Uwe Siegfried Drogoin - Ich bin ein Berliner

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Erzählt wird die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zweier Männer, die im Berlin der Vorkriegsjahre beginnt. Harald Eisenstein und Alfred Nagel fahren nach dem Abitur zu Bekannten nach Schweden und bleiben bis zum Kriegsende. Wie erleben sie das 3.Reich und den Weltkrieg aus der Perspektive des Auslandes? Nach dem Krieg kommen beide als erwachsene Männer, inzwischen mit Familie zurück. Harald in den Westen, Alfred in den Osten Wie werden sie mit den Schicksalsschlägen, bedingt durch die deutsche Teilung und schließlich mit der Mauer zurecht kommen? Wird ihre Freundschaft bis zum Mauerfall Bestand haben?

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Harald Eisenstein hatte eine lange Krankheit hinter sich. Die Ärzte hatten den Eltern geraten, die unterbrochene Klassenstufe noch einmal zu beginnen, damit der Anschluss an den anspruchsvollen Lehrstoff bis zum Abitur nicht zu schwer würde. Herr Neumann verkündete den Stundenplan und ermahnte alle noch einmal ihr Bestes zu geben, damit bei den Abiturprüfungen gute Ergebnisse erzielt werden konnten. „Dass alle das Ziel schaffen werden, steht für mich außer Frage“, betonte er, „doch sie sollen es auch mit guten Ergebnissen abschließen“. Er kannte seine Klasse gut und traute ihnen eine Menge zu. In der Horde Jungen, wo alle starke Persönlichkeiten sein wollten, musste jeder täglich den Rang seiner Popularität neu erkämpfen. So wurde Harald gleich am ersten Tag auf die Probe gestellt. „Hast du Kraft“? wollten die Mitschüler wissen. Auf alle Fälle war nun eine neue Rangverteilung fällig. Der Neuling, mit sympathisch weichen Gesichtszügen und einer schlanken Figur konnte doch, vom ersten Eindruck her, in der internen Hierarchie der Jungen nur auf den hinteren Plätzen landen. So forderte ihn der ständige Herausforderer und Rivale Alfreds, Georg auf: „Wenn du testen willst, welchen Platz du künftig in der Klasse einnehmen willst, sollten wir unsere Kräfte per Armhebel messen“. Nach anfänglichem Zögern willigte Harald ein, er wollte ja nicht als Schlappschwanz angesehen werden. Die anderen Jungen waren freudig gespannt auf den Kampf und richteten sofort in der grossen Pause eine Schulbank her. Da war gleich zu Schulbeginn richtig etwas los. „Wie wird sich der Neue einordnen lassen“? lautete die spannende Frage. „War er ein Kämpfer oder war er so sanft, wie seine Augen“? Harald hatte bisher noch nicht viel gesagt, aber nun stellte er die Bedingungen: „Wer den Handrücken des Anderen auf den Tisch drückt, hat gewonnen. Und wer gewonnen hat, tritt gegen den Stärksten an“. So kühn hatte noch keiner vor ihm gesprochen und die Allgemeinheit war widerwillig bereit, Haralds Forderungen zu akzeptieren. Die Devise hieß: „Erst mal abwarten, dann konnte man ja weiter sehen“. Georg war der ewige Zweite hinter Alfred. Mit breiten Schultern und einem geschmeidigen Gang demonstrierte er, weit hin sichtbar seine Kraft und sportliche Fitness. Sein eckiger Kopf und seine blonden Haare verliehen ihm ein nahezu seemännisches Aussehen. Beide Jungen streiften langsam die rechten Ärmel hoch, so dass man auch die Muskeln sehen konnte, wenn sie sich anspannten. Georg genoss sichtlich den Augenblick, so konnte er allen