Rainer Rau - Das Organkartell

Здесь есть возможность читать онлайн «Rainer Rau - Das Organkartell» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Organkartell: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Organkartell»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Frank Matiss, ein Tierarzt, wird durch widrige Umstände und skrupelose Verbrecher manipuliert, Menschen Organe zu entnehmen. Eine ideale Konstellation mehrerer Faktoren führt dazu, dass er seine Tätigkeit im Geheimen ausführen kann.
Erst als ein entlaufener Tiger, eine Suche nach einer verschwundenen jungen Frau auslöst, wird man auf den Steinbruch und das ganze Geschehen aufmerksam.

Das Organkartell — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Organkartell», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Auf dem Freigelände wuchs überall Unkraut.

Blindschleichen und Salamander gab es zu Hunderten. Im Haus waren jede Menge Spinnweben zu sehen. Staub lag millimeterdick auf den Möbeln und Türen waren aus den Scharnieren gerissen. Fensterscheiben waren eingeschlagen.

Frank Matiss schaute in jedes Zimmer, so auch in die ehemaligen Gefängniszellen im Erdgeschoss, die umgebaut, den Jugendlichen Urlaubern als Einzelzimmer gedient hatten.

Im letzten Zimmer, das er in Augenschein nahm, fiel ihm auf, das die Wand zur Bergseite nach außen gewölbt war. Risse in der Wand zogen sich quer über die gesamte Breite.

Matiss rief nach seiner Schwester.

»Vanessa! Komm her. Hier stimmt was nicht.«

»Was soll denn nicht stimmen?«

»Na, die Wand ist doch verbogen. Siehst du das nicht?«

Vanessa war nicht sonderlich interessiert an der Entdeckung.

»Ja. Schon. Wand ist schief. Aber warum? Was bedeutet das?Und was bitteschön ist daran so wichtig?«

»Warum? Warum? Weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich haben die Typen dagegen getreten oder mit dem Ball dagegen geworfen.«

Matiss klopfte mit der Hand gegen die Wand. Es hörte sich hohl an.

»Das ist jedenfalls sehr seltsam. Da ist was dahinter.«

Vanessa sah sich das Ganze nun doch genauer an.

»Hier hat sich der Boden nach hinten abgesenkt.«

»So’n Mist. Ist das auch noch baufällig!«

»Nee. Ist nur die eine Wand. Komisch.«

Sie klopfte ebenfalls dagegen. Es hörte sich wirklich hohl an.

Dann schauten sich beide fragend an.

»Da ist ein Hohlraum dahinter. Das haben wir früher nie bemerkt. Warum nicht?«

»Da war die Wand noch gerade und uns ist nichts aufgefallen. Wir waren in dieser Zelle auch nie.«

Matiss stellte sich vor die Wand und trat mit aller Kraft dagegen. Sie wackelte. Er trat noch mal zu. Ein Teil der Wand stürzte ein. Ein modriger Geruch stieg ihnen in die Nase. Ein leichter Luftzug streifte an ihnen vorbei. Es war dunkel hinter dem Loch in der Wand.

»Hol mal eine Taschenlampe aus dem Auto. Schnell!« Vanessa lief zum Wagen und holte aus dem

Handschuhfach eine kleine LED-Taschenlampe.

Im hellen Schein der Lampe stiegen sie über die niedrigen Mauerreste.

Der Raum dahinter ragte tief in den Berg hinein. Sie gingen den langen Gang, der vor ihnen lag, entlang und Matiss leuchtete nach rechts und links.

Es gab auf beiden Seiten kleine Zellen mit Türen aus dicken Eichenbohlen, die noch relativ gut erhalten waren.

»Was ist das hier? Das habe ich noch nie gesehen.«

»Kannst du ja auch nicht. Die Wand ist ja eben erst eingestürzt.«

»Das sieht ja wie Gefängniszellen aus.«

»Waren es ja wohl auch. Hier wurden wohl von unseren Vorfahren Leute gefangen gehalten.«

»Warum?«

»Wahrscheinlich waren das Verbrecher. Und die wurden

zur Zwangsarbeit hier gehalten. Damals, im Krieg oder schon vorher.«

Die letzte Zelle auf der rechten Seite war verriegelt.

»Schau hier! Die Zelle ist verschlossen. Alle anderen sind offen. Da steckt was dahinter.«

Matiss suchte ein Eisen um die Tür aufzubrechen.

Seine Schwester, die sonst ohne Angst und Skrupel war, riet zur Vorsicht.

»Pass bloß auf!«

Matiss schüttelte den Kopf.

»Meinst du, da drinnen lebt noch einer?«

Matiss schlug mit dem langen, verrosteten Eisenrohr gegen das Türschloss. Nach einpaar heftigen Schlägen brach der Riegel entzwei.

Als die Tür offen stand, bemerkten sie, dass der Raum luftdicht gegen Feuchtigkeit abgedichtet gewesen war. Sie leuchteten mit der Taschenlampe in den Raum hinein. Hier gab es keine Spinnweben.

