Wer in einer Mietwohnung wohnt, muss zunächst abklären, ob Katzenhaltung erlaubt ist. Dies sollte am besten schriftlich und vor dem Einzug der Samtpfote geschehen.
Katzen verlieren viele Haare. Katzenhalter werden immer wieder in der Wohnung und auf der Kleidung mit den Haaren kämpfen. Katzenstreu findet sich in der gesamten Wohnung wieder. Es bleibt oft in den zarten Pfoten hängen.
Kleine Katzen können schon mal eine Wohnung durcheinanderbringen. Auch damit sollten die Besitzer zurechtkommen.
Katzen lieben unterschiedliche Spielzeuge, Kartons, in denen sie sich verstecken können. Eine gewisse Unordnung gehört dazu.
Katzen erbrechen ab und zu Futter oder Gras oder würgen Haarballen hervor. Sie können auf dem Weg von der Katzentoilette in einen anderen Raum Kot oder Urintropfen verlieren. Diese Hinterlassenschaften müssen dann beseitigt werden. Ältere Katzen werden gelegentlich inkontinent oder dement.
Vor der Anschaffung steht die Frage im Raum, ob es eine Hauskatze oder eine Rassekatze sein soll. Alter und Geschlecht müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Gerade bei mehreren Katzen sollten Interessenten sich beim Kauf und bei einer geplanten Zusammenführung beraten lassen.
Soll möglicherweise ein behindertes Tier einziehen? Hier gilt es, sich zuvor ausgiebig über die Besonderheiten zu informieren. Blinde oder taube Katzen haben verschiedene Bedürfnisse.
Soll es eine Katze aus dem Tierheim sein, von einer Privatperson oder eine Rassekatze vom Züchter?
Geeignet ist die Katze, die sich für „ihren Menschen“ entscheidet. Die Katze sucht sich ihren Besitzer aus und wird auf ihn zugehen.
Die Augen müssen sauber und klar, die Ohren innen sauber sein. Die Nase kann feucht sein, aber es darf kein Ausfluss vorhanden sein.
Zähne und Zahnfleisch sollten kontrolliert werden. Die Zähne müssen weiß sein, das Zahnfleisch rosa. Die Katze darf keinen auffälligen Maulgeruch haben.
Die Katze sollte einen aufgeweckten und fitten Eindruck machen.
Sie sollte sicher laufen und keine Auffälligkeiten im Gangbild haben.
Das Fell sollte einen feinen und seidigen Glanz haben.
Bei Jungkatzen ist ein gerundeter Bauch normal, sollte er aber aufgebläht sein, liegt eventuell ein Wurmbefall vor. In diesem Fall ist eine sofortige Untersuchung durch den Tierarzt erforderlich. Der After muss sauber sein, ansonsten könnte die Katze unter Durchfall oder Verstopfung leiden.
Ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt und ein Impfausweis (Grundimmunisierung) gehören dazu. Die Katze sollte bereits gechippt sein. Eine Kotuntersuchung kann belegen, dass kein Wurmbefall vorliegt. Ob die Katze später in Intervallen geimpft werden soll, können die Halter selbst entscheiden.
Bei einer Rassekatze erhält der Käufer einen Stammbaum dazu. Es sollte beim Kauf mit dem Züchter abgesprochen werden, ob mit der Rassekatze weiter gezüchtet werden soll. Ansonsten besteht sehr oft die Möglichkeit, dass der Züchter die Katze vor dem Umzug bereits kastrieren lässt (abhängig vom Alter).
Ein Kaufvertrag muss zwingend geschlossen werden.
Die Katze sollte in der Familie aufgewachsen sein und nicht in separaten Räumen, von der Familie getrennt.
Die meisten Verkäufer schauen sich das neue Zuhause an, bevor die Katze endgültig umzieht. Einige Züchter bringen die Katze persönlich am Umzugstag vorbei.
Eine Katze sollte nicht nur aufgrund ihres Aussehens oder ihres Geschlechts ausgewählt werden. Wichtig sind vor allem die Charaktereigenschaften der Katze, die ihre neue Familie viele Jahre begleiten wird.
Was tun, bevor die Katze umzieht?
Giftige Pflanzen müssen verschenkt oder entsorgt werden.
In Raucherhaushalten muss die Katze sich zumindest in rauchfreien Räumen aufhalten können. Oder der Einzug der Katze ist eine Gelegenheit, das Rauchen aufzugeben. Die Katze nimmt das Nikotin durch das regelmäßige Putzen über ihr Fell auf. Es gibt sehr viele Katzen, die an Krebs erkranken.
