Petra Hartmann - Ulf

Здесь есть возможность читать онлайн «Petra Hartmann - Ulf» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ulf: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ulf»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang:
Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann.
Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich …
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort «Bologna» nur eine Spaghettisauce verbanden.

Ulf — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ulf», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Jettchens Augen füllten sich mit Tränen. Aber Ulf konnte ihr nicht gut etwas geben.

In diesem Moment hörte er schwere Schritte heranplatschen. Es war Pastor Dörmann, der nun auf die beiden zukam. Dörmann war Pastor in Starnsum, solange Ulf und Jette sich überhaupt zurückerinnern konnten. Aber in all den Jahren hatte es noch kein Starnsummer herausgebracht, ob Dörmann nun katholisch oder evangelisch war. Peter Dörmann schwieg sich ebenso beharrlich darüber aus, wie er den Bischöfen beider Konfessionen Paroli bot. Lebend, so hatte er geschworen, würde ihn jedenfalls keiner aus seinem Amt herausbekommen.

„Ah, der Herr Studiosus“, grüßte er schon von weitem. „Wann soll's denn losgehn?“

„Ich fahre morgen früh“, sagte Ulf. „Da habe ich noch eine Woche Zeit mich einzuleben, bevor die Vorlesungen anfangen.“

Dörmann hatte den schlammverschmierten Harraß auf den Arm genommen und knuddelte ihn. „Na, Jettchen“, fragte er dann, „und du? Du machst ja ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.“

Jettes Miene heiterte sich auf. Sie schüttelte die leere Sammelbüchse und fragte: „Spenden Sie etwas für die Überschwemmungsopfer von Köln?“

Dörmann war sichtlich betroffen. „Das kann ich nicht machen“, sagte er schließlich und setzte Harraß auf den Boden.

„Ihre Lehrerin hat ihr das aufgeschwatzt“, erklärte Ulf.

„Weißt du was, Jette“, schlug Dörmann vor, „ich gehe morgen einfach mit dir zur Schule und spreche ein paar Takte mit deiner Lehrerin.“

Jettchen nickte ernsthaft. „Ja, das ist wohl das beste.“ Sie schob die Büchse in die Tasche ihres Anoraks. „Aber nicht vergessen.“

„I, wie werd ich denn“, sagte Dörmann. Er strahlte über sein ganzes Gesicht. Doch plötzlich zuckte er zusammen. „Was war das?“

Ulf hatte es auch gehört. Aber was genau es war, wusste auch er nicht zu sagen. Dabei hatte er immer geglaubt, er kenne alle Geräusche, die während einer Überschwemmung vorkommen konnten. Aber dieses hier ... Er lauschte. Es klang wie: „Wäääääääääääääääääääh blubbberblubberblubber Wäääääääh!“

„Hört sich an wie ein ertrinkendes Baby“, witzelte er und zuckte die Achseln. Da war Dörmann schon losgespurtet, und Ulf und Jette hatten Mühe, ihn einzuholen. Erst an der alten Glitta-Brücke, die nun mitten im Wasser stand, hielt der Pastor inne und horchte.

„Da!“, schrie er und wies mit der Hand auf ein vollkommen umspültes Weidengebüsch am gegenüberliegenden Ufer. Dort war ein kleines Körbchen angespült worden, aus dem die sonderbaren „Wääääh“- und „Blubb“-Laute drangen. Wobei die „Blubbs“ nun deutlich in der Überzahl waren.

„Los, Harraß“, forderte Ulf den Dackel auf. „Apport.“ Doch das Tier schaute ihn nur vorwurfsvoll und etwas beleidigt an und drehte sich dann demonstrativ in die andere Richtung.

„Du wirst hinschwimmen müssen“, stellte Dörmann fest.

„Ich???“, fragte Ulf. „Kommt überhaupt nicht infra-“

„Verdammtnochmal, du schwimmst da jetzt sofort hin!“, brüllte Dörmann und stieß ihn in den Nacken.

Ulf verlor das Gleichgewicht und stürzte in die kalte braune Brühe. Prustend und schimpfend kam er wieder an die Oberfläche, besann sich dann aber doch auf das Körbchen und kraulte hinüber. Die Strömung war hier ziemlich stark, und wenn er nicht ertrank oder von einem der treibenden Baumstämme erschlagen wurde, so war ihm zumindest eine anständige Erkältung sicher. Wütend grapschte er nach dem schreienden und blubbernden Körbchen und kämpfte sich damit zurück zu Jettchen und Dörmann.

Die Kraftausdrücke, die er dem rücksichtslosen Seelsorger um die Ohren hauen wollte, blieben ihm allerdings im Hals stecken, als der Geistliche das Körbchen öffnete.

„Nun schaut euch mal an, was uns da für ein seltsamer Fisch ins Netz gegangen ist“, rief Dörmann aus und hob ein kleines, lautstark plärrendes Baby aus dem halb mit Wasser gefüllten Korb. Geistesgegenwärtig fing Ulf einen Zettel auf, der aus den Decken des quäkenden Bündels herausflatterte. Er faltete ihn auseinander und las laut vor, was augenscheinlich eine sehr schreibungewohnte Hand in ungelenken Buchstaben auf das Papier gemalt hatte:

„NAME JOHANNA, BiTTE GUTSEiN.“

2. Kapitel: Stationen einer Reise

Starnsum in der Glitta

Als Ulf am nächsten Morgen in eklig klammen und kalten Gummistiefeln zum Postamt von Starnsum gewatet kam, waren Jettchen und Dörmann bereits da. Dörmann schob eben das dunkeläugige Flusskind über den Tresen hinüber zu Frau Niemeyer, die öfter mal die Kinder der Starnsummer in Verwahrung nahm. Ulf selbst hatte einen Großteil seines Lebens in Frau Niemeyers Postamt zugebracht.

