Allgemeine Hinweise zum Umgang mit Tarotkarten
Entspannen Sie sich, bevor Sie mit dem Tarot beginnen. Vermeiden Sie bitte Hast und Eile und sorgen Sie dafür, dass Sie für eine kurze Zeit möglichst nicht gestört werden können. Unser Kopf muss sich ein wenig entspannen können, damit er die Bilder des Inneren zulassen kann. Je entspannter man ist, desto einfacher ist es, Bilder zu sehen und auch die Bilder des Tarots auf der intuitiven Ebene zu verstehen. Im Zustand der Entspannung können wir uns besser einfühlen, sehen viele Dinge nicht so rational – und damit werden Lösungen einfacher.
Verschaffen Sie sich eine angenehme Atmosphärez.B. durch gedämpftes Licht oder Kerzen. Vielleicht zünden Sie ein Räucherstäbchen an oder benutzen ein schönes ätherisches Öl, um den Raum für Sie behaglicher zu machen. Wirklich schade wäre es, wenn Sie dies ausschließlich für ihre Tarot-Sitzungen machen. Jeder sollte sich jeden Tag eine kleine Auszeit schaffen, um von den Anstrengungen des Tages loslassen zu können. Dafür sind Kerzen und ätherische Öle wie geschaffen. Sie zaubern im Nu eine heimelige Atmosphäre!
Bevorzugen Sie für eine große Auslegung die Abend- oder Nachtstunden, wenn auch Ihr Geist etwas zur Ruhe gekommen ist und die Anstrengungen des Tages vorbei sind. Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Tage viel hektischer sind. Energetisch ist hier viel los, am Abend jedoch ziehen sich viele Menschen zurück und auch die Gesamtenergie wandelt sich. Man öffnet sich für die Nacht, für den Schlaf, der Körper ist müde und eine Entspannung fällt normalerweise viel leichter. So ist es auch leichter, aus den Karten Informationen zu bekommen.
Bereiten Sie sich geistig vor.Stellen Sie sich innerlich darauf ein, jetzt eine Tarot-Sitzung zu machen. Öffnen Sie sich für die Karten und für das, was sie Ihnen sagen wollen. Nur wenn Sie offen sind, können Sie die Informationen, die Sie durch das Auslegen der Karten erhalten auch richtig für sich nutzen. Lassen Sie die Karten bitte liegen, wenn Sie sich innerlich sowieso auf Abwehr befinden. Meistens bringt das gar nichts. Warten Sie dann lieber ab, bis Sie sich ein wenig beruhigt haben und klarer und entspannter sind. Ich lehne oftmals Tarot-Sitzungen mit Klienten ab, die angespannt, getrieben oder gehetzt wirken – sie sind in der Regel für die kommenden Informationen nicht offen oder nicht offen genug.
Sieh einfach hin!Meine Erfahrung mit dem Tarot ist, dass es niemals lügt! Es sagt uns immer die Wahrheit und zwar offen und schonungslos ehrlich, auch dann, wenn wir es uns selbst vielleicht manchmal nicht eingestehen möchtest. Bitte innerlich darum, die richtige Karte zu ziehen und du wirst die absolut perfekte Karte für die jeweilige Situation erhalten! Stelle deine Frage, zieh die Karte und schau dir einfach das Bild an! Was hat es mit der Situation zu tun? Fühlst du dich vielleicht auch so wie auf dem Bild?
Versuche deine Negativität zu überwinden. Lerne, positiv zu denken!Ich weiß, ich weiß. Jetzt kommen die ganzen Ausreden auf den Tisch, die uns daran hindern, positiv über andere Menschen oder Dinge zu denken und zu reden. Aber es hilft alles nichts, denn positiv lebt es sich bei weitem einfacher und leichter als negativ. Ganz abgesehen von den vielen kleinen Wehwehchen, die man sich mit negativen, destruktiven Denken so an den Hals ziehen kann. Positiv denken lernen ist eine Lebensaufgabe, da die innere Haltung immer und immer wieder aufs Neue geprüft werden muss.
Vergegenwärtige dir, dass du es hier nicht mit einfachen Spielkarten zu tun hast, sondern mit Urbildern (Archetypen),in denen sich das menschliche Denken und Verhalten seit seinen Anfängen widerspiegelt. Jeder Mensch kennt die auf den Bildern des Tarots dargestellten Situationen – zumeist aus eigener Erfahrung oder aus Erzählungen, was jedoch weitaus seltener ist. Die angeschauten Bilder rufen lediglich eine Erinnerung in uns wach, die wir dann ausdrücken können. Und indem wir dieses Ausdrücken, geben wir alten Gefühlen oder Ansichten den Raum, den sie schon seit langem haben wollten. So machen wir uns Gedanken und Gefühle bewusst und bereiten uns durch diese Bewusstwerdung unserer inneren Strukturen den Weg zum Loslassen und erschaffen uns die Möglichkeit zur Veränderung.
