Martin Danders - Die Vorgesetzte

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Der Erzähler beschreibt unverblümt seinen doch sehr langweiligen Behördenalltag mit wenig Höhen und vielen Tiefen, aber auch mit den Abgründen, die sich in solchen staatlichen Einrichtungen abspielen. Nur mit Hilfe einer unattraktiven Vorgesetzten bekommt er nach einer Vielzahl von Zeitverträgen endlich einen Festvertrag, der aber an Bedingungen geknüpft ist. Einige Umweltdramen passieren in Bremen, die den ansonsten eher ruhigen Behördenalltag schwer erschüttern. Der Erzähler hat in Bremen eine attraktive, polnische Freundin, die eine alleinerziehende Mutter ist. Später heiratet er sie aus voller Überzeugung. An den Wochenenden fährt er entweder alleine oder mit ihr ins Asse-Gebiet nahe Wolfenbüttel, um dort seine privaten Untersuchungen ohne offiziellen Auftrag durchzuführen. Dabei stellt sich heraus, dass das Grundwasser wie auch das Flusswasser im Nahbereich des Bergwerks schwach radioaktiv belastet sind. Bei seinen Einsätzen hat er stets einen Geigerzähler dabei. Seine Untersuchungsergebnisse hält er in einem Bericht fest, den er aber noch nicht veröffentlicht, weil er erst alle Untersuchungen abgeschlossen haben und keine Panik in der Bevölkerung auslösen will. Erst als alle Fakten auf dem Tisch liegen, fährt er mit seiner Frau abschließend noch mal ins Untersuchungsgebiet und parkt seinen VW-Bus auf einem kleinen Berg in der Nähe des Asse-Förderturms. Während eines Schäferstündchen im Bulli, donnert es gewaltig und ein kleines Erdbeben schüttelt sie durch. Die Ursache hierfür ist eine große, kreisrunde Erdabrutschung im Bereich des Assebergwerks. Nachdem das Paar sich angezogen haben, laufen sie zur Abrisskante und filmen die komplett veränderte Geländemorphologie. Die Abrutschung beträgt ca. 15 Meter und führt zu einem Kontakt zwischen dem tiefen Grundwasser und dem in der Asse eingelagerten radioaktiven Müll. In Bremen verkauft der Erzähler seine Filmaufnahmen.

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Gemäß dem neuen Betreiber (Bundesamt für Strahlenschutz) konnte bislang in der Umgebung von Asse II keine Kontamination mit radioaktiven Substanzen festgestellt werden. Trotzdem zeigt das Krebsregister, dass in der Samtgemeinde Asse im Vergleich mit anderen Gemeinden im Zeitraum von 2002 bis 2009 auffällig häufig Leukämie- und Schilddrüsenkrebserkrankungen aufgetreten waren und dass ebenso im Zeitraum 2002 bis 2008 die Sterblichkeit durch Leukämieerkrankungen auffällig hoch gewesen war. Nach meiner Einschätzung ist die ionisierende Strahlung der eingelagerten radioaktiven Abfälle verantwortlich für das vermehrte Auftreten dieser beiden, typischen Strahlenerkrankungen sowie der Leukämietodesfälle in der Gemeinde Asse. Jetzt belegt meine Entdeckung mit dem belasteten Oberflächenwasser, dass tatsächlich radioaktive Substanzen aus dem Bergwerk migriert sind und die Bevölkerung in dieser Gemeinde einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt ist. Wenn meine Entdeckung an die Öffentlichkeit kommen würde, würde es für den Betreiber sehr ungemütlich werden.

An mehreren Stellen am Altenauufer in der weiteren Umgebung des Busses messe ich die Radioaktivität des Flusswassers und jedesmal zeigt sich eine geringe Strahlenbelastung. Dann schließe ich den Bulli ab und laufe mit Fritz ungefähr einen Kilometer Richtung Westen am Ufer entlang. Auch hier ist das Wasser schwach radioaktiv belastet. Anschließend gehe ich am Ufer zurück, passiere mein Auto und laufe noch mindestens einen Kilometer weiter Richtung Osten. Als ich dort das Wasser überprüfe, stelle ich wieder eine radioaktive Belastung fest. Scheinbar ist nur das Flusswasser kontaminiert, weil alle anderen Messpunkte neben der Altenau nichts anzeigen. Abschließend wandere ich mit Fritz eine große Runde über die Felder, damit er auch auf seine Kosten kommt. Er ist bestimmt hoch erfreut, dass wir jetzt nicht mehr ständig dumm herumstehen, ohne dass etwas passiert.

Am Abend sitze ich im Bus am Laptop und schreibe in meinem Bericht ein paar Seiten bezüglich meiner heutigen Entdeckung. Wenn ich mich im Untersuchungsgebiet befinde, ergänze ich jedesmal den Text. Etwas später kopiere ich die heutige Filmdatei auf die Festplatte des Laptops und schaue mir anschließend auf dem Monitor die gelungenen Aufnahmen an. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und streichele Fritz über den dicken Kopf, der sich mittlerweile an meinen Füßen zum Schlafen eingerollt hat. Ich werde erst zu einem späteren Zeitpunkt meine Beobachtungen der Öffentlichkeit mitteilen. Dabei denke ich nicht an wenig flexible, niedersächsische Behörden, sondern eher an die Presse. Ich bin davon überzeugt, dass die Medien meine Beobachtungen sehr interessant finden und vielleicht sogar dafür etwas bezahlen werden.