Anderen wieder einmal zeigen, wasfür ein toller Kerl er war. Er lächelte lässig und überlegen: „Diesem Milchgesicht werde ich von Anfang an Respekt beibringen“. Als beide bereit waren, setzen sie sich an der vorbereiteten Schulbank gegenüber und gaben sich die Hand. Georg begann sofort mit aller Macht zu drücken, doch Alfred rief dazwischen: „Halt, Schorsch, ich gebe das Kommando und erst dann wird gedrückt. Nun noch einmal zur Ausgangsstellung“. Beide Kampfhähne setzten sich wieder in die Ausgangsstellung zurecht, dann rief Alfred ein kurzes „los“! Dieses Mal hielt Harald dem Druck Georgs stand. So sehr sich auch Georg mühte, er brachte Harald nicht zum Nachgeben. Die Angelegenheit schien unentschieden auszugehen. Nun wurde es für Alfred interessant. Wenn er dem Bullen Georg so lange standhielt, musste der noch mehr drauf haben. Bring` die Sache zu Ende Schorsch“ schnurrte er Georg an, „dieses Milchgesicht wirst du doch wenigstens schaffen“. Georg drückte was er konnte, ihn packe die Wut und er lief hochrot an. Seine Kräfte drohten langsam zu erlahmen, da merkte er, wie sein Gegenüber den Druck noch erhöhen konnte. Er dachte nur noch an die Blamage der Niederlage, doch dann war sein Arm zu nichts mehr fähig. Wie ein entsicherter Hebel kippte er um. Der Oberarm wurde ihm fast aus der Kugel gerissen. Sein Arm tat verdammt weh, doch schlimmer war die Blamage verloren zu haben. Erschrocken über seine Niederlage, blickte er sich um, ob nicht einer der Umstehenden schadenfroh lachte. Er brachte nur anerkennend heraus: „Du bist ja ein richtig harter Brocken, ich hätte nicht gedacht, dass ich heute verliere. Vielleicht habe ich heute nur eine schlechte Tagesform erwischt. Ich fordere für später eine Revanche“. Harald hatte zwar gewonnen, doch richtig glücklich war er dabei nicht. Instinktiv fühlte er, dass er sich ab jetzt einen Feind geschaffen hatte. Die Umstehenden schwiegen betreten, denn keiner wollte sich mit dem Bullen Georg anlegen. Ein überschwänglicher Beifall für den Sieger musste also ausfallen. „Du bist überraschend gut“, erkannte Alfred an. „Ruh erst mal deinen Arm aus und dann trittst du nach der nächsten Stunde gegen mich an, doch das wird schwerer werden, das verspreche ich dir“. Der ins Zimmer hinzugekommene Fachlehrer für Kunstgeschichte, Herr Uhlig, hatte die letzte Phase des Kampfes noch miterlebt doch nicht eingegriffen, nur verständnisvoll gelächelt. Er kannte es, es war ein immer wiederkehrendes Ritual, die Neuverteilung der Rangfolge unter den halbwüchsigen Jungen, die stolz auf ihre Körperkräfte sind. „Nun wenden wir uns einem Fach zu, was für die Menschwerdung des Affen genauso wichtig war, wie körperliche Stärke, nämlich die Kunst“, begann er. „Harald, kommen sie doch gleich mal vor die Klasse und zeichnen sie aus dem Gedächtnis ein Pferd. Sie werden sehen, wie schwierig es ist, ohne Vorbereitung und ohne Modell eine solche Aufgabe zu lösen. Und dabei denken wir alle, wir haben einen hohen Stand der Zivilisation erreicht“. Harald nahm die weiße Kreide, begann an der Wandtafel zu malen und der Lehrer fuhr in seinen Ausführungen fort, ohne auf Haralds Arbeit zu achten. „Wir werden sehen, was aus der Aufgabenstellung herausgekommen ist und wie wir bei dieser, so einfach erscheinenden Arbeit versagen“, mit diesen Worten wandte