Robert Mähr - Handbuch für Zelebrantinnen und Zelebranten

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Handbuch für Zelebrantinnen und Zelebranten: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Welt ändert sich in einem unglaublichen Tempo und unsere alten Orte der Zuflucht werden uns zunehmend fremd. Immer mehr Menschen fühlen sich in den traditionellen kirchlichen Institutionen nicht mehr zuhause. In der Schweiz gibt bereits jede fünfte Bürgerin an, keiner Glaubensgemeinschaft mehr anzugehören. Die Gründe für den Austritt aus der Kirche sind vielfältig, aber nur in den seltensten Fällen verbindet sich damit eine Abkehr vom Glauben oder von der Spiritualität. Wie aber können wir diese Bedürfnisse befriedigen? Wir brauchen Menschen, die
uns in einer turbulenten Zeit mit seriösen und gewissenhaften Ritualen neue Orte der Zuflucht eröffnen können: Zelebrantinnen und Zelebranten.
Robert Mähr führt die Leserin mit seinem «Handbuch für Zelebrantinnen und Zelebranten» in die Praxis der fünf zentralen Übergangsrituale Taufe, Pubertätsinitiation, Hochzeit, Scheidung und Beerdigung ein. Das Handbuch ist ein Ratgeber und dient sowohl als Schulungsgrundlage als auch als Ergänzung zur praktischen Arbeit. In einer einfachen und verständlichen Sprache findet man neben der Theorie auch Beispiele, Checklisten und Tipps und Tricks.

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In allen Religionsgemeinschaften werden Menschen mit besonderen spirituellen Fähigkeiten oder einem geheimen Wissen für die Durchführung und Weitergabe der eigenen Lehre bestimmt und ausgewählt. Oft verfügen diese Personen auch über Sachkenntnisse zu überlieferten spezifischen rituellen Abläufen und Handlungen, sind also Eingeweihte, oft auch Geweihte. Von den Gläubigen werden diese ausgewiesenen Spezialisten als Priester, Schamanen, Druiden, Gurus u. A. verehrt und stellen oft ein Verbindungsglied zwischen einer übergeordneten (göttlichen) Kraft und der Glaubensgemeinschaft dar.

In verschiedenen vorchristlichen Kulturen wurden Personen, die sich mit übersinnlichen oder unerklärlichen Taten profilierten, in Initiationsritualen zu Schamanen oder Priestern geweiht, wobei auch Frauen diese Stellung innehatten. In dieser Funktion wirkten sie als Heiler, Wahrsager, Berater, Vermittler und spirituelles Oberhaupt und waren für die Einhaltung und Durchführung der Rituale zuständig.

Verschiedene Herrscher übernahmen in ihren Kulturen selbst die religiöse Führung (Kaiser) oder setzten dafür Priester oder Priesterinnen ein. Daraus ist in einigen Religionsgemeinschaften ein abgesonderter Priesterstand mit genau definierten Rechten und Pflichten entstanden. Dieser Priesterstatus wurde und wird durch Vererbung weitergegeben oder kann in einem Studium erlernt und mit einem spezifischen Aufnahmeprozedere – einer Initiation – erlangt werden.

In der jüdischen, christlichen, moslemischen und der buddhistischen Kultur werden Priester zur Vorbereitung auf ihr künftiges Amt in eigens dafür vorgesehenen Schulen beziehungsweise Universitäten ausgebildet. Rabbis, Imame, Pfarrer und Priester sind somit Schriftgelehrte der entsprechenden «Heiligen Schrift». Diese Funktion wird in einem feierlichen Akt von einer religiösen Autorität vergeben beziehungsweise werden die Anwärterinnen und Kandidaten durch einen Weihakt in ihr Amt eingesetzt.

Beim Hinduismus zählen vor allem der persönliche Lebensweg sowie die vollbrachten spirituellen Taten und Erfahrungen, die einen Priester (Guru) auszeichnen. Die Gurus werden analog der schamanischen Tradition nicht von einer Instanz ausgewählt, sondern von den Gläubigen dazu erkoren.

Sowohl Schamanen als auch Priester führen verschiedene «heilige» Funktionen und Aufgaben aus, man spricht auch von Sakramenten. Neben der Organisation und Durchführung spiritueller Rituale wirken sie oft auch als Medizinmänner und Hellseherinnen. Um das Berufsfeld in diesem Buch möglichst klar abzugrenzen, beschränkt sich das Einsatzgebiet des Zelebranten auf die klassischen Übergangsrituale.

Aufgaben des Zelebranten

Als Fachperson für rituelle Handlungen ist ein Zelebrant auf die zentralen menschlichen Übergangsrituale spezialisiert. Somit beziehen sich die Hauptaufgaben auf die Taufe, die Pubertätsinitiation, die Hochzeit, die Scheidung und das Bestattungsritual. Da verbindliche Grundlagen und Vorschriften für diese Rituale fehlen und die Betroffenen explizit keine bestehenden kirchlichen Rituale wünschen, müssen Alternativen gesucht, entwickelt und angeboten werden. Das bedeutet nicht zwingend, dass für jeden Kunden ein neues Ritual erfunden werden muss. Bestehende Rituale können auch reaktiviert, angepasst und weiterentwickelt werden, stets mit dem Ziel verbunden, bei den Betroffenen eine «heilende» Wirkung auszulösen. Oft ähneln diese Rituale den bestehenden kirchlichen Ritualen, sie unterscheiden sich aber im Wesentlichen in der freien Wahl des Durchführungsorts, der Inhalte und des Ablaufs. Das Miteinbeziehen der Kunden in die Planung stellt sicher, dass die Beteiligten vom Ritual bewegt und gleichzeitig keine Tabus gebrochen werden.

