Maren Panitz - Johnny

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Johnny: краткое содержание, описание и аннотация

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Johnny hat es schwer. Helikoptermama Katja Hesselbach umsorgt ihn sein ganzes junges Leben lang mit hypernervöser und zweihundertprozentiger Hilfspädagogik.
Spätestens an seinem «Independence Day No. 18» rebelliert der junge Mann gegen die ständige Bevormundung und bricht aus dem engen Familienkokon aus. Und während Johnny bei seinem Weg in die Selbstständigkeit den exzessiven Aufstand probt, räumt Mutter Katja so manch eine Scherbe zusammen, die bei seinen Jugendabenteuern anfällt. Dabei erinnert sie sich rückblickend wehmütig immer wieder an die früheren Kindheitsjahre ihres Sohnes und die eine oder andere Katastrophe, die die Familie gemeinsam durchzustehen hat. Immer frei nach dem Motto: «Gejammert wird später».
In nicht immer bierernster Humoreske und gewürzt mit einer guten Portion Ironie und Situationskomik begleitet Katja Hesselbach ihren Sohn ins Erwachsenenleben und zwingt sich dazu, endlich die imaginäre Nabelschnur zu lösen.

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Und ich schwöre:

Sobald ich mich von dem Baum wegdrehe und den Friedhof verlasse, dann wird es mir ein bisschen warm im Rücken und im Nacken und die Last auf meinen Schultern wird mir ein bisschen leichter.

Also besuchte ich Mama damals an jenem Tag auf dem Friedhof und sortierte mein Inneres.

Und weil ich noch nicht so ganz damit fertig war, spazierte ich ein paar Meter ziellos kreuz und quer durch die anderen Gräber und genoss die sommerliche warme Ruhe an diesem stillen Flecken Erde.

Was habe ich mich erschrocken, als plötzlich neben mir der Mülleimer wackelte und zitterte und fiepte.

„Oh Gott, Gespenster“, dachte zu allererst, weil ich doch gerade sehr spirituellen Gedanken nachging.

Es fiepte ein zweites Mal.

„Ihh, Ratten!“ dachte ich nun realistischer.

Ich sprang schnell einen Schritt zur Seite, um von so einem virenverseuchten Nagetier nicht auch noch angefallen zu werden.

Dann folgte wieder einen Moment Ruhe im Karton. Und dann hörte ich dieses herzzerreißende Maunzen.

„Ein Kätzchen. Aber wo ist es nur. Doch nicht wirklich hier im Mülleimer?“ Ich griff nach einem der abgestorbenen Äste, die unter den Bäumen herumlagen und stocherte zaghaft in den Müllresten. Das hier war ein Mülleimer auf einem Friedhof. Deshalb fand sich dort überwiegend Gärtnereipapier, mit dem die Blumensträuße eingewickelt werden. Dazwischen ein Pappbecher für „Café to go“ und eine leere Zigarettenschachtel. Eigentlich nichts wirklich Ekeliges.

Was hatte ich denn auch erwartet?

Verzerrte Zombiegesichter? Abgehackte Finger?

Plötzlich verhakte sich etwas an meinem kleinen Ast. Es nahm Gestalt an.

Es handelte sich um winzige kleine rosa Krallen, die aus einem winzigen weißen Fellpfötchen herausragten.

So klein, wie bei einem winzig kleinen Stofftierchen. Also schaufelte ich mutig das Papier zur Seite.

Und ich fand unseren Kater Mikesch.

Ein armseliges misshandeltes Geschöpf, das hier wie Abfall in einem Mülleimer beseitigt werden sollte.

Der winzige kleine grau getigerte Kater war höchstens acht Wochen alt. Das sagte uns jedenfalls Doktor Fleischer, als ich ihn einen Tag später in dessen Praxis brachte.

Er hatte panisch geweitete Augen, die mich bettelnd anstarrten und schwarze zitternde Öhrchen, an denen ein paar kleine Bluttropfen klebten.

Das jammervolle Tier steckte in einer mit Klebeband verschlossenen Plastikschachtel. So eine von diesen durchsichtigen Behältnissen, in denen man im Supermarkt Weintrauben und Pfirsiche kaufen kann.

Auf der verzweifelten Suche nach Atemluft hatte der kleine Kerl seine ganze verbliebene Kraft zusammengenommen und sich durch den Kunststoff hindurch und durch das Klettband ein Ausstiegsloch gebissen.

Seine Pfote war von spitzen Plastikstücken aufgerissen. Das Kätzchen blutete am Kopf und an den Hinterbeinen und bei dem Versuch, den Hals durch das kleine Luftloch zu schieben, ist das Kitten an den spitzen Plastikzähnen hängengeblieben und drohte sich gerade selbst auf üble Weise zu strangulieren.

„Du armer Wicht“, entfuhr es mir.

Vorsichtig befreite ich das kleine graue Tigerchen aus seinem unmenschlichen Gefängnis.

„Weggeworfen wie vergammeltes Obst“, flüsterte ich betroffen.

Es tat mir in der Seele weh, dieses hilflose Tierchen so vor sich hin maunzend und zitternd in meiner Hand zu halten.

