Myron Bünnagel - Stadt der Sünder

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Ein Satz pikanter Fotos.
Ein perfektes Erpressungsopfer.
Eine todsichere Chance.
Gideon Marr ist das Leben in der verschlafenen Kleinstadt Prezella leid. Die Liebe seines Lebens direkt vor sich und doch unerreichbar. Finanziell abhängig von seiner Mutter Dolores. Mit einem dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Gideon hat sich geschworen, niemals mehr eine krummes Ding zu drehen. Doch eine ungefährliche, kleine Erpressung kann er sich nicht entgehen lassen. Absolut sicher, zumindest bis die Ereignisse anfangen, aus dem Ruder zu laufen. Und zwar gehörig. Auf der Jagd nach dem großen Geld muss er nicht nur zwei brutale Killer abschütteln, sondern auch erkennen, dass tiefe Abgründe in Prezella lauern. Es geht ums nackte Überleben in der Stadt der Sünder.

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Das grelle Licht der Scheinwerfer schreckte mich auf, ließ mir gerade noch genügend Zeit, abzutauchen. Der Jeep röhrte die Einfahrt herunter, das Tor glitt automatisch hinter ihm zu, dann war er schon an mir vorbei und jagte den Hügel hinab.

Ich fluchte lauthals und kletterte hinter das Steuer, warf den Motor an und manövrierte den Golf aus der Parklücke. In seinem Büro brannte kein Licht mehr, ich hatte einfach vor mich hin geträumt. Wenn er wie gewohnt fuhr, lief ich Gefahr, ihn aus den Augen zu verlieren. Also riskierte ich ein bisschen was und quälte meinen Wagen durch die Kurven. Der verdammte Regen hatte zugenommen. Endlich sah ich seine Rücklichter und ging vom Gas. Er bog auf die Umgehungsstraße ein. Hier herrschte mehr Betrieb, so dass es ihm nicht auffallen sollte, wenn ein Verfolger hinter ihm blieb. Zudem konnte er nicht so rasen. Ich entspannte mich. Auch wenn ich kein Profi war, lief es doch glatt. Ein wenig Nervenkitzel war auch dabei.

Wir blieben einige Zeit auf der Schnellstraße, die man nach der Wende um Prezella gelegt hatte. Keinen interessierte es damals, wie sehr man damit die Landschaft verschandelte. An der Ausfahrt Ost orientierte er sich plötzlich von der Stadt weg, in Richtung des Waldes. Einen Moment war ich irritiert, weil ich nicht verstand, wo er hin wollte. Denn hier draußen gab es nur die Kommune, sonst nichts. Dann wusste ich, welches Ziel er haben musste. Direkt neben dem Areal, das den Alternativen gehörte, gab es eine Reihe Ferienhäuser, mitten im Wald. Sie waren vor zwei oder drei Jahren hochgezogen worden und sollten den Anfang einer Ferienanlage bilden. Aber Rechtsstreitigkeiten um den Besitz des Baugrunds hatten das Projekt zum Erliegen gebracht. Die Alternativen besaßen mehr Grund und Boden, als man angenommen hatte. Und sie wollten nicht verkaufen. Seitdem schlugen sich ihre Anwälte miteinander. Josiger war einer der Investoren gewesen, nicht verwunderlich also, dass er sich dort ein lauschiges Liebesnest eingerichtet hatte.

Ich ließ mich weiter zurückfallen, denn hier draußen war wenig los und meine Scheinwerfer musste er irgendwann bemerken. Außerdem kannte ich die Gegend hier wie meine Westentasche. Die Ferienhäuser hatten einen eigenen Parkplatz, einsehbar von der Straße. Aber zu Fuß konnte man sich der Anlage von der anderen Seite her nähern. Durch den Wald der Kommune. Eigentlich hätte ich den Golf dort parken können, aber man kannte mich und fremde Fahrzeuge fielen sofort auf. Also stellte ich ihn ein Stück zurück am Straßenrand ab und machte mich auf den Weg. So hatte Bodo genügend Zeit, die Dinge etwas warmlaufen zu lassen.

Nach den ersten fünfzig Metern war ich bereits durchnässt. Der Regen wollte nicht aufhören, aber zwischen den Bäumen würde es nicht mehr so schlimm sein. Über der Einfahrt zur Kommune hing ein Holzschild, das leise quietschte. Ein paar Fahrzeuge standen herum, der klapprige Gemeinschaftsbus, zwei ausgezehrte Schrottautos und ein Kleinwagen. Weiter hinten sah ich die Lichter der ersten Hütten in der Dunkelheit schimmern. Es gab mindestens zwanzig davon, allesamt aus Holz gebaut und im Wald verteilt. Dazu eine Gemeindehalle und die Tofu-Anlage. Trotz des Windes konnte ich sie leise rattern hören. Sie war seit knapp zehn Jahren die einzige Errungenschaft der Kommune und warf neben dem Gemüseanbau und Handwerksarbeiten genügend Kohle ab, um den Laden am Laufen zu halten. Die Kommune gab es schon seit den späten Sechzigern. Während der DDR-Zeit tummelten sich hier Alternative im Deckmantel von Kunsthandwerk und Freikörperkultur. Außerdem ein paar Spinner, die sich dem Erhalt der Indianerkultur verschrieben hatten. Ich konnte mich nicht erinnern, wer schlimmer gewesen war. Die Freaks in Wildlederklamotten und Federschmuck, die auf dem Platz am See Tänze aufführten, oder die bekifften Nackten, die man regelmäßig aus dem Wasser fischen musste. Zumindest die Alternativen waren ausdauernder gewesen, von den Indianern war nur noch ein altes Ehepaar übrig geblieben. Ihren sächsischen Akzent hatten sie trotz Kriegsbeil nie abgelegt.

