Myron Bünnagel - Stadt der Sünder

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Ein Satz pikanter Fotos.
Ein perfektes Erpressungsopfer.
Eine todsichere Chance.
Gideon Marr ist das Leben in der verschlafenen Kleinstadt Prezella leid. Die Liebe seines Lebens direkt vor sich und doch unerreichbar. Finanziell abhängig von seiner Mutter Dolores. Mit einem dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Gideon hat sich geschworen, niemals mehr eine krummes Ding zu drehen. Doch eine ungefährliche, kleine Erpressung kann er sich nicht entgehen lassen. Absolut sicher, zumindest bis die Ereignisse anfangen, aus dem Ruder zu laufen. Und zwar gehörig. Auf der Jagd nach dem großen Geld muss er nicht nur zwei brutale Killer abschütteln, sondern auch erkennen, dass tiefe Abgründe in Prezella lauern. Es geht ums nackte Überleben in der Stadt der Sünder.

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„Und du kannst mit einer Kamera umgehen.“

Es kostete mich viel Mühe, weiterhin unbeteiligt zu wirken. Natürlich kannte sie die alte Geschichte. War das Ganze nur einer ihrer Späße, mit denen sie mich aufziehen wollte? Aber in ihrem Gesicht änderte sich nichts, es war einfach nur eine Tatsache für sie. „Kommt schon hin …“

„Und Geld kannst du auch gebrauchen, Marr.“ Eine weitere Tatsache.

„Also, wie wäre es, wenn du das Tanzen sein lässt und zur Sache kommst?“

Wieder ihr Lächeln, ganz ohne Wärme. „Mein Mann betrügt mich.“

Das saß. Ich meine, man hörte früher oder später Gerüchte über alle verheirateten Männer im Ort. Immerhin gab es den Club 69 im Industriegebiet nicht ohne Grund. Das meiste davon war bloßes Gerede. Das über Bodo stammte noch aus seiner ersten Ehe. Und jetzt, bei einer wie Cornelia … Kaum vorzustellen.

„Und ich brauche Beweise. Du sollst sie mir beschaffen.“

Ich hatte schon alle möglichen Jobs gehabt, gute und schlechte. So einer war noch nicht dabei gewesen. „Du meinst, ich soll ihn in flagranti erwischen?“

Sie verdrehte die Augen: „Wie du das sagst … der alte Bock vögelt irgendein Flittchen und ich will wissen, wer sie ist.“ Kaum Wut in ihrer Stimme.

„Wissen oder Beweise?“

„Sei nicht blöd, beides natürlich. Finde die beiden. Du kriegst fünfhundert Euro, wenn du es schaffst. Hier, die kannst du dann auch behalten.“ Sie zog einen Karton hinter der Liege hervor und schob ihn mir in die Hand. Eine digitale Spiegelreflex, schwer und kompakt. Neues Modell, mindestens noch mal fünfhundert wert. Ich hatte seit Jahren keine Kamera mehr in den Händen gehalten. Fotografieren konnte für mich zur Manie werden und Ärger einbringen. Viel Ärger. Dabei machte es mir wirklich Spaß. Augenblicke einfangen, jedes erstarrte Detail unter die Lupe nehmen. Damals hatte ich meine Kamera in den Müll geworfen und alles andere verbrannt. Aber da war es schon zu spät gewesen.

„Was sagst du, Marr? Das ist angemessen für so eine Aufgabe.“

Ich hätte nein sagen sollen. Als ich damals die Negative anzündete, hatte ich mir vorgenommen, nie weder eine Kamera in die Hand zu nehmen. Aber stattdessen schwieg ich und sah auf die Schachtel auf meinem Schoß. Das hier war etwas völlig anderes. Nicht manisch, sondern einfach nur ein Job, der gutes Geld versprach. Und damit ein wenig Unabhängigkeit. Ich konnte den Apparat später versetzen und die Sache wäre erledigt. „Scheidung?“, fragte ich, ohne aufzusehen.

Cornelia seufzte: „Vielleicht, ich weiß es noch nicht. Erst einmal brauche ich Gewissheit. Also machst du es, Marr?“

Meine Entscheidung war gefallen, als ich die Spiegelreflex in die Hand genommen hatte. Ich fing sie im Sucher ein. „Was stellst du dir vor?“ Sie war fotogen, kein Zweifel.