Er wuchtete seinen schweren Koffer ebenfalls auf den Tresen und stellte fest, dass er noch einige Minuten Zeit hatte, bis der Traktor kam, um sie zum nahegelegenen Bahnhof von Barkhenburg zu transportieren. In Zeiten des Hochwassers wagte sich grundsätzlich kein Bus in diese Gegend. Nur Hoffmeisters Traktor fuhr dreist weiter querfeldein und nahm schon mal ab und zu Passagiere mit. An solchen Tagen wurde dann die kleine Post von Starnsum zur Traktorhaltestelle.

Johanna wurde zusammen mit dem posteigenen Teddybären Rolfi, mit dem schon ganze Generationen von Starnsummern gespielt hatten, in der Paketablage verstaut. Da war sie gut aufgehoben, solange Dörmann in der Stadt zu tun hatte.

Ulf kramte ein Fünfmarkstück aus der Hosentasche und kaufte noch rasch ein paar Briefmarken. Die würde er zwar in Hannover auch nicht wesentlich teurer kriegen, glaubte er, aber über dem Tresen von Frau Niemeyer schwebte nun einmal seit der Zerschlagung der Post unverscheuchbar der Pleitegeier, und wenn der Umsatz nicht hoch genug war, würde der Schalter bald unweigerlich geschlossen werden. Da musste man wenigstens noch ein paar Mark investieren, fand Ulf.

Er sah sich noch einmal um in dem kleinen Raum, der bei seiner Rückkehr vielleicht schon leergeräumt sein würde. Die Wände waren seit Jahren schon nicht mehr gestrichen worden, und das ständige Hochwasser trug auch nicht gerade zur Verschönerung bei. Dafür stand aber immer eine Schale mit Bonbons bereit, aus der er, Dörmann und Jettchen sich auch heute wieder reichlich bedient hatten, das machte das Zimmer wieder etwas wohnlicher. An der Tür hingen die Fahndungsfotos von Terroristen, die schon vor 25 Jahren geschnappt worden waren, daneben der vergilbte Steckbrief von Simon Fischer aus derselben Zeit; der hatte damals in Hildesheim das Hauptpostamt überfallen und 20.000,- DM erbeutet. Die Polizei bat immer noch um sachdienliche Hinweise und versprach eine Belohnung. Ulf lachte leise. Er würde denen nicht mal die Uhrzeit sagen.

„Da ist noch Post für Sie, Herr Pastor“, sagte Frau Niemeyer und kramte einige an „Herrn Peter Dörmann, Pastor in Starnsum“ adressierte Briefe hervor. Einer trug den Stempel des Hildesheimer Bischofs. Dörmann stopfte sie alle zusammen in seine Jackentasche. Dann fuhr draußen der Traktor vor, und die drei verließen die Post.

*

Einziger und Hauptbahnhof Barkhenburg

Hoffmeister hatte Ulfs Koffer noch bis zum Bahnsteig getragen. Das wollte Ulf zwar eigentlich lieber selbst tun, aber Hoffmeister bestand darauf, „wo der Junge doch bald einen studierten und gebildeten Menschen werden würde.“

Der Koffer war wirklich sehr schwer. Ulf hatte ihn randvoll mit Büchern gepackt. Seine anderen Sachen wollte ihm die Mutter mit der Post nachschicken, aber von den Büchern trennte er sich eben nicht so gern.

„Weißt du, Ulf“, sagte Hoffmeister abschließend, „ich denke mir ja, wenn du erstmal alles gelernt hast, was in den Büchern steht, dann kannst du auch was gegen das mit dem Hochwasser machen.“

Ulf wusste nicht so recht, was er darauf sagen sollte. Er würde nicht als Jurist oder Hydrostatiker zurückkommen. Aber er brachte es nicht fertig, Hoffmeister über die Natur seines Studiums aufzuklären. Außerdem hatte er den alten Bauern noch nie im Leben einen so langen und zusammenhängenden Satz sprechen hören. Hoffmeister, der aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft von den Starnsummern immer wieder mit überwältigender Mehrheit zum Ortsvorsteher gewählt wurde, war leider alles andere als ein brillanter Redner. Stotternd, herumdrucksend und undeutlich artikulierend war er stets von jedem Behördenvertreter ohne Probleme über den Tisch zu ziehen. Kein Wunder, dass der aalglatte Gemeindedirektor Vettermann da Oberwasser behielt. Und nun so ein langer Satz von Hoffmeister. Ulf versprach, sein Bestes zu geben (das hatte er sowieso vor), und überlegte, ob Starnsum nicht einfach medienwirksamer absaufen konnte. Das würde vielleicht zu machen sein ...

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ulf»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ulf» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ulf»

Обсуждение, отзывы о книге «Ulf» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x