Jozi Salzberg - 99,9 % - Buch 2

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2027. Vor sieben Jahren errichteten die 0,1% der Ultra-Reichen (Zeros) eine Schreckensherrschaft über die Welt und ihre Exklaven, vernichteten jene, die ihnen entbehrlich erschienen, trieben die anderen in die «Unterwelt», in die Bäuche der Städte. Ihr Vorteil: das lebende Schutzschild aus Prozento-Kindern und Versklavten. Doch mittlerweile haben sich die 99,9 % weltweit vernetzt, organisiert und solidarisiert, entwickelten eine neue Methode des Kämpfens und eine neue Technologie. Was nach einem Patt aussieht, ändert sich mit der Kunde von der bevorstehenden Zero-Hochzeit. Sofort wird klar: die Zeit ist gekommen. Die Entscheidungsschlacht steht bevor. Der Hotspot ist das Schloss Schönbrunn in Wien. Am Himmelfahrtstag soll ausgerechnet die Anti-Heldin «Sieben» mit ihren Leuten die Bluthochzeit ausrichten.

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Rechts der Tür sind die Bücherregale bis zur hohen Decke mit Büchern voll gestopft. Mit alten Büchern, die eine Museumsathmosphäre erzeugen und auch ein wenig modrig riechen – Benek vermutet, dass sie tatsächlich aus einem Museum stammen. Davor lädt eine dunkelgrüne Ledergarnitur im englischen Landhausstil zum Verweilen ein – sie ist ebenfalls leer. Die linke Seite des Raumes wird von einem steinernen Kamin beherrscht, in dem - man glaubt es nicht, mitten im Sommer armdicke Scheite glosen. Nachdem es im Raum angenehm kühl ist, muss man davon ausgehen, dass die Klimaanlage arbeitet – was für eine Verschwendung! Vor dem Kamin liegt das Fell eines Eisbären mit präpariertem Kopf. Über dem Kaminsims hängt ein ausladendes Ölbild, auf dem eine Jagdszene dargestellt ist. Es ist zu sehen, wie ein schlanker Mann mit graumelierten Schläfen auf einen Eisbären anlegt, wobei nur wenige Schritte die Kontrahenten trennen. Das Eisbären-Fell zeugt vom Ausgang des Kampfes. So scheint es.

Aus dem wuchtigen, goldenen Fauteuille seitlich des Kamins erhebt sich der Mann „vom Bild“, nur dass er um einiges älter aussieht und seit der letzten Sitzung für den oder die MalerIn erheblich geschrumpft ist. Wortlos bindet er seinen weinroten, seidenen Morgenmantel, schlurft zu seinem Schreibtischsessel, lässt sich darauf fallen und drückt (wie die Sekretärin vorhin) auf einen der unzähligen Knöpfe, die sich auf der linken Seite des Schreibtischs auf dem Dispatcher-Terminal befinden. Inzwischen tauchen hinter dem leeren, goldenen Fauteuil zwei leicht bekleidete Frauen auf, mit gesenkten Köpfen raffen sie ihre Kleidungsstücke zusammen und verschwinden hinter einem weinroten, bodenlangen Vorhang im Eck der Fensterfront. Der Informatiker vor dem Schreibtisch bedauert die Frauen. Sicherlich mussten sie ihren Ekel vor dem Alten ebenso sorgfältig unterdrücken wie jetzt er auch.

Kurz darauf betritt ein Kinder-Lakai den Raum. Er serviert auf einem Silbertablett den Tee für eine Person – 'Earl Grey' muss es sein, denn der Duft des Bergamotte-Öls erfüllt den Raum. Dieser Duft wird aus der Frucht der Menarde gewonnen, fällt es plötzlich unnötigerweise dem durstigen Mann in der schmuddeligen Kluft ein. Solche Gedankensprünge kann er eigentlich gar nicht brauchen, schüttelt er unwillig den Kopf. Klüger ist, sich auf das Kommende zu konzentrieren.

Ähnlich den Frauen hält der kleine Lakai den Blick gesenkt. Er arbeitet still – so, wie es ihm eingebläut worden ist, hebt nur kurz fragend den Kopf in seines „Meisters“ Richtung. Der Eskortierte keucht beim Anblick des Knaben auf. Auf diese Reaktion scheint der dürre Alte gewartet zu haben. Er verscheucht den kindlichen Diener mit einem unsanften Klaps und richtet schnarrend das Wort an den jüngeren Mann: „Herrrr Benek, Sie sehen, Ihrem Sohn geht es gut, sehr gut. Ihrem kleinen Töchterchen auch, das kann ich Ihnen versichern, ja versichern. Aber nehmen sie doch Platz.“, befiehlt er. Der andere zieht es vor, vor dem Kommandanten der Söldner stehen zu bleiben, rührt sich nicht vom Fleck. Die Wachleute stoßen ihn in die richtige Richtung, drücken ihn auf einen Schemel neben dem Schreibtisch.