er sich der Tafel zu und schaute verblüfft an die Wand. Mit wenigen Strichen hatte Harald ein Pferd auf die Tafel gezeichnet und die Bewegungsabläufe eines Galopps klar herausgehoben. „Harald“, begann Herr Uhlig verblüfft, „Sie werfen meine ganze schöne Theorie über den Haufen. Warum sind sie so gut“? Alfred gab einen Laut der Bewunderung ab. „Da haben wir uns ja ein richtiges Schätzchen eingefangen“, raunte er, "mal sehen, was der noch für Überraschungen im Ärmel hat“. Die Stunde ging zu Ende, doch ehe der mit Spannung erwartete neue Kampf ausgetragen werden konnte, musste die Schulbank wieder vorbereitet werden. Eilfertig räumten die zwei Schüler in der ersten Reihe ihren Platz und stellten die Stühle bereit. Schon während des Unterrichts wurde über den bevorstehenden Kampf getuschelt. Würde der Neue auch noch den Alfred schaffen oder er erhielt eine vernichtende Niederlage? Alfred hatte bisher Jeden geschafft und so war man sich allgemein sicher, wie der nächste Kampf enden würde. Schnell räumten die Umstehenden das Feld, so dass die Rivalen gegenüber zum Sitzen kamen. Beide angehenden Männer waren mit etwa eins achtzig gleich groß. Haralds Erscheinung war eher schlank und gereift, Alfred dagegen, wirkte eher mehr jugendlich stämmig und kantig. „Du kannst wählen, welchen Arm du nehmen willst, ich werde dich in jedem Falle schlagen, einer muss nur noch das Startzeichen geben“, verkündete Alfred. Die Gegner nahmen sich bei den Händen und sahen sich fest in die Augen. Aus der Menge ertönte es mehrstimmig: „auf die Plätze, fertig, los“. Harald wusste, wenn er Alfred schaffte, hatte er die gesamte Klasse gegen sich. So drückte er zum Anfang so stark er konnte, um die Kraft des Anderen auszuloten. Als Alfred gegenhielt, nahm er allmählich den Druck zurück. Alfred bemerkte diese Taktik und war zunächst irritiert, dann ließ auch er in seinem Druck nach. Nach außen hin taten beide so, als ob ihnen vor Anstrengung die Adern aus dem Hals kamen. In dieser Stellung verharrten beide, bis das Klingelzeichen zur nächsten Stunde ertönte. So mussten der Kampf ohne Entscheidung abgebrochen werden. Ein Raunen ging durch die Reihen: „Dieses Milchgesicht hätte doch tatsächlich fast den Klassenprimus auch noch geschafft“. Das war eine echte Überraschung. Georg ärgerte sich nun nicht mehr so sehr über seine Niederlage, denn keiner hatte vermutet, welche Muskeln dieser Junge mit dem sanften Blick gegenhalten konnte. Alfred traf sich mit Harald auf dem Heimweg. Dieser Junge war ihm vom ersten Augenblick her sympathisch gewesen. Er konnte es nicht erklären, aber hier spürte er eine gewisse Seelenverwandtschaft, fühlte sich zu Harald hingezogen. „Du gefällst mir“, begann Alfred das Gespräch, „wollen wir uns nachher mal treffen“? „Ich bin dazu bereit, aber ich habe erst einmal meine häuslichen Pflichten zu erledigen. Da meine Eltern ein kleines Geschäft für Künstlerbedarf am Tempelhofer Damm betreiben, muss ich meine Mittagsmahlzeit selbst zubereiten und gelegentlich im Laden aushelfen“. Die beiden trafen sich dann am späten Nachmittag und hatten sich viel zu erzählen. „Warum haben wir uns nicht früher schon mal gesehen“? wollte Alfred wissen, „wir waren doch bisher in der gleichen Schule doch nur in unterschiedlichen Klassenstufen“? Die Antwort darauf wussten beide nicht. So