Dazu passt: Schinken oder Schnitzel, Kartoffeln, Rührei oder in Viertel geschnittene hartgekochte Eier und die Lust auf Liebe.
Leo erklärte mir ausführlich, den Umgang mit der eigenen Lust:
Der Schlüssel des Lebens liegt in der Sexualität. Dies ist biologisch einleuchtend, da es ohne Sexualität keine Fortpflanzung, keine Kinder gäbe und bereits innerhalb einer Generation es zu einem Aussterben der Arten kommen würde. Und dass nun eure Art "Homo sapiens" noch nicht in die Washingtoner Liste bedrohter Arten aufgenommen wurde, liegt zweifelsfrei an dem Umstand, dass ihr euch gut auf den Arterhalt versteht, denn davon zeugen bereits über 7 Milliarden Menschen.
In China, dem größten Volk der Erde, liegt gemäß dem ursprünglichen Wissen der Allerersten (Xian – 先), der Schlüssel des Lebens in der Sexualität.
Damit ist sehr, sehr viel mehr gemeint, als Sex zu haben. Das höchste spirituelle Ziel ist - über die Einheit zwischen Körper, Geist und Seele - die Überwindung der physischen Materie zu erreichen, umso den Menschen mit Himmel und Erde für immer zu vereinen. Im Nirwana eine Ewigkeit finden. Lust will Ewigkeit. Tiefe, tiefe Ewigkeit.
In den verschiedensten Kulturen wird davon gesprochen, wenn Mann und Frau Sex miteinander haben, dass sie Eins geworden sind. Auch aus Sicht des Wissens der Allerersten ist dies so. Jedoch spricht man hier von einer vollkommenen Einheit nur dann, wenn dieses Eins werden , im Geiste und im Fleische passiert.
Erotik ist die Vorstufe zum Eins werden . Es ist das Vorspiel eines stillen Gebets mit deinem Körper, deinem Fleisch. Dabei kann es zum Ende hin auch ziemlich laut werden. Der Orgasmus ist einer der ehrlichsten Schreie, die ihr Menschen jemals hervorgebracht habt.
Es gibt abertausend erotische Hilfsmittel. Vom schnellen Dildo , bis zur ausgedehnten, meditativen Tantra Orgie. Es gibt noch viel mehr Vorlieben, Ablehnungen und Zuwendungen - ja sogar - äußerst perverse Neigungen, wie Menschen damit umgehen.
Die Bejahung, und die von Zwängen und falschen Dogmen befreite Auslebung, der eigenen Sexualität, kann nur dann den Schlüssel zum Leben bilden, wenn auch das Bewusstsein so ausgerichtet ist, dass es das eigene Selbst überwinden will.
Ja, ein Wille genügt! Ein ehrlicher Wille oder Wunsch öffnet dir die Türen.
Das eigene Ego mit seinen hässlichen Gesichtern: Neid, Gier, Missgunst, Zwietracht, Machtbesessenheit darf keinen Raum mehr in deinem Herzen finden, sondern dieser Raum soll vollständig ausgefüllt, besetzt sein.
Besetzt durch das Licht der Schöpfung. Öffne Dich - ohne Furcht -, so wie es der Himmel jeden Tag tut und die Sonne auf euch scheinen lässt.
Diesen Weg kann aber letztlich jeder nur SELBST beschreiten und wie eine keimende Pflanze, die die dunkle und harte Erde durchbricht und zum Lichte emporstrebt, so sollte auch der Mensch zu der Quelle allen Lebens, zu allem Lichte streben.
Und hier helfen weder unsinnige Channels oder esoterischer Unfug , weder Ablasshandel , noch technischer Fortschritt , noch weltlicher Besitz oder Macht , noch Bündnisse mit anderen Mächten, noch Selbstkasteiung, es hilft nur das eigene Herz, aufgefüllt mit dem Licht der Schöpfung. Öffne Dich, lass es herein.
Let the Sunshine in. Dazu brauchst du noch nicht einmal einen Partner. Alleine geht das auch. Macht aber weniger Spaß.
Leo über Haben oder Sein?
Leo erklärte mir ausführlich, die Bedeutung des goldenen Schnitts, bei dieser Frage:
Das Leben nutzen die Menschen, für gewöhnlich, um möglichst viel anzuhäufen und ums es dann zu verteidigen, um daran zu kleben, wie eine Honigbiene, mit auffälligen und charakteristischen Bewegungsmustern.
Dieser Bienentanz der Honigsuche , das Erarbeitete darf nicht losgelassen werden, weil der gefundene Nektar, der an den dicken, verklebten Beinen hängt, den Fortbestand des gesamtem Volkes, zumindest einer Art davon, sichert.