Sie konnten kaum fassen, was sie dort vorfanden. Es standen auf Holzbalken unzählige Gemälde namhafter Maler, deren Wert Vanessa als Kunststudentin sofort erkannte, nachdem sie die, mit Ölpapier geschützten Objekte freigelegt hatte.

»Hier stehen Millionen!

»Meinst du wirklich, die alten Schinken sind so viel wert?«

»Darauf kannst du dich verlassen. Das Problem sind allerdings die Besitzverhältnisse.«

»Wie? Können wir die nicht einfach so verkaufen?«

»Einfach so bestimmt nicht. Das sind alles berühmte

Maler! Aber es gibt Möglichkeiten. Über Agenturen in den Staaten wird immer wieder mal ein Van Gogh oder Monet, ein Paul Gaugin oder ein Kandinski versteigert oder unter der Hand an Saureiche, denen es egal ist, woher die Bilder kommen, verkauft.«

»Woher kommen die Bilder eigentlich?«

»Das ist sicherlich beschlagnahmte Nazibeute. Die Besitzer sind wohl mittlerweile verstorben oder damals umgebracht worden. Und hier hat man die Sachen untergebracht. Versteckt. Die gelten als verschollen! Verstehst du? So wie das Bernsteinzimmer.«

»Und unsere Vorfahren haben da mitgemischt?«

»Sieht so aus. Aber genaugenommen stammen wir beide ja gar nicht aus dieser Familie. Wir haben Zirkusblut in unseren Adern.«

»Was machen wir mit dem Schatz?«

»Die, die das Zeug hier versteckt haben, sind sehr wahrscheinlich nicht mehr am leben. Aber bei solchen Kostbarkeiten gibt es ein öffentliches Interesse an der Sache.«

Während Matiss seinen Blick nachdenklich über die vielen Bilder wandern ließ, sah seine Schwester sich mit wachsender Begeisterung die Gemälde, Drucke, Radierungen und Stiche genauer an.

»Schau hier! Ein Henri Matisse! Hier ein Picasso! Hier ein Chagall, dort ein Emil Nolde, ein Franz Marc. Schau nur, ein Max Liebermann. Es ist ein Wahnsinn! Das sind Millionen!«

»Wenn wir sie verkaufen könnten! Du sagtest aber eben, das es nicht so einfach geht!«

»Es gäbe noch eine Möglichkeit, das alles zu Geld zu machen. Ich habe da einen Vorschlag. Du wolltest doch sowieso eine Tierpraxis eröffnen. Du richtest dich hier häuslich ein. Und das sofort. Du sicherst die Bilder und verschließt den Raum wieder. Ich kümmere mich um deren Verkauf. Nach und nach werden wir dann ein Bild, eins nach dem anderen, zu Geld machen. Aber nicht hier in Deutschland. Das geht nur von Übersee aus. Ich reise nach Amerika und bereite dort die Wege. Ich kenne Leute, die uns verkaufen helfen. Einverstanden?«

»Woher kennst du solche Leute?«

Vanessa hatte ein mitleidiges Lächeln auf den Lippen.

»Ach Frank. Du glaubst gar nicht, was die Männer im Bett so alles erzählen. Das musst du dir nur gut merken.«

Frank Matiss war mit dem Vorschlag seiner Schwester einverstanden und Vanessa traf schon wenige Wochen darauf in New York ein.

Als das erste Bild verkauft war, konnte er mit dem Geld schon das Gebäude ausbauen lassen. Als Nächstes, nach dem Verkauf von zwei weiteren Bildern, richtete er seine Praxis mit allen notwendigen Gerätschaften ein. Er legte jedoch kaum Wert auf Kunden, also Patienten, deren Herrchen und Frauchen seine Dienste hätten bezahlen können.

Sein Konto wurde jeweils nach jedem Verkauf eines Bildes aufgefüllt. Diese traten, als ganz gewöhnliches Frachtgut, gut verpackt die Reise nach Amerika an. Sie waren als Kunstgemäldeleihgaben eines Museums deklariert und umgingen somit in Deutschland Zoll und Steuerabgaben.

Vanessa Matiss mietete sich in ein Penthouse in New York ein und zog von dort aus die Fäden. Über eine große Agentur ließ sie die Bilder versteigern und erhielt nach Abzug der Provision und den zu entrichtenden Steuern, einen jeweils hohen Betrag. Die Gemälde gingen meist an private Bieter, gelegentlich bekam auch ein Museum den Zuschlag. Ab und zu wurde auch ein Bild an einen Unbekannten verkauft, der ohne Quittung in bar bezahlte. Dabei interessierte es keinen, woher die Gemälde stammten und wer sie anbot. Man war hier in den Vereinigten Staaten, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Der Versteigerungserlös reichte Vanessa aus, um ihr ein Leben in Wohlstand zu gewährleisten. Sie hatte alles im Griff, bis zu einem Zeitpunkt, wo sie Kontakt zu Kreisen suchte, die sie lieber nicht gesucht hätte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Organkartell»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Organkartell» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das Organkartell»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Organkartell» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x