforschen, ob wir Gaty so mir nichts dir nichts eine neue Staatsbürgerschaft verschaffen dürfen“, schlug unser Familienoberhaupt vor.

Wir durften nicht.

Wir hätten wenigstens zwei Tage gebraucht, um bei einem griechischen Tierarzt sämtliche notwendigen Impfungen und Kennzeichnungschips zu besorgen, und das Tier für den Rückflug anzumelden.

Unser Flug ging in drei Stunden.

Der Bus fuhr gerade auf den Parkplatz ein.

Zärtlich hob ich Gaty aus Johnnys Rucksack. Er hatte sich längst seinen eigenen Plan zurecht geschustert, um „seine“ Katze mit nach Hause zu nehmen.

Fast hätte es geklappt, wenn nicht der Rucksack plötzlich verräterisch gemaunzt und eine kleine weiße haarige Schwanzspitze vorwitzig zwischen den Reißverschlusszähnen hervorgeblinzelt hätte.

Ich schüttelte bedauernd den Kopf.

„Gaty ist nun einmal Griechin. Sie würde bei uns im kalten Deutschland doch nur frieren und krank werden“, sagte ich zu meinem Sohn.

Wir flogen in unseren Alltag.

Gaty blieb auf Kreta. Aber sie hat sich für immer ins Herz der Familie Hesselbach geschlichen und uns zu Katzenliebhabern gemacht.

Wir alle sind keine Hellseher.

Daher ahnten wir ja zu jenem traurigen Abschied damals nicht, dass wir sieben Jahre später tatsächlich einen kleinen verwaisten Kater mit dem Namen Mikesch als neues Familienmitglied in den Hesselbach-Haushalt aufnehmen würden.

Kapitel 10

Kater Mikesch

Johnny wurde dreizehn.

Hey, das fand unser Junge toll.

Er stand nämlich schon immer auf die tollen Geschichten von „Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“ und ganz besonders auf das Buch „Lim Knopf und die Wilde 13“. Überhaupt gehört Kinderbuchautor Michael Ende quasi zur Familie. Alle seine Werke wurden hier inzwischen von drei Hesselbach-Generationen verschlungen.

Im Bücherregal schlummern dessen Bücher direkt neben der „Tintenherz“-Trilogie von Cornelia Funke und neben der gesamten Lebens- und Zaubergeschichte von Harry Potter.

„Der Geburtstag wird was Besonderes. Du bist jetzt ein Teenie“, meinte Henrik.

„Hääää“, kam es ziemlich verständnislos erst von Johnny, dann von Daniela, dann von Oma und Opa. „Denkt mal englisch“, gab ich eine kleine Eselbrücke. „Ach klaro, hab’s gepeilt. Ten, eleven, twelve, thirteen . Daher kommt also das Wort Teenager“, lachte Johnny.

Bei Oma und Opa fiel der Groschen später. Aber das liegt daran, dass deren Generation die englische Sprache auch noch nicht mit der Muttermilch aufgesogen hat, so wie die moderne Jugend im globalen Medien- und Fastfoodzeitalter.

Ganz abgesehen davon, dass die Kids ja heute bereits im Kindergarten Englisch lernen.

Sie können kaum das Wort Automobil oder Kellertreppe aussprechen, dann kommt schon die erste Fremdsprache auf sie zu.

Finde ich das wirklich sinnvoll?

Ich will ja kein Bildungsmuffel sein, aber bei bei dieser Frage bin ich ein bisschen altmodisch.

Ich sage es gern immer wieder:

Ich ziehe die Schuhe ja auch nicht vor den Socken an.

Für mich macht es einfach mehr Sinn, erst einmal die eigene Haussprache vernünftig zu beherrschen, bevor schon wieder neue Vokabeln von den Nachbarn gebüffelt werden müssen.

Wenn ich mir die grausig verstümmelte Grammatik in den Aufsätzen unserer Milchnase mit krausen Fingernägeln und knirschenden Zähnen so durchlese, bin ich immer mehr der Meinung, dass der mehrsprachige Eintopf im Lehrpensum der „Pens“ zu einem recht halbgaren Brei verkümmert.

Einerseits beklagen sich die Lehrer über die grottenschlechten „Lernstandserhebungen“ und „PISA-Studien“ an den Schulen, in denen die Kinder kaum in der Lage sind, ein Akkusativ von einem Dativ zu unterscheiden, geschweige denn ein Diktat zu schreiben, in dem sich nicht mehr Rechtschreibfehler als Buchstaben befinden.