Die Menschen aber, die nicht mehr vom Haben, sondern vom Sein bestimmt werden, kommen zu sich selbst. Sie entfalten eine innere Aktivität. Das grenzenlose Vergnügen steht im merkwürdigen Gegensatz zu dem Ideal der disziplinierter Arbeit. Schön drückt es der Bandname von Iron Butterfly aus - Der eiserne Schmetterling - Leicht und schwer zugleich und doch fliegen wollen. Geht das?
Lust will Ewigkeit, sicher. Aber Arbeit will Disziplin, mit Pünktlichkeit! Schön Fliegen, kannst du in deiner Freizeit.
Es ist wohl besser, einen ausgewogenen Mittelweg zu finden: Haben und Sein! Der goldenen Schnitt.
Die Proportionen des goldenen Schnitts, auch als göttliche Proportion - Proportio divina - bezeichnet, übt eine besondere Anziehung auf die Menschen aus
Dem goldene Schnitt liegen viele berühmte Gebäude und Bilder zu Grunde. So zum Beispiel der Pyramiden und der Mona Lisa von Michelangelo.
Das mathematische Verhältnis der Proportionen scheint auf Menschen besonders schön zu wirken. Teil man eine Strecke so in zwei Teile, dass der kleinere Teil (Minor) sich zum größeren Teil (Major) genau so verhält wie der größere Teil zum Ganzen, entsteht eine asymmetrische Proportion, die einen Rückbezug auf das symmetrisch Ganze nahe legt.
Der goldenen Schnitt, beschreibt das Verhältnis für Schönheit. Da man es in einem Zug zeichnen kann und am Schluss wieder zum Anfang gelangt, gilt es auch als Zeichen für den Kreislauf des Lebens.
Als Faustregel dient die goldene Zahl Φ (Phi, griechischer Buchstabe): 1,62. Die Quersumme (1+6+2) ist die 9, die Zahl wird auch als göttliches Geheimnis in der Theologie beschrieben. Nicht aus Zufall, findet sich dieses Verhältnis in berühmten Bauwerken, Gemälden und in der Natur ständig wieder.
Mathematisch ganz genau, ist Phi (Φ) eine Zahl mit unendlich vielen Nachkommastellen: 1,618033... Die Nachkommastellen von Phi und ihrem Kehrwert sind identisch
Bildet man den Kehrwert von Φ (1 durch 1,618033...) ergibt sich 0,618033... Die beiden Zahlen unterscheiden sich also lediglich in der Stelle vor dem Komma. Alle anderen Nachkommastellen sind exakt identisch bis in alle Unendlichkeit. Diese Eigenart gibt es bei keiner anderen Zahl.
Teile deine Lebenszeit, dein Schaffen fürs Haben und das Loslassen fürs Sein, nach diesem Verhältnis auf.
Leo über Macht und Reichtum
Leo erklärte mir ausführlich, das Gift der Gier:
Ich erzähle dir die Geschichte vom Schachbrett und den Reiskörnern. Euer altes und neues Testament ist überholt. Ihr braucht ein gegenwärtiges Testament . Überlegungen bezüglich Vermögensvergrößerung beruhen auf einem historischen Hintergrund. Der Erfinder des Schachspiels hat als Belohnung, für eine Rettungstat beim König, einen Wunsch frei.
Er wünschte sich, dass das Schachbrett mit Reiskörnern belegt wird. Und zwar wie folgt: Ein Korn soll auf das erste Feld, zwei auf das zweite, vier auf das dritte, u.s.w, gelegt werden.:
Erstes Feld, erste Reihe: 1+1=2
Zweites Feld, erste Reihe: 2+2=4
Drittes Feld, erste Reihe: 4+4=8
Viertes Feld, erste Reihe 8+8=16
u.s.w. Kapiert Pit? Bei 16 bist du in der ersten Reihe am 4 Feld. So geht es weiter, immer weiter, bis zum letzten Feld. Ein Schachspiel hat 8x8 Felder. Das sind 8 Reihen mit jeweils 8 Feldern. Also insgesamt 8x8=64 Felder. Der Vorgang der Verdoppelung findet also 64 mal statt.
Was denkst Du, ist passiert?
Der König, der sich über diesen vermeintlich bescheidenen Wunsch äußerte, versprach der Bitte nachzukommen. Was können schon ein paar Reiskörner wert sein? Hätte er über einige mathematische Kenntnisse verfügt, so hätte er diese Unwissenheit sicher nicht begangen,
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