Konzentrieren Sie sich auf Ihre Frage bzw. ihr Problem,wenn Sie sich mit den Karten beschäftigen, bevor sie die Karten ziehen. Ihr Unbewusstes wird dafür sorgen, dass Sie die für Sie z.zt. richtigen Karten ziehen. Es ist wie ein unsichtbares Band, das sich bildet und dadurch ermöglichst, dass die „richtigen“ Karten – nämlich die, die ihnen in diesem Moment auch etwas zu sagen haben – gezogen werden. Vertrauen Sie darauf, dass die Antwort richtig ist. Sie ist es bestimmt, denn die gezogene Karte hat etwas mit Ihnen und der Lösung des Problems zu tun. Garantiert!
Lassen Sie sich bei allem Zeit!Wenn nötig, verlängern Sie die Vorbereitungszeit etwas, bis Sie das Gefühl haben, wirklich für eine neue Erfahrung bereit zu sein. Manche Menschen brauchen dafür nur wenige Minuten, andere wiederum eine halbe Stunde. Wenn ich telefonische Anfragen erhalte, dann habe ich nur wenige Sekunden Zeit, um mich von dem, was ich gerade tue abzuwenden und mich vollkommen auf die Tarot-Sitzung einzustellen – auch das geht mit ein wenig Übung. Aber schöner und intensiver für Sie selbst ist es, wenn Sie sich die nötige Zeit nehmen und eine Tarotlegung in Ruhe vornehmen können.
Breiten Sie die Karten in aller Ruhe vor sich aus.Manche Menschen breiten die Karten als Fächer aus. Wiederum andere mischen sorgfältig und ziehen die Karten dann von oben. Andere machen drei Häufchen und nehmen die oberen Karten. Wie Sie die Karten ziehen, bleibt vollkommen Ihnen überlassen. Gehen Sie jedoch immer langsam und behutsam vor. Nur so können Sie die tieferen Zusammenhänge erkennen und erspüren. Es hat sich bewährt, für die Kartenziehung die linke Hand zu benutzen, da dieses die Hand ist, die zum Herzen führt, bzw. vom Herzen geleitet wird. Die rechte Hand wird eher dem intellektuellen oder rationalen Denken zugeschrieben.
Die erste Eingebung ist meistens die Beste!Ich habe es schon erwähnt, dass die erste Eingebung, deine Intuition, dein erster Eindruck meistens der wirklich treffende Punkt ist. Achte auf deinen ersten Gedanken ganz genau! Sprich ihn aus ohne Zensur deines Verstandes und beobachte die weiteren Reaktionen. So kannst du interessante Varianten und viel Spannung in deine Tarotlesungen bringen.
Urteilen Sie nicht vorschnell und versuchen Sie, Ihren kritischen Verstand einmal weg zu lassen.Nehmen Sie sich Zeit, über die gezogenen Karten ausreichend nachzudenken. Meditieren Sie über die Karten! Jede Karte übermittelt Ihnen eine Botschaft, die bereits in Ihrem Denken und Fühlen vorhanden war, Ihnen nur jetzt in diesem Augenblick der Tarot-Sitzung bewusst gemacht wird. Und versuchen Sie, bitte, das Zensieren der Karten – oder schlimmer noch: Das Zensieren und Bewerten Ihrer eigenen Gefühle – zu unterlassen. Nichts auf der Welt ist nur gut oder nur schlecht. Und die Karten als solches geben keinerlei Bewertung ab. Ihr Verstand ist es, der bewertet und in Gut und Böse einteilt. Die Karten enthalten Bilder, die in Ihnen bestimmte – emotionale oder rationale - Reaktionen hervorrufen. Diese Reaktionen sind nur Ihre Reaktionen und ein anderer Mensch hat sicherlich ganz andere Reaktionen, Ideen und Gefühle bei der gleichen Karte. Also, versuchen Sie bitte, die Bewertungen zunächst zurückzustellen, so kommen Sie viel weiter, erhalten konkretere Auskünfte und sind mit sich und den gefundenen Antworten zufriedener.
Wenn Sie für eine Frage mehrere Karten zur Deutung heranziehen, bilden Sie Assoziationsketten, um der Problemlösung näher zu kommen. Achten Sie auf Ihre Gedanken! Sie sind wertvolle Hilfen, um die Hürde des Erkennens zu bemeistern. Fragen Sie sich, was die Bilder miteinander verbindet. Haben sie vielleicht ein ähnliches Gefühl, eine sehr ähnliche Grundstimmung, die sie Ihnen vermitteln? Sieht es in Ihrem Leben momentan vielleicht ähnlich aus? Fragen Sie sich, was Sie tun würden, wenn Sie die Person auf der Karte wären. Was würden Sie Ihr raten? Und was raten Sie demnach sich selbst? Was würden Sie sich wünschen, wie die Situation – ähnlich wie in einem Märchen vielleicht - für die Person auf der Karte weitergeht? Beobachten Sie Ihre Gedanken, vielleicht schreiben Sie sie auf. So können Sie sich Ihre Gedanken bewusster machen und damit beginnen, sie zu verändern – z.B. mittels Affirmationen.
