Friedrich Gerstäcker - In Mexiko Bd. 1

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Dass ein österreichischer Prinz Kaiser von Mexiko wurde, begeisterte seinerzeit ganz Europa. Man nahm großen Anteil am Schicksal des Erzherzogs Ferdinand von Österreich und seiner Frau Marie Charlotte, einer Prinzessin aus Belgien. Napoleon III. hatte Truppen nach Mexiko geschickt und vertrieb den Präsidenten Benito Juarez, setzte den Kaiser dafür ein und – prompt kam es zu neuen Aufständen. Der Klerus im Lande, der Maximilian anfänglich förderte, wandte sich gegen ihn, als er ihre Forderungen nicht erfüllte.
Friedrich Gerstäcker reiste wenige Monate nach der Erschießung des unglücklichen Kaisers durch Mexiko und erhielt Berichte über die Ereignisse aus erster Hand geliefert. Eine wichtige Quelle wurde für ihn der Hoffriseur der Kaiserin, der eine Weile mit ihm zusammen reiste. Gleich nach seiner Rückkehr veröffentlichte Gerstäcker seinen Reisebericht, und 1870 als einer der ersten deutschsprachigen Romanautoren sein damals vierbändiges Werk, das zu einem beliebten Roman der Zeit wurde. Hier liegt er nun in ungekürzter und unbearbeiteter Ausgabe wieder vor, so wie vom Autor für die Werkausgabe persönlich eingerichtet.

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„Wir danken Ihnen für die Auskunft, Admiral," sagte der Kaiser ruhig und wieder mit einem leisen Spott um die Lippen, indem er sich zu seiner Gemahlin wandte und ihr den Arm bot. „Wir werden aber trotzdem hier die Ankunft der Behörden erwarten müssen, und dann erst unsere weiteren Beschlüsse fassen."

Damit ließ er den Contreadmiral stehen und stieg mit der Kaiserin in die Kajüte hinab. -

Jetzt schienen sich aber doch auch die Bewohner von Vera-Cruz ermannt zu haben und vielleicht zu fühlen, daß man eine Unschicklichkeit dem Kaiser gegenüber begehe. Die beiden Minister Salas und Almonte waren ebenfalls herbeigeschafft; ihnen schlossen sich die Spitzen der Behörden von Vera-Cruz an, um die Majestäten zu begrüßen. Die Schiffe im Hafen flaggten, ebenso die ganze französische Flotte, und als der Abend einbrach, donnerten - freilich etwas spät - die Salutschüsse vom Fort Ulloa. Die Kuppeln des gegenüberliegenden Vera-Cruz glühten in bengalischem Feuer, und aus der Stadt wie von den Kriegsschiffen aus stiegen zischend und strahlenwerfend die Raketen hoch in die Luft hinauf.

Das Kaiserreich hatte begonnen. Der Monarch war mit dem Land, wenn er auch noch keinen Fuß darauf gesetzt, in Verbindung getreten, und was auch jetzt geschah, ein Rücktritt war nicht mehr möglich.

Am nächsten Morgen, nach einer ziemlich unruhig verlebten Nacht, und nachdem erst Messe an Bord gelesen und ein flüchtiges Frühstück eingenommen worden, bestiegen die Majestäten mit ihrer Begleitung die Boote und ruderten jetzt dem festen Land entgegen - aber es blieb das dort trotzdem ein kalter, fast unheimlicher Empfang. Allerdings hatte man /25/ in der Eile einige Triumphbögen errichtet, Böller wurden gelöst und aus einzelnen Fenstern auch Tücher geschwenkt und Blumen geworfen; doch war es augenscheinlich, daß die Bewohner der Hafenstadt noch selber gar nicht wußten, wie sie sich eigentlich zu benehmen halten, oder was sie thun oder lassen sollten.

