Kristian Winter - Stalking II

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Obgleich Birgit Möller nach mehrmonatigem Gerichtsprozeß wegen Totschlags aufgrund einer Affekthandlung freigespochen wurde, kann sie dem Schatten ihrer Tat nicht entfliehen. Zwar läuft ihre Reintegration im Berufsleben und im Alltag anfangs erfolgreich. Als sie aber unfreiwillig Zeugin eines brutalen Überfalls mit einer Frau als Opfer wird, brechen die alten Wunden wieder auf. Unwillkürlich mischt sie sich ein und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die sie letztlich erneut zum Opfer machen. Dabei stellte sie sehr bald fest, dass ihr inzwischen ein mächtiger Gegner erwachsen ist, der ihr den Mord an einem Landsmann nicht verziehen hat. Und so setzt er alles daran, sie physisch und psychisch zu vernichten, jedoch in einer solch perfiden Art, dass er als Verursacher kaum zu fassen ist. So bleibt ihr am Ende nichts, als die nötigen Nachforschungen anzustellen, und stößt dabei auf ein Netzwerk von Gewalt und Intrigen, das sie schließlich in Lebensgefahr bringt.

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„Das ist doch Unsinn!“, empörte ich mich sofort. „Niemand hat das Recht, über jemanden zu verfügen, schon gar nicht in einer demokratischen Rechtsordnung wie der unseren! Und eine Steinigung gibt es schon gar nicht.“

„Aber der Koran sagt …“

„Es interessiert nicht, was der Koran sagt!“, fiel ich ihr ins Wort. „Das sind doch nur verstaubte Regeln aus einem anderen Jahrtausend!“

„Leider nicht für uns, so sehr ich es mir auch wünschte. Bei einem Muslim bestimmen die Scharia und seine Vertreter, der Imam und der Qadi als Friedensrichter. Sie allein verkörpern für uns Recht und Gesetz und der Wille Allahs herrscht überall, egal, wo wir auch leben.“

„Aber nicht hier, verdammt nochmal!“, wiederholte ich und schlug auf den Tisch. Ich musste erst einmal durchatmen. Zweifellos hatte ich sie damit verschreckt, aber ich konnte das einfach nicht länger anhören. Wie konnte man nur so einfältig sein und das im 21. Jahrhundert! Vor allem wunderte mich die eigene Unbeherrschtheit. Dennoch gab es nichts zu entschuldigen. Was gesagt werden musste, sollte auch gesagt werden.

Natürlich war ich weit davon entfernt, sie zu verurteilen, jedenfalls nicht, bevor ich ihre Motivation nicht völlig verstand. Und doch spürte ich sofort die vielen Probleme, die bislang eine normale Verständigung verhinderten. Zunächst aber war ich froh, dass sie allmählich auftaute, was die ganze Situation etwas erleichterte. Deshalb verzichtete ich auf weitere Fragen. Wenn sie mir nicht alles sagte, hielt ich das für Scham und empfand kein Misstrauen. Vielmehr glaubte ich, sie würde noch von selbst damit herauskommen, sobald die Zeit dafür reif war.

Also lenkte ich das Gespräch auf andere Themen. Dabei erwies sie sich zu meiner Überraschung als überaus redselig und mein erster Eindruck der scheuen, etwas unbedarften, religiösen Frau bestätigte sich nicht. Kaum etwas, wozu sie nichts zu sagen wusste. Auf vieles fand sie eine Antwort und bewies in manchem sogar Humor. Kurzum, sie zeigte sich als ganz normale Frau, welche, obgleich etwas verschüchtert, dennoch von erstaunlicher Tiefe war und sich durch nichts von anderen unterschied, trüge sie nicht diese orientalische Tracht.

Das mag auch der Grund gewesen sein, mein Vorhaben, sie am nächsten Morgen beim Polizeirevier abzuliefern, zu verwerfen. Ich hätte sie dorthin begleiten können, um sie professionellen Händen anzuvertrauen. Dann aber fürchtete ich, man könnte sie wieder zu ihrer Familie zurückführen, was mir sehr wahrscheinlich erschien und das konnte ich nicht zulassen.

Also beschloss ich, sie für die nächste Zeit bei mir zu belassen, bis mir etwas Besseres einfiel. Nur gab es da keine große Wahl außer einer Meldung bei den Ämtern mit einem im günstigsten Fall problematischen Rechtsstreit und langwieriger Suche nach einer geeigneten Bleibe. Natürlich wäre auch ein Frauenhaus eine Alternative.

Nur hatte ich von dort schon viel Unangenehmes gehört. Schon deshalb wollte ich ihr das ersparen. Andererseits musste ich mich erst einmal davon überzeugen, ob sie es auch wirklich ernst meinte und ihr Entschluss nicht nur eine Kurzschlussreaktion war. Sicherlich käme spätestens nach ein paar Tagen die Sehnsucht nach ihrem Kind hoch.

Aber selbst dann konnte der jetzige Zustand nicht andauern. Meine Wohnung bestand nur aus einer Wohnstube und einem kleinen Schlafzimmer und bot für zwei Personen nicht genügend Platz. Aber da sie sich in ihren Ansprüchen sehr genügsam zeigte, war die damit verbundene Einschränkung letztlich geringer als befürchtet.

