Maren Panitz - Johnny

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Johnny hat es schwer. Helikoptermama Katja Hesselbach umsorgt ihn sein ganzes junges Leben lang mit hypernervöser und zweihundertprozentiger Hilfspädagogik.
Spätestens an seinem «Independence Day No. 18» rebelliert der junge Mann gegen die ständige Bevormundung und bricht aus dem engen Familienkokon aus. Und während Johnny bei seinem Weg in die Selbstständigkeit den exzessiven Aufstand probt, räumt Mutter Katja so manch eine Scherbe zusammen, die bei seinen Jugendabenteuern anfällt. Dabei erinnert sie sich rückblickend wehmütig immer wieder an die früheren Kindheitsjahre ihres Sohnes und die eine oder andere Katastrophe, die die Familie gemeinsam durchzustehen hat. Immer frei nach dem Motto: «Gejammert wird später».
In nicht immer bierernster Humoreske und gewürzt mit einer guten Portion Ironie und Situationskomik begleitet Katja Hesselbach ihren Sohn ins Erwachsenenleben und zwingt sich dazu, endlich die imaginäre Nabelschnur zu lösen.

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Der Ratscher im Lack hatte die Form eines „S“. „S“ wie „So eine verflixte Sauerei.“

Oder gefühlsmäßig passender; „S“ wie „Sch…e!!!“

Johnny hatte sich natürlich bei all dem Radau mächtig erschrocken und plärrte nervös aus seinem Babysitz. Da konnte auch „Schnulli“ ihn jetzt nicht mehr beruhigen.

Ich zitterte am ganzen Leib, als ich erst das lädierte Fahrrad wieder unter den Carport schob und dann den lädierten Schornsteinfeger ins Auto verfrachtete.

Der arme Mann war erschreckend ruhig geworden. Sicherlich befürchtete er inzwischen, mit mir als Fahrerin nicht lebend im Krankenhaus anzukommen.

So fuhren wir völlig aufgelöst, mit Rosendornen im Haar und mit Fahrradkettenfett an den Fingern, in die Ambulanz.

Wolfgang Schwartz kam bei seiner schmerzhaften Stunteinlage bei seinem Diensteinsatz im Hause Hesselbach mit einer glücklicherweise harmlosen Handgelenkstauchung davon. Er bekam einen Verband, Kühlsalbe und von mir eine Flasche mit besonders edler Beruhigungsmedizin aus Henriks hermetisch verschlossenen Spirituosenschrank.

Es handelte sich um eine jener mehr als zwanzig Jahre alten Whiskeyflaschen, die Henrik seit seiner eigenen Volljährigkeit mit begeisterter Sammelleidenschaft in unserem temperierten Kellerschrank verwahrte. Er würde diese Flaschen niemals geöffnet oder gar getrunken haben.

Aber ich fand, dass sich unser Unglücksengel nach dem Sturz vom Dach einen solch warmen und anregenden Tropfen redlichst verdient hatte.

Erst später belehrte mich mein schlauer Henrik nach meinem ausschweifenden Schadensbericht beim Abendessen darüber, dass ich dem Wert dieser verschenkten Flasche entsprechend unserem Schornsteinfeger auch ein Fünf-Sterne-Wellnesswochenende mit seiner Frau hätte buchen können.

Ich entgegnete: „Das sollte uns unser Schornsteinfeger doch wohl wert sein?“

Fand ich.

Schließlich wollen wir ja wünschen, dass er uns in den kommenden Jahren wieder etwas mehr Glück mitbringen möge.

Kapitel 8

Ich habe nie

Unsere Milchnase ist Einzelkind.

Meine Schwester Daniela ist keine Mutter.

Henrik ist ebenfalls Einzelkind.

Also leben wir in einer recht überschaubaren kleinen Familienbande, in der bislang der Generationenvertrag zur allgemeinen Rentensicherung noch nicht wirklich erfüllt ist. Auf fünf engste erwachsene Familienmitglieder kommt ein Kind.

Ich mag diese Rechnung gar nicht fortführen, denn ich weiß, dass damit die von uns herangezogene neue Generation nicht gut abschneiden wird.

Irgendwoher müssen in den nächsten Jahrzehnten dringend ein paar gebärfreudige Kinder kommen, wenn unsere Gesellschaft nicht aussterben soll. Wären wir Tiere, würde man unsere kleine mitteleuropäische Nation wohl schon längst auf die „Rote Liste“ für bedrohte Tierarten gesetzt haben.

Johnny hatte sich als Baby noch keine Gedanken über seine zukünftige Aufgabe bei unserer Rentensicherung gemacht. Er wurde von Großeltern und Tante in dem Bewusstsein erzogen „Ich bin der Nabel der Welt, bringt mir eure Gaben, wenn ihr mein Lächeln wollt.“

Natürlich hatten Henrik und ich schon während meiner neunmonatigen körperlichen Vorbereitungszeit aufs aktive Elternsein auch pädagogische Vorbereitungen für unsere zukünftige Qualifikation als Erziehende getroffen.

Schließlich würden wir Verantwortung für unseren Bauchbewohner tragen.

Wir würden einen ungeschliffenen Diamanten zum Strahlen bringen.