Gerade s i e hier, mit der Welt in steter Verbindung, und genau davon unterrichtet, was diese über den Zug des Erzherzogs dachte und welches Schicksal sie ihm prophezeite, wurden durch das Plötzliche seines Erscheinens nicht allein überrascht, sondern auch wirklich in Verlegenheit gebracht. Sie kannten den neuen Kaiser ja noch gar nicht, ob er es wirklich gut mit dem Lande meine, oder ob ihn nur die Lust zu Abenteuern hier in das ferne Reich getrieben: ein Versuch, eine Krone zu gewinnen, der er, wenn sich Alles ungünstig gestaltete, auch eben so leicht wieder entsagen konnte. Sie aber blieben dann mit ihrem Vermögen und Eigenthum festgebannt im Reich, und wenn die Regierung bald einmal wieder wechselte und sie sich jetzt zu großartigen Demonstrationen verleiten ließen, so durften sie sich auch darauf verlassen, daß sie später dafür büßen mußten. Und außerdem - war nicht Oesterreich selber ein streng ultramontaner Staat, mit einem damals noch durch nichts gebrochenen Concordat, das der Regierung, einer übermüthigen Hierarchie gegenüber, Hände und Füße zusammengeschnürt hielt? Und was wußte man mehr von dem Bruder des österreichischen Kaisers, als daß er ein intelligenter und braver, ja, wie das Gerücht ging, auch ziemlich freisinniger Mann sei - aber blieb er das auch, sobald er eine Krone trug? - Wie oft haben wir in Europa schon die Erfahrung gemacht, daß man - mit der Regierung eines Fürsten nicht zufrieden - die größten Hoffnungen auf den Kronprinzen oder Erbfolger setzte, bis dieser dann die Regierung an- und nach einer kleinen Weile genau in die Fußstapfcn seines Vorgängers eintrat.

Hätten sie gewußt, welches warme, treue Herz Maximilian dem Lande entgegenbrachte, - auf ihren Händen würden sie ihn in die Stadt getragen haben.

Außerdem konnte aber der neue Kaiser auch zu keiner un-/26/günstigeren Zeit in Vera-Cruz eintreffen, als gerade jetzt, wo das gelbe Fieber wirklich mit außergewöhnlicher Schärfe sein Reich begonnen. Wer überhaupt die Stadt verlassen konnte, entzog sich dem grimmen Feind durch die Flucht, und das eigentliche Volk, das zurückgeblieben? Lieber Gott, das war, wie schon gesagt, daran gewöhnt, seine Herrscher zu wechseln. Es sah in dem Erscheinen eines neuen nicht das geringste Außergewöhnliche und mochte sich am allerwenigsten dafür begeistern. Wer wußte denn überhaupt, wie lange er blieb, und das Resultat durften sie deshalb ruhig abwarten.

Der Empfang war trotzdem im Ganzen nicht unfreundlich, und man hätte ihn unter anderen Umständen sogar einen herzlichen nennen können, aber er wirkte dennoch erkältend auf das Herrscherpaar. Wie Maximilian sich nach dem Lande gesehnt, von dem er glaubte, daß es ihn fast einstimmig zum Kaiser ausgerufen, so schien er auch gehofft zu haben, daß er von dem mexikanischen Volke empfangen würde, und darin fand er sich denn allerdings getäuscht. Es war sein erstes Betreten des neuen Reiches: die Schwelle, auf der er stand, um seine künftige Heimath zu überschauen; und wenn auch die Begrüßung von Einzelnen stattfand, in seinem Herzen mochte er mehr erwartet haben.

Mit solchen Empfindungen, und durch den Gesundheitszustand der Stadt, der natürlich noch viel übertrieben wurde, ebenfalls beunruhigt, ja geängstigt, war es kein Wunder, daß das Kaiserpaar Vera-Cruz nur als flüchtige Station betrachtete und rasch hindurchfuhr, um den Bahnhof zu erreichen. Dort bestiegen der Kaiser und die Kaiserin einen besondern Salonwagen, von den europäischen dadurch unterschieden, daß der vordere Theil desselben vollkommen offen war, während der Nachtzeit, mit hellgrauem Tuch beschlagen, durch Glasfenster geschlossen werden konnte. Die Begleitung nahm die gewöhnlichen, mit Rohrsitzcn versehenen Salonwagen ein, und fort ging der Zug, die kurze Strecke Eisenbahn durch die tierra caliente benutzend, die von den Franzosen angelegt worden, um ihre Truppen so rasch als möglich durch das „heiße Land" zu bringen.

