Myron Bünnagel - Stadt der Sünder

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Ein Satz pikanter Fotos.
Ein perfektes Erpressungsopfer.
Eine todsichere Chance.
Gideon Marr ist das Leben in der verschlafenen Kleinstadt Prezella leid. Die Liebe seines Lebens direkt vor sich und doch unerreichbar. Finanziell abhängig von seiner Mutter Dolores. Mit einem dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Gideon hat sich geschworen, niemals mehr eine krummes Ding zu drehen. Doch eine ungefährliche, kleine Erpressung kann er sich nicht entgehen lassen. Absolut sicher, zumindest bis die Ereignisse anfangen, aus dem Ruder zu laufen. Und zwar gehörig. Auf der Jagd nach dem großen Geld muss er nicht nur zwei brutale Killer abschütteln, sondern auch erkennen, dass tiefe Abgründe in Prezella lauern. Es geht ums nackte Überleben in der Stadt der Sünder.

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Die Uhr auf meinem Nachttisch zeigte kurz nach elf. Ich verschränkte die Arme hinter dem Kopf und starrte an die Decke. Die Krönung war, dass Josiger von Anfang an wissen sollte, wer ihm das Leben zur Hölle machte …

Das einzige, mit dem ich haderte, war, dass ich gegen einen meiner Grundsätze verstieß. Ich hatte mir geschworen, nie wieder ein krummes Ding abzuziehen. Mich nie wieder in die Probleme zu stürzen, die im Windschatten solcher Sachen lauerten. Doch da war die Wut, die mir den Weg wies und der kristallklar vor mir lag. Außerdem hatte ich mit der Kamera schon gegen einen Grundsatz gehandelt. Und eigentlich hing beides zusammen und war das gleiche. Es brachte was ein, war sicher und konnte nicht schief gehen. Mit der ganzen Scheiße, die an Bodo klebte, konnte er von den Bullen keine Hilfe erwarten. Und einen Skandal musste er ebenfalls vermeiden, war schlecht für die Geschäfte und das soziale Leben in Prezella.

Ein Schlüssel wurde im Schloss gedreht und im nächsten Moment kam Dolores herein, eine schwarze Reisetasche in der Hand. Sie trug ein helles Kostüm, Lackschuhe und ein winziges Hütchen samt Schleier auf dem brünetten Haar. Wie frisch von der Pferderennbahn, nur dass es hier weit und breit nichts desgleichen gab. Ihr Gesicht war makellos geschminkt, man sah ihr das Alter nicht an. Dem Rest ihres Körpers schon gar nicht. Sie konnte Dreißig sein, nicht Ende Vierzig. „Hallo, Schatz, noch nicht aufgestanden?“ Sie stieß die Tür zu und ließ die Tasche auf den Boden fallen, dann kickte sie ihre Schuhe in eine Ecke, nahm den Hut ab und schüttelte ihr Haar. Es war halblang und gerade heller als meines. Dolores lächelte, sah die Briefe durch, die für sie auf dem Schreibtisch lagen, und wandte sich wieder mir zu.

„Gute Reise gehabt?“

„Mittelmäßig. Die Nummer vor der Bank werde ich wohl ein wenig ruhen lassen.“ Dolores gähnte, sie sah müde aus, Ringe unter den Augen, schwere Lider. „Aber es reicht vorerst. Jetzt muss ich erst einmal aus diesen Klamotten raus.“ Damit öffnete sie den Durchgang zu ihrem Zimmer und zerrte die Reisetasche mit hinein.

Ich blieb noch eine Weile liegen und hörte zu, wie sie Sachen in ihren Schrank räumte. Damit war sie sehr genau, sämtliches Arbeitszeug landete in ihrem Wandschrank, zu dem nur sie einen Schlüssel besaß. Schließlich stand ich auf, streifte mir Shorts über und betrat ihren Raum. Er war beinahe eine exakte Kopie von meinem: Ein Hotelzimmer mit nur wenig persönlicher Note. Auf dem Schreibtisch ein gerahmtes Foto von uns beiden, auf dem Sofa mein abgegriffener Teddybär. Und ihre Schminkkommode. Dolores saß davor, nur in lachsfarbener Spitzenunterwäsche, das Haar achtlos hochgesteckt, in der Hand ein Abschminkschwämmchen. Die Jalousien waren halb heruntergelassen. Der Wandschrank stand offen – er war ein großes Modell, das sie extra hatte einbauen lassen. Kleider und Mäntel hingen an einer Stange, darunter stapelten sich Schuhkartons, in Fächern lagen Wäsche und Pullover und auf einer Ablage waren ihre Perücken aufgereiht. Das sorgsam gepflegte Sortiment einer Betrügerin. Dolores Marr. Früher waren wir zusammen auf Tour gewesen, hatten Rentnerinnen und Witwen an der Ostseeküste ausgenommen. Später arbeitete sie gelegentlich mit anderen Partnern, aber bevorzugt allein. In den letzten Monaten hatte sie die Republik als Arztfrau bereist und senile Bankkunden abgezogen. Sie war dabei verdammt gut. Gab vor, Geld für eine Praxisanschaffung zu benötigen, aber nicht an ihr Konto zu kommen. Da es wichtig war, sprach sie bevorzugt alte Opfer an, überzeugte sie, ihr das Geld zu leihen, um es später zurückzuzahlen. Ging sogar mit zum Schalter und forcierte die Auszahlung. Ein paar tausend Euro, wenn es gut lief. Mit Perücke, biederem Kostüm und veränderter Tonlage war sie die perfekte Arztfrau – gebildet, ein wenig hilflos, in diesem Moment verzweifelt. Zwar war die Polizei hinter ihr her, aber sie schöpfte die Masche dennoch weiter aus. Kleinstädte bevorzugt.

