Michael Wagner - Noras Tod

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Auf einem Campingplatz am Atlantik wird eine Gruppe junger Menschen in die dramatischen Ereignisse um ein verschwundenes Kind hineingezogen.
Was sich wie ein Krimi liest, ist aber keiner.
Der Autor, Michael Wagner, gehört zu den vier jungen Leuten und hat die beklemmenden Ereignisse zu einem Roman über Liebe, Moral und Philosophie verwoben.
Die Gruppe nutzt die Zeit um eine Diskussion zu führen. Wie soll man als Eltern handeln, wenn das eigene Kind verschwindet? Schlimmer noch, was tut man, wenn es ermordet wird? Welches Handeln ist moralisch? Soll man auf das Gesetz vertrauen? Darf man Selbstjustiz üben?
Während man schon gefangen ist von der leisen, traurigen Geschichte, wird einem langsam bewusst, dass man gar nicht anders kann als selber Position zu beziehen.

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„Guten Morgen, na ihr Langschläfer, auch wach?“, grüßte ich.

„Hallo Micha, guten Morgen, warum sollten wir denn nicht lange schlafen. Ist doch Urlaub.“ Sonja dehnte die ‚As’ in den Wörtern lange und schlafen

„Ihr werdet es nicht glauben, es gibt richtige Wellen“, berichtete ich aufgeregt, „Ich war grade am Strand. Es sind auch schon Surfer draußen.“

Die beiden Frauen bekamen große Augen. „Echt?“, fragte Simona.

„Ja, der Wind kam heute Nacht auf. Bin kurz wach geworden und dann wieder eingeschlafen.“

Sonja setzte sich sofort an den Tisch. „Lasst uns frühstücken, dann gehen wir sofort zum Strand. Die letzten richtigen Wellen habe ich in San Francisco erlebt. Hier die waren ja für den Kindergarten bisher.“

Ich griff nach einem Flute, brach es in der Mitte durch und reichte eine Hälfte Simona.

„Ist der Gerd noch duschen?“ fragte ich.

„Nein, der Herr Gerd möchte heute Morgen Salami essen“, sagte Simona und rollte mit den Augen, „Er ist noch mal einkaufen gegangen.“ An ihrem Tonfall konnte man ihre Missbilligung erkennen.

Simona kannte ich einige Zeit länger als Sonja. Wir hatten uns auch auf einer Party kennengelernt. Ich schaute sie an und versuchte zu ergründen, was sie genau dachte. Nachdem wir uns den Abend über auf der Party gut unterhalten hatten, waren wir öfter mal Kaffeetrinken gewesen, meist auch zusammen mit anderen. Als ich dann aber mal eine Einladung zum Weintrinken bei ihr daheim erhielt, hatte ich den Eindruck, dass sie vielleicht etwas mehr wollte. Ich nahm die Einladung unter einem Vorwand nicht an und zog mich auch von dem gemeinsamen Kaffeetrinken zurück. Ich habe es nie erfahren, ob von ihrer Seite da mehr erhofft war, als ich bereit war zu geben. Jetzt saß sie dort und packte die Lebensmittel in die Kühlbox.

„Als hätten wir nicht genug zu essen. Unsere Vorräte sollten wir erst mal aufessen. Bei der Hitze verdirbt doch alles schnell.“

„Wenn Ihn dann morgen die Fettaugen auf der Salami angrinsen, dann weiß er Bescheid.“ frotzelt ich.

„Lasst ihn doch, wenn er Salami mag, dann soll er sie doch kaufen.“ verteidigte ihn Sonja.

„Jaja, verteidige den Gourmet auch noch“, nörgelte Simona, „Dem seine komischen Vorlieben kann ich eh nicht nachvollziehen.“

In der Tat hatte Gerd einige Eigenarten bezüglich seiner bevorzugten Speisen. Seine feine Nase konnte in allen Speisen versteckte Inhaltsstoffe lokalisieren. Behauptete er jedenfalls. Butter roch für ihn nach Schwein, da konnte man ihm noch so eindringlich erläutern, dass Butter ein Streichfett aus der Milch von Kühen ist. Über 83 Prozent der Inhaltsstoffe sind Fett, 16 Prozent sind Wasser. Irgendwie wollte da kein Schwein mehr reinpassen. Selbst ein Milchbauer persönlich hätte ihn nicht von seiner Behauptung abbringen können. Gerd war ein Sturkopf, der selbst dann noch seine Meinung vertrat, wenn man ihm das Gegenteil bewiesen hatte. Er war auch nicht sehr beliebt. Seine wenigen Freunde hatten sich mit seinen Eigenarten arrangiert. Irgendwie war ich froh, in dieser Beziehung nicht alleine da zu stehen. Ich akzeptierte ihn, aber als Freund hätte ich ihn nicht bezeichnet. Wenigstens was den Musikgeschmack anging, wiesen wir Schnittmengen auf.

Gerd schob sich gerade in diesem Moment hinter seinem Auto hervor, er sah sehr mürrisch aus.