Die Wohnung sollte katzengerecht eingerichtet sein. Die Katze sollte einen Kratzbaum haben oder eine Kratzsäule sowie genügend Schlafplätze, Versteckmöglichkeiten und Spielzeug. Viele Katzen mögen gerne Kratzwellen oder Kratzmatten.
Eine Bürste für die Pflege des Fells, außerdem Katzentoiletten, Schaufel und Katzenstreu gehören zur Grundausstattung.
Der Katze sollte nur hochwertiges Nassfutter bekommen und möglichst kein Trockenfutter. Eine alternative Fütterungsmethode ist das Barfen (BARF = biologisch artgerechte Rohfütterung).
An den Tagen nach der Ankunft sollte die Katze das Futter bekommen, welches sie bisher gefressen hat. Wenn die Katze sich in ihrem neuen Zuhause wohlfühlt, kann eine langsame Futterumstellung erfolgen. Ansonsten kann es, gerade bei jüngeren Katzen, zu Durchfallerkrankungen kommen.
Trink- und Wassernapf sollten aus Keramik sein und mindestens im Abstand von zwei Metern aufgestellt werden. Eine Katze sollte mehrere Trinknäpfe zur Verfügung haben. Näpfe aus Plastik sind ungeeignet, da diese Schadstoffe abgeben können.
Ein Transportkorb, vor allem für Besuche beim Tierarzt, sollte vorab bereitstehen. Eine weiche und waschbare Einlage ist gemütlich und praktisch zugleich. Der Transportkorb sollte stabil, jedoch einfach zu öffnen sein und eine problemlose Reinigung ermöglichen. Ein Weidenkorb mit einem runden Ausstieg ist zwar sehr schön anzusehen, eignet sich aber nur bedingt für den Transport. Er ist schwer zu reinigen, die Katze kann sich dort festkrallen und nur schwer aus dem Korb geholt werden.
Spielzeug muss vorhanden sein. Jede Katze hat ihre Vorlieben für bestimmte Spielzeuge, das wird jeder Katzenhalter nach und nach herausfinden. Es ist möglich, dass sich dies im Alter ändert.
Welche Katze sollte einziehen?
Die Katze sollte zum Besitzer und dessen Leben passen.
Sehr alte Katzen sind unendlich dankbar, wenn sie noch ein schönes Zuhause erhalten. Sie sind jedoch häufig chronisch krank und benötigen viel Zeit und Zuwendung. Es können hohe Kosten durch den Kauf von Medikamenten und Tierarztbesuchen entstehen. In manchen Fällen werden diese vom Tierheim übernommen, wenn die Katze von dort stammt.
Für eine blinde oder taube Katze muss vielleicht die Wohnung etwas verändert werden. Blinde Katzen brauchen eine ruhige Umgebung, da sie leicht erschrecken. Die Wohnungseinrichtung sollte nach dem Einzug der Katze nach Möglichkeit nicht verändert werden und die Katze benötigt geregelte Tagesabläufe. Das trifft ebenfalls auf nicht-blinde Katzen zu. Aber für blinde und für taube Katzen ist das noch viel wichtiger.
Taube Katzen müssen möglichst viel Blickkontakt mit ihrem Besitzer haben. Tierhalter können sich mit einer tauben Katze durch Zeichen verständigen. Da einer tauben Katze die akustischen Reize fehlen, ist für sie das Thema „Gefahren im Haushalt“ noch weitaus wichtiger. Sie hört nicht, wenn sie eine Vase umwirft und ihr passiert das vielleicht beim nächsten Mal erneut. Eine hörende Katze würde sich erschrecken und weglaufen.
Es sollte überlegt werden, ob einer Katze Freigang gewährt oder ein Balkon oder Garten katzensicher gestaltet wird. Insbesondere für taube Katzen kann ein ungesicherter Freigang lebensgefährlich sein.
Wann sollte die Katze umziehen?
Eine Jungkatze sollte nicht vor der 12. Lebenswoche in ein neues Zuhause wechseln, orientalische Katzen besser erst ab der 16. Lebenswoche. Die Sozialentwicklung wird so nicht gestört. Diese Geduld sollte aufgebracht werden. Eine zu frühe Trennung von der Mutter kann bei der Jungkatze später oft zu Verhaltensproblemen führen.
Der Name sollte dem Besitzer und der Katze zusagen und praktikabel sein. Er sollte aus zwei bis drei Silben bestehen.
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