Und es tat mir für meine eigene Spezies in der Seele weh, dass einer meiner eigenen Artgenossen so herzlos und mordlustig sein konnte, um dem Tierchen diese Qual anzutun.

„Er oder sie hätte dich auch einfach ins nächste Tierheim bringen können, wenn es sonst keinen Platz für dich gegeben hätte“, sprach ich mit dem kleinen Fellknäuel.

Aber siehst Du, dachte ich so bei mir:

Wie gut, dass ich ausgerechnet heute der Mama Gesa einen Besuch abgestattet habe und sie dort oben im Baum ganz nahe bei mir war.

Sie hat dich ganz sicher gesehen.

Sie hat meine Schritte gelenkt und nun soll es so sein, dass ich mich um dich kümmern werde.

Da werden wir mal gespannt sein, was Johnny und Henrik von einem kleinen Hesselbach-Kätzchen halten werden.

Johnny war sofort hingerissen.

Außerdem hatte er noch nicht vergessen, dass er sich vor sieben Jahren schon einmal in eine kleine Katze verliebt hatte. „Schau, nun kommen wir doch noch zu einem Stubentiger. Auch wenn es kein Mädchen ist, so wie damals die kleine Kreta-Gaty“, freute er sich.

Mikesch hätte auch den Namen Cäsar erhalten können. Denn auch er kam, sah und siegte.

Als Johnny nach Hause kam, hockte er in meiner Waschschüssel, die ich mit einigen weichen Frotteetüchern und einem Kissen ausgelegt hatte und leckte abwechselnd seine Wunden und kurz darauf auch Johnnys Finger ab.

Und weil Johnny in seinen frühesten Kindertagen mit der Augsburger Puppenkiste und somit auch der Lebensgeschichte von Kater Mikesch groß geworden ist, fiel Johnny auch prompt nur dieser einzige mögliche Name ein.

„Er heißt natürlich Mikesch. So wie bei den Marionetten. Er hat nun ja auch schließlich schon ein großes Abenteuer überstanden.“

Der kleine Waisenkater sah nun schon wesentlich munterer aus.

Vom Auto aus hatte ich Mechthild angerufen und ihr den lebenswichtigen Auftrag erteilt, sofort bei der nächsten Tierhandlung einzukehren, und sich ausgiebig über die nahrhafteste Kittennahrung beraten zu lassen.

Als Tiger und Katja im trauten Heim ankamen, wartete bereits ein erstklassiges Sortiment an Katzenfutter auf den verängstigten kleinen Fratz.

Er fraß sofort ausgehungert. Er trank durstig und er ließ es sich absolut satt und teilnahmslos gefallen, dass ich ihn in sein Katzenkörbchen bettete. Dort schlief er augenblicklich ein.

War das ein herzschmelzender Anblick.

Wenn diese vielen blutigen Wunden nicht gewesen wären. Mechthild hielt mir einen Zettel vor die Nase. „Ruf‘ da an und mach‘ ganz schnell einen Termin für dein neues Nesthäkchen. Ich habe dir hier die Telefonnummer von dem Tierarzt rausgesucht. Es gibt hier nur einen. War also nicht ganz so schwer.“

So lernte Mikesch im zarten Alter von etwa zwei Monaten seinen zukünftigen Hausarzt kennen.

Doktor Fleischer untersuchte den zerrupften Findling und verschrieb ihm sofort eine meterlange Liste mit Kuren und Impfungen.

„Und er sollte auf jeden Fall ein Flohhalsband tragen. Wir wissen ja nicht, in welcher Umgebung er bisher gelebt hat, nicht wahr?“ zwinkerte mir Doktor Fleischer zu.

Für die Hautwunden gab er mir eine Flasche mit „Braunol“ mit. „Bereiten sie ihrem Schützling daraus eine lauwarme Waschlotion. Das beugt einer möglichen Entzündung vor“, riet mir der Tierarzt.

Kater Mikesch erholte sich mit unserer aufopfernden Pflege erstaunlich schnell.

So schnell, dass Johnny und ich von Mikeschs jugendlicher Agilität komplett überrumpelt wurden.

Wenn es im Wohnzimmer plötzlich alarmierend schepperte, konnten wir sicher sein, dass der kleine Kater gerade über die Regale tobte und mit dem Schwanz wieder einmal eine Vase umgeworfen hatte.

Wenn Henrik aus der Werkstatt kam und beim Umziehen im Schlafzimmer einen hysterischen Wutanfall herausschrie, dann konnten wir sicher sein, dass Mikesch gerade entweder unsere Bettwäsche in Fetzen zerlegt hat oder aber die Tapete in akkuraten Fetzen von der Wand gerissen hatte.

Mikesch war als Katzenbaby ein Wirbelwind.

„Du musst den Kater erziehen. Der tanzt dir sonst auf der Nase rum“, meinte Mechthild altklug.

„Und wie mache ich das? Hast du schon viele Katzen in deinem Leben erzogen?“

„Nein, aber ich habe Kinder groß gezogen und du hast ein Kind groß gezogen. So viel Unterschied kann da eine kompetente Katzenerziehung doch nicht ausmachen. Ich sage nur: Disziplin, Regeln, Konsequenz, Zuckerbrot und Peitsche.“ Sie lachte.

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