Jens Petersen - Die Stunde des Jaguars

Здесь есть возможность читать онлайн «Jens Petersen - Die Stunde des Jaguars» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Stunde des Jaguars: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Stunde des Jaguars»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der unerklärliche Mord ist nur der Auslöser. Wer sich auf die Suche macht nach dem Mysterium dahinter gerät unversehens in dampfende Urwälder, auf reißende Ströme und unberechenbare Vulkane. Er findet sich wieder in überwältigend schöner Natur, auf rauschenden Fiestas, aber auch bei indianischen Hexern oder dem Wahn verfallenen Diktatoren. Es verschlägt ihn in versunkene Städte längst vergangener Kulturen, in das besser zu meidende Gebiet der Schrumpfkopfjäger aber auch in die angeblich unauffindbare Stadt der legendären Amazonen. Unversehens enthüllt sich dabei immer mehr das Gesuchte.

Die Stunde des Jaguars — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Stunde des Jaguars», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Der Nächste bitte.“

(Aha, US-Bürger. Woran erkenne ich das nur immer so leicht? Tippe mal auf Student.)

„David Mitchel ist ihr Name, wie ich dem Pass entnehme.“

(Sieht nach gut situierter Familie aus.)

„Danke, sehr freundlich ihr Angebot, das Gespräch auf Spanisch fortzusetzen. Aber ich spreche Englisch.“

(Wofür wohl habe ich schon vor Jahren mich der Mühe unterzogen, diese Sprache zu lernen? Wenn ich mir vorstelle, für diese Verhöre erst einen Dolmetscher anfordern zu müssen. Fraglich, ob wir da heute überhaupt noch zu Ende kommen würden.) „Sie sind von Beruf?“

(Aha, Student, habe ich mir also gedacht.)

„An der University of California, Los Angeles, Department of Music.”

(Da hätte ich jetzt auf was anderes getippt.)

„Was war der Anlass ihres Aufenthaltes in Mexiko?”

(Ein wenig Urlaub. So, so, vermutlich weil hier die Joints günstiger zu haben sind als in Kalifornien.)

Dave hatte eigentlich mehr so einen muffigen, korrupten Polypen erwartet, wie ihm aus einschlägiger Literatur vertraut.

(Oh, bitte, war ja nur ein Angebot, die Unterhaltung auf Spanisch zu führen. Immerhin, ein hiesiger Cop, der fließend Englisch spricht. Hätte schlimmer kommen können. Trotzdem kein Anlass, dem auch nur ein Wort mehr zu erzählen, als nötig. Dass ich zuvor auf Anraten meiner Alten einige Semester Literatur studiert habe, oder einige Artikel geschrieben für das Feuilleton von Dad´s Zeitung. Was geht den das hier an? Schon gar nicht, dass ich die heißen Bücher von Castaneda mehrmals und aufmerksam studiert habe. Bis ich es kapiert hatte, mehr als die anderen. Für die sind das Kultbücher, augenblicklich gerade mal in, aber morgen schon wer weiß welche anderen. Ich dagegen, bin jetzt selber auf dem richtigen Trip.)

„Wo ich den Urlaub gemacht habe?“

(Die paar LSD-Trips hatten nicht das Wahre gebracht. Und auch die selbstgebaute Pyramide im Vorgarten hatte nicht viel mehr, als nur die Nachbarn verärgert.)

„An der Pazifikküste in Mazatlan sowie in Guadalajara und in Guanajuato.“

(Aber jetzt ist es mir gelungen ihn aufzugabeln, den richtigen Meister. Auf der Busstation in Guaymas habe ich ihn gleich erkannt. Nun heißt es nur noch, ihn nicht mehr aus den Augen lassen. Ein Kontakt wird sich schon irgendwann ergeben. Aber das geht natürlich alles weit hinaus über das Verständnis eines Polizisten.)

„Nein, gesehen habe ich nichts Auffälliges.“

(Als ob mich das noch überrascht. Ein Freak ist er offensichtlich, aber kein Mörder. Da bin ich mir sicher.)

Dubioser war da schon dieser Jeff Henson, ein etwas in die Jahre gekommenes Blumenkind. Die langen Haare waren längst spärlicher geworden und wirkten nur noch lächerlich. Jeff Henson brachte sich schlecht und recht über die Runden mit allerlei Drogenkleinhandel. Gern und ausführlich fabulierte er darüber, was man alles verändern und verbessern sollte, in der Natur, bei den Lebensmitteln, bei Luft und Wasser, bei Pharmazeutika, im Sozialen und noch bei so manchem mehr. Lauter illustre Ideen zur Weltverbesserung. Sich selbst hatte er in dieser Aufzählung des Verbesserungswürdigem glatt übersehen. Angeblich war auch er auf Urlaub in Mexiko. Der naheliegende Verdacht auf Drogennachschub erübrigte sich. Schon die Grenzer hatten sein Gepäck unter diesem Gedanken gefilzt. Cuevas war nicht verwundert zu hören:

„Nein, bemerkt habe ich gar nichts.“

So richtig zwielichtig erschien ihm jedoch dieser Burt Winslow, seiner Aussage nach Handelsreisender. Er führte auch ein Köfferchen voller Muster von eleganten Herrenhemden mit sich. Was er wirklich machte, wusste niemand. Sein Gesicht zeigte jedenfalls nicht gerade die freundlich verbindliche Grimasse eines Vertreters. Angeblich arbeitete Burt Winslow als Freier und auf eigene Rechnung für die verschiedensten Hersteller. Cuevas Abneigung flüsterte ihm etwas in Richtung Berufskiller. Nüchterne Überlegung schob solches natürlich beiseite.

