Rainer Rau - Das Organkartell

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Frank Matiss, ein Tierarzt, wird durch widrige Umstände und skrupelose Verbrecher manipuliert, Menschen Organe zu entnehmen. Eine ideale Konstellation mehrerer Faktoren führt dazu, dass er seine Tätigkeit im Geheimen ausführen kann.
Erst als ein entlaufener Tiger, eine Suche nach einer verschwundenen jungen Frau auslöst, wird man auf den Steinbruch und das ganze Geschehen aufmerksam.

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Sein Sohn Helmut Matiss übernahm die Firma und führte den Steinbruch zunächst weiter. Kurz vor Kriegsende wurde die Erzausbeute immer geringer. Nur den guten Kontakten zu einigen Nazigrößen, an der Spitze Reichsmarschall Hermann Göring, sowie Heß und Ribbentrop war es zu verdanken, dass man ihn nicht fallen ließ. Als dann der Krieg zu Ende war, wollte man ihn, aufgrund seiner Beziehungen zu diesen Nazigrößen und den Verbrechen an Kriegsgefangenen, verhaften. Helmut Matiss entzog sich dieser Verhaftung, indem er sich mit seinem doppelläufigen Jagdgewehr gleich zwei Ladungen gleichzeitig in den Kopf schoss, von dem nicht viel übrig blieb, da er den Lauf am Kehlkopf angesetzt hatte. Somit rissen beide Schrotpatronen, die er mit dem Zwillingsabzug durch die Gewehrläufe jagte, ihm die obere, hintere Hälfte des Kopfes weg. Sein restlicher Kopf wurde vom Gewehr in der Kehle aufgespießt und stützte seinen Körper, sodass er nicht umfiel. Als man ihn fand, saß er auf sein Gewehr gestützt, als ob er gerade eingeschlafen wäre. Lediglich die hintere Hälfte seines Kopfes klebte mit Haut und Haar und der Hirnmasse an der Wand.

Im Rahmen der Nürnberger Prozesse (von Nov. 1945 bis April 1949) kam auch die Sprache auf die Familie Matiss, da jedoch erstens kein Barvermögen vorhanden war und zweitens nur noch die junge Ehefrau des letzten Steinbruchbesitzers lebte, legte man keinen Wert auf eine weitere Verfolgung der Sache und überließ ihr den wertlosen Grund und Boden. Allerdings wurden die Villa und zwei weitere Häuser konfisziert und gingen in Staatseigentum über.

Catarine Maria Matiss war somit rechtliche Besitzerin des einstigen Steinbruchs. Sie musste nun in das Büro- und Gefängnisgebäude im Areal des Steinbruchs ziehen. Hier wohnte sie mit dem ehemaligen Vorarbeiter Josef Kopples, der schon nicht mehr die Berufsbezeichnung Steiger führte, da ja nicht mehr eingefahren wurde.

Es fuhr auch schon lange kein Güterzug mehr auf das Gelände und so wurden die Gleise abgebaut. Man brauchte Eisen für die aufstrebende Autoindustrie, und da sich die Gleise auf Landeseigentum befanden, verkaufte sie das Land als Eignerin. Als die Abbauarbeiten fertig waren, wurde es sehr einsam am Steinbruch. Es ließ sich kaum ein Mensch hier sehen.

So blieb es nicht aus, dass Catarine eine engere Beziehung mit dem Vorarbeiter einging.

Catarine Matiss war erst 24. Sie hatten kein Geld, viel Zeit und ein abgeriegeltes, nicht einsehbares Grundstück. So liefen sie fast nur nackt herum und verbrachten die meiste Zeit mit Liebesspielen im Freien.

Doch obwohl sie sich über Verhütung keine Gedanken machten, stellte sich kein Nachwuchs ein. Der Vorarbeiter war zwar ein starker und potenter Liebhaber, der Catarine Matiss nymphomanische Neigung immer befriedigte, der aber zeugungsunfähig war, da seine Spermien nicht auf Touren kamen und noch vor dem Ziel schlappmachten. Das wussten sie zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht.

Schwanger wurde Catarine erst 17 Jahre später, als ein Wanderzirkus auf der Suche nach einem Winterquartier, bei Catarine Matiss vorsprach und der Direktor sich des Problems annahm.

Ihren Vorarbeiter, der ihr jahrelang die Treue gehalten hatte, ihr Sexualleben allerdings nicht weiter bereicherte, wollte sie nun zum Teufel jagen, als der Zirkus sich auf dem Gelände ausbreitete und sie im Direktor einen neuen Liebhaber entdeckte. Dabei kam es zum Krach zwischen den beiden, den sie im Freien austrugen. So lief sie ihm immer wieder davon, wenn er sie an den Schultern festhalten wollte. Als sie sich auf einem der Felsen befanden, stieß sie ihn von sich weg. Dabei schlug er mit dem Kopf auf einen Stein am Boden auf und verlor das Bewusstsein. Es floss Blut zwischen Schädeldecke und Großhirn. Dort sammelte sich eine große Menge und erzeugte einen hohen Druck im Kopf. Dann wurde die Blutzufuhr unterbunden. Die Sauerstoffversorgung des Gehirns war somit abgeschnitten.

