Sarah LeVine - Alles nach Plan

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Alles nach Plan: краткое содержание, описание и аннотация

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Vier Freunde haben einen Traum – ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Und jetzt stehen sie kurz davor, ihn zu verwirklichen. Alles ist bereit, es fehlt nur noch ihre Unterschrift auf dem Mietvertrag. Doch dann verunglückt ihre Vermieterin tödlich und die vier bekommen es mit ihrem Ex-Mann zu tun, der sich als unberechenbar entpuppt und ein sadistisches Katz- und Mausspiel mit ihnen treibt, das die vier Freunde an ihre Grenzen und darüber hinaus führen wird. Aus «alle für einen» wird mit einem Mal «jeder gegen jeden» und die Frage, ob es in dem perfiden Spiel überhaupt einen Sieger geben kann.

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Bert zog Vinz mit sich fort in die Küche und Tonia eilte hinter den beiden her, um sich ein letztes Mal mit Argusaugen umzugucken. Sie hatte einen Riesenbammel, dass Helen nicht gefallen würde, was sie aus der Villa gemacht hatten und dass sie es sich im letzten Moment anders überlegen würde. Tonias Mutter hatte ein paar Mal erwähnt, dass Helen sich von ihrem Mann getrennt und deswegen wohl die Weltreise angetreten hatte, um auf andere Gedanken zu kommen. Hoffentlich war ihr Enthusiasmus jetzt nicht plötzlich verflogen, nachdem sie vier Monate Zeit gehabt hatte, über alles in Ruhe nachzudenken.

Aber vielleicht entsprangen diese Sorgen auch wieder nur Tonias Hang zum Perfektionismus, der sie manchmal verkrampft und verkopft machte und sie daran hinderte, sich zu entspannen und eine Sache völlig zu genießen. Schon in der Schule hatte sie die Jungs in den Wahnsinn getrieben, wenn sie gemeinsam ein Projekt erarbeiteten und sie am Tag vor dem Abgabetermin alle zu einer Nachtschicht verdonnerte, damit auch ja alles perfekt wäre. Und das war es auch jedes Mal. Das Gemeckere der Jungs verklang dann schlagartig, weil jeder von ihnen eine Eins als Belohnung kassierte und Tonia plötzlich wieder ihre Beste war.

Sie nahm sich fest vor, am heutigen Abend nicht einen Gedanken an Morgen zu verschwenden und sobald die Unterschriften auf dem Mietvertrag prangten, die erste Flasche Sekt zu öffnen und sich dekadent und haltlos zu betrinken. Störenderweise kam ihr immer wieder das Bild in den Kopf, wie sie Vinz dabei in den Armen lag, wie sie einander leidenschaftlich küssten und sich die Klamotten vom Leib rissen. Der Versuch, Vinz durch Falco zu ersetzen, scheiterte ein ums andere Mal und schließlich gab sie es auf. Es war ja nur ein Gedankenspiel. Nichts weiter. Süß und bauschig und unschuldig wie Zuckerwatte.

Alle vier rannten nun die Auffahrt herunter, um Helen direkt am Eingangstor in Empfang zu nehmen. Von weitem sahen sie den dunkelgrünen Alpha Romeo Spider die Straße runter brettern. Wie üblich viel zu schnell, als gelten die Verkehrsregeln für Menschen wie sie einfach nicht.

Helen

Helen konnte noch immer den Sand auf ihrer Haut und das Salz des Meers in ihrem Mund spüren. Sie war braungebrannt, erholt, verwandelt. Aus den Boxen des Spiders drangen die Klänge von Amy Winehouses "Love is a Drug". Helen liebte diese CD. Sie war ihr Befreiungs-Mantra geworden und hatte ihr über die aufreibenden letzten Monate geholfen, sie getragen und gestärkt, ihr Mut zugesprochen und sie immer wieder aufgerichtet. Und natürlich hatte auch Ben einen großen Anteil daran. Ben, den sie in Spanien kennen- und liebengelernt hatte und der sie spontan auf ihrer Weltreise begleitet hatte. Er war jung und sinnlich und fröhlich und sexy. Und er tat ihr einfach durch und durch gut.

Es war Bens Verdienst, dass sie es endlich geschafft hatte, sich vollends von ihrem Ehemann zu befreien, von diesem Tyrann, der einmal ein charmanter, witziger, gut aussehender Mann gewesen war, dem sie mit 21 Jahren innerhalb von Sekunden so vollständig erlegen war, dass sie ihn drei Monate später geheiratet hatte und dachte, sie hätte dabei das große Los gezogen. Und so schien es ja auch eine ganze Weile, ein paar Jahre. Die Veränderungen kamen schleichend und unbemerkt. Aber irgendwann waren sie nicht mehr zu übersehen gewesen und dann hatte sie viel zu lange gebraucht, um zu begreifen, dass sie nicht mehr verschwinden würden und dass es nur eine Option für sie gab - selbst zu verschwinden. Das Wie hatte sie lange beschäftigt und diese Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen, aber dann war etwas passiert, das das Fass zum Überlaufen brachte und an das sie jetzt nicht mal mehr denken wollte. Danach hatte sie all ihre Kraft zusammengenommen und es geschafft. Um ihrer selbst willen. Nach der Trennung flüchtete sie in die Welt hinaus. Aber auch hier versuchte er sie zu attackieren, wo er konnte. Doch dann traf sie Ben. Er hatte ihre Festungsmauern gestärkt und uneinnehmbar gemacht, sodass seine Angriffe seitdem folgenlos blieben und er es tatsächlich nach einer Weile aufgab, obwohl Helen sicher war, dass er nur auf ihre Rückkehr wartete.