(Ein gar zu abenteuerlicher Verdacht, der ohne die geringste Bestätigung frei in meiner Phantasie herum baumelt. Aber vielleicht wäre eine Leibesvisitation ganz aufschlussreich, hätte interessantes zutage gebracht, wie abweichende Papiere oder Kreditkarten mit Zugang zu unerklärlich großen Konten.

Genug des Wunschdenkens. Leider liegt so etwas, zumindest zu diesem Zeitpunkt, außerhalb meiner gesetzlichen Befugnisse.

Was bleibt sind die immer gleichen, langweiligen Verhöre, Lügen die man durchschaut aber nicht widerlegen kann.)

Der Diplomat, Ralf Stilton, erschien ihm ebenfalls dubios. Nur an diesen ehrenwerten Mr.Stilton kam er überhaupt nicht heran. Der Pass wies ihn als mit entsprechender Immunität versehen aus.

(Was macht solch ein hohes Tier an dieser gottverlassenen Grenzstation, und wenn schon, warum kommt er dann mit dem schäbigen Bus und nicht in bequemer Dienstkarosse-vorgefahren?)

Selbst die Frage nach dem Grund des Besuchs in Mexiko prallte ab von einem:

„Bedaure, das unterliegt einer geheimen Verschlusssache.“

Zu guter Letzt war da noch Señor Random, ein mexikanischer Geschäftsmann. Er hatte einen kleinen Laden in Herrmosillo. Das ließ sich jedenfalls schnell und leicht bestätigen. Unerklärlich war nur, warum er bald darauf so spurlos verschwand.

Cuevas schaute angeödet aus dem Fenster. Zwar hatte die Sonne inzwischen die morgendliche Kälte vertrieben und ihr gleißendes Licht über dem flachen, ereignislosen Land ausgebreitet. Doch was er sah, war nach wie vor nur Leere, nichts was ein Gefühl von heimatlicher Verbundenheit erregte. Auch wenn er in dieser Umgebung aufgewachsen und den Anblick gewohnt war, begann er immer mehr sein Leben als ein Spiegelbild davon zu sehen. Zunehmend deutlicher zeigte es für ihn etwas Lähmendes, gegen das er innerlich aufbegehrte.

(So monoton wie die ständig repetierenden Abläufe meiner Arbeit. Werde ich eines fernen Tages, wenn ich meinen Schreibtisch in Richtung Pensionierung verlasse, rückblickend auf mein Leben sagen: War´s das? War das alles?)

Die Vernehmungen hatten allesamt nichts gebracht.

(Gewiss, dieser Mord gehört aufgeklärt wie jeder andere. Aber so viel dämmert mir jetzt schon, darum allein geht es hier gar nicht.)

Ein unerklärlicher Windstoß erreichte ihn, wie aus einer fremdartigen Welt von anderer Frequenz. Instinktiv schaute er auf seine Uhr, als sollte sie eine andere Zeit anzeigen. Nur ein kurzer Augenblick, dann hatte die Gewohnheit ihn wieder.

Irgendetwas war ihm gleich seltsam vorgekommen, nicht zuletzt auch an den Anwesenden, nur so ein Gefühl. Als wenn die alle nicht zufällig zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort wären. Die Blintons vielleicht ausgenommen. Die gängigen Mordmotive passten einfach nicht. Da war mehr hinter der Sache, etwas Unbekanntes, Größeres, von dem keine Konturen zu erkennen waren. Nur wusste er noch nicht, dass es sich den herkömmlichen Mitteln der Erkenntnis ohnehin entzog, weil es so nicht greifbar war.

(Alle behaupteten, fixiert gewesen zu sein auf das, was sich da abspielte zwischen dem kleinen Billy und dem Vogel. Niemand wollte angeblich etwas bemerkt haben. Niemand hatte gesehen, ob sich wer kurz entfernte. Für mich ist die Frage nicht mehr, ob hier gelogen wurde und von wem, sondern nur noch - und viel aufschlussreicher: warum?)

Er inspizierte noch einmal die Toilettenräume, den Ort, wo es passiert sein musste. Keinerlei Zeugen irgendeines Kampfes, keine Spuren an den Wänden oder auf dem Fußboden, kein ausgerissenes Haar oder verlorener Knopf. Es muss alles sehr glatt gegangen sein, blitzschnell und mit überraschender Sicherheit, um nicht zu sagen professionell. Cuevas Augen ruhten auf den blassen, graugelben Kacheln. Für einen Moment schüttelte ihn etwas, als läge hier ein unsagbares Grauen in der Luft. Eine vage Ahnung beschlich ihn, etwas völlig anderes würde dahinter stecken, etwas ihm noch unbekanntes, bislang in keinem seiner Fälle aufgetauchtes. Wenn diese Kacheln reden könnten, wie es aussah die einzigen Zeugen. Aber die blieben wie immer kalt, glatt und stumm.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Stunde des Jaguars»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Stunde des Jaguars» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Stunde des Jaguars»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Stunde des Jaguars» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x