Maren Panitz - Johnny

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Johnny hat es schwer. Helikoptermama Katja Hesselbach umsorgt ihn sein ganzes junges Leben lang mit hypernervöser und zweihundertprozentiger Hilfspädagogik.
Spätestens an seinem «Independence Day No. 18» rebelliert der junge Mann gegen die ständige Bevormundung und bricht aus dem engen Familienkokon aus. Und während Johnny bei seinem Weg in die Selbstständigkeit den exzessiven Aufstand probt, räumt Mutter Katja so manch eine Scherbe zusammen, die bei seinen Jugendabenteuern anfällt. Dabei erinnert sie sich rückblickend wehmütig immer wieder an die früheren Kindheitsjahre ihres Sohnes und die eine oder andere Katastrophe, die die Familie gemeinsam durchzustehen hat. Immer frei nach dem Motto: «Gejammert wird später».
In nicht immer bierernster Humoreske und gewürzt mit einer guten Portion Ironie und Situationskomik begleitet Katja Hesselbach ihren Sohn ins Erwachsenenleben und zwingt sich dazu, endlich die imaginäre Nabelschnur zu lösen.

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Wir lebten in unseren kleinen Phantasiewelten mit Plüschfreunden und Kasperlepuppen.

Wir stapften mit Socken durch Pfützen.

Wir fingen Frösche und Mäuse und richteten zu Hause einen Zoo ein.

Das mag Mama Gesa wahrscheinlich auch nicht so recht gewesen sein. Aber sie sprang auch nicht vor Schreck auf den Kleiderschrank, wenn Daniela und ich mit einem verletzten Feldhamster oder einer Maus im Schuhkarton in die Küche gestapft kamen.

Wir waren Pioniere, Entdecker und Weltraumforscher.

Und alles das ohne Fernseher, ohne ewig blinkende und piepsende Elektroteile.

Wir wollten, dass Johnny genau das alles auch kennenlernen sollte, bevor er spätestens in der Schule mit der modernen Hightech-Welt mit Bits und Bytes am Computer und stressigen Verpflichtungen im Schulalltag konfrontiert werden würde.

Ausgerechnet Opa Dieter sagte: „Ihr könnt eurem Sohn die Realität nicht vorenthalten. Ich zitiere da mal gern einen alten weisen Industriemanager: ‚Stillstand ist Rückschritt‘!“

Und das von von einem Traditionssenioren, für den es schon zu anstrengend ist, sich mit den elektrischen Scheiben seines neuen Autos auseinanderzusetzen, und der eine Rückfahrkamera am Heck des Fahrzeuges für Hexenwerk hält.

Daniela sagte: „Heute haben doch alle ein Handy. Ist doch voll normal!“

Aber mit fünf? Ich ziehe mir doch auch nicht erst die Schuhe und dann die Socken an.

Wenn ich recht überlege, hat unsere Milchnase damals im frühen Kindesalter einen merkwürdigen Entwicklungsschritt miterlebt, der merkwürdigerweise in keinem pädagogischen Lehrbuch beschrieben wird.

Er hat die „Ich habe nie….“Phase kennengelernt.

Er hat nie gelernt, sich mal so richtig zu langweilen. Er hat sich nie aus lauter Verzweiflung heraus allein mit seiner eigenen Phantasie beschäftigen müssen. Er hat nie mit selbst gebastelten Spielzeugen herumexperimentiert. Er hat nie das Erfolgserlebnis kennengelernt, das eine eigene Erfindung richtig gut funktioniert. Er hat nie die Enttäuschung erfahren, dass eine Bastelei komplett misslang und er einfach noch einmal von vorne anfangen musste. Er hat eigentlich nie wirklich selber ausprobiert, wo seine wirklichen Talente liegen.

Und weil er von Daniela und seinen Opas und Omas ständig wie ein Prinz behandelt worden war, hat er leider auch selten erfahren, dass seine Wünsche sich nicht mal eben so einfach erfüllen lassen.

Das arme Kind.

Irgendwann wird er allein in seiner ersten eigenen Wohnung sitzen und feststellen, dass ihm die gebratenen Tauben nicht wie im Schlaraffenland einfach in den geöffneten Mund fliegen. Und er wird als junger Student oder Auszubildender erfahren, dass das Ende des Monats meistens erst nach dem Ende des Geldes kommt.

Kapitel 9

Augen zu und durch

Eigentlich erstaunlich, dass Johnny bei seinem draufgängerischen narrenfreien Jugendleben überhaupt wohlbehalten seine Volljährigkeit feiern darf.

Henrik und Johnny sind nämlich gemeinsam oftmals ein wüstes Vater-Sohn-Gespann, bei dem seit einigen Jahren ein mehr oder weniger verbissener Machtkampf um die Rangordnung in unserem Hesselbach-Rudel vorherrscht.

Mich tangiert das sozusagen nur peripher.

Wenn einer der beiden Männer krank ist und mit Zahnweh und Bauchschmerzen jammert, wird die Mutter zwangsläufig mit ihren liebkosenden Händen und der bitteren Medizin zur Heiligen. Und ich weiß, dass ich die Königin und Kaiserin mit dem Kochlöffelzepter bin. Wenn das Wolfsrudel hungrig ist, versammelt es sich unterwürfig um den Esstisch. Dann regiere ich!