Selbstverständlich kann der Aufgabenbereich eines Zelebranten auf andere rituelle Handlungen ausgeweitet werden – stets unter der Voraussetzung, dass die ethischen Grundwerte eingehalten werden (siehe weiter unten «Ehrenkodex für Zelebranten»).

Entwickeln, Anpassen und Verändern von Übergangsritualen

Übergangsrituale werden in allen Kulturen und Religionen in unterschiedlichen Formen durchgeführt. Wichtige Funktionen dieser Rituale sind die Festigung des Glaubenssystems und die Bindung an die Gemeinschaft beziehungsweise an die Kirche. In den meisten Religionen werden diese Rituale nach einem festen Ritus durchgeführt, der von Zeit zu Zeit an gesellschaftliche Veränderungen angepasst wird. Jüngstes Beispiel einer solchen Anpassung in der katholischen Kirche ist die Heraufsetzung des Firmalters von 13 auf 18 Jahre. Damit wird die Firmung 1der staatlichen Volljährigkeit mit 18 Jahren gleichgestellt. Als weiteres Beispiel sind die Bestattungsrituale in säkularisierten Ländern Europas zu nennen. Da heute eine Mehrheit die Kremation 2einer Erdbestattung vorzieht (in der Schweiz werden ca. 85 Prozent der Menschen kremiert), müssen auch die Bestattungsrituale diesen Veränderung angepasst werden.

Die Entwicklung von Übergangsritualen ist in der Regel ein evolutionärer und stetiger Prozess. Das heisst, die bestehenden Rituale werden bei Bedarf mit kleinen Änderungen angepasst. In unseren multikulturellen Gesellschaften werden Elemente unterschiedlicher Rituale miteinander kombiniert, verändert und weiterentwickelt. Dieser Adaptionsprozess wurde schon früher praktiziert. Beispielsweise haben Christen rituelle Elemente der Kelten, die in der Bevölkerung sehr verbreitet und stark verankert waren, übernommen. Dies erklärt beispielsweise, weshalb der Tannenbaum das Symbol des christlichen Weihnachtsfest ist, obwohl er einer vorchristlichen Tradition entstammt.

Rituale und ihre Symbole werden oft mit einer Religion gleichgesetzt, sind manchmal negativ besetzt oder werden tabuisiert. Das Kreuz beispielsweise wird häufig mit dem Christentum assoziiert, obschon das Symbol schon in vielen vorchristlichen Religionen verwendet wurde. Deshalb ist es wichtig, diese scheinbaren Details bei der Anpassung von Ritualen zu berücksichtigen. Kleine Adaptionen der Rahmenbedingungen oder Hilfsmittel können die Wirkung eines Rituals massgebend verändern.

Es ist davon auszugehen, dass die meisten Rituale irgendwo auf der Welt schon einmal praktiziert wurden. Da Rituale von unterschiedlichen Faktoren (Ort, Zeitpunkt, Teilnehmende, Hilfsmittel, Leitung u. a.) abhängen, sind unzählige Variationen möglich. Werden überlieferte Rituale in einen bestimmten Kontext gestellt, wirken sie für die Betroffenen wie «neue» Rituale. Beispielsweise ist eine Jazzbeerdigung (New Orleans Funeral) bei einer protestantischen Abdankung in der Schweiz nicht üblich und kann deshalb bei einigen Gläubigen Unverständnis und Verunsicherung auslösen. Unbekannte Rituale müssen deshalb im Vorfeld transparent gemacht werden, damit die Betroffenen nicht überfordert sind und auch von der Möglichkeit Gebrauch machen können, dem Ritual fernzubleiben.

Rituale können gesellschaftlichen Veränderungen angepasst, müssen aber nicht ständig verändert werden. Erfolgreiche Rituale sollen wiederholt werden, so lange sie eine positive Wirkung erzielen und von den Betroffenen nachgefragt werden.

Unbekannte Rituale müssen den Teilnehmenden unbedingt im Voraus erklärt werden, damit sich diese darauf einstellen oder auf die Teilnahme verzichten können.

Durchführen von Übergangsritualen

Die Durchführung beziehungsweise die Leitung von Ritualen ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die einen hohen Grad an Verantwortung erfordert. Im Gegensatz zu vielen anderen Tätigkeiten kann ein Übergangsritual in der Regel nicht wiederholt werden – eine Taufe, eine Pubertätsinitiation oder eine Beerdigung sind einmalige Momente, die dadurch noch bedeutungsvoller werden. Dies erfordert eine besondere Achtsamkeit und Sorgfalt. Der Kunde legt die Verantwortung für das Gelingen des Rituals in die Hände des Zelebranten, der dafür sorgen muss, dass alles wunschgemäss abläuft. Dies setzt aber auch voraus, dass dem Zelebranten die uneingeschränkte Leitungsverantwortung übertragen wird. Leitung heisst in diesem Zusammenhang nicht nur Begleiten, sondern auch Führen. Somit übernimmt der Zelebrant in seiner Rolle die Gesamtverantwortung, was oft grossen Erwartungsdruck und eine entsprechende Belastung erzeugen kann.

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