Michael Wagner - Noras Tod

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Auf einem Campingplatz am Atlantik wird eine Gruppe junger Menschen in die dramatischen Ereignisse um ein verschwundenes Kind hineingezogen.
Was sich wie ein Krimi liest, ist aber keiner.
Der Autor, Michael Wagner, gehört zu den vier jungen Leuten und hat die beklemmenden Ereignisse zu einem Roman über Liebe, Moral und Philosophie verwoben.
Die Gruppe nutzt die Zeit um eine Diskussion zu führen. Wie soll man als Eltern handeln, wenn das eigene Kind verschwindet? Schlimmer noch, was tut man, wenn es ermordet wird? Welches Handeln ist moralisch? Soll man auf das Gesetz vertrauen? Darf man Selbstjustiz üben?
Während man schon gefangen ist von der leisen, traurigen Geschichte, wird einem langsam bewusst, dass man gar nicht anders kann als selber Position zu beziehen.

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„Ach Micha, gut, wie du dich eben aus der Affäre gezogen hast“, sagte Sonja. Sie lächelte schelmisch, „Ich hätte das auch gern getan, aber ich wollte Simona nicht mit Gerd alleine lassen.“

„Ich hatte keinen Nerv auf erneuten Stress“, sagte ich. Mit einem Lob von ihr hatte ich nicht gerechnet.

„Du weißt ja, die Wetten standen auf Sturm. Hatte man uns nicht prophezeit, dass wir nach ein paar Tagen wieder nach Hause kommen?“

Wahrhaftig hatten einige unserer Freunde daheim vor dem Urlaub auf einen heftigen Streit zwischen mir und Gerd gewettet. Sie prophezeiten scherzhaft Mord und Totschlag. Keiner konnte wissen, wie Recht sie haben würden. Nur in völlig anderer Form.

„Ich weiß, aber wir wollen denen doch nicht Recht geben, oder?“ Sie hielt zwei Flaschen in die Höhe und studierte die Labels.

„Nein, wenn es mir nach geht, natürlich nicht. Aber du weißt, ich lasse mir nichts gefallen von ihm“, entgegnete ich. Meine Hand griff nach einer Weinflasche mit einem farbenfrohen Etikett.

„Mit euch Männern hat man es schon nicht leicht“, scherzte sie und legte ihren Kopf kurz an meine Schulter. Unsere Blicke trafen sich fast so spielerisch wie früher. Aber nur fast. Beide spürten wir die Unmöglichkeit eines Revivals unserer Gefühle. Verwirrung. Traurigkeit. Verdrängen.

Wir suchten einen Wein aus, kauften vier Flaschen davon und gingen wortlos zurück zu der Bar. Eine halbe Stunde später waren wir wieder auf dem Campingplatz.

Wasser. Ich dachte nur an das Wasser und daran mein kleines Brett zu testen. Ich freute mich wie ein Kind, dass sein Geburtstagsgeschenk auspackt.

Die Freude spülte sogar die Traurigkeit ein wenig weg, die ich nach dem kurzen Erlebnis der Vertrautheit im Supermarkt gespürt hatte. Ich sollte mich auf so etwas nicht mehr einlassen. Das hatte ich vor Beginn des Urlaubs mit mir selber ausgemacht, aber jetzt hatte ich ja einen Plan. Du bist schon ein blöder Hund, dachte ich. Jeden Tag denkst du anders über die Situation. Werde doch einfach mal klar in deinem Auftreten. Dann kann man dich besser einsortieren.

Ich ging kurz ins Zelt, zog mich um und schnappte mein Surfbrett und war schon auf dem Weg zum Strand. So sehr war ich mit der Vorfreude beschäftigt, dass ich nicht den Mann bemerkte, der mir entgegenkam. Wäre ich aufmerksam gewesen, hätte ich den jungen Typen erkannt, der mich nach einem Schlafplatz gefragt hatte. Der streunte scheinbar ziellos über den Campingplatz. Scheinbar.

Das kleine Mädchen aus der Nachbarschaft kam mit seinen Eltern vom Beerensammeln zurück zu ihrem Wohnwagen. Der kleine rote Sandeimer des Mädchens war beinahe voll mit köstlichen Brombeeren. Die Kleine leerte ihren Eimer in einen Kochtopf ihrer Mutter aus und bettelte darum, noch einmal losgehen zu dürfen. Die Eltern erlaubten es nicht. Aber die Kleine blieb eisern und sagte, sie hätte doch ganz nah noch Beeren gesehen, die sie schnell holen wollte. Schließlich bekam sie die Erlaubnis und hüpfte froh mit dem roten Eimer in der Hand los.

Das Surfbrett hielt, was ich mir davon versprochen hatte. Die Wellen waren nicht allzu heftig, sodass ich bequem auf dem Brett in der Dünung dümpeln konnte. Das Wasser klatschte gegen das Styropor.

Meine Gedanken waren wieder in dem Supermarkt angekommen. Sonja hatte ihren Kopf gegen meine Schulter gelegt, sowie sie das früher auch immer getan hatte. So wie ein Vogel, der deine Schulter berührt und dann wieder davonfliegt. So leicht hatte es sich immer angefühlt. Doch das war Geschichte. Der Vogel hatte meine Schulter nur zufällig noch einmal berührt.