Andererseits entwickeln die Lehrer Lernkonzepte, in denen Rechtschreibung nicht einmal mehr gefördert wird. Der Sinn dahinter hat sich mir bis heute nicht erschlossen.

„Die Kinder lernen in den ersten beiden Klassen das Schreiben nach Gehör. Erst später werden wir die korrekte Schreibweise beibringen“, erklärte uns die Klassenlehrerin.

Und so kringelten sich mir bei jeder zukünftigen Textarbeit erneut meine Fingernägel auf, wenn ich Johnnys kleine Aufsätze zu lesen bekam: „Mein erster Feriäntach mit Tante Daniäla und Mama und Pappa in den Bärgen. Heute ham wir gans in ächt ein süsses Murmeltir auf der grünen Wise gesen. Das konte feifen wie ein Fogel.“ Korrekturen seitens der Lehrerin fehlten. Ich konnte lediglich an dem knappen Kommentar mit Smiley erkennen, dass die Lehrerin den Text überhaupt gesehen hat. Unten drunter stand: „Gut gemacht.“

Ja, was denn?

Nur ein Jahr lang konnte ich mit meinem ortho-graphischen Gewissen das ach so neue und ach so moderne Schulkonzept unterstützen. Dann riss mir auf gut Deutsch mein Geduldsfaden und ab sofort kümmerte ich mich selbst um den Schreibunterricht meines Sohnes.

„Sie hintergehen unser Erfolgskonzept“, klagte Johnnys Lehrerin lautstark.

„Sie vergewaltigen die deutsche Sprache“, antwortete ich. „Ich kann nichts Erfolgversprechendes darin erkennen, dass mein Sohn zwar schon einhundert englische Wörter beherrscht, aber immer noch nicht den Unterschied zwischen einem weichen und einem scharfen „S“ heraushören kann.“

Ich kümmerte mich und stellte beruhigt fest:

Es gibt pädagogische Lernhilfen zu Hauf, in denen die Kinder letztlich dann doch an korrekte Rechtschreibhilfen herangeführt werden. Nicht an unserer Schule, aber an vielen anderen Instituten, die ihr Wissen und ihre Unterrichtsmaterialien gerne den geplagten Eltern zur Verfügung stellen.

Ich konnte meine gepeinigten Fingernägel wieder in Ruhe wachsen lassen. Zwei gezielte Klicks in gut sortierten Internetportalen und schon bastelt sich die Heimlehrerin Hesselbach einen ganzen dicken Ordner voll mit altersgerechten Schreib- und Diktatübungen, die von geschulten Logopäden zusammengestellt wurden.

Johnny hatte natürlich anfangs wenig Lust, sich nun auch noch nachmittags mit seiner Mama an den Küchentisch zu hocken, um bunte Fibeln mit großen und kleinen Buchstaben durchzuarbeiten.

Mechthild, die dem modernen „Hören statt Schreiben“ in der Grundschule auch nicht so viel Positives abgewinnen konnte, heckte mit mir ein äußerst erfolgreiches Trainingsprogramm aus, das für Johnny zum puren Kindervergnügen werden sollte.

Jeden Dienstagnachmittag und Samstagmorgen kam sie mit einer süßen Leckerei für Johnny vorbei. Und immer hatte sie eine unwiderstehliche Überraschung für ihren Enkel parat. „Heute ist doch Fibeltag. Wir stärken uns erst einmal gemeinsam für diesen anstrengenden Denksport. Und wenn du in einer Stunde mit dem Schreiben fertig bist, dann werden wir uns zusammen bei einer tollen Unternehmung davon wieder erholen, einverstanden?“

Klar war Johnny einverstanden.

Ich möchte das Kind erleben, das freiwillig auf seine Ration Gummibärchen oder Schokolade verzichtet. Ich möchte das Kind erleben, das sich nicht gern an Omas Hand schmiegt, um mit ihr gemeinsam einen aufregenden Nachmittag im Zoo oder im Schwimmbad zu verbringen.

Unser selbstkreiertes völlig unpädagogisches Lehrkonzept mag vielleicht pädagogisches Kopfschütteln hervorgerufen haben, aber diesen Skeptikeren haben wir schnell bewiesen: Gummibärchen und Hamburgermenu sind sehr wirksame Hilfsmittel für den Lernalltag.

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