Kristian Winter - Stalking II

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Obgleich Birgit Möller nach mehrmonatigem Gerichtsprozeß wegen Totschlags aufgrund einer Affekthandlung freigespochen wurde, kann sie dem Schatten ihrer Tat nicht entfliehen. Zwar läuft ihre Reintegration im Berufsleben und im Alltag anfangs erfolgreich. Als sie aber unfreiwillig Zeugin eines brutalen Überfalls mit einer Frau als Opfer wird, brechen die alten Wunden wieder auf. Unwillkürlich mischt sie sich ein und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die sie letztlich erneut zum Opfer machen. Dabei stellte sie sehr bald fest, dass ihr inzwischen ein mächtiger Gegner erwachsen ist, der ihr den Mord an einem Landsmann nicht verziehen hat. Und so setzt er alles daran, sie physisch und psychisch zu vernichten, jedoch in einer solch perfiden Art, dass er als Verursacher kaum zu fassen ist. So bleibt ihr am Ende nichts, als die nötigen Nachforschungen anzustellen, und stößt dabei auf ein Netzwerk von Gewalt und Intrigen, das sie schließlich in Lebensgefahr bringt.

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Das alles schilderte sie in kurzen, abgerissenen Sätzen, ohne einmal aufzuschauen, wobei man spürte, wie schwer es ihr fiel. Ihr Brustkorb bebte, ihre Stimme stockte und sie verfiel teilweise in Atemnot, vor allem, wenn sie von der Brutalität ihres Mannes berichtete. Ich war sehr ergriffen und konnte vieles nicht glauben, vor allem, dass er bereits angedroht habe, sie nach Syrien an den IS zu verkaufen.

Ich entschloss mich, sie fürs erste bei mir zu behalten in der Hoffnung auf die rettende Idee.

****

03. Kapitel

Damit brachte sie mich in eine schwierige Lage. Auch wenn ich mit solchen Geschichten nichts mehr zu tun haben wollte, blieb mir keine Wahl. Nun galt es, kühlen Kopf zu wahren und alle Optionen noch einmal durchzugehen. War ihr wirklich niemand gefolgt? Hoffentlich hatte sie keinem davon erzählt. Womöglich lauerte ihr Mann oder irgendein Schwager bereits vor der Tür mit einem Messer in der Hand. Verstümmelungen oder gar Ehrenmorde waren dort keine Seltenheit.

Kaum zu glauben, aber mein Misstrauen ging so weit, dass ich in den Hausflur schaute. Auch wenn das völlig idiotisch war, konnte ich nicht anders. Ich fühlte mich durch diesen ‘Flashback‘, wie es Frau Dr. Hövelbein nannte, sofort wieder in meine alte Rolle gedrängt und witterte überall Gefahr.

Wieder in der Wohnung, verriegelte ich die Tür und hielt die Keule griffbereit. Dann setzte ich mich zu meinem Gast und dachte nach.

Aber warum starrte sie mich so an? Waren meine Bedenken nicht berechtigt? Woher sollte ich wissen, ob sie mich nicht hinterging? Schon deshalb musste ich an meine eigene Sicherheit denken. Am liebsten hätte ich sie jetzt rausgeschmissen, schämte mich jedoch gleich wieder dieses Gedankens, denn dieser Fall lag doch anders. Was gab es also noch zu überlegen?

Zunächst mussten bestimmte Verhaltensregeln festgelegt werden, um das Risiko eines Entdeckens zu minimieren. Dazu durfte sie bis auf weiteres die Wohnung nicht verlassen. Ebenso galt es, jeden überflüssigen Lärm zu vermeiden und natürlich auch ein absolutes Telefonverbot. Das war gerade hier, wo die Wände Ohren hatten, besonders wichtig. Das Dumme war nur - ich wurde das Gefühl nicht los, dass die Sache stank. Folglich hielt mein Misstrauen an.

Als wir uns dann schweigend gegenüber saßen und ich mich mit einem Gespräch schwer tat, schien es für einen Moment, als wollte sie etwas sagen. Aber die Hemmschwelle war zu hoch, als sich jemandem wie mir, einer Ungläubigen, anzuvertrauen. Im Gegenzug wollte ich sie natürlich nicht bedrängen, schon um die trennende Distanz nicht noch zu vergrößern.

Doch seltsam – als sie mich dann mit ihren stillen, unergründlichen Augen unverwandt ansah, in denen so viel Scheu aber auch Neugier zu lesen war, verwirrte mich das derart, dass ich plötzlich nicht widerstehen konnte und mit meiner Geschichte herauskam. Dabei wollte ich das gar nicht. Aber es übermannte mich, ihr zu verdeutlichen, warum ich ihren Kummer verstand und das nicht nur aus Mitgefühl, sondern aus eigenem Erleben.

Also begann ich nach einigem Zögern mit dem Drama um den Ziegenhirten Neznadiq Shariquiri aus Belutschistan und den Problemen, die ich mit ihm hatte. Dabei erwähnte ich meine Ängste und Nöte, schilderte die Tiefe meiner inneren Zerrissenheit, meinen Wankelmut und Trotz, ließ aber auch die Hoffnung nicht weg. Kurzum, ich gestand ihr all meine Schwächen mit dem Fazit, trotz aller Anfeindungen nicht resigniert zu haben.

