Uwe Siegfried Drogoin - Ich bin ein Berliner

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Erzählt wird die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zweier Männer, die im Berlin der Vorkriegsjahre beginnt. Harald Eisenstein und Alfred Nagel fahren nach dem Abitur zu Bekannten nach Schweden und bleiben bis zum Kriegsende. Wie erleben sie das 3.Reich und den Weltkrieg aus der Perspektive des Auslandes? Nach dem Krieg kommen beide als erwachsene Männer, inzwischen mit Familie zurück. Harald in den Westen, Alfred in den Osten Wie werden sie mit den Schicksalsschlägen, bedingt durch die deutsche Teilung und schließlich mit der Mauer zurecht kommen? Wird ihre Freundschaft bis zum Mauerfall Bestand haben?

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In der Grundausbildung hatte man ihn vor dem Klassenfeind gewarnt und ihm eingeschärft, dass es eine Ehre sei sein Vaterland mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Die Grenztruppen bekamen auch einen besseren Sold, als die normalen „Sandlatscher“, so nannte man die Motschützen scherzhaft in der Armee. Beide Männer hatten die Aufgabe Doppelschleife zu laufen und zu zweit den zugewiesenen Grenzabschnitt lückenlos zu überwachen. Auf der anderen Seite der Grenze lag Westberlin, die Frontstadt des Westens, die mit Rundfunk und Fernsehen weit in die DDR einstrahlen konnte und rund um die Uhr Informationen in den Osten sendete. „Hast du gestern das Fußballspiel Eintracht Frankfurt gegen Herta BSC gehört“? wollte der Ältere wissen. „Nein, für die Bundesliga interessiere ich mich nicht so sehr. Ich bin mehr Dynamo Dresden Fan“ entgegnete der Junge, der nicht wusste, ob ihn sein Kamerad für den Staatssicherheitsdienst aushorchen wollte. Halt, da war doch etwas? Beide hielten abrupt inne und erschauerten, denn ein deutliches Knacken ließ sie aufhorchen. In etwa sechzig Metern tauchte verschwommen eine Person aus dem Nebel auf, die sich leicht gebeugt den Grenzanlagen näherte. Noch ehe Rico Lang etwas sagen konnte, schrie Ralf Lewandowski: „Halt, stehen bleiben“! und gleich darauf: „Stehen bleiben, oder ich schieße“. Im nächsten Augenblick peitschten Schüsse durch die Nacht. Dann war es gespenstisch still. Die Person hielt augenblicklich inne und fiel langsam nach der Seite um, so dass die beiden herbeieilenden Grenzer sein Gesicht sehen konnten. „Mein Gott“, murmelte Lewandowki, „der sieht mir nicht aus, wie ein Klassenfeind. Der ist ja noch ein halbes Kind“. Beide blickten in das schmerzverzerrte Gesicht eines jungen Mannes. „Sag jetzt nichts, was dir später leid tun könnte“, schnurrte Lewandowski aufgewühlt den Grenzverletzer an, der ihm wütend entgegen gezischt hatte:„Ihr Schweine habt mich erschossen“. Blut quoll aus seiner linken Schulter. Der rote Fleck auf der leichten Winterjacke wurde zusehends größer, dann verlor der Getroffene das Bewusstsein. Rico wurden die Knie weich. Er jammerte: „Du hast ihn erschossen, du hast ihn erschossen. Musstest du gleich scharf schießen“? Das war sein erster Fall einer Festnahme und er stellte sich vor, was wäre, wenn er der Flüchtling gewesen wäre? Nein, lieber nicht nachdenken, der Fremde wäre ohnehin im Stacheldraht hängen geblieben und dann wäre es richtig schlimm für ihn gekommen.Vielleicht wäre er auch auf eine Mine getreten, dann ist es so schon besser und wir konnten ihn von seinem Vorhaben abhalten. Solche Grenzverletzungen mussten unverzüglich telefonisch an die vorgesetzte Dienststelle gemeldet werden. Lewandowski eilte zum Telefon und meldete mit bewegter Stimme den Vorfall. Er bemühte sich um einen militärisch sachlichen Ton: „Eine erwachsene männliche Person wurde durch Schüsse am Verlassen der Republik gehindert und dabei schwer verletzt“. „Es besteht Lebensgefahr“, fügte er mit trockener Kehle hinzu. Die Stimme versagte ihm den Dienst.Eine halbe Stunde später hielt ein Militärjeep russischer Bauart vor dem Wachturm. Der Diensthabende Offizier und ein Militärarzt eilten geradewegs in das Zimmer, in welches die beiden Grenzer den Fremden getragen hatten. Er lag auf einer Pritsche und war noch immer ohne Besinnung. Der Militärarzt untersuchte den Verletzten. Der Puls war zwar schwach, doch der Mann lebte noch. „Er muss sofort operiert werden, sonst stirbt er“, entschied der Arzt. Der Offizier forderte über Telefon mit der höchsten Dringlichkeit einen Hubschrauber an. Als die Sonne hoch am Himmel stand, fiel ein metallischer Gegenstand dumpf klirrend in die Nierenschale auf dem Operationstisch.Die Chirurgen in der Charité` hatten unter Aufbietung aller ihrer Fähigkeiten die Kugel aus der Lunge des jungen Mannes entfernt und dabei festgestellt, dass einige Sehnen und Muskeln stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Chefarzt schnaufte wütend: „Das wäre beinahe schief gegangen. Da hat sich wieder mal einer einen fetten Orden verdient“. Als er den Mundschutz abgenommen hatte, wischte er sich den Schweiß von der Stirn und ärgerte sich über den sinnlosen Schließbefehl seiner Regierung.Trotzdem auch er der Einheitspartei angehörte, war er mit diesen Praktiken an der Grenze nicht einverstanden.Im Stab der Grenztruppen hatte man inzwischen die Personalien des Mannes aufgenommen, die bei ihm gefunden wurden. Vorsorglich wurden die Eltern informiert, dass ihr Sohn, als er im Begriff war die Republik zu verlassen, durch Schüsse lebensgefährlich verletzt wurde. Routinemäßig wurde eine Akte mit folgenden Personalien angelegt:

