Günther Kernhoff - Das letzte Opfer
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Als sie das Zimmer wieder betrat, sagte keiner der Anwesenden ein Wort. Einige waren eingeschlafen, wo sie gerade saßen oder lagen, auch die kleine Elsa schlief auf ihrem Stuhl. So vergingen die Stunden, der Zeiger der großen Wanduhr zeigte auf vier. Plötzlich geschah es, ein kräftiges Gepolter an der Haustür ließ die Leute aufschrecken, und dann stand auch schon ein Sonderkommando von drei SS Leuten im Zimmer. Der Scharführer nahm das Wort, er brüllte nicht, sondern wünschte ganz freundlich einen Guten Morgen. Dann sagte er: “Sie kommen in ein Arbeitslager, und jetzt darf ich die Herrschaften bitten sich zum Zählappell nach draußen zu begeben, das Taxi wartet schon.”
Die übernächtigten Menschen folgten der Aufforderung widerstandslos, gingen aus dem Haus und stellten sich in einer Reihe auf. In der Nähe stand ein offener Militärlastwagen, an welchem sich ein SS-Mann zu schaffen machte. Der andere zählte die Leute und wandte sich an den Scharführer: “Es sind nur neunzehn Personen, ein Kind fehlt.”
Der Scharführer kramte einen Zettel aus seiner Hosentasche. “Es müssen zwanzig Personen sein, zwei Kinder sind hier aufgeführt, ein Junge und ein Mädchen”. Er sprach sehr leise, beinahe höflich, dabei sah er Maria an, die mit der kleinen Elsa auf dem Arm wie verloren da stand.
“Wo ist der Junge, du bist doch die Mutter?”
“Er ist gestern gestorben, wir haben ihn im Garten vergraben”, konnte sie nur mühsam hervorbringen.
Der Scharführer grinste diabolisch. “Wenn das wahr ist, so macht das auch nichts, ein Esser weniger, zur Arbeit ist er ohnehin nicht zu gebrauchen.”
Doch plötzlich erfasste ihn die kalte Wut, er ging auf Maria zu und schnauzte sie an. “Oder habt ihr ihn versteckt?”
“Nein, er ist tot”, schrie Maria.
Plötzlich fing die kleine Elsa an, lauthals zu schreien und hörte nicht mehr auf.
Das brachte den Scharführer völlig in Rage, er entriss Maria das schreiende Kind, fasste es an den Beinen, ging zur Hauswand und schleuderte es mit dem Kopf dagegen. Das tote Mädchen ließ er achtlos auf dem Boden liegen. Maria fiel in Ohnmacht, die SS-Männer hoben sie auf und warfen sie auf den Lastwagen. Dann befahlen sie den fassungslosen Leuten, ebenfalls den Lastwagen zu besteigen. Der Scharführer mahnte zur Eile, die Ladeklappe wurde geschlossen und der Wagen fuhr mit seiner traurigen Fracht zum Bahnhof der Kreisstadt. Dort stand ein Güterzug bereit, der die Insassen in den sicheren Tod bringen sollte. Das wussten die Leute natürlich noch nicht, aber sie ahnte es.
Und so geschah es, sie kamen ausnahmslos alle ins Gas.
Einer jedoch hatte überlebt, der kleine David!
Am anderen Morgen fand ihn der Vorarbeiter, als er in den Stall gehen wollte, um die Tiere zu füttern.
“Christa komm mal her, hier liegt was auf der Treppe!”
Seine Frau lief zur Treppe hin und hob das Bündel auf. Zwei große, dunkle Kinderaugen sahen sie staunend an, dann huschte ein Lächeln über das Gesicht des Kleinen.
“Es ist der kleine David von nebenan”, rief Christa, “sie sind vorige Nacht abgeholt worden und haben ihn hier versteckt!”
Ihr Mann, der Vorarbeiter Erich Damrau, räusperte sich. “Was sollen wir nun mit ihm machen, wir haben schon acht Kinder im Haus, und wenn die Nazis Nachforschungen anstellen, sind wir dran.”
Doch seine Frau hatte schon ihren Entschluss gefasst. “Der Junge bleibt bei uns, die kommen nicht mehr wieder, und ein Esser mehr oder weniger spielt auch keine Rolle. Er gehört einfach zu unserer großen Kinderschar dazu.”
Erich Damrau überlegte kurz und stimmte seiner Frau zu. “Ich denke, wir können das so machen, wir dürfen nur niemanden etwas sagen, nur unser Bauer muss informiert werden, aber der hält auf jeden Fall dicht. Außerdem hoffe ich, dass der ganze Spuk bald vorbei ist, und dann wird keiner mehr danach fragen.”
Erich war parteilos, aber als einfacher Arbeiter links eingestellt und hatte nie viel von den Nazis gehalten und ihr Verhalten missbilligt. Trotzdem wurde er von ihnen nicht weiter behelligt, und auch nicht, wie die anderen Hofarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen. Wahrscheinlich hatte sich Bauer Fritz schützend vor ihn gestellt, weil er seinen besten Mann dringend brauchte. So wurde Bauer Fritz über den Familienzuwachs unterrichtet und damit war die Sache erledigt.
Nach einem weiteren Jahr war der Krieg zu Ende, und mit David war nichts passiert, er gehörte zur Familie und hieß jetzt Heinz.
