Walter Rupp - Mails aus dem Jenseits

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Die Menschheit wartet seit Jahrtausenden auf Nachrichten von drüben. Sie wüsste gern, was ihr bevorsteht. Denen, die es wagten, das Jenseits zu beschreiben, gelang meist nur ein Schrecken erregendes Phantasiegebilde. Diese Mails aus dem Jenseits möchten die Angst vertreiben und anregen, Diesseits und Jenseits in einem neuen Licht zu sehen.

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Fast alle Protestanten machen Luther, obwohl er seine Äußerung wiederholt widerrufen hat, zum Vorwurf, er habe sie mit seiner Behauptung, Gott setze seine Auserwählten keineswegs wegen ihrer Verdienste in den Himmel und stecke die vielen Verdammten keineswegs wegen ihrer Untaten in die Hölle, vor einem solchen Gott in Schrecken versetzt.

Unter Himmel habe ich mir Immer einen riesigen Theatersaal vorgestellt, in dem man sich ständig große Spektakel ansehen darf. Man muss erst einmal seine mitgebrachten Vorstellungen abstreifen, die sind ein Hindernis. Man hat uns ja auf Erden nie erklärt, worin das jenseitige Glück besteht? Mit dem Glück ist das so seine Sache. Der eine freut sich, weil er seine Frau nicht mehr sehen muss. Und ein anderer, dass er sie wieder sehen darf. Ich weiß auch nicht, was aus den großen Schriftstellern und Philosophen geworden ist, die man bei Euch drunten seit Jahrhunderten bewundert. Sokrates soll, wie ich hörte, außerordentlich freundlich empfangen worden sein. Die anderen sind fleißig beim Korrigieren ihrer unsterblichen Werke. Mancher soll geäußert haben, er wünsche, man hätte sein Grab größer gemacht und seine Werke gleich mitbeerdigt.

Leider muss ich wieder unterbrechen. Es wurde hier eine gemeinsame Chorprobe mit den Engeln angesetzt, die ich nicht versäumen möchte. Unser Gesang klingt inzwischen weniger irdisch. Aber bis wir den himmlischen Klang erreichen, werden wir doch noch viel üben müssen. - Ihr wundert Euch vielleicht, dass ich ständig zum Singen gehe, was ich auf Erden eigentlich immer vermieden habe. Vorträge sind hier nicht erlaubt, weil sie die Glücksgefühle und die Seligkeit beeinträchtigen. Jeder hat hier das Verlangen, das was er empfindet, nicht in Worten, sondern in Musik zum Ausdruck zu bringen.

Ihr hört später – für mich ist das nicht später - wieder von mir. Bis bald!

Begegnungen im Jenseits Jede Sekunde das Wort ist natürlich falsch weil es - фото 3

Begegnungen im Jenseits

Jede Sekunde – das Wort ist natürlich falsch, weil es keine Zeiteinteilung gibt – bringt eine solche Fülle von Überraschungen… Man weiß gar nicht, wie man die alle verarbeiten soll.

Wieder eine Neuigkeit

Gestern traf ich einen Bekannten, den ich hier nie erwartet hätte. „Was, Sie sind hier?“, rief ich aus, „man hat Sie hier hereingelassen? Sie hätte ich am allerwenigsten hier erwartet. Pardon: Ich freue mich natürlich, dass Sie hier sind, aber ich bin doch etwas überrascht. Hatten Sie keine Wartezeit? Hatten Sie einen Fürsprecher? Sie waren, soweit ich weiß, kein Kirchgänger und Ihre Lebensweise war doch nicht sehr christlich.“ Weil mich einige, die meinem Eindruck nach auch unverdient hereingelassen worden waren, wütend anschauten, sprach ich nicht mehr weiter. Aber die Erfahrung, dass man hier so leicht hereinkommt, weckt bei mir Zweifel an der himmlischen Gerechtigkeit. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass man bei der Aufnahme strenger vorgeht und nicht Hinz und Kunz hereinlässt. Der Himmel soll doch – so hat man uns das jedenfalls im Katechismus-Unterricht beigebracht - eine besondere Belohnung für die Wenigen sein, die sich um ein gutes Leben mühten.