Man mag es kaum glauben, sie erwartete nicht mal ein Bett, sondern kauerte sich allen Ernstes in der Ecke neben dem Fenster zum Schlafen hin. Sogar eine Decke lehnte sie ab. Das kam natürlich nicht in Frage. Also richtete ich ihr fürs erste die Couch her, die ich freilich so positionierte, dass ich sie bei geöffneter Tür von meinem Bett aus sah.

Das geschah nicht aus Misstrauen, sondern aus Sorge, denn wer wusste schon, was in ihr vorging. Niemand konnte garantieren, dass sie sich nichts antat. Natürlich hatte ich zu diesem Punkt noch keine Vorstellung, wie die Sache wirklich stand. Doch selbst wenn, hätte das meinem Pflichtgefühl ihr gegenüber kaum Abbruch getan. Mein Herz ließ mir keine andere Wahl.

Nur eines irritierte mich. Es war Halimes offensichtliche Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Familie, vor allem gegenüber ihrem Kind. Auch wenn ich selber kinderlos war, hätte ich doch eine solche Trennung niemals zugelassen. Da war keinerlei Reue, kein schlechtes Gewissen oder gar Sehnsucht, wie eine Mutter in dieser Situation empfinden müsste. Allein der Drang nach Freiheit und Eigenständigkeit schien alles zu überlagern. Das war doch sehr befremdlich, da zutiefst egoistisch. Natürlich hätte mich ihre Erklärung dafür interessiert und ich machte auch ein paar Andeutungen.

Doch sie blieb kurz angebunden, als wäre es ihr unangenehm, darüber zu reden. Am meisten aber verwirrte mich ihre Aussage, die zwölfjährige Sevgül wäre nicht ihr Kind, sondern vor allem sein Kind, freilich ohne das näher zu erklären. Das klang so kalt und fremd. Zu allem umspielte noch ein seltsames Lächeln ihre Lippen, das mich doch etwas ängstigte, denn es schien mir irgendwie hasserfüllt, kein Lächeln jedenfalls, das von einer Mutter zu erwarten war.

Wie auch immer - ich verstand es nicht. Ebenso erstaunte mich ihr tiefer Fatalismus angesichts der eigenen Zukunft. Da waren keinerlei Ängste zu erkennen, ebenso keine Überlegungen bezüglich einer Lösung, beinahe so, als erwarte sie allein im blinden Gottvertrauen einen sich selbst öffnenden Weg.

In der folgenden Nacht schlief ich schlecht, denn das alles war schon sehr verfahren. Zu allem geisterte mir die ganze Zeit so ein dummer Gedanke durch den Kopf. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber ich fürchtete allen Ernstes, ihr Mustafa oder irgendein anderer Kerl könnte jeden Moment mit einem Messer in der Hand hereinstürzen und mir die Klinge in die Wade rammen. Warum ausgerechnet in die Wade, kann ich nicht sagen. Aber seit meiner Traumatisierung hatte ich mitunter sehr seltsame Gedanken.

Als ich von meinem Bett aus durch die geöffnete Tür zu ihr hinübersah, konnte ich sie im Halbdunkel auf der Couch erkennen. Völlig reglos lag sie da, leicht zusammengekauert, die Decke bis zum Hals gezogen und mir zugewandt. Durch das Fenster im Hintergrund fiel das Licht der Straßenbeleuchtung auf sie herab und tauchte ihre Gestalt in ein milchiges Blass. Ich weiß das jetzt nicht besser auszudrücken, aber gerade dadurch wirkte sie auf mich surreal.

Es war kaum anzunehmen, dass sie schon schlief. Vielmehr meinte ich zu fühlen, dass sie die ganze Zeit zu mir herübersah und mich betrachtete. Was hätte ich darum gegeben, jetzt ihre Gedanken zu kennen. Ich fand aber kein Mittel, mich ihr zu nähern, ohne aufdringlich zu wirken. Also schwieg ich, in der Hoffnung, sie würde von sich aus das Gespräch suchen.

Und tatsächlich dauerte es nicht lange und sie fragte etwas. Ohne die Antwort abzuwarten, redete sie gleich weiter, als habe sie nur nach einem Einstieg gesucht. Dabei entschuldigte sie sich noch einmal für ihre anfängliche Weigerung, sich zu entkleiden. Wollte sie doch tatsächlich im Mantel schlafen.

Erst nach längerem Zureden war es mir gelungen, sie davon abzubringen. Ich bot ihr auch ein Nachthemd an, was sie zunächst noch ablehnte. Der Islam verbiete es, den Körper zu entblößen, nannte es aber im gleichen Atemzug lächerlich - vor allem einer Frau gegenüber. Das führte schließlich dazu, dass sie dann doch ihre Kleidung ablegte, freilich erst, nachdem das Licht gelöscht war.

Als ich sie dabei beobachtete, waren mir ihre grazilen Formen nicht entgangen. Und doch würde sie spätestens ab Mitte Dreißig wie Hefeteig auseinanderfließen, ihr Gesicht bekäme Runzeln und ihr Bauch würde aufgrund des vielen Gebärens erschlaffen. Sicher trachteten diese Frauen nur deshalb danach, sich hinter Tschador und Mantel zu verbergen. Es war eine Schönheit für den Augenblick. Vielleicht war das der Grund für die Vielweiberei in diesen Ländern? Ich war überzeugt, dass sie unverschleiert und mit offenem Haar wesentlich natürlicher wirkte und sich bei entsprechender Pflege länger jung halten könnte. Aber offenbar wollte sie das gar nicht, aus Angst, genau das zu provozieren, was es zu vermeiden galt – männliche Begierde.

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