„Die sind ja so was von begriffsstutzig in dem Laden“, stöhnte er, „bis die mal kapiert hatten, dass ich keine Wurst vom Schwein, sondern vom Rind haben wollte. Ich habe immer ‚porc non’ gesagt, aber die verstand mich nicht. Dann stellte sich heraus, es gab nur noch Salami vom Pferd gab. Die habe ich dann genommen.“

Ich konnte mir ein lang gezogenes Wiehergeräusch nicht verkneifen und wurde deshalb von Sonja mit einem bösen Seitenblick bestraft.

„Wenn du das besser kannst, dann gehst du das nächste Mal!“

„Deine Pferdesalami darfst du auch gerne alleine essen, ich würde nie ein Tier essen, was ich zum Freund haben könnte“, konterte ich.

„Ist ja interessant.“ Er schien noch etwas sagen zu wollen. „Wie viele Pferde zählen denn zu deinen Freunden?“

Er nestelte an dem Papier herum in dem die Salami eingepackt war, zog sie schließlich umständlich heraus.

Zur damaligen Zeit steckte der Tierschutz noch in den Kinderschuhen. Tiere waren eine Sache, die es auszubeuten galt. Es galt sogar als Zeichen des Wohlstandes, Fleisch zu essen. Vegetarier waren noch skurrile Gestalten, die die meisten Menschen für völlig verhuscht und abgedreht hielten. Veganer gab es vielleicht eine Handvoll.

„Du verstehst schon sehr wohl, was ich meine. Ein Pferd zählt nicht zu den Standardfleischlieferanten wie Rinder und Schweine.“ Gerd ignorierte meinen Einwand. Lässig wedelte er mit seinem Messer über dem Tisch herum.

„Möchte sonst jemand probieren?“ Er hielt die Pferdesalami demonstrativ über den Tisch. Weder Sonja noch Simona wollten.

„Da muss ich dem Micha Recht geben. Ein Pferd ist ein Pferd. Was er sagen will ist, dass er es sich nicht vorstellen kann, ein Tier zu essen, was er lieb haben könnte.“

Ich zog verwundert meine Augenbrauen hoch. Eine Parteinahme zu meinen Gunsten hätte ich nicht erwartet.

„Und eine Kuh kann man nicht lieb haben? Sentimentaler Quatsch. Es ist doch schade, dass Pferde zum Abdecker kommen und man daraus Seife macht. Sie schmecken ganz hervorragend. Bei uns daheim hole ich mir auch dann und wann auf dem Markt Pferdewurst. Ihr solltet es mal kosten.“

„Würdest du denn auch einen Hund essen?“, fragte Simona provokant.

„Wieso denn nicht? Wenn er gut zubereitet ist.“ Er schnitt seine Wurst penibel in gleichgroße Scheiben, die er dann auf seinem akkurat aufgeschnittenen Brot verteilte.

„Gerd, du bist eklig!“ Sonja schaute angewidert und verächtlich in seine Richtung.

„Wieso?“, fragte er und biss genüsslich in sein Flute.

„Darum, du bist ein gefühlloser Klotz.“ Sonja fühlte sich sichtlich unwohl. Ein Mann, der so herzlos redete, war ihr zuwider.

„Wieso bin ich denn ein gefühlloser Klotz? Nur weil ich denke, dass man bei Lebensmitteln nicht sentimental sein soll? Bei einem Schwein und einem Rind sagt keiner etwas. Bei einem Pferd und einem Hund schreien alle los. Das kann ich nicht verstehen. Tier ist Tier.“

Nach einem kurzen Zögern biss er erneut genüsslich in sein Brot.

„Da kommen wir anscheinend nicht auf einen Nenner“, resümierte Simona, „Sind wir denn einer Meinung, wenn es um den Strand geht?“ Sie legte ihr Messer auf das Holzbrettchen vor sich.

„Da müssen wir aber aufpassen, die armen Sandkörner könnten leiden, wenn wir darüber laufen“, versuchte Gerd zu scherzen. Das misslang ihm gänzlich. Simona verzog nur ihr Gesicht zu einem mitleidigen Grinsen.

„Och Gerd, versuch doch Leute nicht zu verarschen, die eine andere Meinung haben, als du“, platzte es aus mir heraus, „Aber du hast ja eh die Weisheit mit Löffeln gefressen. Das denkst du zumindest!“ Das Messer in der Hand hielt ich fest umschlossen.

„Ich verarsche doch niemanden und du musst nicht beleidigend werden. Ich habe dich auch nicht beleidigt.“

Schärfe lag in seinen Worten. Gerd war gebürtiger Siebenbürgen-Deutscher und bemühte sich, um ein sehr korrektes Hochdeutsch. Wenn er sich angegriffen fühlte, dann wurde seine Ausdrucksweise noch klarer und schärfer.

„Nicht mich alleine. Jeden hier.“ Um Gottes Willen dachte ich, hoffentlich denken die Frauen jetzt nicht, ich wollte hier Fronten gegen Gerd schaffen. Das war ein Ding zwischen ihm und mir. Unsere Rivalität trat mal wieder offen zutage, und ich wollte auch nicht zurückstecken.

„Wieso das denn?“ Gerd tat so, als würde ihn das alles nicht wirklich tangieren.

Ich nickte bekräftigend, während ich ihn anschaute. „Genau das ist es. Du merkst es noch nicht einmal, wenn du auf Leute herab siehst. Deine Arroganz ist anmaßend.“

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