Sie hörte aufmerksam zu, wirkte an manchen Stellen jedoch recht betrübt. Doch je betrübter, je mehr setzte ich nach. Ich wollte ihr einfach zeigen, dass auch eine Ungläubige die Schwere ihres Schicksals teilen konnte. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd. Lange verlor sie kein Wort und sah mich nur verwundert an. Dann aber fragte sie mich plötzlich: „Und Sie haben ihn wirklich umgebracht, so richtig?“ Ein tiefes Entsetzen überschattete dabei ihr Gesicht.

„Ja, das habe ich“, gab ich zu. „Aber ich musste es tun. Sonst hätte es nie ein Ende gegeben.“

„Wie? Ich meine, wie haben Sie es getan?“, wollte sie daraufhin mit stockender Stimme wissen.

„Ich habe ihn erschossen!“

„Erschossen?“, wiederholte sie und schlug entsetzt die Hände auf den Mund.

„Ja, mitten ins Herz.“

„Dann ist Ihnen Gottes Zorn gewiss.“

„Möglich. Aber ich fürchte ihn nicht.“

Sie erwiderte daraufhin nichts. Man sah, welche Konfusion das in ihr auslöste und sich ihr Unverständnis nur noch vergrößerte. „Also ich könnte das nicht“, sagte sie nach einer Weile mehr zu sich selbst, als habe sie erst jetzt das ganze Entsetzen verinnerlicht.

„Das dachte ich auch. Aber dann kam es anders.“

„Bereuen Sie es?“

„Manchmal schon“, räumte ich nach einigem Zögern ein.

„Warum manchmal?“, wollte sie wissen.

„Weil ich nicht weiß, ob ich es wieder täte.“

„So etwas kenne ich. Das kann ich verstehen“, gestand sie zu meiner Überraschung ein und begann, sich endlich zaghaft zu öffnen. „Dennoch habe ich meinen Mann nie gehasst und würde ihn auch niemals töten können. Er tat nur, was er tun musste. Anderenfalls wäre er kein Mann, jedenfalls nicht in unserem Sinn.“ Jetzt nahm sie auch dieses alberne Kopftuch ab und ich konnte erstmals ihr fülliges Haar sehen. Sie trug es ganz normal, das heißt, in einer Art modischen Kurzhaarfrisur, die sich in nichts von unseren unterschied. Und doch wirkte sie sogleich ganz anders, so aufgeräumt und unglaublich zivilisiert, dass ich plötzlich jemand ganz anderen vor mir zu sehen meinte.

„Ich war noch sehr jung, als ich ihm versprochen wurde“, fuhr sie fort und strich sich durchs Haar, „eigentlich noch ein Kind. Meine Eltern hatten es so beschlossen, weil der Clan der El Jeries, dem er angehört, mit dem unseren schon seit langem in Fehde lag. Durch diese Verbindung erhoffte man sich eine Versöhnung. Nur war Mustafa zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet und hatte vier Kinder mit seiner ersten Frau Hatice. Sie müssen verstehen, dass es nach unserem Glauben keine Schande ist, sich mehrere Frauen zu nehmen. Heißt es in der Sure 4.3: ‚So heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier. Nur so könnt ihr Ungerechtigkeit vermeiden‘. Je mehr Frauen, je höher das Ansehen des Mannes, so sind die Regeln. Die Gefühle der Frau zählen dabei nicht. Sie hat ihm zu dienen und Kinder zu gebären, zum Wohl der Familie. Das ist ihr Bestimmung.

Aber ich war keine gute Dienerin, müssen Sie wissen. Obwohl ich wusste, dass diese Verbindung schon seit langem geplant war, blieb ich ungehorsam und hatte mich in einen Mann verliebt. Sein Name war Bektül und er entstammte dem Clan der Jel Abad, mit dem wir bereits über meine Schwester Aygun verschwägert waren. Die Notwendigkeit einer weiteren Heirat bestand also nicht. Dabei hätte ich nichts lieber getan, denn eine Frau muss recht früh unter dem Schutz eines Mannes stehen, um nicht Freiwild für andere zu werden. Bektül war in meinem Alter und mir in vielem ähnlich. Wir empfanden füreinander so tief, dass ich, nun ja, das wir miteinander …“

„Du hast mit ihm …?“

„Ja, und vor der Hochzeit“, erwiderte sie mit gesenkter Stimme und steckte hilflos die Hände zwischen die Knie. „So etwas ist bei uns Todsünde, denn damit war ich ‚haram‘, also unrein, und das blieb Mustafa nicht lange verborgen. Es kränkte und entehrte ihn. Dabei hatte ich noch versucht, ihn darüber zu täuschen, indem ich etwas Blut in eine … Nun ja, es gibt da so in paar Möglichkeiten, wissen Sie?“ Sie senkte errötend den Blick, um mich danach umso fester anzusehen. „Er hatte das Recht, mich zu töten, tat es aber nicht. Vielmehr hielt er es vor seiner Verwandtschaft geheim. Damit rettete er mir das Leben, denn mir drohte nach der Fatwa die Steinigung. Deshalb bin ich auf ewig in seiner Schuld und er kann über mich verfügen, wann immer er will.“

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