Es gibt keine festgelegten Bedeutungen für die Tarotkarten.Eine Tarotkarte kann so viele verschiedene Deutungsmöglichkeiten haben, wie es Menschen auf der Welt gibt. Und das sind eine ganze Menge. Jeder Mensch hat seine eigenen Erlebnisse, jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. Jeder Lebenslauf setzt sich aus anderen Bausteinen zusammen - und damit kann jede Karte eine andere Bedeutung haben - und das im täglichen Wechsel!
Benutzen Sie das Tarot nicht zum Spaß oder als vergnügliches Partyspiel.Das kann Aussagen verwässern oder gar zu großen Missverständnissen führen. Sie sollten das Tarot wirklich nur dann benutzen, wenn Sie ernsthaft eine Antwort erhalten möchten. Als ich vor vielen Jahren anfing, mich intensiv mit dem Tarot auseinander zu setzen, schleppte ich mein Spiel auch abends mit in die Kneipe und legte allen möglichen Leuten die Karten. Schon ein wenig im Umgang mit den Tarotkarten geübt, sprudelte ich dabei mit meinen Gedanken nur so heraus und habe vielen Leuten – die es gar nicht hören wollten! – die neu entdeckten Wahrheiten und Weisheiten nur so um die Ohren geknallt. Ich habe damit zwar sehr viel Gelächter geerntet, aber auch viele grimmige Mienen! Benutzen Sie die Karten nur dann, wenn die anderen auch wirklich eine Auskunft haben wollen und bereit sind, zuzuhören.
Du darfst dich mit deinem Atem in deine Gefühle hinein entspannen!Es hat sich bewährt, vor dem Ziehen einer Karte einen tiefen Atemzug zu nehmen, um so Entspannung in deinen Körper hineinzulassen und damit deinen Gefühlen freie Bahn zu geben, denn Gefühle spielen auch beim Tarot eine große Rolle. Letztlich kann man viele innere Blockaden auf blockierte, nicht zugelassene Gefühle zurückführen und genau die können mit dem Tarot ans Licht befördert werden. Sollten deine Gefühle beim Tarotlegen einmal sehr stark werden, so nimm ein paar tiefe und lange Atemzüge und freunde dich damit mit den neuen Gefühlen an. Durch den Atem hast du die Chance, diese Gefühle in dir zuzulassen und zu integrieren, damit sie dich künftig nicht mehr so stark belasten.
Spiele mit dem Tarot! Spiele!Warum sonst sollte man wohl spielen? Tarot ist, denke ich, kein bunter Zeitvertreib, sondern durchaus eine recht ernstzunehmende Angelegenheit, die dir in den verschiedensten Situationen und Lebenslagen weiterhelfen kann. Wenn du also durch Tarot Hilfe bekommst, liegt eigentlich kein Grund vor, warum du es nicht mit Freude machen solltest. Wenn Du keine Freude dabei empfindest, an deiner eigenen Entwicklung zu arbeiten, solltest Du besser in ein Fitness-Studio gehen oder dir anderweitig die Langeweile vertreiben, denn dann ist, glaube ich, Tarot nicht der richtige Weg für dich.
Deine Gefühle sind schon in dir. Deine Angst davor unbegründet.Viele von uns, wenn nicht sogar die meisten, haben bereits in der Kindheit gelernt, dass es besser ist, manche Gefühle (wie z.B. Wut und Ärger oder auch Trauer) nicht auszudrücken, weil es in vielen Situationen gefährlich erschienen ist. Die Zeiten sind vorbei, denn uns kann nichts geschehen, wenn wir ehrlich und aufrichtig unsere innersten Gefühle ausdrücken lernen. Warum sollten die anderen nicht wissen, dass dich eine gewisse Situation ärgerlich macht? Warum sollten andere nicht sehen, dass du wegen irgendetwas traurig bist? Wahre Gefühle animieren auch die anderen dazu, mit ihren eigenen Gefühlen ehrlicher umzugehen und es entsteht eine Atmosphäre von Harmonie und Verbundenheit, die nicht entstehen würde, wenn ein jeder seine beliebte Ich-hab-keine-Emotionen-Maske aufsetzt und damit - oft unbewusst - eine Distanz zu den anderen schafft, die wahre Nähe und Intimität nicht zulässt. Frag' dich einfach selbst, welcher Aspekt des Gefühlslebens dir wichtiger ist und handle dann danach!
Читать дальше