Eine andere, wenn auch nur geringe Enttäuschung beach-/27/teten sie kaum, denn der Kaiser sowohl als die Kaiserin hatten erwartet, den für sie bestimmten hiesigen Hofstaat schon in Vera-Cruz vorzufinden. Aber das gelbe Fieber langte vor ihnen an und scheuchte mit seiner drohenden Todtenhand den Schmuck und Glanz des Hofes zurück auf seiner Bahn. Die Cavaliere und Damen des Hofes hatten es vorgezogen, die Majestäten in Mexiko selber zu erwarten.

Der Zug brauste durch den weiten Wald; in dem Wagen saß der Kaiser mit der Kaiserin, und draußen schien die Sonne Mexicos auf das wilde, weite, aber von üppiger Vegetation strotzende Land, auf Palmenwipfel und blühende Lianen nieder, zwischen denen freilich die faulen Wasser der Vera-Cruz umgebenden Sümpfe liegen. Kein Wort wurde aber auf der ganzen Fahrt bis Soledad zwischen Beiden gewechselt, denn wie ein drückendes Gewicht lag es auf Beider Seele: dieser trübe, erste Empfang im neuen Reich, diese Flucht fast aus der kaum erreichten Hafenstadt.

Und wenn sie so ihre Hauptstadt betreten mußten? - kalt und herzlos von dem Volk empfangen, dem der junge Fürst sein ganzes Leben geopfert und in seiner Stellung daheim, moralisch ebenso wie Cortez, die Schiffe hinter sich verbrannt hatte? - War denn das Alles Täuschung, Lug und Trug gewesen, was man ihm daheim von der Stimmung dieses Landes gesagt? Galt er dem Volke hier, das ihn ja doch aus „freier Wahl" zu seinem Kaiser erhoben, nur als ein anfgezwungener Gast, den man wohl unter ein paar Triumphbogen durchziehen ließ, aber dann auch glaubte, sich bis auf Weiteres mit ihm abgefunden zu haben?

Wie schön und sonnig lag die Scenerie um sie her - den Sumpf hatten sie verlassen, und kleine, von Indianern bewohnte Hütten wurden zwischen dem Grün der Bäume sichtbar. Die Menschen darin sprangen auch in die Thür, aber nur in stumpfer Neugierde starrten sie dem vorüberbrausenden Zug nach, in dem ihre neuen Herrscher saßen.

Und was Alles zog in dieser kurzen Stunde gezwungener Unthätigkeit durch die Seele des Kaisers? Der erste ungeschliffene Empfang des französischen Admirals, das unangenehme Gefühl der, vielleicht nothwendigen, aber nur zu /28/ deutlich ausgesprochenen und überall zur Schau getragenen französischen Oberherrschaft. Die Zurückhaltung der Mexikaner, dabei mit dem Eindruck, den hier das noch wilde, fast unbenutzte sumpfige Land auf ihn machen mußte. - War er wirklich ein Opfer französischer Diplomatie geworden? ein Vorschiebsel, um Napoleon den Dritten aus einer ihm über den Kopf gewachsenen Verlegenheit zu ziehen? - Aber des Kaisers Lippen preßten sich fest zusammen. Wollten sie ihn wirklich hier nur zu einem Werkzeug machen, um das schöne Reich in Zwang und unter französischem Befehl zu halten, so hatten sie sich jedenfalls in der Person geirrt. Das Volk mußte ihn allerdings erst kennen lernen, ihn und die Absichten, die er mit dem Lande hatte und die nur aus reiner, edler Seele entsprungen. Stand es ihm dann aber so treu zur Seite, wie er entschlossen war bei ihm und mit ihm auszuhalten, so war es ein Leichtes, französische Hintergedanken zu kreuzen und den Thron fest gegen jede äußere Macht zu stellen.

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