Das Tarot kann keine ‚Ja-’ oder ‚Nein’-Fragen beantworten.Sie sollten daher eine Frage stellen, die sich auf einen Entwicklungs- oder Erkenntnisprozess in Ihrem Leben bezieht. Nur so können Sie den vollen Nutzen aus den Informationen ziehen. Ein Beispiel: Eine Frau hat Kummer mit ihrem Partner. Sie möchte wissen, ob es zu einer Trennung kommt und fragt: „Wird mein Partner mich verlassen?“ Das Tarot kann diese Frage so nicht beantworten, da auf den Karten weder „Nein“ noch „Ja“ steht. Stattdessen könnte sie fragen, wie ihre Gefühle zu ihrem Partner sind oder was sie tun kann, damit die Partnerschaft wieder funktioniert. Eine entsprechende Frage an das Tarot könnte lauten: „Welche Gefühle hindern mich, mit meinem Partner glücklich zu sein?“ Oder: „Was kann ich tun, um die bestehenden Probleme mit meinem Partner zu bereinigen?“ Die Bilder des Tarots geben auf diese Fragen konsequent ehrliche Antworten!
Sei ehrlich zu dir selbst!Wahrlich keine einfach Aufgabe - jedenfalls manchmal. Zu oft haben wir uns kleinen oder mittelgroßen (gelegentlich auch einmal großen) Not- und Lebenslügen so verstrickt, dass es einfacher erscheint, diese bis an unser Lebensende beizubehalten, anstatt den Irrtum zuzugeben und von vorne anzufangen. Wie ich schon erwähnte, lügt das Tarot nicht und oftmals sind die Karten ehrlicher als wir selbst. Aber dazu sind sie auch da! Lebenslügen blockieren unsere Lebensenergie und das Tarot als Spiegel unserer Seele deckt diese Dinge natürlich auf. Das ist kein Grund, dem Tarot böse zu sein, weil es dich so entblößt. Im Gegenteil. Wir können dem Tarot dankbar dafür sein, dass es uns hilft, die Steine aus dem Weg zu räumen, die einen unbeschwerten Weitergang behindern.
Zu einem bestimmten Thema sollten Sie das Tarot nur einmal am Tag befragen, damit es nicht zu Beeinflussungen oder Umdeutungen und Fehlinterpretationen kommt. Vertrauen Sie den Auskünften Ihrer Legung und arbeiten Sie an der Änderung. In der nächsten Sitzungen werden Sie die Veränderungen in Ihrem Denken auch in den Karten bemerken. Sollte es vorkommen, dass Sie den Wunsch hegen, die Karten am gleichen Tag noch einmal befragen zu wollen, kann es sein, dass sie bei der ersten Befragung nicht genügend in die Tiefe gegangen sind. Legen Sie die schon gezogenen Karten lieber noch einmal aus, erlauben Sie sich, die Karten mit ihren Gefühlen anzusehen. Erlauben Sie sich, die aufkommenden Gefühle wirklich wahrzunehmen, dann erhalten Sie auch die Lösung für Ihre Frage!
Sie dürfen Ihrer Intuition vertrauen!Gerade für Anfänger ist es oft schwierig, wirklich das zu sagen, was dir in den Sinn kommt. Alte innere Fesseln und Glaubenssätze halten uns davon ab, spontan das zu sagen, was eigentlich liebend gern durch unseren Mund den Weg nach draußen finden möchte. Wenn wir uns dann von unserem kritischen Verstand überrumpeln lassen und etwas ganz anderes von uns geben, ärgern wir uns später über uns selbst, wenn wir unserer intuitiven Sichtweise wieder einmal keinen Raum gegeben haben. Es kann unter Umständen für Dich und andere eine sehr wichtige Erfahrung sein, wenn du deiner Intuition freien Lauf lässt. Vielleicht kannst du gerade durch deine intuitiven Gedanken anderen weiterhelfen und zu neuen Einsichten beitragen! Unterlässt du also deine spontanen Reaktionen, beraubst du nicht nur dich, sondern auch andere möglicherweise um eine wertvolle Bereicherung! Vertraue Deiner Intuition! Du kannst mit Intuition niemals etwas verkehrt machen, außer, dass du vielleicht einmal nicht ganz recht bekommen hast (was sich erst noch herausstellen muss).
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