Myron Bünnagel - Stadt der Sünder

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Ein Satz pikanter Fotos.
Ein perfektes Erpressungsopfer.
Eine todsichere Chance.
Gideon Marr ist das Leben in der verschlafenen Kleinstadt Prezella leid. Die Liebe seines Lebens direkt vor sich und doch unerreichbar. Finanziell abhängig von seiner Mutter Dolores. Mit einem dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Gideon hat sich geschworen, niemals mehr eine krummes Ding zu drehen. Doch eine ungefährliche, kleine Erpressung kann er sich nicht entgehen lassen. Absolut sicher, zumindest bis die Ereignisse anfangen, aus dem Ruder zu laufen. Und zwar gehörig. Auf der Jagd nach dem großen Geld muss er nicht nur zwei brutale Killer abschütteln, sondern auch erkennen, dass tiefe Abgründe in Prezella lauern. Es geht ums nackte Überleben in der Stadt der Sünder.

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„Du solltest so was nicht sagen“, wisperte sie und sah sich verstohlen um.

„Wenn es die Wahrheit ist …“ Sie war richtig rot geworden. „Sei so lieb und reserviere unseren Tisch für sieben heute Abend. Und wenn Philipp seinen Wagenschlüssel abholt, gib ihm das.“ Ich reichte ihr einen Zwanziger und die Schlüssel zum Golf.

„Aber natürlich. Kann ich sonst noch etwas für dich tun?“

Immer dieselbe Frage. Ich schüttelte amüsiert den Kopf und klopfte zum Abschied auf den Tresen. „Bleib einfach so wie du bist, kleines Mädchen. Ich gehe dann mal. Wenn du nur mit alten Knackern wie mir plauderst, verschreckt das deine jungen Verehrer.“

„Gideon … Es gibt keine. Und überhaupt, ich stehe nicht auf Jungs. Nur auf Männer.“

„Gib ihnen Zeit, dann werden sie das schon.“ Aber ich hatte nie mitbekommen, dass sie einen Freund gehabt hätte. „Bis später, Charlotte.“

Das Problem mit einer Kleinstadt war, dass man ein quasi öffentliches Leben führte. Irgendwer bekam immer mit, was man tat. Also entwickelte jeder ein paar Verhaltensmuster, um Dinge im Verborgenen ablaufen zu lassen. Das war einer der Gründe, warum wir im Hotel lebten. Keine Nachbarn, unser Kommen und Gehen fiel nicht auf – es war anonym. Um die Fotos auszudrucken, fuhr ich vorsichtshalber in eine Nachbarstadt, benutzte einen Automaten im Drogeriemarkt. Stopfte die Abzüge in eine Hülle und besah sie erst im Wagen in aller Ruhe. Sie waren bescheiden. Die Hälfte der Aufnahmen war unscharf und unzureichend belichtet. Aber eine Handvoll war darunter, die ausreichten. Bodo Josiger war deutlich zu erkennen, blickte einmal sogar direkt in die Kamera. Und Kamilla … wenn man wusste, wer sie war, genügte Rücken und Frisur. Meine Finger berührten sie auf den Fotos und ich spürte das vertraute Prickeln. Diese Mischung aus Wut und Eifersucht. Aber jetzt waren sie ausgerichtet, flossen in meinen Plan ein. Alles war gut.

Ich wählte vier Abzüge aus und steckte sie in einen Umschlag, auf den ich Bodos Namen und Geschäftsadresse kritzelte. Dann fuhr ich rüber zur Speditionsfirma, parkte in der Nähe des Eingangs und ging zum Pförtnerhäuschen. Ein tschechischer LKW checkte gerade ein und ich musste warten, bis der hinkende Wachmann Zeit für mich hatte. Wie die meisten von Josigers Angestellten war er von außerhalb. So drangen weniger Firmeninterna nach draußen, aber Bodo machte sich mit dieser Beschäftigungspolitik nicht gerade Freunde bei den Stadtvätern. Er kompensierte das mit allerlei Spenden und Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Ich hielt den Umschlag zwischen uns und sah den Wachmann an: „Für den Chef, persönlich.“

Er griff beinahe automatisch danach, aber ich ließ nicht los. „Ein Eilbrief, nichts für seine Sekretärin.“ Mit der anderen steckte ich ihm einen Zehner in die Brusttasche seiner graublauen Uniform.

Der Krüppel schaute mich missmutig an und grummelte eine Zustimmung, nahm den Umschlag und steckte ihn zu dem Geldschein. Dann schloss er das Tor und humpelte in Richtung Lagerhalle davon. Ich lümmelte ein paar Minuten herum, aber hier passierte nichts mehr. Also fuhr ich in die Stadt zurück, um zu Mittag zu essen.

Am frühen Nachmittag rief ich Josiger an. Ich hatte der Sekretärin einen fiktiven Firmennamen zugeflötet und musste eine Viertelstunde warten, bis ich durchgestellt wurde. Es war kurz nach zwei, die Banken hatten noch offen.

„Josiger Im- und Export, Bodo Josiger am Apparat.“ Seine Stimme klang genervt. Ich konnte nicht einordnen, wann ich sein tiefes Organ das letzte Mal gehört hatte. Vielleicht auf dem Stadtfest vor ein paar Monaten.

„Hallo, Bodo.“

„Wer ist da?“ Er musste die Abzüge mittlerweile erhalten haben. Lagen sie vor ihm auf dem Tisch? Hatte er sie verbrannt?

„Gideon.“

Bodo sog die Luft ein: „Marr?“

„Genau der. Dürfte dich doch nicht überraschen, oder? Dein Wachmann hat bestimmt eine gute Beschreibung von mir wiedergegeben.“

„Was willst du?“, fuhr er mich an.