2. Das Kriegsende
Als im Frühjahr 1945 der Krieg seinem Ende entgegenging, wurde das von den Menschen ganz verschieden wahrgenommen. Alle warteten jedoch darauf, denn dass er verloren war, ließ sich nicht mehr leugnen. Die im Reichsgebiet befindlichen sogenannten Fremdarbeiter hofften natürlich auf ihre Befreiung durch die einmarschierenden alliierten Truppen, während die deutschen Menschen der Besetzung durch die Siegermächte mit Bangen entgegen sahen. Die Alliierten hatten im Osten wie im Westen die Reichsgrenzen überschritten und bestimmten bereits das Geschehen in den von ihnen besetzten Gebieten. Hier war der Krieg schon vor der bedingungslosen Kapitulation beendet, während andernorts noch verbissen gekämpft, und sinnlose Einsätze gegen einen übermächtigen Gegner befohlen wurden. Unendliches Leid hatte der Krieg nicht nur den Menschen in den angegriffenen Ländern, sondern auch der deutschen Bevölkerung gebracht, und im Stillen wurde sein Ende von den Meisten sehnsüchtig erwartet. Was würde jetzt kommen? Was hatte man von den Siegern zu erwarten? Wie würden sie sich rächen? Diese Frage bezog sich vorwiegend auf die Russen, denen wurde ja von den deutschen Besatzern unermessliches Leid zugefügt, und es war zu erwarten, dass die russischen Soldaten sich dafür rächen würden. Durch die Nazi-Propaganda war immer wieder verbreitet worden, dass die Russen Barbaren und Untermenschen seien, von denen nichts Gutes zu erwarten wäre. So waren es eigentlich nur die Fremdarbeiter, welche der Ankunft der sowjetischen Truppen hoffnungsvoll entgegen sahen und sie als echte Befreiung verstanden.
Die deutschen Landser waren kriegsmüde nach all dem Schlamassel, welches sie in den vergangenen Jahren erlebt hatten, außerdem konnten sie gegen die Übermacht der Gegenoffensive ohnehin nichts ausrichten. So kam es, dass viele Ortschaften in den letzten Kriegswochen kampflos übergeben wurden. Plötzlich tauchten russische Panzer auch in Windhusen auf. Im Dorf waren kurz vorher bereits weiße Fahnen gehisst worden. Die Panzer, es waren nur zwei, hielten auf dem Marktplatz des Dorfes und wurden sofort von einigen polnischen Fremdarbeitern umringt. Die Panzerfahrer stiegen aus und unterhielten sich mit ihnen, offensichtlich gab es keine Verständigungsschwierigkeiten. Die deutschen Dorfbewohner waren natürlich nicht zu sehen, sie hatten sich versteckt, oder waren in ihren Wohnungen geblieben und beobachten, am Fenster hinter der Gardine versteckt stehend, das Geschehen.
So ging es auch Alfred Hitschke, er hatte schon rechtzeitig alles belastende Material im Büro in der unteren Etage verbrannt. Ebenso hatte er seine Parteiuniform und alles, was dazu gehörte, entfernt und unauffindbar gemacht. Er war jetzt in Zivil und hoffte so diese unruhige Zeit überstehen zu können. Nun hatte er sich mit seiner Frau und der acht Monate alten Helga in der Wohnung versteckt. Nachdem er durch das Fenster geschaut, die weißen Fahnen und die heranfahrenden russischen Panzer gesehen hatte, konnte er nur hoffen, dass die einziehenden Untermenschen ihn nicht erkennen würden. Alfred Hitschke blieb am Fenster stehen und beobachtete das Szenarium auf dem Marktplatz. Jetzt fuhr ein, mit Offizieren besetzter, Jeep vor. Sie stiegen aus und unterhielten sich mit den Polen. Dann fuhren noch mehrere Lastwagen mit Soldaten vor, so dass der Platz jetzt mit sowjetischem Militär angefüllt war. Die Soldaten warteten, ungeordnet herum stehend oder sitzend, offensichtlich auf weitere Befehle. Die Offiziere dagegen unterhielten sich immer noch mit den Fremdarbeitern. Ihnen galt Alfred Hitschkes besondere Aufmerksamkeit, denn unter ihnen befand sich der polnische Jude Oleg, der von der Deportation verschont geblieben war. Der Bauer, bei dem er als Zwangsarbeiter eingesetzt gewesen war, hatte den damaligen Blockleiter dringend gebeten, diesen Mann vorerst noch behalten zu dürfen. Er sei sehr fleißig und würde dringend gebraucht. Alfred Hitschke hatte dem damals stattgegeben. Jetzt konnte er beobachten, wie der mit den russischen Offizieren sprach. Dabei zeigte er mit dem Arm auf seine Wohnung, und Alfred Hitschke atmete auf, denn er vermutete, dass der polnische Jude zu seinen Gunsten sprechen würde. Auch wenn er eigentlich nicht viel zu seinem Überleben beigetragen hatte, denn der polnische Jude gehörte zu den Kriegsgefangenen, die ohnehin gesondert von den deutschen Juden zu behandeln waren. Der erneute Fingerzeig auf das Gemeindehaus und seine Wohnung bestärkte ihn in seiner Überzeugung, dass Oleg nur Gutes über ihn berichtet hatte. Er entfernt sich vom Fenster und setzte sich erleichtert aufatmend auf die Couch. Seine Frau stand derweil an der Zimmertür und beobachtete ihn besorgt. “Was wird nun werden?”
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