Nachdem ich den Laptop abgeschaltet und verstaut habe, hole ich mir ein Bier aus der Kühltasche und schmiere mir ein paar Brotscheiben mit Butter, Wurst und Käse. Fritz wird wegen meiner Nahrungsaufnahme wach und schaut mich bettelnd an, als ob er gleich verhungern würde. Alle Hunde dieser Welt beherrschen diese Disziplin ausgezeichnet, natürlich auch Fritz. Nach meinem Abendessen gebe ich ihm seine Hundefutterration, auf die er schon sehnsüchtig gewartet hat. Anschließend rufe ich mit dem Handy Claire an, um mich wenigstens einmal am Wochenende zu melden.

„Hallo“, meldet sie sich.

„Hallo, ich bin´s!“

„Hast du einen schönen Tag gehabt?“ fragt sie.

„Es war sehr schön, weil ich heute radioaktiv kontaminiertes Flusswasser gefunden habe.“

„Das ist ja furchtbar“, sagt sie besorgt.

„Es ist ja nur schwach radioaktiv, aber meine Entdeckung ist schon eine kleine Sensation!“

„Hast du deine Dorfschönheit schon besucht?“ fragt sie provozierend.

„Ich kenne hier keine Dorfschönheit, hier gibt es nur Fritz und kontaminiertes Wasser!“

„Lass uns Telefonsex machen“, schlägt sie vor.

„O.K.!“

Claire findet Telefonsex wunderbar, während mir der reale Sex mehr liegt. Aber ich will kein Spielverderber sein, auch wenn dabei die Telefongesellschaft wegen der zusätzlichen Einnahmequelle der lachende Dritte ist. Vermutlich liegt sie in ihrem Bett und masturbiert tatsächlich, weil ich jetzt ihr stöhnen höre. Ich liege im Bett und spiele mit einer Hand an meinen empfindlichen Punkten, gleichzeitig drücke ich angestrengt mit der anderen Hand mein Handy ans Ohr. Wenig später steigert sich ihr Stöhnen, außerdem höre ich obszöne Worte von ihr. Wenn so ein Telefonat vom Geheimdienst aufgezeichnet werden würde, würden die sich bestimmt wundern. Als sie ihren Höhepunkt bekommt, schreit sie ihn voll ins Handy, allerdings höre ich nur noch ein Krächzen. Trotzdem bekomme auch ich meinen Höhepunkt, den ich aber etwas zurückhaltender herüberbringe, damit die Leitung nicht zusammenbricht.

„Ich koche morgen Abend auf ungefähr 18 Uhr ein Essen für uns. Kommst du dann bei mir vorbei?“, fragt sie.

„Ja, ich komme morgen um 18 Uhr zu dir!“

„Ich wünsche dir eine gute Nacht“, sagt sie.

„Wünsche ich dir auch! Schlaf gut“, antworte ich. Sie entgegnet „du auch!“

Nach dem Telefonat schalte ich das Autoradio an, um noch etwas Musik zu hören. Heute Nacht werde ich mit dem Bus hier am Altenauufer bleiben, weil diese Stelle als Übernachtungsplatz sehr gut geeignet ist. Es gibt hier kein Publikum, sodass ich sicherlich ungestört schlafen werde. Als es bereits dunkel ist, laufe ich mit Fritz noch eine Pinkelrunde und krieche danach ins Bett. Der Bulli ist sicher abgeschlossen, somit können wir heute Nacht keinen unangemeldeten Besuch bekommen.

4. Kapitel

Im Bus schlafe ich besser, als zu Hause in meiner Bremer Wohnung. Nachdem ich am nächsten Morgen ein paar Minuten aus dem Fenster geschaut habe, erhebe ich mich etwas steif, gemäß dem Motto: „Alle Glieder sind steif, nur das eine nicht mehr!“ Als es mir gelungen ist auf den Beinen zu stehen, koche ich mir mit dem Campinggasbrenner einen Espressokaffee mit heißer Vollmilch. Genussvoll setze ich mich in die offene Schiebetür, schaue in die Umgebung und rauche dabei eine Zigarette. Anschließend gehe ich mit Fritz und einer Rolle Klopapier zwecks einer wichtigen, erleichternden Tätigkeit ins Gelände.

Wieder am Bus nutze ich den Wassertank für meine Morgentoilette, damit ich nicht ungepflegt, wie ein Penner, herumlaufe. Zum bescheidenen Frühstück gibt es nur Marmeladen- und Käsebrote, aber damit bin ich durchaus zufrieden, weil ich in der Regel kein großes Frühstück brauche. Danach richte ich den Fressnapf für Fritz, der sich vor der Raubtierfütterung so benimmt, als hätte er 20 Tage nichts mehr zu essen bekommen.

Nach dem Frühstück nehme ich den Geigerzähler und überprüfe nochmal das Flusswasser. Wie gestern Nachmittag zeigt das Gerät eine schwache Radioaktivität an, sodass hier mit großer Sicherheit eine dauerhaft anhaltende Belastung vorliegt. Kurzzeitige Kontaminationen würden eher auf einen Unfall mit radioaktiven Substanzen hindeuten, aber in unserem Fall ist mit ziemlicher hoher Wahrscheinlichkeit belastetes Grundwasser aus der Schachtanlage Asse II dafür verantwortlich.

Grübelnd verstaue ich meine Camping-Utensilien im Bus und schließe die Schiebetür. Fritz hat es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht, um während der Fahrt aus dem Fenster schauen zu können. Nachdem ich den Motor angelassen habe, steuere ich den Bus über den kleinen Feldweg zurück zur Straße. Dort biege ich nach links ab und fahre Richtung Dettum. Wenig später erreiche ich den kleinen Ort, der ungefähr 4 Kilometer nördlich von der Schachtanlage Asse II liegt. In der Ortsmitte parke ich am Straßenrand, stecke den Geigerzähler, die Kamera sowie eine leere Kunststoffflasche in meine Tasche und laufe mit Fritz möglichst unauffällig los.

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