Ich treffe hier lauter Leute, die meiner Überzeugung nach die für den Himmel erforderlichen Kriterien nicht erfüllten: einen jungen Mann, der keiner geregelten Arbeit nachging; eine junge Frau, die nicht ordentlich verheiratet war; einen Lehrer, der wegen seiner Strenge bei seinen Schülern nicht beliebt war; und einen Unternehmer, der sich trotz seines Reichtums und nur weil er einen Teil seines Vermögens verschenkte, Zutritt in den Himmel verschaffte. Es geht also doch ein Reicher leichter ins Himmelreich ein als ein Kamel durch ein Nadelöhr. Dafür hätte ich kein Verständnis, wenn er sich den Zutritt in den Himmel mit seinem Geld erkauft hätte. Ich habe auch Mühe zur verstehen, dass ein Politiker, der in eine Korruptionsaffäre verwickelt gewesen sein soll, und dessen Unschuld nicht eindeutig erwiesen werden konnte, aufgenommen wurde. Gut, es konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob an den Gerüchten etwas dran war. An Gerüchten ist immer etwas dran. Ich frage mich: Ist man hier wirklich so naiv und glaubt an seine Unschuld? Hat er überhaupt bereut? Wenn sich das drunten herumspricht, denke ich manchmal, dass solche Typen am Ende doch aufgenommen werden, braucht man sich nicht wundern, wenn sich die Leute an überhaupt keine Gebote mehr halten.

Ich dachte immer, dass die Barmherzigkeit Gottes doch auch Grenzen hat und dass es hier halbwegs gerecht zugeht. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich mich umsonst angestrengt und umsonst Schätze im Himmel gesammelt habe. Als ich sie bei meinem Eintreffen hier sehen wollte, hat man mir gesagt, es habe sich nicht gelohnt, sie aufzubewahren, und mir vorgehalten, dass ich gegenüber Leuten, die nun wirklich lästig waren, meine Abneigung zeigte und ihnen sagte, was ich von ihnen halte. Aber das waren doch alles, im Vergleich zu dem, was sich andere erlaubten, Petitessen. Statt großzügig darüber hinwegzusehen, schickte man mich mit allerlei zwielichtigen Gestalten an einen recht unbequemen Ort. Wir wurden zwar nicht schikaniert und mit Marterwerkzeugen gequält. Aber dieses Warten, bei dem man zum Nachdenken gezwungen war, war unangenehm.

Ehrlich gestanden, ich kann eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen. Ich hatte mir vorgestellt, dass sich im Himmel eben doch nur eine Elite befindet und wir besseren Menschen unter uns sein dürfen. Uns hat man damals im Religionsunterricht erklärt, dass die Guten bevorzugt behandelt werden. Dass man hier mit Leuten zusammen sein muss, denen man schon auf Erden aus dem Weg ging, weil man das Gefühl hatte, dass sie nicht gut sind, empfinde ich als Zumutung. Sobald ich herausgefunden habe, wer da zuständig ist, werde ich mich beschweren. Ich werde auch den Vorschlag unterbreiten, die Menschheit nicht in einer großen Gemeinschaft zusammenzufassen, sondern in kleinen, überschaubaren Gruppen, wie sich das bei unseren psychotherapeutischen Gesprächskreisen auf Erden bewährt hat. Denn Problemfälle können eine ganze Gruppe sprengen. Ich halte es für wichtig, dass der Aufenthalt im Himmel, gerade weil er eine Ewigkeit dauert und so viele verschiedene und schwierige Charaktere miteinander auskommen müssen, so geordnet sein sollte, dass Reibungsflächen vermieden werden. Aber leider hat man es noch nicht für nötig gefunden, meinen Antrag zu beantworten.

Immer noch im Aufnahmebüro

Man bringt nichts mit. Nur das, was man geworden ist!

Und das ist meist nicht gut gelungen.

Hallo!

Die meisten kommen mit diesen Erwartungen: Sie „möchten im Jenseits Menschen vorfinden - solche, die sie schon kennen, und solche, die sie schon immer kennenlernen wollten. Sie möchten dort einen Körper besitzen, und zwar am liebsten wieder den gewohnten - nur jünger, schöner, und vor allem gesünder. Sie möchten sich an die Zeit auf Erden erinnern können. Sie möchten ein großzügiges Angebot an Unterhaltung: Sämtliche irdischen Fernsehprogramme müssen zum Beispiel auch im Jenseits zu empfangen sein.

Wenn man im Jenseits ist, ist man noch nicht im Himmel. - Die Warteschlange vor der Aufnahmestelle wird nicht kleiner, weil immer neue hinzukommen. Es ist erstaunlich, wer hier so alles ankommt und auch rein gelassen wird. Man ist da – meiner Meinung nach - allzu großzügig. Ich hatte erwartet, dass man schon bei der Aufnahme eine Vor-Auswahl trifft. Es ist doch so mancher dabei, dessen Lebenswandel ich von früher her kenne und von dem ich weiß, dass er sich nicht gerade durch eine moralische und christliche Lebensweise ausgezeichnet hat.

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