Reiner Brinkmann - Opa, wann ist Corona vorbei?

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Opa, wann ist Corona vorbei?: краткое содержание, описание и аннотация

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Weg von bundesweiten Inzidenzwerten und Infektionszahlen geht es auf eine Reise in verschiedene Alltagssituationen im Corona Jahr 2020. Wir erleben Franz, der im Altenheim von der Pflegerin Marianne versorgt wird, Helmut, der seine Gastronomie schließen muss und die Schüler, Marten und Keno, die wieder eine ganz andere Sicht auf die Dinge haben. Sie alle sind nur einige der Protagnisten, die uns in ihr Leben schauen lassen und uns so auffordern wollen, über all das nachzudenken, was auch in Krisenzeiten zählt, was wir uns bewahren und worauf wir achten müssen. Denn es geht um so viel mehr, als um ein Virus. Es geht um uns.

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Berthold lässt die letzten Worte von Tony nachklingen. Dann sagt er: „Gestern in der Frühstückspause kam die Chefin. Wir haben uns unterhalten über dies und das. Da sagte sie: ‘Eigentlich haben wir ja kaum Einschränkungen. Die Werkstatt ist voll, die Aufträge laufen, nur essen gehen ist nicht mehr drin. Aber da treffen wir uns halt zu Hause mit unseren Freunden. Wir haben Jalousien, die mach ich dann runter‘. ‘Damit es keiner sieht und Sie anzeigt?‘, habe ich gefragt. Sie hat mich nur komisch angeguckt. Wohin sind wir eigentlich gekommen, in so kurzer Zeit. Das ist es, was mir Sorgen macht", sagt Berthold, indem er sich erhebt, Tony einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter gibt und die Küche verlässt.

001.5 Sophia

Der Blick durch das große Panoramafenster des reetgedeckten Hauses zum Garten hinaus auf die Obstbaumwiese mit dem alten Schlossgemäuer in der Ferne gleicht einem Gemälde. Hier steht die Zeit still und bei dem Anblick breitet sich eine märchenhafte Ruhe in einem aus. Auf dieser Bühne der Natur sind ein Spatz oder ein Eichelhäher, mitunter ein Hase oder ein Rotkehlchen die Hauptdarsteller und geben der Zeit einen neuen Takt. Nicht Sekunden, nicht Minuten, Stunden sind die kleinste Einheit, die hier eine Bedeutung haben. Und so hängt Sophia, die aus ihrem Lehnstuhl durch die große Scheibe in den Garten schaut, auch besonders an der alten Pendeluhr, die nur einen durchgehenden Zeiger hat und sich auf das Wesentliche beschränkt.

Das Wesentliche hat für Sophia in all den Jahren ihres Lebens, der Kindheit in Ostpreußen, der Vertreibung im Krieg, dem Auf und Ab zwischen Aufschwung und Krise so oft seinen Mantel gewechselt. Jetzt mit 85 Jahren ist das Wesentliche zusammengeschrumpft auf kleine Begegnungen, die ihr alles bedeuten. Allein in ihrem Haus mit ihrem kleinen Rauhaardackel kann sie sich noch versorgen, aber die dienstbaren Helfer, die sie im Haushalt unterstützen, sind ihre Gesellschaft, ihre einzige Gesellschaft. Früher waren es Empfänge, Bälle, Veranstaltungen in lokaler Politik und der Industrie, die sie an der Seite ihres Mannes durchlebte. Sie hatten ein weitreichendes Netz aus engen und weniger engen Freunden, zu denen man ständig Kontakt hielt, sie einlud oder eingeladen wurde. Heute sind die meisten tot. Die allermeisten. Sophia sieht aus dem Fenster. Der Rauhaardackel liegt vom Kraulen verwöhnt auf ihrem Schoß. Die kleine Blaumeise war schon das dritte Mal da und hat sich im Futterhaus bedient. Der Eichelhäher hat sich heute noch nicht blicken lassen.

„Immer diese Sonntage", denkt Sophia, „wenn nur diese Sonntage nicht wären." An den anderen Tagen hat sie Gesellschaft. Die kleine treue Gesellschaft ihrer Haushaltshilfen. Greta kauft ein, Anna, die eigentlich Kellnerin ist, kocht und putzt und Borris mäht den Rasen und pflegt den Garten. In der Woche sind sie alle mal da. Aber am Wochenende ist Sophia alleine.

Es klingelt an der Tür. Der Rauhaardackel springt vom Schoß und sprintet durch den Flur an die Tür, um den Besucher mit wildem Gekläff zu empfangen. Es dauert ein wenig, bis Sophia sich erhoben und den Weg zur Tür mit ihrem Rollator hinter sich gebracht hat. Enno ist da, Annas Sohn. Er hat ein kleines Päckchen dabei und steht in einigem Abstand vor der Tür. „Wir haben Kürbis eingekocht und ich soll Ihnen ein Glas bringen mit schönen Grüßen von meiner Mutter", Enno wirkt unsicher. Sophia lächelt ihn an und sagt: „Es würde mir eine ganz besondere Freude machen, wenn du hereinkommst, den Kürbis in die Küche stellst, mir einen Moment schenkst und von deinem Tag erzählst." Das Stehen strengt sie an. Sie lässt es sich nicht anmerken. „Das geht leider nicht", erwidert Enno. „Ich habe meine Maske nicht dabei." Sophia hat es schon oft erlebt in der letzten Zeit. Greta und Borris haben sich auf Abstand gehalten. Erst wollten sie gar nicht mehr kommen, wegen Corona, wie sie sagten. Es war schrecklich. Sophia musste erst ein Machtwort sprechen und ihnen die Maske im Haus verbieten, damit sie wieder einigermaßen normal wurden. „Komm herein, bitte", fordert Sophia Enno auf, „du brauchst hier keine Maske in meinem Haus. Wenn ich es sage, dann kannst du beruhigt sein."

Im Wohnzimmer mit Blick auf den Garten erzählt Enno lebhaft von seinem Tag, den früheren Fußballspielen in seinem Verein und den Erfolgen mit seinen Freunden, Finn und Steffen. Er entdeckt den Eichelhäher, der sich nun eingefunden hat und spielt mit dem Rauhaardackel auf dem weichen Teppichboden. Es ist etwa eine Stunde, die Enno

bei Sophia verbringt. Sie hört ihm aufmerksam zu, achtet auf jede seiner Bewegungen, soviel Jugendlichkeit, soviel Leben an diesem leblosen Sonntag in ihrem Haus. „Du musst vorsichtig sein, halte Abstand", die Worte ihrer Tochter am Telefon hat sie noch im Ohr. Sie will nicht vorsichtig sein. Sie will keine Einsamkeit. Sie will das Leben um sich. Sophia kann nichts mehr verlieren, nicht nach diesem Leben. Sie kann nur noch gewinnen, Augenblicke wie diesen.

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