Während ich auf dem Surfbrett lag, sprach der junge Mann, der mich am Morgen nach der Unterkunft für die Nacht gefragt hatte, das kleine Mädchen mit dem roten Eimer an.

Nach einer halben Stunde auf dem Wasser bekam ich Hunger und kehrte zufrieden mit meinem Kauf zu den anderen zurück.

Kapitel 6

Nachdem ich mir mit einer erfrischenden Dusche das Salz von der Haut gewaschen hatte, kam ich genau rechtzeitig zum Essen an. Gerd entkorkte die erste Flasche Wein und nickte mir fragend zu. Ich hielt den Becher hin und er schenkte mir ein.

Es gibt Begebenheiten im Leben, an die man sich auch nach langer Zeit noch genau erinnern kann. An jedes Detail, Gefühle, Stimmungen, Gerüche. Der erste Kuss, der erste Sex, der Geruch eines Weihnachtskuchens der Mutter. Dieser Abend auf dem Campingplatz an der französischen Atlantikküste gehört zu diesen Begebenheiten, an die ich mich erinnere. Wie eine Narbe auf der Seele.

Dabei kann ich wirklich nicht sagen, dass ich das für wünschenswert halte. Wir aßen, tranken unseren Wein, räumten den Tisch ab, spülten kurz das wenige Geschirr am nahegelegenen Waschhaus und versammelten uns dann wieder zum Doppelkopfspielen am Tisch.

Wir spielten, tranken weiter Wein und hatten eine Menge Spaß. Gegen zehn Uhr meldeten sich unsere spießigen deutschen Nachbarn, mit der Bitte um Ruhe. Gerd nannte sie, wegen ihrer alternativen Garderobe und ihrer Vorliebe für Getreide in allen Variationen, die „Müeslifresser“.

Unsere Stimmung war so gut an diesem Abend, sodass wir uns durch die beiden nicht stören ließen. Kurzerhand trugen wir den Tisch und die Stühle neben das Waschhaus und setzten dort unser Spiel fort.

Es gab viele lustige Kommentare unserer anderen Nachbarn, oder auch von anderen Campinggästen, die vorbeikamen und uns dort sitzen sahen. Ruud kam ebenfalls vorbei und versprach, später zurückzukehren. Je mehr Wein wir tranken, desto besser wurde die Stimmung, und es wurde eine Runde Doppelkopf nach der nächsten gespielt.

Längst war die Sonne untergegangen. Es war eine wunderbare Vollmondnacht. Man hätte womöglich die Beleuchtung durch die funzeligen Außenlampen des Waschhauses nicht benötigt, so hell schien der Mond an diesem Abend. Die Gesichter der Frauen wirkten gelöst und entspannt.

Sonja hatte eine Glückssträhne. Sie gewann mehrere Spiele in Folge. Gerd verlor hingegen ständig. Aber gegen seine sonstige Gewohnheit, suchte er nicht die Schuld bei seinem Mitspieler. Sonja strahlte und sah in dem Zwielicht von Mond und Außenlampe noch hübscher aus als sonst.

Gerade legte sie wieder mit einem schrillen Schrei eine Karte auf den Stapel und gewann das Spiel. Wir hatten zusammen gespielt und klatschten uns über dem Tisch ab. In dem Moment kam Ruud vorbei und machte eine Bemerkung über die Batterie leerer Weinflaschen, die sich neben unserem Tisch angesammelt hatte.

„Ja, du hast Recht, ordentlich Bölkstoff wurde vernichtet. Wenn du auch einen Wein magst, hol dir ein Glas oder einen Becher“, sagte ich. Er griente und ging sofort los.

„Wir haben echt schon ganz schön gepichelt“, sagte Simona und schielte in ihren Becher.

„Das ist mal wieder einer dieser Abende an dem man endlos trinken könnte ohne richtig betrunken zu werden“, sagte Sonja. Ich nickte beipflichtend, obwohl ich eigentlich schon heftig betrunken war.

„Ach ja“, meinte Gerd schelmisch, „Du lallst ja schon etwas“.

„Ich?“ fragte Sonja. „Ich lalle doch nicht“, sagte sie entrüstet, „Ich kann noch völlig gerade reden!“

„Und kannst du auch noch gerade gehen?“, frotzelte Gerd weiter.

„Klar! Ich kann noch grade laufen. Ich beweise es dir!“

Sie stand auf, stellte ihren Wein beiseite und balancierte auf einer imaginären Linie entlang. „Siehste, ganz gerade“, sagte sie triumphierend. Tatsächlich schaffte sie die Übung ohne zu schwanken.

„Sonja, ich hätte nie gedacht, dass du für den Gerd auf dem Strich gehen würdest“, prustete Simona heraus.

„Was?“ Sonja schien empört. „Ich geh für niemanden auf den Strich!“ Sie hatte aufgehört zu balancieren.

„Ich sagte nicht ´auf den Strich`, sondern ´auf dem Strich`. Du hast nicht richtig zugehört“, sagte Simona mit einem verschmitzten Grinsen.

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