Uwe Siegfried Drogoin - Ich bin ein Berliner

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Erzählt wird die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zweier Männer, die im Berlin der Vorkriegsjahre beginnt. Harald Eisenstein und Alfred Nagel fahren nach dem Abitur zu Bekannten nach Schweden und bleiben bis zum Kriegsende. Wie erleben sie das 3.Reich und den Weltkrieg aus der Perspektive des Auslandes? Nach dem Krieg kommen beide als erwachsene Männer, inzwischen mit Familie zurück. Harald in den Westen, Alfred in den Osten Wie werden sie mit den Schicksalsschlägen, bedingt durch die deutsche Teilung und schließlich mit der Mauer zurecht kommen? Wird ihre Freundschaft bis zum Mauerfall Bestand haben?

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Berlin, der 26. August 1936

Mein geliebter Harald,

vielen Dank für Deinen letzten Brief von Anfang September.Ich freue mich, dass es Euch gut geht und dass Du so gut mit der schwedischen Sprache zurechtkommst.Heute muss ich Dir eine traurige Mitteilung machen. Die Nazis haben gestern Vater abgeholt. Ihre Begründung: „das deutsche Volk ist vom jüdischen Einfluss zu säubern“. Sie beschimpften mich, wie ich es mit solch einem Judenschwein ausgehalten habe und drohten mir mit Konsequenzen, wenn ich gerichtlich gegen diese Maßnahmen vorgehen wollte. Zum Abschied schrien sie mir ins Ohr „ Es lebe Adolf Hitler, unser geliebter Führer“. Harald, ich hatte nackte Angst und Vater hat bitter geweint. Er wollte sich melden, wenn er wüsste, wohin er interniert würde. Es hieß, dass alle jüdischen Bürger in Lagern untergebracht werden und dass sie zu Zwangsarbeit verpflichtet werden. Zu allem Übel bin ich auch heute noch in der Firma entlassen worden.Die Begründung: ich würde jüdischem Einfluss unterliegen und die Vertrauensbasis zur Firma wäre damit gestört. Den Laden, Vaters ganzen Stolz, werde ich aufgeben müssen. Nun lieber Harald, ich will Dir nicht die Ohren voll jammern. Der liebe Herrgott hat Dir sicher ein Zeichen gegeben, so dass Du wenigstens im Ausland in Sicherheit bist. Wenn ich keine Arbeit mehr habe, werde ich die schöne Wohnung hier in Tempelhof nicht mehr halten können. Ich habe vor, zu den Großeltern nach Potsdam zu ziehen. Dort am Rande von Berlin ist die Hysterie vielleicht noch nicht so groß. Ich werde trotzdem versuchen Vater zu besuchen, so oft ich kann. Wir haben so viele schöne Jahre miteinander verlebt und ich kann ihn doch jetzt, da er meine Hilfe braucht, nicht einfach im Stich lassen. Hier werden auf uns alle schwere Zeiten zukommen.Wenn du zurückkommst, sei vorsichtig mit Deiner Wortwahl. Du kannst in diesen Zeiten ganz schnell in Schwierigkeiten kommen, wenn Du nur einen Mux gegen die Regierung aussprichst. Sei bitte nicht traurig, wir werden schon durchkommen. Großvater sagt immer: „Die Hitler kommen und gehen, aber wir alle werden es überstehen“. Sei ganz lieb von mir gegrüßt. Ich küsse Dich,