Amy Winehouse an ihrer einen Seite und Ben an der anderen. Mehr brauchte sie nicht. Plötzlich war das Leben wieder schön, die Farben bunter, die Gerüche durchdringender, der Wind auf ihrer Haut so intensiv, dass sie glaubte ihn umarmen zu können. Und das Beste war, dass sie keinen Ehevertrag aufgesetzt hatten. Damals hatten sie sich geliebt, es schien nicht nötig zu sein, nichts schien nötig zu sein, damals. Es war im Grunde nicht wichtig, aber doch ein gutes Gefühl, zu wissen, dass sie nicht mittellos war und mit Mitte vierzig noch anfangen müsste, sich einen Job zu suchen. Und wer weiß, wenn die jungen Leute wirklich Erfolg mit ihrem Restaurant haben würden, dann könnten sie vielleicht expandieren. Alles war möglich. Alles.

Helen fuhr auf die Einfahrt des Restaurants zu und sah, dass die vier Freunde bereits vor der Auffahrt auf sie warteten. Sie betätigte die Lichthupe, zückte gleichzeitig ihr Handy und wählte Bens Nummer, um einem plötzlichen Impuls nachzugeben, ihm zu sagen, dass sie ihn liebte. Dabei drehte sie Amy mit der anderen Hand den Saft ab. Ihre Augen waren nur für ein paar Sekunden nicht auf die Straße gerichtet, aber als sie den Blick wieder nach vorne warf, stand plötzlich, unverrückbar wie ein Monolith, die Schnauze eines LKWs vor ihr. Sie ließ das Handy fallen, aus dem sie wie aus weiter Ferne Ben ihren Namen rufen hörte. Helen! Ihre rechter Fuß suchte die Bremse, ihre Arme fuhren in die Höhe und bedeckten ihren Kopf. Helen! Und dann kam der Aufprall, gewalttätig und brachial. Und dann war Nichts.

Falco hatte es als Erster kommen sehen und seiner Kehle entrang ein erstickter Laut. Aus einer Seitenstraße kam ein Zwölftonner, der sich gemächlich und schwerfällig in Gang gesetzt hatte und sich mit seinem Gewicht auf die Hauptstraße schob wie ein Schiff, das kühle Wassermassen verdrängte und sich, langsam aber beharrlich, durch sie hindurch fraß. Helen telefonierte mit ihrem Handy, ihre Augen auf das Radio oder ihre Handtasche oder sonst wohin geheftet, aber nicht auf die Straße oder die vier entsetzten Gesichter, aus denen alles Blut gewichen war und die ihre Münder zu einem stummen und schrecklichen „O“ geformt hatten, das die Unausweichlichkeit dessen, was gleich passieren würde widerspiegelte und eine letzte Warnung hätte sein können. Allein Helen sah nichts von alldem und fuhr einfach weiter.

Der Lkw zermalmte den Spider als wäre der eine Scheibe Toast.

Falco, Bert, Tonia und Vinz standen einfach da und sahen zu, ohne zu begreifen, ohne sich auch nur einen Millimeter zu bewegen, ohne einen Laut von sich zu geben, ohne ein Geräusch zu hören, als hätte die Welt für einen Moment aufgehört zu atmen – ganz so wie in „Dornröschen“. Eine Sekunde des vollkommenen Stillstands, eine letzte Gnadenfrist, bevor die monströse Realität ihre krallenartigen Fänge ausbreitete und den Vieren mit ihrem eisernen Griff die Luft abquetschte. Bevor sie das Ausmaß dessen begriffen, das Helens Tod mit sich bringen würde.

Die Beerdigung

Ein Meer aus weißen Blumen umspülte Helens frisches Grab, in das gerade der Sarg gelassen wurde. Es war ihre erklärte Lieblingsfarbe gewesen, nicht sehr einfallsreich, aber sie hatte irgendwie zu Helen gepasst, fand Tonia. Luxuriös, verspielt, aber dennoch schlicht und elegant und auf eine herzliche Art offen für alles. Viele Trauergäste hatten ihr die letzte Aufwartung gemacht, manche aus einer echten Trauer heraus, einige, weil sie glaubten, zu müssen und die meisten, weil sie sensationslüstern waren. Eine so liebenswürdige Frau mit nicht mal fünfzig mitten aus dem Leben gerissen - darüber konnte man sich herrlich das Maul zerreißen und das grauenhafte Schicksal beklagen, das wieder einmal so hartherzig zugeschlagen hatte. Hinter vorgehaltener Hand munkelte man davon, wie gut es war, dass Helen keine Kinder hatte, aber auch davon, dass sie sich ein junges, äußerst attraktives spanisches Souvenir mit aus dem Urlaub gebracht hatte, der skandalöserweise fünfzehn Jahre jünger war als sie. So lautete zumindest der Tratsch, den Tonias Mutter ihr brühwarm weiter erzählt hatte.

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