„Benek, Benek!“, tadelt der Handlanger Mun-Dongs. „Ihre Tochter habe ich bei meiner Schwester untergebracht, da ist sie in guten Händen, in den besten. Und ihren Sohn behalte ich selbst im Auge, ja, ich selbst.“ Das kam einer Drohung nahe und war mit Sicherheit so gemeint. Alles Joviale fällt vom Kommandanten ab, als er fordert: „Ergebnisse, Herrr Benek, Ergebnisse!“ Bei ihm musste man sich daran gewöhnen, alles doppelt gesagt zu bekommen. Diese Anleihe nimmt er bei seinem Vorgesetzten. Dabei schnarrt er in einer unverwechselbaren Art und Weise – schließlich will er sich sogar von seinem Idol der Macht in gewisser Weise abheben – er ist schließlich dessen rechte Hand – so will er meinen! So mancher Bedauernswerte wird feststellen, dass zum Ausgleich für die Wortverschwendung des Geiers dessen Zwillingsschwester stumm erscheint. Und bösartig. Umso schlimmer für das kleine, mutterlose Mädchen, das seit zwei Jahren auch noch ohne Vater aufwachsen muss. Das arme Kind ist der Sklavenhalterin ausgeliefert, muss erraten, was die Stumme wünscht, bekommt wahrscheinlich als Antwort auf ängstliche Fragen nur Schläge. Benek schrumpft in sich zusammen, fühlt sich plötzlich so hilflos und klein wie sein Töchterchen. In seiner Brust brennt der Schmerz so heiß. Und heiß wallt Hass in ihm auf. So dringend wünscht er, seine Fäuste in diese verhasste Fratze vor ihm zu versenken! Immer wieder und wieder! „Ts, ts, ts!“, tadelt der Kommandant, der die Körperhaltung Beneks zu lesen weiß. Benek erkennt die Gefahr. Es kostet ihn keine große Kraft, die Fäuste zu öffnen, soblad ihm die Gefahr für seine Kinder bewusst wird. Seine eigene Befindlichkeit tritt in den Hintergrund. Er konzentriert sich, muss wachsam bleiben.

Der „weltbeste“ Computerfachmann Benek – so wurde er seinerzeit in den Medien bejubelt, er würde alles tun, damit seinen Kindern nicht noch Schlimmeres geschieht, er würde sein Leben geben. Für den widerwillig zum Leiter der Nullen-Serverabteilung in Wien avancierten Mann käme fast alles in Frage, schränkt er in Gedanken ein. Der Verrat an der Untergrundbewegung gehört nicht dazu. Also liefert er regelmäßig irgendwelche Ergebnisse, wenn auch nicht die vom Kommandanten gewünschten. Seine Subversivität muss er geschickt tarnen. Das ist ihm klar.

Benek arbeitet in der Zentrale der Zeros seit die Familie vor zwei Jahren auf der Flucht in den nördlich von Wien gelegenen „Freistaat Benes“ aufgegriffen worden ist, wohin der Vater mit den Kindern gelangen wollte, weil er gehört hatte, dass man dort Computer-Fachleute suchte und weil ihm außerdem der Name des Sekten-Staates gefällt. Das Wortspiel wandte er den Kindern gegenüber gerne an und sie lachten jedes Mal: „Die Beneks gehen nach Benes.“ Seine Aufgabe hier bei den Zeros, diesen verfluchten Nullen, lautet, die Kommunikation der 99,9% zu verfolgen, die Codes zu knacken, deren Server zu finden. Doch was immer er in dieser Angelegenheit unternimmt, es widerstrebt ihm. Er, der Freigeist, muss sich überwinden, damit seine Kinder überleben.

Längst hat der Fachmann herausgefunden, dass die Untergrundbewegung wechselweise über das Standard-Netz und über Satelliten in Verbindung steht. Das nahm man in der Zero-Zentrale ohnehin an. Der Kommandant war mit dem mageren Ergebnis sehr unzufrieden gewesen, forderte nützlichere Informationen vom verzweifelten Vater, erzählte ihm von dem „überaus strengen“ Ausbildner im Lakaien-Schulungsort Bratislava, wohin er, der Kommandant den jungen Benek zu schicken gedachte. Vorerst wollte er den Buben „zum Eingewöhnen“ in der Wiener Anstalt unterbringen. Damit hatte der Alte dem Vater eine Rute ins Fenster gestellt. Benek senior arbeitete danach Tag und Nacht. Das ist kein Problem für ihn. Ohnehin raubt ihm die Sorge um seine Kinder den Schlaf. Außerdem kennt er das Informatiker-Problem „Nachtschicht“ seit frühester Jugend: man übersieht am Computer die Zeit. Im Gegensatz zu früher spielt er keine Computerspiele oder surft zum Vergnügen. Wenn er beim Rasieren in den Spiegel blickt, sieht er einem vorzeitig ergrauten Mann in das ansonsten glatte Gesicht. Monate später fand er über die IP-Adressen den Standort von einem Bonner Server und einem Pekinger Server heraus, verriet aber dem Kommandanten notgedrungen nur einen Standort. Dafür durfte sein Sohn in Wien bleiben. Jetzt fordert der Adlatus des mächtigsten Medienmoguls der Welt neue Resultate. Alle paar Wochen muss der Informatiker „liefern“.

Nach einundeinhalb Jahren bei den Zeros überzeugte Benek den Kommandanten, dass das Aufgreifen der Computer-Leute der Prozentos kontraproduktiv für seine Arbeit ist. Denn wie soll er die Server finden, wenn die Leute ständig gewarnt werden und sie nicht regelmäßig nutzen. Seitdem lässt man die Prozentos fast schon in Ruhe. Das war ein kleiner Sieg für Benek.

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