Deine Mutter

Als Harald zu Ende gelesen hatte und das Blatt Papier senkte, leuchteten dicke Tränen in seinen Augen. Was war das nur für ein Vaterland, in dem man sich wegen seiner Geburt oder seines Glaubens schämen musste. Er rannte, so wie er war, ins Freie, um seinem Schmerz freien Lauf zu lassen. Alle am Tisch ahnten, dass hier etwas Schlimmes passiert sein musste. Mutter Annegret ging ihm nach und nahm den jungen Mann in ihre Arme, drückte ihn an sich, wie das nur Mütter können., um ihn zu trösten, doch der Strom der Tränen war so leicht nicht zu stoppen. „Du wirst es in Deutschland schwer haben, wenn du zurück gehst“, meinte Vater Lars. „Wenn du möchtest, kannst du bei uns bleiben, solange du magst“, bot er ihm an. „Wir könnten auch in den Wintermonaten noch kräftige Hilfe brauchen“. Alfred schämte sich, dass er im Glück schwamm und sein bester Freund bis über die Ohren in Schwierigkeiten steckte. So fragte er besorgt, „hättet ihr etwas dagegen, wenn ich auch bleibe?“ Nun musste der Familienrat zusammenkommen, alle setzten sich in der guten Stube an einen Tisch und Vater Lars trug das Anliegen der beiden jungen Männer vor. Thoralf und Söhren, die sich mit den jungen Deutschen prächtig verstanden, waren sofort einverstanden und Mutter Annegret gab ihren Segen dazu. „Im Übrigen, wenn ihr unbedingt studieren wollt, sollten wir uns mal in Uppsala umsehen, dort haben wir eine berühmte Universität“ fügte Vater Lars hinzu.Uppsala, eine mittelgroße Stadt von etwa einhundertfünfzigtausend Einwohnern zwischen Falun und Stockholm, etwa achtzig Kilometer entfernt, empfing sie schon von weitem mit seinen leuchtend roten Dächern und den Spitzen des alles überragenden Doms. Vater Lars hatte sie mit seinem Volvo hingefahren. Unterwegs fiel dichter Regen. So pflegte sich hier der Herbst anzukündigen. Vater Lars setzte sie an der Uni ab, weil er noch andere Besorgungen machen musste und die beiden Deutschen gingen geradewegs zur Anmeldung. Das Hauptgebäude, ein schöner Bau aus der Gründerzeit, hatte etwas streng Ehrwürdiges an sich. Sie schritten die langgezogene Freitreppe hinauf und betraten eine reich geschmückte Vorhalle mit schönen Ornamenten an den Wänden, tragenden Rundbögen und reich verzierten Säulen. „Sieh dir das an“, bemerkte Alfred, sogar der Fußboden ist hier mit farbigen Mosaiksteinen, passend zu Wand- und Treppenornamenten ausgelegt“. Sie erkundigten sich bei einer Studentin nach dem Sekretariat und erhielten staunende Blicke und eine präzise Antwort, wie sie zu gehen hatten. An einer überdimensional großen Tür lasen sie das Wort „Sekretariat“ und klopften vorsichtig an. Von innen war keinerlei Reaktion zu spüren. Harald versuchte es noch einmal und jetzt hörbar lauter. Nun hörten sie von innen eine unverständliche Stimme, die sie als „Herein“ interpretierten. Alfred drückte die Klinke herunter, da öffnete sich die Tür von innen. „Heute ist kein Sprechtag, meine Herren“ eröffnete ihnen die Sekretärin, „Es ist auch keiner da, der mit ihnen sprechen könnte. Also was wollen sie“. Bei so viel Reserviertheit fand Harald zuerst die Sprache wieder: „Wir wollen hier studieren“. „Das wollen alle, die hier her kommen“, erwiderte die Dame, über ihre Brille blickend, „Ich gebe ihnen eine Übersicht über unsere Sprechzeiten mit, kommen sie wieder, wenn einer der Chefs anwesend ist. „Das wird sehr schwer werden, wir kommen aus Deutschland“, gab Alfred zurück. „Was ist denn da los“? Ein Herr, hoch in den fünfziger Jahren in einem abgeschabten Anzug und ausgebeulten Hosen, kam in leicht gebückter Haltung auf die Tür zu. Die Sekretärin berichtete ihm kurz vom Anliegen der beiden jungen Männer und dass sie Deutsche seien. „Na dann kommen sie schon mal herein“, brummte der Herr mit dem grauen Haar und den ausgelatschten Schuhen, „Wir gehen zum Dekan“. Der Dekan empfing sie mit finsteren Blicken, weil er nicht wollte, dass deutsche Studenten so ohne weiteres hier eingeschrieben werden konnten, das konnte auch politische Verwicklungen nach sich ziehen. Er machte zur Bedingung, dass beide zuerst auf Eignung geprüft werden müssten und ob sie voll der schwedischen Sprache in Wort und Schrift mächtig seien. Dann könnte man in Erwägung ziehen, ob eine Immatrikulation möglich sei. Ein Oberassistent wurde gerufen und der sollte die geeignete Prüfung vorbereiten, natürlich mit erschwerten Bedingungen. Als erstes hatten sie einen Aufsatz zu schreiben über ein selbst gewähltes Thema, einen englischen Text ins schwedische zu übersetzen und einige Textaufgaben in der Mathematik zu lösen. Da die Lehranstalt in Uppsala den Ruf einer Elite Universität hatte, konnten nur die Besten hier studieren, das hatte Ihnen Großvater Björn ans Herz gelegt. Als Übersetzung für Beide lag ein Text des englischen Dichters Byron vor. Alfred untersuchte in seinem Aufsatz die Bedeutung der Wickinger als germanischer Volksstamm für die Entwicklung Europas. Dieses Thema hatte er ausführlich mit Großvater Björn diskutiert und Harald untersuchte die Erfindung Alfred Nobels als Segen oder Fluch für die Menschheit je nachdem wie der Mensch das Dynamit zur Anwendung bringt. Die mathematischen Aufgaben waren aufgrund ihrer ausgezeichneten Berliner Schulbildung eine leichte Hürde und wurden von beiden fehlerfrei gelöst. Dank der ausgezeichneten Lehrer, Vater Lars und Großvater Björn, hatten sie recht gute Schwedisch – Kenntnisse und abgesehen von kleineren unbedeutenden Fehlern, legten beide die Aufnahmeprüfung mit Erfolg ab. Der Dekan war verblüfft über die spontanen Ergebnisse, hatte aber zugesagt, bei ordentlichem Abschneiden einer Immatrikulierung zu zustimmen. Als Vater Lars sie abholte, hatten beide ihre Aufnahmepapiere in der Tasche. „ Seht ihr, es wird alles gut werden“, meinte Vater Lars, als sie eingestiegen waren und ihre Unterlagen vorzeigen konnten. Sie hatten sich in den Studiengang Architektur einschreiben lassen und konnten schon in einer Woche hier anfangen.

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