entspann sich zwischen den halbwüchsigen Jungen eine beginnende Freundschaft. Alfred änderte am nächsten Tag die Sitzordnung, so dass Harald auf der Schulbank neben ihm zum Sitzen kam. In der Folgezeit erwies sich Harald als ein überaus begabter Schüler, dem Klassenbesten, Alfred, nahezu ebenbürtig. Alfred, der Sohn vermögender Eltern, die in besten Wohnlagen Berlins eine Reihe von Mietshäusern besaßen, genoss das Leben in vollen Zügen. Er war klug, sah mit seinem glatten braunen Haaren recht gut aus und hatte, trotz beträchtlicher monatlicher Zuwendungen durch die Eltern, ständig Geldsorgen. Harald war ein zielstrebiger Bursche, der zwar auch intelligent war, aber mehr Talent für die schöngeistigen Fächer aufbrachte. Harald malte gern und viel. Schon früher konnte er sich bei den Schulkameraden mit seinen Portraits ein paar Mark dazu verdienen. Gelegentlich half er bei einer befreundeten Familie aus, die am Tempelhofer Damm, nahe dem S-Bahnhof einen Kolonialwarenladen hatten. Er begleitete den Verkäufer zur Großmarkthalle und half beim Auf- und Abladen der Obst- und Gemüsekisten. So verdiente er sich etwas Geld, um die Familienkasse zu entlasten. Die Wintermonate boten sich bei den zwölften Klassen traditionell an, Tanzunterricht in Gesellschaftstänzen zu nehmen. Es gehörte einfach zum guten Ton, dass Eltern, die etwas auf sich hielten, ihre halbwüchsigen Kinder zur Tanzstunde schickten. In Berlin gab es zu dieser Zeit mehrere berühmte Tanzschulen, die auch Nachwuchs für den nationalen und internationalenTurniertanz ausbildeten. „Ich habe eine gute Tanzschule empfohlen bekommen“, begann Alfred eines Tages. Mein Vater hat über seine ausgezeichneten Beziehungen im benachbarten Neukölln ein angesehenes Haus ausgemacht“. Hier sollten die beiden jungen Männer der Weiblichkeit auf eine angenehme Art näher kommen. Der Gesamtkurs umfasste zehn Wochentage, jeweils Donnerstag von achtzehn bis zweiundzwanzig Uhr zuzüglich Mittel- und Abschlussball, jeweils an den entsprechenden Wochenenden. Wegen des späten Endes in den Nachtstunden mussten die Eltern die schriftliche Einwilligung zur Teilnahme einreichen. Die Tanzlehrer und die Polizei duldeten in diesem Punkt keine Ausnahmen. Das Tanzlehrer Ehepaar: „Wir bringen den jungen Herren nun bei, wie sich ein Gentleman gegenüber einer Dame verhält, wie man stilvoll am Tisch sitzt und wie man sich bei gesellschaftlich wichtigen Empfängen verhält“. Einige Grundbegriffe hatten beide Jugendlichen schon aus dem Elternhaus mitbekommen, doch hier wurde die Vollendung gemäß Knigge gelehrt. Alfred fand das am Anfang etwas übertrieben, doch Harald hielt ihm entgegen: „Mit erfolgreichem Abschluss eines Studiums könnten wir zur geistigen Elite der Nation zählen und da muss man etwas auf sich halten und Etikette wahren“. Irgendwo hatte er diesen Grundsatz einmal gelesen. „Gutes Benehmen ist immer von Vorteil“.Harald wurde durch die Tanzpartnerinnen mehrfach wegen seines Namens gefragt, ob er Jude sei, doch ohne zu zögern antwortete er: „Ich gehöre keiner besonderen Konfession an, ansonsten aber glaube ich an Gott“. Damit waren die Fragen im Allgemeinen beantwortet. Ganz wohl war ihm nicht bei dem Gedanken: „Warum musste er sich immer seiner Herkunft wegen rechtfertigen“?

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