Sie betrachtete mich einen Moment im Spiegel, dann deutete sie auf ihren Rücken: „Hak mich auf, Gideon.“

Ich trat hinter sie, nahm ihr Parfüm wahr. Ein neues, ziemlich süßes. Auch das wechselte sie mit jedem Auftritt. Die Haut unter dem Büstenhalter war weich und warm. Dolores lächelte und zog die lila Seide ab. Ihre Brüste waren fest und rund, keine Spur von Alter. Ihre schlanken Finger tippten auf die Kommode: „Hier ist dein Anteil. Dreihundert. Den Rest erst, wenn ich abgerechnet habe. Aber erwarte nicht zu viel, die Ausgaben werden immer höher.“

Ich griff danach, aber sie fasste mein Handgelenk, besah sich die Kratzer auf meinem Unterarm. „Was hast du gemacht?“

„Bin in ein Dornengestrüpp gefallen.“

„Als du betrunken warst?“ Sie schaute mich mit hartem Blick aus dem Spiegel heraus an.

„Und wenn schon … Lass mich los.“

Sie ließ, bedachte mich aber mit einem skeptischen Blick. „Ich mag es nicht, wenn du alleine trinkst. Es bringt nur Ärger ein.“

Ohne Dolores anzusehen, zählte ich das Geld und rollte es zusammen. „War nur eine Nacht, kommt so schnell nicht wieder vor.“

Sie seufzte, dann fragte sie: „Wie wäre es mit einem Danke?“

„Danke.“

„Und einem Kuss für Mutter?“

Ihre Wange war ebenso warm und weich, als ich sie mit den Lippen berührte.

„So ist besser. Und jetzt lass mir ein bisschen Ruhe, Schatz.“ Sie drückte einen Moment meinen Arm, dann fuhr sie fort sich abzuschminken.

Zurück in meinem Zimmer beeilte ich mich ins Bad zu kommen und ausgiebig zu duschen. Den Schweiß und Schmutz der letzten Nacht fortzuwaschen. Mein Plan nahm dabei deutlichere Züge an und meine Laune stieg. Als ich in Jeans und ein kurzärmeliges Hemd schlüpfte, pfiff ich leise vor mich hin.

„Essen wir heute zusammen, Gideon?“ Sie stand im Türrahmen, in einen blauen Bademantel gehüllt. „Unten im Restaurant, um sieben Uhr? Reserviere doch bitte einen Tisch.“

Ich zuckte die Schultern. Es waren immer Tische frei, aber das Reservieren gab ihr ein Gefühl von Stil. Zwar hatte ich keine Lust und für den späteren Abend ohnehin anderes vor, aber Dolores legte Wert auf ein bisschen Familie. Zudem brauchte ich sie aus dem Zimmer, um die Kamera unter dem Bett hervorzuholen. „In Ordnung.“

„Schön.“ Sie lächelte. „Dann lege ich mich jetzt ein wenig hin. Du gehst weg?“

„Nur in die Stadt, ein paar Besorgungen erledigen. Ich bin pünktlich zurück.“ Ich winkte ihr zu, als sie die Zwischentür schloss. Dann holte ich die Spiegelreflex aus ihrem Versteck und entnahm die Speicherkarte. Mit einem Blick in Richtung Dolores Zimmer entschied ich mich, die Kamera zukünftig im Wagen zu deponieren. Nicht, dass sie hier bewusst herumschnüffelte, aber ihr entging dennoch wenig. Sie wäre nicht begeistert gewesen, wenn sie mein kleines Spielzeug gefunden hätte.

Unten am Empfang hatte Charlotte Dienst. Sie war eine hübsche Braunhaarige, die für mich ein wenig die Unschuld vom Lande darstellte. Wir flirteten miteinander, aber es war nichts Ernstes. Immerhin war sie zwölf Jahre jünger und erst in ein paar Monaten volljährig. Ich kannte sie schon, seit sie mit Zahnspange durch den Speisesaal geflitzt war. „Fleißig wie immer, kleines Mädchen?“ Wir waren allein in der Eingangshalle.

Charlotte sah vom Computer auf und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, gefolgt von einem Anflug von Röte. „Gideon, guten Morgen. Ich mache nur die Dinge, die ich immer mache. Nichts Besonderes.“

Ich lehnte auf dem Tresen und beugte mich näher zu ihr: „Du und ich wissen, dass dieser Laden ohne dich auseinanderfallen würde. Der Alte“, ich deutete vage nach oben, der Direktor hatte sein Büro in der obersten Etage, „ist ein geiler Sack, der Rest von der Mischpoke unfähig. Du bist der einzige Lichtblick hier.“

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