Ansonsten wird es für Henrik allmählich schwerer, sich als Leitwolf unseres Rudels zu behaupten. Johnny kämpft seit vier Jahren regelmäßig gegen seine Sparringspartner in der Wing Tsun Schule. Seit er sich für diesen chinesischen Kampfsport interessiert, haben sein Selbstwertgefühl und seine Körperkraft enormen Auftrieb bekommen. Zumal sein pädagogisch betriebswirtschaftlich geprägter „Sifu“ viel Wert darauf legt, dass seine hochmotivierten Jungkrieger sich mit Mut und Technik auch auf dem Schulhof gleichsam für eine wirksame Werbung seines Karateinstituts einsetzen.

Kürzlich habe ich Henrik mal den neuesten Status-Text unserer Milchnase gezeigt, mit dem er auf allen sozialen Netzwerken angibt: „Nur wo ich bin - da ist vorne.“ Henrik schmunzelt: „Ist das jetzt eine Kampfansage an die vertrocknete Generation seiner „Alten“?“ „Nein, das ist Erwachsenwerden!“

Früher war Henrik für Johnny ein Held.

Mit Papa konnte man ja tollen Blödsinn anstellen. Mama hat ja immer nur Verbote ausgesprochen und das Kind dazu gezwungen, die Hausaufgaben anständig zu machen, für Klausuren zu lernen, Vokabeln zu büffeln und mit sauberen Unterhosen aus dem Haus zu gehen.

Das war, als meine Hände mit „Witz“ und „Kuschel“ keinen allzu großen Unterhaltungswert mehr hatten und „Superman“ und „James Bond“ deutlich mehr Interesse förderten.

Mit Mama Shoppen zu gehen ist sicher völlig okay, wenn ein paar neue Markenschuhe und angesagte T-Shirts dabei rausspringen. Mit Mama ins Freibad oder ins Kino zu gehen ist eher peinlich.

Da bringt es deutlich mehr Spaß, mit Papa die Mountainbikes aus der Garage zu holen und die Wildschweine in ihren Waldverstecken aufzuscheuchen. Manchmal denke ich dann, es geht bei den Querfeldein-Radtouren letztendlich auch nur um den hinterlistigen Wettbewerb: „Wer von uns schleppt nachher mehr waschmaschinenresistenten Schlamm und Dreck mit ins Haus.“

Auch Henrik ist in manchen Bereichen seines Verstandes bis heute nicht so wirklich erwachsen geworden. Sozusagen ein situationsbedingter Spätpubertierender.

Und das liebe ich an meinem Mann, gebe ich zu.

Und das hat auch Johnny immer schon geliebt, schon als Fünfjähriger.

Zum Beispiel bei unseren diversen Berg- und Abenteuerwanderungen, die immer gut ausgingen, aber nicht immer gut hätten ausgehen müssen. Johnny war noch nicht mal in der Schule, als Henrik seine Familie zu einer lustigen kleinen Spazierwanderung aufforderte.

Wir waren damals im Mai auf der herrlichen griechischen Insel Kreta. Schulferien hatten wir ja noch nicht zu berücksichtigen.

Wir mieteten uns ein Auto und lernten gemeinsam auf etlichen Ausflügen den Reiz der Insel kennen.

Schließlich gibt es dort auf Kreta soviel Altertumsgeschichte hautnah zu erleben, dass sich damit locker zwei Jahre Geschichtsunterricht in der Schule mit steinigem Anschauungsmaterial fundamental untermauern lassen.

Wir besuchten den Kournas See im Nordwesten der Insel. Denn genau dieser idyllische azurblaue kreisrunde See inmitten der Weißen Berge bei dem verschlafenen Fischerstädtchen Georgioupolis ist laut Reiseführer bekannt dafür, dass sich dort neben neugierigen Touristen auch jede Menge Schildkröten, hübsche Seeschlangen und schillernd bunte Libellen herumtummeln. Wir dachten uns, dass wir damit für unseren Sohn ein bisschen Abwechslung in den Strandurlaub und die Altertumsbesichtigungen bringen könnten. Denn nachdem der fünfjährige Knirps mit uns bereits die Ruinen von „Festos“ und „Knossos“ erkunden musste, hatte Johnny irgendwann keine Lust mehr auf staubige alte Ruinen.

„Langweilig!“, meinte er nur.

Klar, wir hatten leider auch keine Schauspieltruppe im Handgepäck, die ihm ein paar legendäre Wagenrennen, mythische Opferrituale oder Piratenüberfälle am Originalschauplatz inszenieren konnten. Und es gab leider auch keine versteckten Goldschätze mit antiken Münzen mehr, die wir hätten für Johnny ausbuddeln können.

Also wechselten wir das familiäre Ferien-Unterhaltungsprogramm. See und Schildkröten anstelle von staubigen Ruinen.

Es war ausnahmsweise bewölkt, zum Baden viel zu kalt und die Wolken hingen tief über den Bergen. Im Frühling zeigt sich Kreta nicht immer von seiner sonnigen Seite.

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