Jetzt kam so etwas wie Feuer in ihren Körper. Sie setzte sich aufrecht. Der Morgenmantel hatte sich geöffnet, trocken schien ihr Badeanzug fast durchsichtig. „Hefte dich an seine Fersen. Die meiste Zeit sitzt er ohnehin in seinem Büro oder fährt raus zu Kunden. Gut möglich, dass er dann eine kleine Nummer einschiebt.“

„Und was, wenn nicht?“

„Nicht gibt es nicht. Ich bin mir sicher. Aber ich brauche Gewissheit.“ Sie machte eine Pause und sah mich an: „Wenn du dir Sorgen wegen des Geldes machst – behalte die Kamera, falls da wirklich nichts sein sollte.“ Cornelia schüttelte den Kopf. „Aber du wirst deine Fünfhundert bekommen, da bin ich sicher. Lass dich bloß nicht entdecken.“

„Ich werde mir Mühe geben.“ So eine Art Privatdetektiv war ich noch nie gewesen, aber so schwierig konnte das nicht sein. Außerdem hatte ich schon mal jemanden als Schatten begleitet. Bemerkt hatte er das erst zu spät …

Cornelia zog ein winziges Handy aus der Tasche, so rot wie die Ledersitze in ihrem Coupe. „Ja? Jetzt nicht … Genau. In einer Viertelstunde.“ Sie beendete das Gespräch und wog das Telefon in der Hand. „Alles klar soweit? Sobald du was hast, rufst du mich an, Marr. Wenn nicht heute, dann morgen oder übermorgen.“

„Von mir aus.“ Ich hatte ohnehin nicht viel anderes zu tun, weder heute noch morgen noch irgendwann in den nächsten Tagen. Aber ich musste mir einen anderen Wagen besorgen, wenn ich Bodo beobachten wollte. Meine Karre kannte er, kannte jeder in Prezella.

„Gut.“ Sie erhob sich. Einen Moment ließ ich ihre Figur auf mich wirken. Wirklich schöne Beine. Ich fragte mich, ob sie da unten rasiert war. Eine wie sie bestimmt. „Das genügt, du musst jetzt gehen.“ Sie band den Morgenrock zusammen und brachte mich zur Haustür.

„Du hörst von mir“, sagte ich zum Abschied, aber da hatte sie die Haustür bereits geschlossen. Ich runzelte die Stirn und ging zurück zum Ford. Die Schachtel mit der Kamera hielt ich unter dem Arm und tätschelte sie nachdenklich. Als ich hinter dem Steuer saß, war ich kurz davor, die Spiegelreflex auszupacken. Es kostete mich wirklich Überwindung, aber ich legte sie auf den Beifahrersitz. Sie musste zelebriert werden, heute Abend, in Ruhe.

Vor der 48 parkte ein silberner Volvo. Ich fuhr langsamer. Das Fahrzeug kannte ich und an der Haustür sah ich Tilo Borrmann, seines Zeichens aufstrebender Anwalt. Erledigte so allerlei diskrete Angelegenheiten für jene in Prezella, die sich seine Dienste leisten konnten. Vor fünfzehn Jahren hatten wir im selben Fußballverein gekickt. Nach der Schule ging er zum Studium nach Westdeutschland, aber dann war er doch wieder zurückgekommen und hatte hier eine eigene Kanzlei eröffnet. Nicht lange, und durch seine skrupellose Art hatte er sich mit den örtlichen Kollegen verscherzt. Dafür zählten einige der dicksten Fische zu seinem Klientel. So wie es schien, auch die Josigers. Aber ob Bodo wusste, dass Borrmann seine Frau beriet? Ich zweifelte daran. Scheidung lag in der Luft.