Name: Nagel Thorben

Geboren: am 9. Februar 1943 in Falun, Schweden

Adresse: Berlin Köpenick

Vater: Nagel Alfred

Mutter: Nagel Hilda, geborene Andersson,

Schwedin

Festnahme: am 14. März 1964

Straftatbestand: versuchte Republikflucht

Gesundheitszustand: schwere Schulterverletzung durch einen Schuss aus einer automatischen Waffe.

Von nun an wurde ein präzise arbeitender Staatsapparat in Gang gesetzt, der die Strafverfolgung des Grenzverletzers zur Folge haben sollte. Als Thorben aus der Narkose aufwachte, fragt er sich, wo bin ich? „wie komme ich hier her? wie sollte es nun weiter gehen? Würde er sein geliebtes Mädchen wohl jemals wiedersehen“? Er empfand tiefe Trauer und Niedergeschlagenheit, weil seine Lebensträume in einer Nacht wie ein Luftballon zerplatzt waren. Eins war ihm nun sonnenklar: es würde nun nichts mehr so sein, wie es war.

Wie alles begann

Anfang September des Jahres 1935 war im Berliner Stadtteil Tempelhof schon wieder das geschäftige Treiben der Großstadt im vollen Gange. Die Urlaubszeit hatte nur eine kurze Atempause gewährt. Die Schrebergärten wurden nur noch an den Wochenenden angefahren und wer sich eine Reise an Nord- oder Ostsee hatte leisten können, war wieder in der Stadt eingetroffen. Der Sommer neigte sich langsam dem Ende zu und in manchen Nächten lag schon leichter Nebel über den Wiesen der Stadt. Es war ein schöner Sommer gewesen und jeder empfand ein bisschen Melancholie bei dem Gedanken, dass nun bald die kältere Jahreszeit beginnen würde. Der erste Tag des neuen Schuljahres im Schiller - Gymnasium war gekommen. Die Lehranstalt hatte nur Jungenklassen. Das Mädchengymnasium befand sich streng getrennt in einer Nebenstraße, damit die Schüler nicht durch die Begegnung mit dem anderen Geschlecht vom Lernen abgehalten wurden. Das Schulgebäude, ein Bau aus den Gründerjahren Berlins, war mit seinen schönen roten Backsteinen, hohen hellen Klassenzimmern und großen, schön geschwungenen Fenstern wie ein großes „U“ angelegt. In der Mitte dieses Gebäudekomplexes befand sich der Schulhof mit einigen weit ausladenden Kastanienbäumen, deren Blätter schon teilweise gelbe bis braune Flecken hatten und die allgemeine Laubfärbung ankündigten. Nach den Sommerferien sollte die Klasse 12b die letzte Etappe bis zum Abitur zurücklegen. Bevor der Schulbetrieb wieder einsetzte, fanden sich alle Schüler auf dem Hof vor der Schule ein und warteten, bis das Vorklingeln ertönte. Zurückblickend wurde ausgetauscht, was jeder in den großen Ferien, die in jedem Falle zu kurz waren, erlebt hatte. Und eigentlich war man auch froh, dass die Tage wieder geordnet zugingen und der untätige Urlaubstrott ein Ende hatte. Der Schulhof war in einzelne Segmente unterteilt und jede Klasse hatte ihren angestammten Stellplatz. An normalen Unterrichtstagen gingen die Schüler zu Beginn der großen Pausen im Gänsemarsch auf den Schulhof hinaus und hielten sich an ihren zugeordneten