Ich hatte hier drei oder vier Jahre gelebt, ich weiß nicht mehr genau. Damals war ich fünf und lief ich genauso nackt und schmutzig umher wie die wenigen Kinder, die es zu der Zeit hier gab. Ich ging den Kommunenleuten heute aus dem Weg, den meisten zumindest. Irgendwie ertrug ich den Gedanken nicht, dass sie mich noch als splitternacktes Kind erlebt hatten. Vor allem der alte Silvester. Er war so etwas wie der Diktator der Gemeinschaft. Klar, man entschied im Konsens, aber meist nur das, was er wollte. Wie die Indianer auch, war er von Anfang an dabei. Und an ihm lag der ganze Clinch wegen dem Ferienpark. Silvester war ein sturer, sarkastischer, ungewaschener Drecksack. Da bestand bei mir Konsens. Es lag eine gewisse Ironie darin, dass Bodo seine Affäre direkt vor dessen Haustür vollzog.

Neben dem Parkplatz führte ein Trampelpfad in den Wald. Aber in der Dunkelheit konnte ich ihn nicht finden und zwängte mich mühsam durch das Unterholz. Immerhin drang kaum Regen durch das Blätterdach. Als ich klein war, hatte ich mich stundenlang hier herumgetrieben. Wir waren damals sechs oder sieben Kinder, ein paar ganz kleine darunter. Jeder in der Kommune kümmerte sich um uns. Oder niemand. Wir verliefen uns im Wald, bewarfen die Hütten mit Steinen, fielen in den See und stahlen Essen aus der Vorratskammer. Klang alles ziemlich idyllisch, aber eigentlich war es nur ein ganzer Haufen Scheiße, durch den wir mit unseren kurzen Beinen staken mussten. Keine Ahnung, wie oft ich in dem Alter Leuten beim Vögeln zugeschaut oder heimlich an einem Joint gezogen hatte.

Ich brauchte zwanzig Minuten, bis ich die Ausläufer der Ferienanlage erreichte. Man hatte geplant, sie bis zum Ufer runter zu erweitern, ehe Silvester dazwischen schlug. Zwei der Häuser waren nur noch Bauruinen, von Wind und Wetter und Kommunarden unbrauchbar gemacht. Dazwischen verliefen betonierte Wege. Im Sommer gab es einen Kiosk und Shuttlebusse zum Freibad, da die Touristen den See nicht benutzen durften. So viel ich wusste, schrieb das Projekt keine schwarzen Zahlen und Bodo war frühzeitig ausgestiegen. Aber nicht völlig, wie es schien.

In drei der Wohneinheiten brannte Licht. Von dem, was ich im Dunkel erkennen konnte, befand sich die Anlage in einem desolaten Zustand. Der Beton war gesprungen, überall wucherte Unkraut und der Wald war sehr dicht an die Gebäude herangerückt. Ich fragte mich, ob hier überhaupt Urlaubsgäste wohnten oder nur ein paar reiche Herren Zwischenquartier bezogen hatten, wenn es im Club 69 keine akzeptablen Mädchen gab.

Von außen konnte ich unmöglich sagen, welches Haus Josigers war. Also entschied ich mit einem anzufangen, das etwas abseits lag. Nur aus einem Fenster fiel Licht, gedämpft durch eine altrosa Gardine. Vom Garten keine Spur mehr, den hatten sich Brombeersträucher erobert. Ich fluchte innerlich. Meine nassen Klamotten begannen auszukühlen, hier war ich wieder weniger vor dem Regen geschützt und die Dornen taten ihr übriges. Die Ranken wucherten so wild, dass ich nicht dicht genug an das verdammte Fenster herankam. Zudem verursachte jeder Versuch, sich von ihnen loszureißen, Lärm. Trotzdem kämpfte ich mich so weit vorwärts, bis ich ins Zimmer sehen konnte. Meine Hand zog die Kamera unter der Jacke hervor, strich über den Haltegriff, den Auslöser. Blitzlicht war tabu, daher hatte ich gestern Nacht mit Einstellungen und Belichtungszeiten experimentiert. Mit etwas Helligkeit sollte ich ein paar akzeptable Aufnahmen kriegen. Allerdings nicht für den Prezella Fotowettbewerb …

Hinter dem Fenster befand sich ein Schlafzimmer. Ich konnte den Ausschnitt eines Doppelbettes erkennen. Die Gardine war zum Glück eine dieser durchscheinenden. Die Lampe an der Zimmerdecke brannte, direkt darunter stand Josiger und zog sein Hemd aus. Es ging los. Jetzt nahm ich alles nur noch durch den Sucher wahr, er wurde ein Teil von mir. Meine Finger fanden ihren Rhythmus am Auslöser.

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