III. In flagranti

Was faszinierte mich am Fotografieren so? Nicht das Künstlerische, dafür hatte ich nie eine Ader. Auch nicht die Suche nach dem richtigen Motiv oder Augenblick, ich nahm ohnehin nur Personen auf. Vermutlich bin ich dabei nicht mal ein besonders guter Fotograf. Nein, es war die Nähe. Die Intimität, die ich mit einer Kamera einfing. Unbemerkt. Gesichter, Körperhaltungen, Momente, in denen meine Modelle nicht ahnten, dass sie abgelichtet wurden. Ich war kein Voyeur, mir ging keiner dabei ab. Ich legte es nicht mal darauf an, jemanden nackt oder beim Sex zu erwischen. Klar, vorgekommen war das schon, aber mehr, weil es sich ergab. Ich suchte nicht danach.

Es ging um eine andere Art von Intimität: Teil von jemandem zu sein, ohne dass er es wusste. Kleinigkeiten mitzubekommen, die sonst niemand sah. Ein bisschen wie dieser Film mit diesem Typen, der Mädchen dabei fotografierte während er sie ermordete. Natürlich brachte ich niemanden um, trat nicht einmal in Erscheinung oder machte jemandem Angst. Obwohl die meisten wohl Panik bekommen hätten bei dem Gedanken, wie nah ihnen ein Objektiv schon gekommen war. Und, wenn ich ehrlich war, hatte es auch irgendetwas mit Macht zu tun. Wie diese Wilden, die sich davor fürchteten, dass ihnen beim Fotografieren ihre Seele gestohlen wurde. In solchen unbemerkt geschossenen Bildern steckte etwas davon. Zumindest fühlte es sich so an.

Ich war allerdings aus der Übung. Diese Digitalkameras waren immer moderner geworden, seit ich vor ein paar Jahren das letzte Mal eine benutzt hatte. Aber praktisch. Ich besorgte mir eine schnelle Speicherkarte, groß genug, um ganz Prezella abzulichten. Dann fing ich an zu fotografieren, ein paar Probeaufnahmen, während ich wartete. Bodos Firma. Mein geliehener Golf parkte zwischen zwei LKWs und von dort aus konnte ich das Eingangstor samt Pförtnerhaus sehen. Das war nur ein paar Stunden am Tag besetzt. Hier draußen passierte nicht viel und nachts gab es den Werksschutz. Hinter einem weiten Parkplatz standen zwei Lagerhallen, eine Werkstatt und der Anbau mit den Büros. Bodos Räume befanden sich in der oberen Etage. Manchmal meinte ich Bewegungen hinter den Fenstern zu erkennen, aber Bäume versperrten mir die genaue Sicht. Sein blauer Jeep stand im Hof. Gelegentlich fuhren Lastwagen an oder ab, dann versank ich tiefer im Rücksitz, auf dem ich es mir gemütlich gemacht hatte. Das Radio lief leise, aber ich hörte kaum zu. Die Kamera in meiner Hand ließ mir keine Ruhe, seit ich sie letzte Nacht ausgepackt hatte. Sie schien zu Leben. Bilder im Takt eines schlagenden Herzens. Und ich hatte sie im Griff, konnte sie auch einfach beiseite legen und eine Weile aus dem Fenster starren. Draußen zog die Dunkelheit herauf, kroch hinter den Bergen hervor wie ein ungutes Gefühl. Der Wind zerrte an den Ästen und manchmal trommelten Regentropfen auf das Wagendach. Ich knabberte an einem Schokoriegel und sah auf die Uhr – bald neun. Immerhin war ich seit heute Morgen unterwegs, hatte Bodo beim Verlassen der Villa abgepasst, mich an ihn gehängt, als er gegen elf eine Kundentour drehte. Hatte mir ein Rostbrätl reingezogen, während er im Ratskeller zu Mittag aß. Nur, um den Rest des Tages hier abzuwarten. Von einer Geliebten keine Spur. Er hatte mich nicht bemerkt, war viel zu selbst versunken oder in Telefonate vertieft. Und ich hatte ihn fotografiert, anfangs ein paar zur Probe, dann genauer. Es kam ganz von allein. Bild um Bild – Porträt, Profil, Front. Im Jeep, am Firmentor, in der Fußgängerzone. Ich war ganz dich bei ihm – konnte ihn atmen hören, ihm über die Schulter sehen. Es war das alte Kribbeln. Angenehm, aber irgendwo beunruhigte es mich auch. Also ließ ich die Spiegelreflex auf dem Rückweg zur Spedition auf dem Beifahrersitz. Ich hatte alles unter Kontrolle.

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