Plätzen auf. Diese Ordnung hatte den Vorteil, dass die große Zahl von Schülern von der Schulleitung perfekt beobachtet und kontrolliert werden konnte. Harald, ein neuer Schüler, wartete etwas abseits vom Standort seiner zukünftigen Klasse 12b. Er sollte in diesem Jahr neu hinzukommen, hielt sich aber noch zurück, bis das Klingelzeichen die Schüler, wie in jedem Jahr, am ersten Schultag zur Eröffnungsfeier in die Aula rief. Die Aula befand sich in der ersten Etage direkt über der Turnhalle als schöner Festsaal mit einem flexiblen Stuhlbestand und einer kleinen Bühne. Auf der linken Seite der Bühne war ein Rednerpult aufgestellt, welches an der Vorderseite das Schulwappen trug. Rechts daneben saßen die Mitglieder der Schulleitung an einem langen Tisch. Vor dem Pult war ein Fahnenständer auf dem Fußboden befestigt, bei dem sowohl die Reichsals auch die Berliner Flagge eingesteckt waren. Nachdem sich alle Schüler laut klappernd und schwatzend auf ihren Plätzen niedergelassen hatten, trat der Direktor, Herr Dr. Scholz, an das Pult: „ Meine Herren, ich bitte sie um Disziplin und Aufmerksamkeit, denn bei allem Verständnis für ihre Wiedersehensfreude mit ihren Klassenkameraden und der Schule wollen wir das neue Schuljahr beginnen. Ich begrüße zuerst die neuen Klassen mit all ihren hoffnungsvollen Talenten und nicht zuletzt auch die Alteingesessenen“. Er erläuterte traditionell die straffe Schulordnung und versuchte die heranwachsenden jungen Männer dafür zu motivieren für sich und ihr Vaterland im Unterricht beste Ergebnisse zu erzielen. „Sie sind die Zukunft unseres Reiches und ich erwarte von ihnen, dass sie sich dieser Verantwortung bewusst stellen. Geben sie ihr Bestes, damit unser Volk und unser Führer stolz auf sie sein können“. In dieser Schule arbeiteten mehrere Lehrer, die den Schülern eine hohe Lernmotivation vermitteln konnten. Dadurch wurde im Maßstab der Reichshauptstadt ein überdurchschnittlich hohes Wissensniveau gehalten. Nach der großen Ansprache gingen die Schüler geordnet in ihre Klassenräume.Als Harald in das Klassenzimmer kam, nahm zunächst keiner Notiz von seiner Anwesenheit, bis der Klassenlehrer, Herr Neumann, in den Raum trat und den Neuen vorstellte: „Das ist ab heute euer neuer Mitschüler Harald Eisenstein“. Zu Harald gewandt wünschte er: „Viel Erfolg und gutes Gelingen in der letzten Klasse. Setzen sie sich erst einmal auf die hintere Reihe. Alfred sie, als Klassensprecher, werden Harald nachher einen Platz zuweisen“. Damit war das Organisatorische zur Einführung des Neuen abgeschlossen. Alfred, der Klassenprimus der Zwölften, galt als hoch begabt, hatte ausgezeichnete Noten und galt als der körperlich Stärkste unter den Jungen. Als Klassensprecher vertrat er die Klasse nach außen. Nach innen richteten sich alle nach seiner Meinung. Die Klasse war ein intelligentes Rudel und Alfred der Leitwolf.

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