Man trug ihn ins Haus und Catarine legte ihm ein nasses Tuch auf die Stirn. Er schlug noch einmal die Augen auf und ahnte wohl sein baldiges Ende nahen. Ihre Haltung hatte sich durch den tragischen Unglücksfall ihm gegenüber nicht geändert und so sagte er ihr verbittert ins Gesicht: »Ich wollte dir ein schönes Leben bereiten. Das kannst du nun vergessen. Ich kenne seit kurzem ein Geheimnis, aber du wirst nun nie erfahren, welche Schätze du eigentlich besitzt. Ich aber weiß es, denn ichhabe sie gefunden. Du aber wirst es nie erfahren! Dies ist mein Geheimnis, was ich mit ins Grab nehme!«

Catarine sah das als Spinnerei an und dachte nicht weiter darüber nach. Sie war der Annahme, dass es lediglich eine trotzige Reaktion eines abgewiesenen Liebhabers war, der in seiner Eitelkeit tief getroffen wurde.

Trotzdem tat er ihr plötzlich leid.

»Ach, Josef. Nun lass uns doch als Freunde scheiden. Du redest doch eh nur Unsinn. Josef. Josef! Nun spiel nicht den Beleidigten und mach die Augen auf!«

Josef Kopples konnte die Augen nicht mehr öffnen, da er in diesem Moment gerade selbige zumachte. Er wurde vier Tage später auf dem kleinen Friedhof am Ortsrand beerdigt.

Als Catarine Wochen später in einer lauen, sommerlichen Vollmondnacht mit dem Zirkusdirektor auf dem flachen Vordach des Hauses lag, an einem Joint zog und dem Wein schon gut zugesprochen hatte, fiel es ihr wieder ein und sie musste lachen.

Der Direktor war verunsichert, entschloss sich dann aber schnell die Sache lustig anzugehen.

»Was ist so lustig an mir? Lachst du mich vielleicht aus? Wage es nicht! Ich verfüttere dich sonst an die Tiger!«

»Hilfe! Nein, ich musste nur an meinen Vorarbeiter den-ken. Der war so sauer, als ich ihn rauswerfen wollte. Er war im Grunde ein Spießer. Und nachtragend. Noch auf dem Sterbebett. Der wollte mir doch allen Ernstes erzählen hier wäre ein Schatz verborgen. So ein Idiot!«

Der Direktor wurde plötzlich hellhörig und wollte mehr darüber wissen.

»Was hat er genau über den Schatz gesagt?«

»Ich weiß nicht mehr! Der hat nur gesagt, ich würde nie erfahren, welche Schätze ich besitzen würde. Übrigens,

Schatz. Ich bin schwanger. Soll ich’s behalten?«

»Was ist das für eine Frage? Natürlich sollst du’s behalten.«

»Aber du ziehst irgendwann weiter und ich stehe dann mit einem Bankert da.

Ohne Geld.«

»So schnell ziehen wir nicht weiter. Außerdem bekommst du doch auch Kindergeld. Und das soll demnächst erhöht werden.«

Das Thema wurde nie mehr angesprochen.

So wurde 1961 Frank geboren. Ein Jahr später kam Vanessa auf die Welt. Der Zirkus blieb. Der Direktor suchte in den folgenden Jahren jeden Zentimeter des Geländes ab. Er war sich nicht im Klaren, was er eigentlich suchte. Jedoch sagte ihm sein Verstand, dass ein Schatz doch sicher aus Gold oder Geld bestehen würde. So drehte er jeden Stein um, fand jedoch nichts.

Als sie eines Tages kein Geld mehr hatten, um die Tiere zu füttern und auch die Bettelaktionen in der Stadt nichts mehr hergaben, beschloss man weiterzuziehen. Irgendjemand hatte gehört, dass die Bedingungen für einen Wanderzirkus im Raum Kassel besser sein sollten. An den Schatz dachte der Direktor nicht mehr. Es war wohl doch nur eine Spinnerei des Vorarbeiters gewesen.

Er ließ schweren Herzens ein altersschwaches Lama, ein Hängebauchschwein, das durch einen Feuerreif laufen konnte, nun aber nicht mehr wollte und ein zahmes, junges Tigerweibchen zurück. Dieses hatte sich eine Verletzung an der Hüfte zugezogen und kam nur schlecht auf die Beine. Es war für den Zirkus eine Belastung und musste durchgefüttert werden.

Catarine pflegte den zahmen Tiger, der sich frei auf dem Gelände bewegen konnte und sogar als Spielgefährte für die Kinder herhalten musste. Diese tobten manchmal mit ihm so sehr, dass Catarine sich wunderte, dass ein beinahe ausgewachsener Tiger dies alles mit sich machen ließ. Nur wenn er Hunger hatte, wurde ihm in einem Raum, getrennt von den Kindern, Fleisch gereicht, was er genüsslich verschlang. Nachdem der Fleischvorrat von dem verstorbenen Lama aufgebraucht war, wurde das Hängebauchschwein geschlachtet. Doch die Reserven der Schlachtung schwanden schnell dahin. Bei den wenigen Metzgereien in der Gegend fiel auch nicht die benötigte Menge an Knochen und Fleischabfällen an.

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