Würden aus einem kleinen Windelscheißer einen Mann machen.

Und so weiter…

Henrik ist ein praktisch veranlagter Mensch.

Er tendierte von Anfang an zu der bewährten Do-It-Yourself-Pädagogik der Großeltern. „Lerne durch Erfahrung. Nur ein Kind, das sich die Finger an der Kerze verbrennt, lernt die Gefahr des Feuers kennen.“

Ich kann meine akademischen Gehirngänge auch bei Erziehungsfragen nicht so ganz leugnen. Literaturstapel von Sigmund Freud bis Annette Kast-Zahn wurden verschlungen und markiert. Schließlich formulierte ich meinen eigenen Erziehungswert mit der Formel „Festhalten und Laufenlassen.“ Ich war einmal Studentin und Sportlerin. Disziplin einerseits, und Zeit für Spiel und Spaß andererseits, waren für mich selbst immer ein guter Weg zum Erreichen meiner persönlichen Ziele gewesen. Ich finde, was mir selbst nicht geschadet hat, kann für meinen Sohn nicht so verkehrt sein.

Schwester Daniela ist ein Mensch, der kleine Kinder wie kleine Hunde behandelt.

„Komm, spiel mit mir, wenn ich Lust dazu habe, und geh weg, wenn ich meine Ruhe haben will.“

Aber trotzdem ist sie für Johnny immer die perfekte Tante gewesen. Kein Besuch ohne kleines Geschenk. Kein Wunder also, dass unser cleverer Sohn seinen Materialismus bei seiner Tante voll auszuspielen lernte.

„Krieg ich was von dir, dann bin ich nett zu dir.“

Alle vier Familienmitglieder der Großelterngeneration haben sich exakt an die gleiche Geschenk-Pädagogik gehalten. Klar, sagte Dieters Lebensgefährtin Helga bei einem der Weihnachtsfeste, sei es für die Alten eine helle Freude, das Enkelkind mit tollen bunten Spielzeugen und teuren Klamotten zu verwöhnen, da man doch selbst in der Jugend so magere darbungsreiche Nachkriegszeiten durchzustehen gehabt hätte. „Jetzt können wir es uns doch leisten, mit vollen Händen Freude zu verteilen. Nach dem Krieg gab es für uns Kinder nur Kartoffelstempel und selbstgegerbte Kaninchenfellmützen“, erinnerte sie sich.

Johnny war kaum auf der Welt, da brachten Mechthild und Dieter Wagenladungen voll mit Plüschtieren, mit Schaukelpferdchen und – Johnny war gerade zwei Jahre – mit einem ferngesteuerten Hubschrauber.

„Hey, das Ding bleibt aber noch wenigstens fünf Jahre im Schrank versteckt. Wir müssen in unserer Spielentwicklung doch noch steigerungsfähig bleiben“, wagte ich damals einen autoritären Einwand.

Was bitteschön wollten sie ihm denn mitbringen, wenn er erstmal zehn wäre? Einen Ultraschall-Levitationsapparat? Bei Oma und Opa existierten einfach keine pädagogischen Altersgrenzen für sinnvolles kindgerechtes Spielen. Geschenkt wurde, was im Handel als Sonderangebot gerade verfügbar war.

Und basta.

Mit drei Monaten bekam er von Dieter ein Laufrad.

Das war damals eine Entwicklungsphase, in der selbst das Krabbeln über unseren Flokati noch eine hochkomplizierte Angelegenheit war. Und die meistens in Geschrei endete, weil der Weg zu weit und das begehrte Objekt der neugierigen kindlichen Begierde zu hoch war.

Mit einem Jahr lernte er die phantasievolle Welt von angesagten Kunststoffbausätzen kennen.

Meistens musste ich dann unter Schweiß- und Panikattacken irgendwelche Kleinteile zwischen Johnnys Lippen hervorziehen, weil Kinder in diesem Alter nun mal lieber alles mit dem Mund und nicht mit den Händen ausprobieren.

Mit vier Jahren war die Milchnase im Besitz eines Schachcomputers.

Gut, was sollte dagegen einzuwenden sein, wenn Opa Dieter seinen Enkel Johnny zu einem zweiten Wladimir Kramnik erziehen wollte?

Johnny feierte seinen fünften Geburtstag, als die Familie nur knapp einer atomaren Kriegskatastrophe entging. Keiner der Anverwandten wollte Verständnis dafür aufbringen, dass wir Eltern es strikt für komplett verantwortungslos hielten, einem so kleinen Jungen zum Geburtstag den ersten Fernseher und das erste eigene Mobiltelefon zu schenken.

Irgendwann war einfach Schluss mit Bespaßung aus der Konserve.

Henrik und ich erinnerten uns noch gut daran, dass wir als Kinder anders spielten.

Wir malten mit Wachsmalstiften.

Wir bastelten bunte Figuren aus Knetmasse.

Wir klebten und werkelten mit Stöckchen, Blättern und Kastanien.

Wir tobten auf dem Bolzplatz und bauten Burgen im Sandkasten.

Wir wussten damals, wie man Springseile und Kreide einzusetzen hatte.

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