Ich musste schmunzeln: „Was alle wollen: Geld.“ Und Genugtuung, du Drecksack.

„Du bist verrückt.“

„Keineswegs. Hast du die Fotos vor dir liegen?“

„Ich weiß nicht, wovon …“

„Hör auf mit dem Scheiß, Josiger.“

Schweigen, dann: „Also gut … was ist damit?“

Jetzt musste ich lachen: „Sie zeigen dich mehr als deutlich. Und nicht beim Angeln. Stell dir vor, die bekäme deine Frau in die Hände. Das würde die Scheidung sicherlich beschleunigen.“

„Meine Frau?“

„Cornelia, du weißt schon: Die du betrügst.“

Seine Worte kamen gepresst hervor: „Du willst mich erpressen, Marr.“

„Ja.“ Simpel und klar, die Antwort.

„Du bist ein Schwein!“

Der hatte Nerven … „Ich doch nicht. Ich bin nicht mal verheiratet.“

„Das habt ihr euch sauber ausgedacht. Aber von mir seht ihr keinen Cent.“

„Wir? Jetzt halt mal die Luft an! Wenn du denkst, dass sie da mit drinsteckt, bist du ein größerer Drecksack, als ich angenommen habe. Das ist ganz allein mein Projekt.“

„Ist das so?“ Er klang erleichtert. Einen Moment kamen mir Zweifel. Bodo war ziemlich offensiv für ein Erpressungsopfer, fast schnippisch. Was, wenn er keine Angst vor den Aufnahmen hatte? Aber warum hatte Cornelia mich ansonsten losgeschickt? Verdammt … Ich wischte mir die Handflächen an der Hose ab. „Du bist das größere Schwein von uns beiden, Marr. Auf so eine Geschichte muss man erst mal kommen! Ich hätte nicht gedacht, dass die Gülle dermaßen in dir schwappt.“

„Hey, was wird das? Ich bin derjenige mit den Fotos, also hör mir genau zu: Ich will Zweitausend, noch heute Abend. Kleine Scheine. Du übergibst mir die Kohle um genau 22:00 Uhr. Am alten Sportplatz. Und versuch keine krummen Touren, ansonsten gehen Abzüge an deine Frau und die Presse.“ Das war ein Bluff. Aber zu so einer Geschichte gehörte er dazu – Josiger konnte das ohnehin nicht nachprüfen.

„Ich hatte immer was auf dich gehalten, Junge. Warum bringst du dich jetzt dermaßen in Schwierigkeiten?“

Himmel, der war nicht aus der Ruhe zu bringen. „Fuck, erspar mir das Gequassel. Ich will das Geld, dann sehen wir weiter. Du hast gehört, wann und wo. Irgendetwas davon nicht kapiert?“

„Ich habe verstanden, Marr. Noch hast du die Chance, alles abzublasen. Gib mir die Negative und wir vergessen die Sache.“

„Verfluchter Scheiß, sei einfach um zehn am Treffpunkt.“ Dann legte ich wütend auf. In der Telefonzelle war es stickig und ich trat nach draußen. Ich konnte es nicht fassen, was für ein dreister Bluffer er war. Aber dafür würde er zahlen. Stetig und schmerzhaft. Und wenn ich genug von ihm hatte, würde ich ihn seiner Frau und deren Rechtsanwalt vorwerfen. Vielleicht wurde er zum ersten Mal erpresst, aber – verdammt – das war doch kein Grund für so eine Kacke. Ich meine, ich war am Drücker. Ich stellte die Forderungen. Er musste tun, was ich sagte. Das würde ich ihm heute Abend schon eintrichtern. Die Zweitausend waren Bullshit, der Tanz hatte erst begonnen.

V. Ausführung

Unsere Essen im Stadthotel waren, von außen betrachtet, skurril. Wir saßen an unserem Lieblingsplatz, die breite Fensterfront mit Blick auf die Hügel vor uns. Der Tisch festlich gedeckt, mit Silberbesteck und Kerzen. Fehlten nur der melancholische Geiger und der Typ mit den Rosen. Stattdessen hatten wir den Lärm des Schäferhundvereins im Hintergrund, der an seinem Stammtisch saß und Bier in sich hineinkippte. Von der Bar dudelte der Heimatfunk zu uns herüber. Aber Dolores schien das alles auszublenden. Als wären wir Teil einer anderen Welt – fein und wohlhabend und glücklich. Sie hatte sich herausgeputzt und ich musste anerkennen, dass sie atemberaubend aussah. Ein weinrotes Abendkleid, Perlenkette über dem ausladenden Dekolleté, dezent geschminkt. Ein Hauch von Baroness war in ihrer Stimme und Gestik. Auch wenn ich sie kannte, wirkte sie beinahe wie eine völlig andere Person. Kein Vergleich zur Vulgarität ihrer Rennbahnpersönlichkeit, oder der Verkleidung als Arztfrau. Das hatte mich an ihr fasziniert, seit ich ihre Rollen mitbekommen hatte. Sie spielte nicht nur jemand anderen, sie war es. Nach all den Jahren wusste ich, welche Facette sie gerade war. Und es gab etliche davon. Für jede Situation, jede Begegnung. Ob sie ein Opfer einwickelte, sich mit halbseidenen Freunden traf, mit den Bullen lavierte. Ja, selbst für mich gab es ein Profil. Manchmal hatte ich mich gefragt, wer meine Mutter wirklich war. Oder ob sie überhaupt nur jemand war. Ob ihre Gefühle, ihre Mutterrolle nicht auch einfach nur eine Verkleidung waren. Es schien so, aber das wäre wohl zu simpel. Die Persönlichkeiten in ihr waren komplex, zum Teil miteinander verknüpft – vielleicht war sie nur wirklich sie mit all diesen Nuancen …

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